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Behinderter Junge aus Baden-Württemberg: Darf Henri aufs Gymnasium?
DPA

Henri hat das Down-Syndrom, trotzdem soll er aufs Gymnasium. Den Wunsch seiner Eltern lehnt die Schule in Walldorf aber ab. Die Heimatgemeinde des Jungen ist in Aufruhr.

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mcvitus 25.04.2014, 11:41
1. Der arme Henri

soll für die politisch motivierten Ambitionen seiner Eltern den Kopf hinhalten. An das Kindeswohl denken sie dabei offensichtlich nicht. Ich bin gespannt wie das weitergeht!

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Chris_7 25.04.2014, 11:43
2. Hört doch endlich mit dem Inklusionsirrsinn auf

Was bei Gender und Diversity angefangen hat wird nun fröhlich beim Thema Inklusion fortgesponnen. Menschen sind nicht alle gleich und können nicht das gleiche leisten. Und jetzt komm mir keiner "aber in der Gruppe geht das ganz toll. Am Ende des Tages zählt immer nur das, was der einzelne bringt.

Ein jeder muss nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten gefördert werden. Aber das heißt nicht, dass alle gleich sind und das gleiche tun können. Auch wenn sie es wollen. Sonst will ich sofort für ein siebenstelliges Gehalt beim FC Bayern in der Startelf spielen.

Und wie die Elternvertreterin richtig festgestellt hat. Ein Gymnasium ist ein intellektueller Hochleistungsbetrieb. Bzw. sollte es sein, m.E. sind bekommen heute deutlich zu viele Schüler eines Jahrganges schon das Abi "geschenkt" und es wird zu wenig auf die Studierfähigkeit (=Ziel des Abiturs als allgemeine Hochschulreife) hin ausgesiebt.

Aber wieder mal so ein Fall, wo irgend welche fundamentalistisch geprägten Eltern sich über ihr Kind selbst verwirklichen wollen und dabei jeglichen Realität aus den Augen verlieren.

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Phil2302 25.04.2014, 11:44
3.

Ich verstehe die Schule. Wenn selbst die Mutter zugibt, dass der Junge niemals das Abitur erreichen kann, dann hat der Junge nichts auf dem Gymnasium zu suchen. Es ist unglaublich, welche Auswüchse das mittlerweile annimmt mit der Inklusion. Fragt eigentlich noch jemand danach, was das beste für das Kind ist?

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lordofaiur 25.04.2014, 11:45
4. Frage

Zitat von sysop
Henri hat das Down-Syndrom, trotzdem soll er aufs Gymnasium. Den Wunsch seiner Eltern lehnt die Schule in Walldorf aber ab. Die Heimatgemeinde des Jungen ist in Aufruhr.
Wieso wollen die Eltern von Henri ihren Sohn auf das Gymnasium schicken? Er wird es nicht schaffen. Wir sind nun mal nicht alle gleich, der liebe Gott weiß warum.

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Kitujn 25.04.2014, 11:46
5. Die Schule hat Recht

und sie lehnt ihre gesellschatliche Verantwortung keinesfalls ab wenn sie bereits mehrere, zum Teil schwer behinderte Kinder aufgenommen und zum Abitur geführt hat. Aber diese Sonderstellung, die die Mutter für ihren Sohn verlangt ist zwar rein menschlich verständlich, aber an sich an Quatsch. Sie gibt ja selbst zu, dass es ihr nicht um das Abitur gehe, sondern darum, dass der Sohn mit seinen Grundschulfreunden weiter in eine Schule geht. Sorry, aber das ist kein Grundrecht der Kinder und schon gar kein Grund fürs Gymnasium, jemanden aufzunehmen, der offensichtlich die intellektuellen Anforderungen nicht efüllen kann.

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j0schi 25.04.2014, 11:47
6. Recherche

Hatten denselben Fall vor anderthalb Jahren auf einer früheren Schule von mir, Jever, Friesland, Niedersachsen, allerdings mit Zwillingen mit Down-Sxndrom. Da gabs aber keinen Artikel von Spiegel Online. Ich sags nur.

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hoffnungslos_verlorenes_d 25.04.2014, 11:48
7. Ist doch nich schlimm..

..wenn er das Abi nicht packt, langt´s vielleicht noch für den Bachelor.

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Oskar ist der Beste 25.04.2014, 11:48
8.

eigentlich ist dies ein Paradebeispiel, daß daß das DRei Klassen Schulsystem in Deutschland endlich abgeschafft gehört. Wenn 10 Jährige ihre Freunde verlieren, nur weil ein krankes Schulsystem dies erfordert, dann ist das einfach nur kontraproduktiv. Im übrigen gibt es genug Schüler, die von ihren Eltern zum Abitur gepuscht werden, obwohl deren Stärken ganz woanders liegen.

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dave_t 25.04.2014, 11:51
9. Aufgabe der Schule?

Zitat von sysop
Henri hat das Down-Syndrom, trotzdem soll er aufs Gymnasium. Den Wunsch seiner Eltern lehnt die Schule in Walldorf aber ab. Die Heimatgemeinde des Jungen ist in Aufruhr.
Sicher ist es dem kleinen Henri zu wünschen, daß er weiter mit seinen Freunden aus der Grundschule zusammenbleiben darf. Und natürlich würde seine Anwesenheit sicher auch eine "Bereicherung" sein in dem Sinne, daß er ein Element in den Bildungsalltag einbrächte, das ohne ihn nicht vorhanden wäre. Nur: Rechtfertigen diese Gründe die Teilnahme eines geistig behinderten Kindes am Gymnasialunterricht?

Aufgabe der Schule ist es, Bildung zu vermitteln, nicht Freundschaften zu ermöglichen, oder einen Unterricht zu "bereichern". Was tun die Eltern von Henri ihm damit an, wenn er - und das ist absehbar - in kurzer Zeit, wenn der intellektuelle Abstand zwischen ihm und seinen Kameraden rasant zunehmen wird, zunehmend als "Störfaktor" am Rande sitzt?

Wie werden sich die "Freundschaften" aus der Grundschulzeit dann entwickeln? Jeder denke an seine eigene Grundschulzeit zurück, und was aus den meisten "Freundschaften" aus dieser Zeit z.B. während der Pubertät geworden ist...

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