Forum: Leben und Lernen
Behinderte Kinder an Regelschulen: "Wir brauchen eine andere Art des Unterrichtens"
DPA

Eigentlich sollten behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam lernen - doch das gelingt in Deutschland nur mäßig, zeigt eine neue Studie. Im Interview sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, was sich ändern muss und warum sein Sohn eine Inklusionsklasse besucht.

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austübingen 20.03.2013, 17:47
90. Grundlagenforschung wäre bei ihnen angesagt

Zitat von ariel-ariel
... ist gut gemeint! Ich habe mit Begeisterung an einem Projekt mit Integration behinderter Kinder teilgenommen. Die Erkenntnis war ernüchternd. Behinderte wie nichtbehinderte Kinder haben nur Nachteile davon. Heute bin ich auf Grund dieser Erfahrungen ein überzeugter Gegner dieses unsinnigen Vorhabens.
Wer nicht einmal Integration und Inklusion auseinander halten kann und auch nichts von UN-Konventionen oder ausländischen Erfahrungen gehört zu haben scheint, der sollte lieber ruhig sein und erst mal etwas über das Thema nachdenken.

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dimetrodon109 20.03.2013, 17:57
91. Warum

Zitat von pirad
ist eine dauerhafte Anwesenheit von 1 Lehrer und 1 zusätzlichen Sonderpädagogen, da kann sicherlich einiges besser laufen. Leider ist die Realität, dass für 1 neuaufgenommenes, lernschwaches Kind für 2 Stunden je Woche (!) eine Hilfskraft kommt. Den Rest müssen dann der Lehrer und die Klasse stemmen. Wem ist damit jetzt geholfen? Dem Kind? Der Klasse? Dem Lehrer? Der Uno?

ließt man dann so wenig von Lehrer-Protesten gegen die Inklusion?
Haben sie nicht einen Diensteid auf die Verfassung geleistet Schaden vom Volk abzuhalten?

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schaluppe 20.03.2013, 18:19
92. Sozialromantik

Die Idee scheint gut, aber die Wirklichkeit ist völlig anders.
Haben die Inklusions-Theoretiker sich z.B. mal intensiv mit dem Thema Mobbing befasst? Gemobbt werden immer die Schwächsten. Genau wie mbraun09 schreibt:
"Die Welt ist nicht rosarot. In der Schule sind Kinder. Und wer glaubt, Behinderte würden dort nicht gehänselt, der irrt sich".
Und leider gibt es schon in der Regelschule kaum Lehrer, die dieses Problem wirklich bewältigen können.

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lehrerstuhl.de 20.03.2013, 18:23
93. Integration und Inklusion

Zitat von austübingen
Wer nicht einmal Integration und Inklusion auseinander halten kann und auch nichts von UN-Konventionen oder ausländischen Erfahrungen gehört zu haben scheint, der sollte lieber ruhig sein und erst mal etwas über das Thema nachdenken.
Sie wissen aber schon, dass Integration ein Schritt zur Inklusion sein kann? Da die Inklusion noch über ein Integrationsvorhaben hinaus geht, können doch die Erfahrungen zur Integration hier sehr gut herangezogen werden. Und ja, ich habe vielleicht als einer der wenigen hier im Forum die UN Konvention gelesen und mir darüber Gedanken gemacht (siehe mein Nutzername).

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austübingen 20.03.2013, 18:23
94. Na da haben sich ja zwei gefunden

Zitat von leonardo-contra-pisa
Zitat von Wilhelm Klaus Die Bertelsmann Stiftung hat in den letzten Jahrzehnten maßgeblich die Schulpolitik Deutschland mitgestaltet. Die Bertelsmann Stiftung hat nur ein Interesse: Die permanente Änderung des Schulsystems egal mit welchem Ergebnis, denn nur so lässt sich ständig neues Schulmaterial, Fortbildungen, Evaluationen, QM ... etc. verkaufen. Der Einfluss dieser Organisation ist als äußerst schädlich anzusehen. Ihre Macht basiert auf der Faulheit und Interessenlosigkeit der Bildungspolitiker, die sich gerne ihre Konzepte von der Bertelsmann Stiftung schreiben lassen/diktieren lassen. Zitatende Vergessen Sie bitte nicht die Eigenschaft "Unfähigkeit" bei den Bildungspolitikern. Hier kann man noch eine Meinung zu den Studien der Bertelsmann-Stiftung lesen von denen jetzt wieder der "Bildungsexperte" em. Prof. Klemm eine "losgelassen" hat. Bertelsmann --> Macht (sic!) --> Schule.
Getreu dem Motto: eine Untersuchung oder wahlweise deren Auftraggeber oder deren durchführendes Institut, die mir nicht gefallen, die nicht in mein Weltbild passen oder meinen ach so objektiven eigenen "Erfahrungen" widersprechen, kann per se nicht richtig sein.

