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Begabtenförderung: Kultusminister wollen mehr für gute Schüler tun
DPA

Jahrelang konzentrierten sich Bildungspolitiker auf die schwachen Schüler, jetzt sollen mal die besten dran sein: Das findet Sachsens Schulministerin Brunhild Kurth (CDU). Am Freitag will die Kultusministerkonferenz über den Vorstoß entscheiden.

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OskarVernon 07.06.2015, 16:41
40.

Zitat von systemfeind
( Debatte findet dennoch statt - im Netz und beim Personaler )
Beim Personaler findet keine Debatte statt, allenfalls unter solchen - die kennen ihre Pappenheimer, da hilft auch kein taktvolles Schweigen.

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georg_lm 07.06.2015, 16:48
41. Karl Marx oder Pol Pot?

Zitat von THINK
Fr. Kurth macht mir Angst. Was für ein schräges, kaputtes und reaktionäres Weltbild muss man haben, um wieder mal von "Eliten" zu schwafeln. Es sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass nur die Hälfte der erfolgreichen Schüler auch erfolgreich im Studium und Beruf sind. Es gibt keine Methode, mit der man den späteren Erfolg bzw. das zukünftige Leistungsvermögen eines Schülers bestimmen kann. Deshalb kann eine frühe "Eliten"-Förderung nur auf willkürliche Entscheidungen beruhen und zementiert außerdem eine feudalistische Gesellschaft.
Mir machen Leute wie Sie Angst.

Sie wollen die "Förderungswürdigkeit" eines Kindes daran
festmachen, welchen zukünftigen Erfolg (war wäre denn
bei Ihnen Erfolg) man erwarten kann?

Vielleicht können Sie jenseit ihrer Klassenkampfparolen
mal zur Kenntnis nehmen, daß es um Kinder geht, die
JETZT Bedürfnisse haben, die oft nicht einmal ansatzweise
befriedigt werden. Wenn sich hochbegabte Kinder für etwas
interessieren, dann geschieht das um der Sache selbst willen.
Eine mögliche spätere berufliche oder monetäre Verwertbarkeit
ist einem solchen Kind scheixxegal.

Ihnen ist es dagegen nicht egal: Sie machen Kinder, deren
Wissensdurst nicht gestillt werden soll, zum Kollateralschaden
Ihres Klassenkampfes.

... und überhaupt: Haben Sie Ihren Marx nicht gelesen? Feudalismus ist out! Jetzt sollen die Kapitalisten abgemurkst
werden, damit das Paradies kommt.

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lorn order 07.06.2015, 17:01
42. Begriff aus der Mottenkiste

Zitat von THINK
Fr. Kurth macht mir Angst. Was für ein schräges, kaputtes und reaktionäres Weltbild muss man haben, um wieder mal von "Eliten" zu schwafeln. Es sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass nur die Hälfte der erfolgreichen Schüler auch erfolgreich im Studium und Beruf sind. Es gibt keine Methode, mit der man den späteren Erfolg bzw. das zukünftige Leistungsvermögen eines Schülers bestimmen kann. Deshalb kann eine frühe "Eliten"-Förderung nur auf willkürliche Entscheidungen beruhen und zementiert außerdem eine feudalistische Gesellschaft.
Sie machen mir Angst. Was für ein schräges, kaputtes und revolutionäres Weltbild muss man haben, um wieder mal von "reaktionär" zu schwafeln?

Der Begriff stammt doch aus der Mottenkiste der Revolution.

Im Übrigen werden Eliten benötigt, um eine Gesellschaft zu führen.
Früher bildeten sich die Eliten aus Klerus, Adel, Großbürgertum oder der (National)-Sozialistischen Partei.

Halten Sie da eine Bildungselite nicht für besser?

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systemfeind 07.06.2015, 18:26
43. stimmt

Zitat von OskarVernon
Beim Personaler findet keine Debatte statt, allenfalls unter solchen - die kennen ihre Pappenheimer, da hilft auch kein taktvolles Schweigen.
der Personaler lässt die falschen Postleitzahlen herausfiltern ; die "Bewerbungsschreiben" aus Hamburg Prollbüttel schreddern .

Integrationsbefürwortende Unternehmen wie zum Beispiel der ZEIT Verlag rekrutieren weiterhin im Problemkiez .

Auch die blonde Moderatorin eines bekannten Magazins soll demnächst durch einen Neubürger ersetzt werden ( sagt man ) - vielleicht bleibt uns Frau Gräz aus Harvestehude aber auch erhalten - der Werbepartner mag keine Veränderung .

