Forum: Leben und Lernen
Bayern: Schüler muss Bahn fahren - auch wenn es fast zwei Stunden länger dauert
imago images/ Jürgen Ritter

Ein Berufsschüler braucht mit öffentlichen Verkehrsmittel rund zwei Stunden zu seiner Schule, mit dem Auto wären es nur eine. Die Behörden wollten die Fahrtkosten nicht erstatten - nun hat ein Gericht entschieden.

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markus_wienken 01.05.2019, 10:29
80.

Zitat von meinungsmacher
...wollte ich auch gerade schreiben, da bist du mir zuvorgekommen. Das ist ein Riesenvorteil des Zugfahrens, der in der öffentlichen Debatte nicht unterschlagen werden sollte.
Am WE habe ich mit der Bahn (1. Klasse) meine Eltern besucht, da kann man in der Tat arbeiten und auch seine Hausaufgaben machen.
Wie das im Regionalzug ohne Tisch und in der Regel ziemlich laut vernünftig funktionieren soll muss mir ersteinmal jemand erklären.
Tasche auf die Beine gelegt und dann durch die Schaukelei und schlechte Sitzposition krakelig und rückenschädigend etwas ins Heft geschmiert?
Und selbst wenn man etwas /Fachliteratur, keine Belletristik) "nur" lesen will, zumindest ich benötige fürs effektive Lernen eine ruhige ungestörte Umgebung.

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Bibabutzemann 01.05.2019, 11:24
81. Kein Einzelfall

Ich brauche täglich mit ÖPNV ca eine Stunde für den Weg zur Schule und 1½ für den Rückweg, dabei sind es nur 13km. Mit dem Auto wären es 15 Minuten pro Weg, sogar mit dem Fahrrad bin ich deutlich schneller als mit dem ÖPNV. Aber Schüler sind ja keine Wählergruppe, für die macht man ja keine Politik... Wenn man ausrechnet wie viel Lebenszeit da auf 12 Schuljahre im (dreckigen, stinkenden) Bus verschwendet wird, dann kann einem dabei echt schlecht werden. Schlecht wird einem aber auch schon mit 80 auf der Landstraße in diesen Bussen genug, mit Hausaufgaben oder lernen braucht man da gar nicht erst anfangen.

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Einhorn 01.05.2019, 11:59
82.

Zitat von Bibabutzemann
Ich brauche täglich mit ÖPNV ca eine Stunde für den Weg zur Schule und 1½ für den Rückweg, dabei sind es nur 13km. Mit dem Auto wären es 15 Minuten pro Weg, sogar mit dem Fahrrad bin ich deutlich schneller als mit dem ÖPNV. Aber Schüler sind ja keine Wählergruppe, für die macht man ja keine Politik... Wenn man ausrechnet wie viel Lebenszeit da auf 12 Schuljahre im (dreckigen, stinkenden) Bus verschwendet wird, dann kann einem dabei echt schlecht werden. Schlecht wird einem aber auch schon mit 80 auf der Landstraße in diesen Bussen genug, mit Hausaufgaben oder lernen braucht man da gar nicht erst anfangen.
Wo ist jetzt genau das Problem 13 Kilometer mit dem Rad zu fahren? Wenn der Bus so unzumutbar stinkend und dreckig ist, fällt die Entscheidung doch leicht.

Oder erwarten Sie von der Politik ein Auto?

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dodgerone 01.05.2019, 12:38
83. typisch Deutsch

2 Stunden sind nicht die Welt und man kann im Zug z.B. lesen oder auch arbeiten (je nach Weg). Das hier eine private Lebensqualitätsverbesserung vom Steuerzahler subventioniert werden soll ist absolut unnötig. Hier hat der Staat sowieso viel zu lange falsche Anreize gesetzt. Natürlich ist der längere Weg nicht schön, aber Millionen Menschen fahren auch nicht mit Taxi oder Stretch-Limosine zur Arbeit. Das ist halt das Leben!

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intercooler61 01.05.2019, 17:41
84. Asozial

Solche Entscheidungen treffen gerade diejenigen, denen kein Mamataxi, Papataxi oder zum Abi geschenktes Auto zur Verfügung steht.

Rund 2 Stunden pro Tag weniger Schlaf oder weniger Zeit, Lerninhalte nach- und Prüfungen vorzubereiten - so zementiert man soziale Selektion. Womöglich noch mit ökologischem Gütesiegel.

