Forum: Leben und Lernen
Bayern: Schüler muss Bahn fahren - auch wenn es fast zwei Stunden länger dauert
imago images/ Jürgen Ritter

Ein Berufsschüler braucht mit öffentlichen Verkehrsmittel rund zwei Stunden zu seiner Schule, mit dem Auto wären es nur eine. Die Behörden wollten die Fahrtkosten nicht erstatten - nun hat ein Gericht entschieden.

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kayakclc 30.04.2019, 18:36
1. Paragraphenreiterei

Sinnvoller wäre hier ein Kompromis: der der öffentliche Nahverkehr wird als wünschenswert und naturlich kostengünstiger angesehen - es fallen die Anschaffungskosten des Autos nicht an. Gleichzeit wird der Person die fiktiven Ticketkosten die bei Verwendung des öffentliche Nahverkehr anfallen würden, als Geldbetrag dem Schüler überwiesen. Dann entscheidet der Schüler ob er ein teueres Auto mit kleinem Zuschuss verwenden will oder eben den öffentliche Nahverkehr.

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Bastian__ 30.04.2019, 18:37
2. Theorie und Praxis

Wird der Zeitaufwand mit der Bahn nach Fahrplan oder anhand den wirklich gefahrenen Zügen berechnet? Das ist ein sehr großer Unterschied. Bei Verbindungen mit Umsteigen können schon 10 Minuten Verspätung zu mehr als 1 Stunde Verspätung führen. Da sollte auch vor Gericht mal ein Monat Realdaten der Bahn für die Verbindung genommen werden, das unterscheidet sich schnell um 1 bis 2 Stunden gegenüber dem Fahrplan und das pro einzelner Fahrt.

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deufin 30.04.2019, 18:52
3. Wundert es einen?

Da braucht man sich doch nicht mehr wundern, wenn Leute lieber Auto fahren anstatt den ÖPNV zu nutzen. Über zwei Stunden für eine Strecke von 100km mit dem ÖPNV ist doch einfach nur lächerlich.
Und dann auch noch diese Korinthen-Kackerei mit den paar Minuten um die Fahrtkosten zu erstatten...

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heissSPOrN 30.04.2019, 19:00
4.

Und wenn der Schüler dann die Prüfung vergeigt, weil ihm die Zeit zum Lernen fehlte? Wer zahlt dann ein Leben lang für ihn Hartz IV? Diese Bürokratie hierzulande ist einfach manchmal derart lebensfern, da nutzt der funktionalste Rechtstaat nichts!

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pepe-b 30.04.2019, 19:01
5. So ist das eben

Irgendwo muss man eine Grenze ziehen. Und selbst wenn man eine Kulanzzone von sagen wir mal 30 Minuten baut, dann kommt der nächste, der diese Kulanzzone um zwei Minuten unterschreitet. Ist nicht schön, aber eben Pech gehabt. Das ist in vielen anderen Themen auch so. Ja, Recht ist Paragraphenreiterei, besonders vor Gericht. Und das ist gut, richtig und wichtig so.

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pumpking 30.04.2019, 19:06
6. @3

Ich brauch für eine Strecke von unter 30km über ne Stunde mit den Öffis.
Mit dem Auto ists weniger als ne halbe Stunde.

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tekumseh 30.04.2019, 19:11
7.

Hm, also die Überschrift sagt, es dauert 2 Stunden länger, im Artikel steht, es dauert mit der Bahn 2 Stunden, mit dem Auto eine Stunde, macht doch eigentlich eine Stunde länger und nicht zwei wie im Titel. Irgendwas davon sollte man vielleicht mal korrigieren. ;)

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jeby 30.04.2019, 19:18
8.

Der öffentliche Nahverkehr, der ja aus Umweltgründen immer angepriesen wird, ist in den meisten Fällen wie auch hier einfach viel unpraktischer als das Auto. Und dann ist er noch niemals wirklich billig und jedes Jahr wieder werden die Preise erhöht, statt die Preise mal um 80 % oder mehr zu senken, so dass die Leute wirklich mal eine Motivation haben, Bus und Zug in Erwägung zu ziehen.

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dereineuwe 30.04.2019, 19:21
9. im zug kann man bspw lernen

der schüler könnte seine hausaufgaben bspw im zug machen - das wird er beim autofahren nicht hinkriegen. und was soll das überhaupt für ne FOS/BOS sein, wenn er nebenher noch arbeiten kann? da sind die erfolgsaussichten - zumindest in bayern - eher gering. ein studium in bayern als gelernter hauptschulmechaniker schaffen wohl auch unter 1%...

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