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Begabtenförderung: Kultusminister wollen mehr für gute Schüler tun
DPA

Jahrelang konzentrierten sich Bildungspolitiker auf die schwachen Schüler, jetzt sollen mal die besten dran sein: Das findet Sachsens Schulministerin Brunhild Kurth (CDU). Am Freitag will die Kultusministerkonferenz über den Vorstoß entscheiden.

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Vex 07.06.2015, 15:12
30. Denkfehler

Hochbegabte Schüler oder Studenten sind nicht immer auch Leistungsstarke bzw gute Schüler Studenten.
Es ist ein Trugschluss das jemand der hohe Leistung bringen kann auch hohe Leistung bringen will ... gerade bei Hochbegabten habe ich immer den Eindruck gehabt das ihnen nichts mehr zuwieder ist als Fachidiotentum, reine Fleißleistung oder Anpassung an starren eindimensionalen Systemen. Oft wird dort Leistung durch Eleganz bzw Genialität angestrebt und damit Eckt man in unseren Systemen oft an besonders in der Wirtschaft.
Ich glaube nicht das unsere Wirtschaft hochbegabte Mitarbeiter will sondern am System hochangepasste.

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THINK 07.06.2015, 15:18
31.

Fr. Kurth macht mir Angst. Was für ein schräges, kaputtes und reaktionäres Weltbild muss man haben, um wieder mal von "Eliten" zu schwafeln.

Es sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass nur die Hälfte der erfolgreichen Schüler auch erfolgreich im Studium und Beruf sind. Es gibt keine Methode, mit der man den späteren Erfolg bzw. das zukünftige Leistungsvermögen eines Schülers bestimmen kann. Deshalb kann eine frühe "Eliten"-Förderung nur auf willkürliche Entscheidungen beruhen und zementiert außerdem eine feudalistische Gesellschaft.

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specialsymbol 07.06.2015, 15:22
32. Unmöglich

Gute Schüler müssten eigentlich die Schule nur für 2-3 Stunden pro Tag besuchen. Damit würden sie aber den Rest des Tages freihaben und Unsinn anstellen können bzw. ihre Eltern von der wichtigen Unterstützung der Volkswirtschaft (=Arbeit) abhalten.
Versucht man sie hingegen die restlichen 6 Stunden mit noch mehr Wissen vollzustopfen dürfte das die Kompetenzen der meisten Lehrer sehr bald übersteigen. Die guten Schüler sitzen somit alsbald weiterhin 2/3 der Zeit gelangweilt herum, mit dem Unterschied, dass sie dann ihren Mitschülern gegenüber noch mehr Vorsprung haben als heute schon und entsprechend noch unbeliebter sind bzw. noch mehr ausgenutzt werden.

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2wwk 07.06.2015, 15:27
33. Begabte brauchen Hilfe (nicht nur Hochbegabte)

wir muessen die Begabten foerdern und fordern.
Schulen muessen auch als Investition mit Gewinn gesehen werden. Eine Schule ist keine Sozialleistung. Ich will den bestmoeglichen Gewinn aus dieser Investition. Begabtenfoerderung hat ein besseres Potential als jemandem der nicht lernen will Geld nachzuwerfen.
Ich habe keine Problem Problemschuelern zu helfen die Hilfe wollen.

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havilland 07.06.2015, 15:34
34. Das ist nichts Neues....

schulische Inklusion bedeutet, dass alle Schüler und Schülerinnen nach ihren je individuellen Lernvoraussetzungen unterrichtet werden....das gilt für besonders Leistungsstarke genau wie für Leistungsschwache. So die Theorie. Da die Schulen aber durch eine überstürzte, personell, konzeptionell und finanziell unausgegorene flächendeckende Einführung der Inklusion völlig überfordert sind, ist die Aufmerksamkeit und Zeit der Lehrkraft meist an die lernschwachen und/oder verhaltensauffälligen Kinder gebunden. Zu Recht beschweren sich die Eltern der normal und hochbegabten Schüler...und dann bringt eine solche Ankündigung aus dem Ministerium, sich vermehrt auch um diese Schüler zu kümmern, vielleicht die ein oder andere Wählerstimme. Ich bin seit 20 Jahren Lehrerin, halte diesen Beruf immer noch für meinen Traumberuf und mache mir sehr viele Gedanken um jeden meiner Schüler und Schülerinnen. So, wie die Inklusion im Mo.eng läuft-Abschaffung von Förderschulen, 2 Förderlehrerstunden pro Klasse/Woche, keinerlei weitere Unterrichtsunterstützung, geht die an sich gute Idee der Inklusion auf Kosten der Schüler und Schülerinnen "ohne Unterstützungsbedarf"... und im Übrigen auf Kosten der Arbeitszufriedenheit der Lehrkräfte....die in ihrer großen Mehrheit jedem Schüler gerecht werden und ihren Job gut machen wollen.