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damianschnelle 01.05.2019, 19:28
85. @dereineuwe

Ich kenne jetzt den ÖPNV vor Ort nicht. Bei uns hier können sie in der Hauptverkehrszeit bestimmt nicht im Zug lernen. Da sind sie zufrieden, wenn sie überhaupt reinkommen.

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cindy2009 01.05.2019, 20:57
86. @emil

"----
emil7685 heute, 10:16 Uhr
76.
[Zitat von cindy2009anzeigen...] Ich bitte um Entschuldigung, aber SIE sind hier der Sonderfall mit Ihrer Monatskarte für 12,50 Euro und einem ÖPNV in dem man Werktags um 7 Uhr Morgens einen Sitzplatz bekommt. Es würde mich seit Jahren interessieren wo diese wundersame Stadt ist. Das eine überfüllte Regionalbahn Werktags zu den Stoßzeiten eine "seltene Erfahrung" wãre ist eine ausgesprochen exklusive Aussage.----" Ach herrjee, jetzt geht das wieder los. Da haben Sie Informationen nur zum Teil mit bekommen und dann denken Sie, Sie können mir was unterstellen. Fahren Sie doch einfach mal ausserhalb von Berlin. Und die Monatskarte für den Stadtbus kostet jetzt nur noch 7 Euro.

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emil7685 01.05.2019, 21:26
87.

Zitat von cindy2009
"----. Da haben Sie Informationen nur zum Teil mit bekommen und dann denken Sie, Sie können mir was unterstellen. Fahren Sie doch einfach mal ausserhalb von Berlin. Und die Monatskarte für den Stadtbus kostet jetzt nur noch 7 Euro.
Ich unterstelle Ihnen überhaupt nichts. Sie haben sinngemäß geschrieben dass volle Regionalbahnen an einem Werktag um sieben Uhr morgens eine "seltene Erfahrung" wären. Und das ist, mit Verlaub und allem nötigen Respekt, schlicht völliger Schwachsinn. Auch außerhalb von Berlin. Besagter Schüler muß über Ingolstadt nach Fürstenfeldbruck. Dass Sie da unter der Woche in den Stoßzeiten in der Regionalbahn gemütlich ein Buch lesen können glauben Sie doch wohl selbst nicht!
Und dass Ihre bomforzionöse Bus-Monatskarte für sieben Euro eine Räuberpistole ist werde ich (und andere) Ihnen so lange unterstellen bis Sie das irgendwie nachgewiesen haben. Im suddeutschen Kaff in dem meine betagten Eltern wohnen kostet die Monatskarte für den Stadtbus der von der Siedlung über den Bahnhof zum Rathaus fährt in der höchsten Ermäßigungsstufe knapp 30 Euro.

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Michael Kn 02.05.2019, 04:32
88. Natürlich kann im Zug gelernt werden

Ich hatte jahrelang das Vergnügen länger mit den ÖPNV zwischen Wohnort und Berufsschule zu pendeln. Auch später im Berufsleben. Da der Betroffene scheinbar im ländlichen Raum wohnt, sind die ÖPNV Angebote auch selten überfüllt. Natürlich muss man die Randbedingungen kennen, um es für die Einzelsituation zu beurteilen. Aber mein Kommentar ging ja auch etwas weiter.

Zur Gliederung und Sichtung des Lernstoffes reicht es einen Sitzplatz zu haben. Es reicht auch um Lernkarten (als Karteikarte oder App) zu nutzen. Ist der Umgebungslärm zu hoch, helfen Kopfhörer / Ohropax. Das fördert auch die Resilienzfähigkeiten. Denn später in einer Werkstatt wird es auch nicht gerade ruhig sein. Auch nicht in einer Produktionshalle oder wenn man sein Büro mit anderen Menschen teilt.

Und ja um bestimmte Dinge zu lernen, wird auch ein entsprechendes Lernumfeld benötigt. Und effektives Lernen (also das gewünschte Ergebnis zu erreichen) sollte auch einer Effizienzbetrachtung unterzogen worden. Also sollte man die Zeit für Dinge nutzen, die einem seinen Ziel näher bringen.

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neutron76 02.05.2019, 07:37
89. In Zukunft ist der Arbeitgeber gefragt.

Speziell in Anbetracht des Lehrlingsmangels. Auf der anderen Seite reicht normal die Ausbildungsvergütung dick aus um die Fahrtkosten zu bezahlen, egal welches Verkehrsmittel genommen wird. Ein Azubi wohnt zu Hause und sonst kaum weitere Kosten. Alles andere ist wieder an den Haaren herbeigezogen.

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