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Bafög: Weniger Studenten bekommen Geld vom Staat
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Die Zahl der Bafög-Empfänger in Deutschland sinkt - zum sechsten Mal in Folge. Hunderttausende Studierende müssen jobben oder mit dem Geld ihrer Eltern auskommen.

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danduin 02.08.2018, 13:08
20. @7 Wohl eher Gerhard Schröder

Helmut Kohl hätte sowas nicht gemacht, dafür kam er der Linke zu sehr entgegen. Die Linke selbst, bzw. die SPD, hat für den Abbau der Mittelschicht gesorgt, einschl. Bafög.
Darum wählt auch keiner mehr SPD.
Prinzipiell werden den Akademiker, gerade denen die etwas länger gebraucht haben aufgrund Arbeiten gehen, später auch nicht die rosigen Jobchancen blühen.
Willkommen im neoliberalen Deutschland.
Das soziale D. wie es viele noch kennen, gibt es seit mind. 15 Jahren nicht mehr.

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Stäffelesrutscher 02.08.2018, 13:16
21.

Warum werden eigentlich 18- bis 27-jährige Personen als »Kinder« behandelt? Der Wurm steckt tief im System. Elternunabhängiges Studiengehalt auszahlen, Steuertarife anpassen, fertig ist die Laube.

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y0p0 02.08.2018, 15:50
22.

Zitat von Plasmabruzzler
Es ist durchaus machbar, ein Studium in adäquater Zeit (es ist bekannt, dass einige Studiengänge in Regelstudienzeit kaum zu schaffen sind) zu absolvieren und trotzdem nebenher zu arbeiten. Ich kenne niemanden (!), die/der nicht während des Studiums gearbeitet hat - und ich rede hier vom Maschinenbaustudium, bei dem hochschulinterne Praktika Pflichtveranstaltungen waren. Wenn man mal nicht zu einer Vorlesung oder Übung konnte, besorgte man sich die Mitschriften bei Kommilitonen oder in der Fachschaft. Wenn man bedenkt, dass eine Woche 168 Stunden hat, von denen man höchstens 1/3 (=56 Stunden) mit Schlafen verbringt, ist genügend Zeit, um nebenher jobben zu können. In der vorlesungsfreien Zeit habe ich Vollzeit gearbeitet und ein paar direkt ausgezahlte Überstunden geschoben. Außerdem bringt dies schon einen kleinen Einblick ins Arbeitsleben, was von vielen künftigen Arbeitgebern oft honoriert wird.
Es behauptet ja niemand dass das nicht möglich wäre. Es gibt allerdings, wie du selbst sagst, viele Studiengänge die unmöglich in der Regelstudienzeit zu schaffen sind. Für wen gilt dann die dann eigentlich? Man zahlt 400€ (München mal ausgenommen, da sinds noch mehr) für ein WG Zimmer, hat mindestens 200€ Verpflegung (keine Klamotten, die man alle paar Monate auch mal braucht, eingerechnet). Wie genau soll man das finanzieren? Sämtliche Aushilfsjobs die es hier gibt werden eigentlich nur nach Mindestlohn bezahlt. Ausnahmen gibt es immer, klar. Macht etwa 70 Stunden im Monat, über zwei Arbeitstage die Woche. Für wirklich das allernötigste. Rechnen wir mal realistisch sind es schon eher 3-4 Arbeitstage um nach zwei Jahren nicht gerade in einer Depression zu hängen, weil man sich wirklich nichts mehr leisten kann. In der Vorlesungsfreien Zeit Vollzeit zu arbeiten ist sicher keine schlechte Idee, allerdings muss man so einen Job auch erst mal finden. In einer Strukturschwachen Gegend auch nicht immer einfach.
Ich will eigentlich nur damit sagen, dass es entweder auf den Geldbeutel der Eltern, oder auch ein wenig Glück ankommt. Oftmals herrscht irgendwie der Grundgedanke, dass Studenten etwa 80% ihrer Zeit faulenzen und nichts arbeiten - ich kenne genug Gegenbeispiele. Die Bildung sollte nicht am Geld scheitern, was sie im Falle Bafög aber definitiv tut.
Dass allein schon beispielsweise Bausparverträge o.Ä. angerechnet werden ist ein Witz. Dagegen wird aber der 300.000€ Hauskredit der Eltern nicht gegengerechnet.