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bolzenbrecher 07.06.2015, 15:48
35. Schwachsinn!!

"Jahrelang konzentrierten sich Bildungspolitiker auf die schwachen Schüler..." Von welchem Planeten spricht der Autor? Das ist eine Verhöhnung der Menschen, die durch die Knochenmühle des unmenschlichen deutschen Bildungsdesasters gedrückt werden. PISA zeigt es seit Jahren - allerdings ohne Konsequenzen! Auch dieser Artikel hat wieder mal keinen Wert. Ich wechsele jetzt vielleicht doch lieber. Das BILD-Niveau von SPON ist endgültig erreicht.

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systemfeind 07.06.2015, 15:49
36. mag sein

allerdings lehnen die GEW Lehrer die Begabtenförderung ab ( solange es sich nicht um die eigenen Privatschulkinder handelt )

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austenjane1776 07.06.2015, 16:04
37. Vorschlag zur Güte

Zitat von bolzenbrecher
"Jahrelang konzentrierten sich Bildungspolitiker auf die schwachen Schüler..." Von welchem Planeten spricht der Autor? Das ist eine Verhöhnung der Menschen, die durch die Knochenmühle des unmenschlichen deutschen Bildungsdesasters gedrückt werden. PISA zeigt es seit Jahren - allerdings ohne Konsequenzen! Auch dieser Artikel hat wieder mal keinen Wert. Ich wechsele jetzt vielleicht doch lieber. Das BILD-Niveau von SPON ist endgültig erreicht.
"""Die Bildungs-Bonzen konzentrieren sich seit Jahren auf das Sparen an der Bildung. Damit die Wählenden das nicht so merken, werden schöne Worte rausgehauen und regelmäßig die Anforderungen gesenkt. Wenn es trotzdem nicht klappt mit dem Abi, sind "die Lehrer" schuld. """
Wie wär´s damit?

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austenjane1776 07.06.2015, 16:06
38. Ergänzung

Zitat von systemfeind
allerdings lehnen die GEW Lehrer die Begabtenförderung ab ( solange es sich nicht um die eigenen Privatschulkinder handelt )
Viele haben auch gar keine Kinder.
Das sorgt für objektivere Interessenvertretung.
Fakt ist, dass die GEW ihre Kampfkraft nicht für die Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen in den Schulen einsetzt.
Da läßt sie sich regelmäßig mit Gelaber abspeisen.
Und wenn die "SPD" regiert, haben die eh die Beißhemmung.
Eine richtige Gewerkschaft wäre zB die IG Metall.
Die wird ernstgenommen.

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systemfeind 07.06.2015, 16:25
39. will niemand

Zitat von mayazi
Wenn man nach IQ und Noten schaut, sieht man, dass der Notendurschnitt zunächst mit steigendem IQ ebenfalls ansteigt. Bis zu einem IQ von etwa 115 (Mitte bei 100, Standardabweichung 15) geht das so, mit weiter steigendem IQ wird der Notendurchschnitt wieder schlechter. Für mich heißt das: wenn die Förderung tatsächlich auf die Hochleister beschränkt wird, dann geht sie an die, die mit dem aktuellen System eh am besten zurecht kommen. Sollte es tatsächlich darum gehen, die Begabtesten zu fördern, dann werden wir um flächendeckende IQ-Tests für alle, einschließlich der Haupt- und Förderschüler nicht herum kommen, denn an den Schulnoten sind sie nicht ausreichend erkennbar.
seit der Verdammung des Entwicklungspsychologen Eysenck will das Bildungsestablishment keine flächendeckenden IQ Tests . Der Grund ist leicht nachvollziehbar : werden objektivierbare Resultate der Presse zugespielt wird man ratz fatz in den 60ern landen - und erneut die kognitiven Fähigkeiten unterschiedlicher Gruppen erörtern ( Debatte findet dennoch statt - im Netz und beim Personaler ) .

Bleibt also die Frage : "ist der denn weniger blöd wenn wir nochmal 200.000 oiro in Form hilfsbereiter Sonderpädagogen reinstecken ? "

Inklusion ist ne feine Sache - für Kinder der unteren Mittelschicht - wer Geld hat kauft sich aus dem bunten Menschenpark heraus und lässt seine Gören vom Jesuiten seines Vertrauens unterrichten .

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