Forum: Leben und Lernen
Behinderte Kinder an Regelschulen: "Wir brauchen eine andere Art des Unterrichtens"
DPA

Eigentlich sollten behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam lernen - doch das gelingt in Deutschland nur mäßig, zeigt eine neue Studie. Im Interview sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, was sich ändern muss und warum sein Sohn eine Inklusionsklasse besucht.

Seite 7 von 18
samoalea 20.03.2013, 12:17
60.

Zitat von lehrerstuhl.de
Und wenn dann in jeder Klasse 1 zusätzliche Lehrkraft vorhanden ist? Wie sieht denn dann der Unterricht aus? Ich vermute mal, der eine Lehrer macht mit der Klasse Unterricht und der 2. Lehrer kümmert sich intensiv um das behinderte Kind. In allen.....
Der/Die Lehrer koennte doch die Kompetenzen and die Schueler weiterleiten und kleine Gruppen bilden die zusammen das Vermittelte aufarbeiten und somit Hilfestellung denjenigen geben der eben etwas langsamer ist. Der Lehrer fungiert dann als Supervisor, Inputgeber, Monitor - you name it. Somit werden wirklich Inklusionsraeume geschaffen und nicht nur Integrationsangebote - alle profitieren davon und die Schueler lernen zusaetzliche Kompetenzen (softskills), die sind naemlich auch wichtig, damit Deutschland weiter Exportweltmeister bleibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
immer_weiter_so 20.03.2013, 12:21
61. Idee

Ich schlage vor, nachdem dieses Konzept bundesweit umgesetzt ist (also in 2-3 Monaten) legen wir noch die Berufsschul- und Universitätsausbildung zusammen, um denen ohne Abitur trotzdem ein chancengleiches Studium zu ermöglichen und in Folge dessen legen wir noch die unterschiedlichen Disziplinen zusammen, damit sich der Schreiner, wenn er mag, auch als Physiker oder Soziologe bewerben kann und nicht wie bisher benachteiligt wird, wenn es um Posten in diesen Bereichen geht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hjm 20.03.2013, 12:24
62.

Zitat von lanoia
Gibt es andere Wege "nicht normgerechte Schüler" an die Gesellschaft anzu passen?
Wie wäre es mit dem umgekehrten Weg: Die Gesellschaft passt sich an die Schüler an, indem sie unterschiedliche „Normen“ zulässt und für jede „Norm“ eine passene Schule zur Verfügung stellt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zwischendominante 20.03.2013, 12:33
63. @samoalea

Zitat von samoalea
Der/Die Lehrer koennte doch die Kompetenzen and die Schueler weiterleiten und kleine Gruppen bilden die zusammen das Vermittelte aufarbeiten und somit Hilfestellung denjenigen geben der eben etwas langsamer ist. Der Lehrer fungiert dann als Supervisor, Inputgeber, Monitor - you name it. Somit werden wirklich Inklusionsraeume geschaffen und nicht nur Integrationsangebote - alle profitieren davon und die Schueler lernen zusaetzliche Kompetenzen (softskills), die sind naemlich auch wichtig, damit Deutschland weiter Exportweltmeister bleibt.
Ich fürchte, Sie haben in Ihrer Aufzählung die Funktionen des Dompteurs, Streitschlichters, Klassenpolizisten, Richters ... vergessen.

Eine Klasse mit einem hohen Maß oder gar einem überspannten Bogen an sozialer, ethnischer wie intellektueller Heterogenität ist auch ein Nährboden für alle denkbaren und überraschenden Arten von Konflikten, die sich in Abhängigkeit von der Tagesform von lautstark bis schmerzhaft tätlich äußern. Eine ruhige, an Regeln und Zielen orientierte Lernatmosphäre herstellen zu wollen kann sich da als ein höchst schwieriges Unterfangen erweisen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bebelon 20.03.2013, 12:36
64. Was gehen uns

eigentlich UNO-Direktiven an? Die werden von Leuten gemacht, die kilometerhoch über der Wirklichkeit schweben. Also: Ignorieren! Die UNO soll sich um die syrischen Bürgerkriegsopfer kümmern, da gibt's was zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hjm 20.03.2013, 12:36
65.