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lachina 02.08.2018, 16:21
23.

Zitat von Schandmaul
Liebe SPON-Redaktion, die Wahrheit tut manchmal weh, es wundert mich nicht, dass ihr diesen Beitrag nicht veröffentlicht. Die Fragestellung, warum man Personen ohne Identitätsnachweis und Fluchtgrund mit Milliarden unterstützt, wohingegen für Pflege und Bildung keine Mittel zur Verfügung gestellt werden, ist völlig legitim und beschäftigt eine rasant wachsende Anzahl der Bürger.
Weil das Asylrecht in der Verfassung verankert ist und das Recht auf die bestmöglichste Bildung nicht! Aber die Verfassung kann mit 2/3 - Mehrheit von Bundestag und Bundesrat geändert werden.

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le.toubib 02.08.2018, 17:55
24. Ein grundlegender denkfehler!

Zitat von martine-primus
[...] die Akademiker-Kinder studieren gut und gerne und abgesichert, während die vom Proletariat wieder einmal in die Röhre gucken!
Auch "Akademiker-Eltern" schwimmen nicht alle im Luxus! Ich würde mal schätzen, mein Vater als angesehener Bauingenieur verdiente einiges weniger als die meisten Bandarbeiter bei Daimler ...

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le.toubib 02.08.2018, 18:06
25.

Zitat von jaodernein
[...] Und zu "Eltern verklagen": Bekommt man nicht trotzdem Bafög, und holt sich das Amt das Geld dann nicht zurück? War zumindest früher so. Und auch diese Studenten sind ja nicht aus armen Familien.
Habe ich als ultima ratio auch noch im Hinterkopf. Das Bafög-Amt geht erst einmal in Vorleistung und klagt daraufhin.

Und das dämliche "man verklagt seine Eltern nicht" ob des "Familienfriedens". Der wäre bei mir schon zu Ende gewesen, wenn ich keinen Einblick in die Finanzen meiner Eltern bekommen hätte ...

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jwfk 02.08.2018, 20:16
26. Gute Nachricht schlecht schreiben

Die Zahl der BAföG- Bezieher ist gesunken, weil die Einkommen steigen. Was ist an der Entwicklung negativ? Verquere linke Logik, die eine Verbesserung der sozialen Situation (mehr Menschen haben höhere Einkommen und können für sich selbst sorgen) beklagenswert findet. Schlimmer noch, das es Leser gibt, die das nicht durchschauen.

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Stäffelesrutscher 02.08.2018, 20:27
27.

Zitat von jwfk
Die Zahl der BAföG- Bezieher ist gesunken, weil die Einkommen steigen. Was ist an der Entwicklung negativ? Verquere linke Logik, die eine Verbesserung der sozialen Situation (mehr Menschen haben höhere Einkommen und können für sich selbst sorgen) beklagenswert findet. Schlimmer noch, das es Leser gibt, die das nicht durchschauen.
Die Preise sind leider auch gestiegen. Und BAföG wird traditionell nicht schnell genug angepasst.

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berndra 03.08.2018, 08:38
28. steuern nach dem studium

ich hatte vor über 25 jahren das glück das ich elterunabhängiges bafög bekam. meine eltern hätten mich sicherlich unterstützt, es sei gesagt das sie nicht gerade über ein großes einkommen verfügten. mein bafög musste ich nach dem studium zu 50% zurück zahlen.
heute nach über 25 jahren im berufsleben zahle ich in einem jahr mehr steuern, als ich in 4 1/2 jahren an bafög bekommen habe. das ist auch gut so. warum also nicht bafög für alle.

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