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leser008 07.06.2015, 20:03
44. Der Gute macht seinen Weg

Zitat von etzmann.schnappuleck
Ganz ehrlich, natürlich brauchen auch besonders begabte Kinder Förderung, aber - und hier liegt der Knackpunkt - nicht die Begabten sind es die wirklich Hilfe benötigen! Nicht sie sind es, die in ihrem späteren Leben unglücklich sind, in prekären Beschäftigungsverhältnissen landen, dem Steuerzahler jede Menge Geld kosten, weil Unterstützung viel, viel, viel zu spät und viel, viel, viel zu knapp gewährleistet wird! Es sind die Schwachen! Als Lehrer (sowohl Primar- als auch Sekundarstufenerfahrung) kann ich aus meinen Erfahrungen versichern: Besonders begabte Kinder kommen zu 95% aus bemühten Familien mit ausgeprägtem und akademischen Bildungshintergrund. Und genau so ist ein Großteil der Kinder aus so genannten bildungsfernen Familien sehr gefährdet in der Schule und auch sonst sozial zu scheitern. Den Satz "Aber, was ist denn jetzt mit den starken Schülern und Schülerinnen" höre ich immer wieder. Vor dem Hintergrund, dass es so viele schwache Schüler und Schülerinnen gibt kann ich die Sorge zunächst nicht wirklich verstehen. Die starken Kinder gehen in der großen Mehrheit ihren Weg und er ist ein guter Weg. Bei den Schwachen sieht es ganz anders aus. Aber es macht den meisten Lehrern natürlich auch mehr Spaß und fördert deren Selbstwirksamkeitskonzept, wenn sie Schüler unterrichten, die sehr schnell verstehen und sehr leistungsfähig sind.
Ich war einer von diesen begabten Schülern, allerdings auch mit einem gewissen Grundfleiss. Von vielen Seiten wurde ich gefördert, Lehrer lobten, Förderung, von Jugend forscht, bis zu Preisen, teils mit Geldprämien. Meine Eltern unterstützten mich zwar, als Nichtakademiker freuten sie sich aber hauptsächlich. Die schlechteren Schüler wurden viel weniger unterstützt, obwohl sie es gebraucht hätten. Offensichtlich war, dass es für die Lehrer angenehmer ist, einen eh guten und aufnahmebereiten Schüler zu unterstützen. Da sieht der Lehrer Erfolge, sieht seine Arbeit positiv bestätigt. Danke für das Wort Selbstwirksamkeitskonzept. Das fehlte mir. Deutlich muss man aber auch sagen, dass etliche andere begabte Schüler überheblich und faul wurden. Unangepasst und verhaltensauffällig verpassten sie ihre Chancen, mobten dann teilweise mich. Wer gut ist, macht seinen Weg, da braucht es keine steuerfinanzierte Elitenförderung, die eh nur überhebliche ChefCheftypen reproduziert.

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THINK 07.06.2015, 21:23
45.

Zitat von georg_lm
Mir machen Leute wie Sie Angst. Sie wollen die "Förderungswürdigkeit" eines Kindes daran festmachen, welchen zukünftigen Erfolg (war wäre denn bei Ihnen Erfolg) man erwarten kann? Vielleicht können Sie jenseit ihrer Klassenkampfparolen mal zur Kenntnis nehmen, daß es um Kinder geht, die JETZT Bedürfnisse haben, die oft nicht einmal ansatzweise befriedigt werden. Wenn sich hochbegabte Kinder für etwas interessieren, dann geschieht das um der Sache selbst willen. Eine mögliche spätere berufliche oder monetäre Verwertbarkeit ist einem solchen Kind scheixxegal. Ihnen ist es dagegen nicht egal: Sie machen Kinder, deren Wissensdurst nicht gestillt werden soll, zum Kollateralschaden Ihres Klassenkampfes. ... und überhaupt: Haben Sie Ihren Marx nicht gelesen? Feudalismus ist out! Jetzt sollen die Kapitalisten abgemurkst werden, damit das Paradies kommt.
Sie scheinen im Verstehen von einfachen Texten Förderbedarf zu haben. Ich schrieb nichts darüber, woran ich die Förderungswürdigkeit eines Kindes festmache. Ich stellte fest, dass es keine zuverlässige Methode bzw. Kriterien (Noten, IQ, usw.) gibt, mit der man eine faire Auswahl für eine "Elite"-Förderung treffen kann.

