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Behinderte Kinder an Regelschulen: "Es gibt zu viel Angst vor dem ersten Schritt"
DPA

Die neue Präsidentin der KMK, Sylvia Löhrmann, will dass Bund und Ländern bei Schulen zusammen arbeiten - trotz des Kooperationsverbots im Grundgesetz. Schwerpunkte ihrer Präsidentschaft: die Inklusion behinderter Kinder.

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gfh9889d3de 13.01.2014, 15:07
1.

Zitat von sysop
Die neue Präsidentin der KMK, Sylvia Löhrmann, will dass Bund und Ländern bei Schulen zusammen arbeiten - trotz des Kooperationsverbots im Grundgesetz. Schwerpunkte ihrer Präsidentschaft: die Inklusion behinderter Kinder.
Löhrmann sagt, dass von Inklusion alle Kinder etwas hätten. Welchen Vorteil hat ein musisch Begabter, ein sehr guter Schwimmer oder intelligenter, naturwissenschaftlich begeisterter Schüler bitte davon, dass ein Blinder in der normalen Klasse mitunterrichtet wird?

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realist29 13.01.2014, 15:12
2. Inklusion = Sparen an Bildung

So sehr ich den Wunsch verstehe, dass alle Kinder die gleichen Chancen bekommen sollen halte ich Inklusion für falsch. Normale Schulen sind dafür nicht ausgestattet. Behinderte Kinder werden dort gehänselt. Die Lehrer ist dafür nicht ausgebildet. Ich bin mit meinem Lehramtsstudium fast fertig und kenne das Thema nur aus der Zeitung. Im kommenden Jahr soll ich auf einmal damit umgehen können? Inklusion ist in meinen Augen ein Kostensenkungsprogramm im Bildungsbereich. Leidtragende sind die Schülerinnen und Schüler mit Handicap, die nicht mehr in einer nach ihren Bedürfnissen ausgelegten Umwelt und durch speziell geschultes Personal ausgebildet werden, sondern in ein Haifischbecken geworfen werden. Ich bezweifle nicht, dass die Inklusion bei einzelnen Schülern gelingt, aber in der Masse ist das schlecht für die Kinder und Jugendlichen und letztlich auch für die Gesellschaft.

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multi_io 13.01.2014, 15:12
3.

Zitat von sysop
Die neue Präsidentin der KMK, Sylvia Löhrmann, will dass Bund und Ländern bei Schulen zusammen arbeiten - trotz des Kooperationsverbots im Grundgesetz. Schwerpunkte ihrer Präsidentschaft: die Inklusion behinderter Kinder.
Das GG *verbietet*, dass Bund und Länder zusammen Bildungspolitik machen? Wer zum Geier hat sich denn sowas ausgedacht. Hatten die Alliierten Schiss, dass ein zu effizientes Bildungssystem irgendwie den nächsten Hitler ausbrütet?

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Olaf 13.01.2014, 15:23
4.

Zitat von sysop
Die neue Präsidentin der KMK, Sylvia Löhrmann, will dass Bund und Ländern bei Schulen zusammen arbeiten - trotz des Kooperationsverbots im Grundgesetz. Schwerpunkte ihrer Präsidentschaft: die Inklusion behinderter Kinder.
Viel Gerede von Inklusion und sozialer Gerechtigkeit, aber Kosten darf es nichts.

Da soll denn der Bund einspringen oder die Kommunen, aber selbstverständlich ohne Mitspracherecht, denn die eigenen Zuständigkeiten sind unantastbar.

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uksubs 13.01.2014, 15:30
5. ja, bitte,

mehr behinderte in die schulen und somit im übrigen auch in den "normalen" alltag zurück.

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meinkakadu 13.01.2014, 15:31
6. Deutschland sollte sich schämen...

... über das "ob" überhaupt zu diskutieren und ob das finanziell zu stemmen ist. Wir haben einen schwerstbehinderten, spastisch gelähmten jungen Mann in Grossbritannien in der Verwandschaft und selbtverständlich hat er an einer öffentlichen Schule am normalen Unterricht teilgenommen. Mit speziellen Hilfsmitteln, die vom Staat bereitgestellt wurden und einem zusätzlichen Lehrer, der noch einen zweiten Behinderten in der Klasse betreute. Er schaffte einen normalen Schulabschluss und ist heute bei einem geförderten Projekt für Wiederaufforstung beschäftigt. Die frühe Integration in den Schulen von klein auf integriert die Behinderten auch später im Alltagsleben.
In Grossbritannien sehe ich, dass Behinderte Hilfe und Unterstützung von ihrer Umgebung erfahren wo nötig, ansonsten werden sie behahndelt wie jeder andere auch. Da steht niemand angeekelt auf und verlässt das Lokal, weil ein Behinderter am Nebentisch Platz nimmt.

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Leser161 13.01.2014, 15:32
7. Vorschriftenreiterei

Das ist doch reine Vorschriftenreiterei. Die UNO sagt wir sollen alle Menschen gleich behandeln, und dann machen wir das auch ohne Sinn, Verstand und Augenmaß. Und was das für die Betroffenen heisst, ist auch egal - Hauptsache Vorschrift eingehalten.

Wenn ich ein lernbehinderter Schüler wäre ich froh wenn ich auf meine Probleme zugeschnittenen Unterricht bekäme und ich mit Kindern mit den gleichen Problemen lernen könnte. Uncool fände ich es wenn ich mit Kindern lernen müsste die alles besser können als ich. Und jetzt sagen sie nicht ich kann mich nicht in die Position versetzen, ich hatte einige Fächer in der Schule wo ich richtig schlecht war, das war jetzt nicht so der Spass für mich da mitgeschleift zu werden.

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amnesiac 13.01.2014, 15:35
8. nehmt diesen Ideologen endlich die Hoheit über die

Bildungspolitik ab. Vor jeder Schulreform sollte künftig ein Bürgerentscheid stehen!

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ulbrichwinklern 13.01.2014, 15:52
9. Das Thema ist nichts für IdeologInnen

Ich lebe in Österreich, in Kärnten, und was viele nicht vermuten werden:Hier an der Volksschule funktioniert Inklusion, weil vier Lehrkräfte für 10+2 Schüler gleichzeitig in der Klasse sind. Das wird es im Reich der Frauen Kraft und Löhrmann wohl nicht geben.
Übrigens sagt mir der Direktor eines Sonderpädogischen Zentrums in Tirol, dass seine Schützlinge die Geborgenheit einer Sonderschule sehr zu schätzen wissen. Das wird Frau Löhrmann aber egal sein, denn ihr geht es nicht um die Kinder sondern um ihre Ideologie. Wer als StudentIn mit dem Maobild umherlief, tut sich mit der Ein-Lehrer-Inklusion naturgemäß leicht, denn das Große Ganze bleibt immer wichtiger als der einzelne Mensch.

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