Es ist schon lustig zu beobachten, wie die meisten Eltern sich den neuen und v.a. den für ihre Kinder besseren Strukturen zuwenden und gleichzeitig die ewig gestrige "Frühest mögliche Selektion ist gut und Dreigliedrigkeit ist das beste überhaupt"-Fraktion tapfer weiter ihr Fähnlein schwingt.

Nur weiter so! Wir haben ja sonst so wenig zum Schmunzeln.

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trafozsatsfm 20.03.2013, 18:24
95.

Zitat von dimetrodon109
Warum ließt man dann so wenig von Lehrer-Protesten gegen die Inklusion? Haben sie nicht einen Diensteid auf die Verfassung geleistet Schaden vom Volk abzuhalten?
Na, überlegen Sie mal... Die Bezirksregierungen und in ihrem Schlepptau die Schulleitungen sind bemüht, brav die Vorgaben der Politik umzusetzen.

Welchen Stand hat man wohl als Lehrer an einer Schule, wenn man sich offen und lautstark gegen die von der eigenen Schulleitung propagierte Linie richtet?

Richtig: Einen sehr schweren!

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TS_Alien 20.03.2013, 18:26
96. .

Zitat von austübingen
Wer nicht einmal Integration und Inklusion auseinander halten kann und auch nichts von UN-Konventionen oder ausländischen Erfahrungen gehört zu haben scheint, der sollte lieber ruhig sein und erst mal etwas über das Thema nachdenken.
Inklusion ist Integration.

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austübingen 20.03.2013, 18:27
97. Klasse Fachbeitrag

Zitat von steelman
"Etwa deshalb, weil an den Sonderschulen nur ein Viertel der Schüler einen Hauptschulabschluss schafft. So werden Bildungschancen ungerecht verteilt." Als Integrationshelfer an einer Förderschule kann ich nur sagen, dass die Bildungschancen nicht viel mit der Schule zu tun haben. Von dumm wie Brot bis schwer Verhaltensgestört reicht hier das Spektrum. Das in den meisten Familien dieser Kinder das einzige bedruckte Papier das Klopapier ist und der Wille zum Lernen nicht mal ansatzweise vohanden ist macht das ganze nicht einfacher.
Leute wie sie mit dieser Wortwahl taugen soviel zum Integrationshelfer wie ein Blinder zum Farbberater. Aber wahrscheinlich sind sie im wirklichen Leben, ohne Pseudonym, der ach so verständnisvolle Kümmerer, dem Eltern und Kinder auch noch vertrauen. Die Eltern und die Kinder, über sie dann hier so verabscheuungswürdig herziehen.

Sie sollten sich schämen.

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austübingen 20.03.2013, 18:30
98. Die blaue Fee nun wieder

Zitat von Blaue Fee
Ähm, wer also zu doof für eine Allgemeinbildung ist und nur eine Inselbegabung hat, soll aufs Gymnasium? Auch auf musischen Gymnasien muss man Deutsch und Mathe bestehen können, sonst hat man da nichts zu suchen. Ein musikalischer Schüler kann ja nachmittags Privatunterricht nehmen (so machen wir das) oder eine Musikschule besuchen.
Eine kurze Frage: schon mal was von Dyskalkulie/Matheschwäche oder LRS/Lese-u/o Rechtschreibschwäche gehört?

Diesen Kindern mangelt es nicht an Allgemeinbildung. Und erst recht haben sie es nicht verdient, so doof behandelt, bzw. kommentiert zu werden.

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Plasmabruzzler 20.03.2013, 18:34
99.

Zitat von dimetrodon109
ließt man dann so wenig von Lehrer-Protesten gegen die Inklusion? Haben sie nicht einen Diensteid auf die Verfassung geleistet Schaden vom Volk abzuhalten?
Nein, als Beamte haben Lehrer den Anweisungen des Dienstherrn Folge zu leisten (s. Dienstpflicht ). Bei angestellten Lehrern könnte es anders sein...

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