Ich bin kein Freund von irgendwelchen Selektionen oder Klassifizierungen. Jedes Kind sollte die bestmögliche Förderung bekommen, dies muss eine gute Schule leisten können.

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steffen.ganzmann 07.06.2015, 22:10
46. Na, ...

... ich hätte mich als Schüler aber bedankt, wenn ich, nur weil ich besser war, als die meistens Anderen, zusätzlich noch "gefördert" worden wäre".

Laut meiner IQ-Tests habe ich sehr, sehr viele I-Kühe. Aber von diesen I-Kühen mussten immer so viele arbeiten, wie ihr Grossbauer zu brauchen meinte, um bestmöglich zufrieden zu sein mit einem absoluten Mindestmass an Anstrengung! Es gibt so viel zu machen und zu lernen, was absolut mit der Schule nichts zu tun hat. So viel, dass ich diese angeblichen Hochbegabten, die so schrecklich leiden müssen, nicht einmal bedauern kann.

Ich erwarte von einem "hochintelligenten" Menschen, dass er sich auch ohne "Fremdanleitung" mehr oder minder sinnvoll beschäftigen kann, ohne andere Schüler zu nerven - gerade heutzutage, da man das gesamte Wissen der Welt mit ein paar Klicks auf dem PC finden (und lernen) kann!

Ich gestehe, bei mir waren es die Mädchen der Schule nebenan. Da hätte mir mal einer zusätzlichen "Begabtenförderung" kommen sollen! Bei meinem "Hobby" war jede freie Minute ultrakostbar.

Und trotz meiner instinktiven, nur durch ein paar I-Kühe knapp verdeckten Faulheit, nahm mich erst kürzlich eine U.S.-amerikanische Eliteärztevereinigung aus New York auf. Bei der kann man sich nicht bewerben, da kann man nur vorgeschlagen und erwählt werden oder eben nicht.

Ich habe wirklich keinerlei Ahnung, wer mich da wohl vorgeschlagen haben mochte. Ehrlich gesagt hatte ich diese Vereinigung trotz intensiven Kontaktes mit U.S.-Bürgern vorher noch nicht einmal gehört oder gar gekannt.

Egal, ich bin dennoch stolz darauf! Als ein bekennendes Faultier ohne jegliche Eigeninitiative zur Elite "auserwählt" worden zu sein ...

Ich glaube, jeder, der das gerade gelesen hat, konnte mitfühlen, dass selbst ich das noch nicht so ganz begriffen habe! Meine Freundin, Psychologin, fragte mich noch spöttisch, was mich das denn kosten würde? Nichts! Erstaunlicherweise keinen müden Cent, sei es ein U.S.-Cent, sei es ein Eurocent.

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geritw 08.06.2015, 00:09
47. Eliteschulen

Die Überbegabten in Eliteschulen für frühzeitige Förderung der Besten Talente, natürlich inklusive Referenzschreiben für späteren Werdegang, staatlich gefördert. Den Pöbel ist die 10. Klasse gut genug, die Uberbegabten brauchen ja auch Köche, Maurer und Sekretärinnen. Nennen wir doch Einrichtungen für schlechtere Schüler doch einfach Hilfsschule. Somit ist für diese Schicht gleich Akkordarbeitsverhältnis ohne Ausbildung gesichert. Na und wer sich dann noch aufregt, vielleicht gern hörig ist, für den bauen wir noch Häuser in Stile der NAPOLAs.

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Dumme Fragen 08.06.2015, 08:13
48. Begabte brauchen Förderung?

Alle brauchen Förderung, nämlich passgenaue! Und wie die auf die Aussage " jahrelang konzentrierten sich die Politiker auf die schwachen Schüler" kommen, kann ich nach dem ganzen Exzellenzgeschwafel des letzten Jahrzehnts nicht ganz nachvollziehen. Jedenfalls macht es Sinn, gut zu fördern! Das sieht man an den Asiaten in den USA. Die erreichen mit einem wesentlich niedrigeren IQ die gleichen gut bezahlten Jobs wie intelligentere US-Amerikaner europäischer Abstammung. Und generell gilt: die Förderung einer Subpopulation darf nicht zur Vernachlässigung einer anderen führen.

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Mans Heiser 08.06.2015, 08:13
49.

Die sollten überhaupt mal was für Schüler tun. Es kann doch wohl nicht sein dass 3/4 der Angebote einer weiterführenden Schule "mangels Nachfrage" nicht stattfinden und man letztlich Einheitsunterricht macht.

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