Zitat von samoalea
Der/Die Lehrer koennte doch die Kompetenzen and die Schueler weiterleiten und kleine Gruppen bilden die zusammen das Vermittelte aufarbeiten und somit Hilfestellung denjenigen geben der eben etwas langsamer ist. Der Lehrer fungiert dann als Supervisor, Inputgeber, Monitor - you name it. Somit werden wirklich Inklusionsraeume geschaffen und nicht nur Integrationsangebote - alle profitieren davon und die Schueler lernen zusaetzliche Kompetenzen (softskills), die sind naemlich auch wichtig, damit Deutschland weiter Exportweltmeister bleibt.
Naja, Zwei plus, würde ich sagen. Wenn Sie auch noch die Begriffe „soziale Interaktion“, „länger gemeinsam lernen“ und „ohne Beschämung“ untergebracht hätte, wäre es eine Eins gewesen. Und vielleicht „Kompetenz“ nicht nur zweimal, sondern mindestens fünfmal. Üben Sie ruhig noch ein bisschen, hier im Forum, im Bildungsausschuss ihrer Partei, oder auf dem Ironie-Workshop.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
samoalea 20.03.2013, 13:11
66. @hjm

Zitat von hjm
Naja, Zwei plus, würde ich sagen. Wenn Sie auch noch die Begriffe „soziale Interaktion“, „länger gemeinsam lernen“ und „ohne Beschämung“ untergebracht hätte, wäre es eine Eins gewesen. Und vielleicht „Kompetenz“ nicht nur zweimal, sondern mindestens fünfmal. Üben Sie ruhig noch ein bisschen, hier im Forum, im Bildungsausschuss ihrer Partei, oder auf dem Ironie-Workshop.
Ich verstehe Ihre Aufregung nicht. Ich habe lediglich versucht ein Model auf die Frage/Kommentar von lehrstuhl.de zu zeigen. Ich behaupte ja nicht, dass es der richtige Weg ist, sondern nur das es eine Moeglichkeit weare. Mir ist schon klar, dass das Thema durchaus komplexer ist, gerade weil ich mit Menschen mit geistiger Behinderung arbeite. Trotzdem, vielen Dank fuer ihr sachliches und kompetentes Feedback zu meinem Kommentar. Ich hab uebrigens den Ironie-Workshop tatsaechlich mit zwei plus abgeschnitten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lehrerstuhl.de 20.03.2013, 13:23
67.

Zitat von samoalea
Der/Die Lehrer koennte doch die Kompetenzen and die Schueler weiterleiten und kleine Gruppen bilden die zusammen das Vermittelte aufarbeiten und somit Hilfestellung denjenigen geben der eben etwas langsamer ist. Der Lehrer fungiert dann als Supervisor, Inputgeber, Monitor - you name it.
Hm, da war ich doch gerade froh über die Erkenntnis, die sich so langsam breit macht (Michael Felten hat ein Buch geschrieben, Hattie hat eine Riesenstudie veröffentlicht), dass selbstgesteuertes Lernen, Schülerzentrismus und Methodenquark ziemlich kontraproduktiv sein sollen. Auf den Lehrer kommt es an - und der kann sich nicht zerreißen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Neurovore 20.03.2013, 13:47
68. Niemand versteht die Ledermäuse...

Zitat von samoalea
...damit Deutschland weiter Exportweltmeister bleibt.
Genau! Wir stellen die bisherige Ausbildung komplett auf den Kopf, damit wir weiterhin in Forschung/Entwicklung/Produktion reüssieren können! Und je größer der Exportüberschuss, desto besser geht es dem Binnenmarkt. Behinderte Schüler verbessern den Unterricht. Oben ist unten. Hässlich ist schön.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
leonardo-contra-pisa 20.03.2013, 14:13
69. Ursachen

Zitat von and_one
, der Einsatz moderner Medien scheitert an mangelnder Weiterbildung
Wohl eher an der Infrastruktur. Unsere Schule hat jetzt seit fast vier Wochen keinen Internet-Zugang mehr. Irgendwelche Umstellungen der Telekom laufen angeblich nicht so wie sie sollen.

Wenn das Internet erreichbar ist, geht der Beamer nicht, wenn der Beamer geht, funktioniert das Messwerterfassungssystem nicht, weil es von der Intranet-Software geblockt wird. Einen funktionierenden Support gibt es lt. Wartungsvertrag (ein echter Luxus!) nur alle vier Wochen etc. etc.

Erzählen Sie mir doch nichts von Lehrern, die keinen Plan von neuen Medien haben. Die gibt es sicher auch noch, aber es ist eine aussterbende Spezies.

Zitat von and_one
und ein Qualitätsmanagement gibt es nicht.
Auch falsch. IN NRW gibt es die sogenannte Qualitätsanalye:

Qualitätsanalyse in Nordrhein-Westfalen - MSW NRW Bildungsportal


Zitat von and_one
Dazu werden die Lehrer mit Verwaltungsaufgaben so überfrachtet, dass ihnen die Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben genommen wird. Zudem wird fast jedes Jahr eine neue "bildungspolitische Sau durchs Dorf getrieben", -will heißen: Kein Jahr ohne Bildungsreform und die Schulen kommen nicht zur Ruhe. Was will man da erwarten?
Genauso ist es. Und die letzte Reform, die gerade auf der Dorfstraße unterwegs ist, ist die Inklusion.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 18