Forum: Leben und Lernen
Bekenntnisse einer Lehramtsstudentin: Wir lernen: nichts
Konstantin Zander

Larissa Sarand will Lehrerin an einem Gymnasium werden. Sie möchte junge Menschen für Deutsch und Politik begeistern - doch wie Unterricht gehen soll, bringt ihr im Studium keiner bei. Geständnisse - und Verzweiflung - einer angehenden Pädagogin.

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hjm 14.05.2015, 09:08
230.

Zitat von TS_Alien
Nur wer wirklich Ahnung von seinem Fach hat, weiß, was wichtig ist und was nicht. Und was im Zweifel weggelassen werden kann (didaktische Reduktion). Die anderen eiern nur herum.
Wer wirklich Ahnung von seinem Fach hat, steht als Lehrer meistens gut da. Aber vorher muss er durch das Referendariat. Und da kann es problematisch sein, mehr Fachwissen als der Fachleiter zu haben.

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dantheman77 14.05.2015, 09:15
231. lieber braamsery,

Zitat :"Jedesmal wenn sie wieder zu Hause ist, könnte sie 3 Tage lang durcherzählen mit neuem Unnützen Wissen für Lehrer, dass sie in der Klausur irgendwie zu Papier bringen darf..."__________Über Wissen kann man sagen was man will, aber eines ist es ganz sicher niemals: Unnütz. Bildung hilft immer...

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schoenmukkemachen 14.05.2015, 09:16
232. (Aus-)Bildung an der Uni?

Die Universität versteht sich im allgemeinen nicht als Ort einer Ausbildung für einen Beruf, sondern als Ort, an dem ein allgemeinerer Bildungsbegriff verwendet wird. Die Studierenden sollen sich Wissen selbstständig aneignen, dieses reflektieren und dann Rückschlüsse auf die Wirklichkeit ziehen. Dass Bildung vergessenes Wissen ist, ist nicht erst seit Schwanitz bekannt. Ich würde den jungen Leuten raten, das Studium als Bildung des eigenen Charakters und der eigenen Überzeugungen zu nutzen. Die Ausbildung zum Lehrer kann nur in der Schule selbst geschehen, also im Referendariat. Als Lehrer muss man (oder sollte man zumindest) wissenschaftliche Artikel rezipieren, um auf dem neuesten Forschungsstand zu sein. Dass allerdings von praxisfernen Akademikern geforscht wird, ist insofern ein Problem, dass manchmal an der Wirklichkeit vorbeigeforscht wird. Ich bin promovierter Lehrer an einer Grundschule und war damals auch schon über Fachdidaktik-Seminare erstaunt, die die Didaktik außen vor ließen. Als Lehrer ist man beides, Akademiker und Praktiker. Und Lehrer gehören als Akademiker UND Praktiker an die Hochschule. Warum keine dauerhafte Lehrverpflichtung von 6-8 Stunden für Hochschullehrer an weiterführenden Schulen/Grundschulen? Sowohl die Wissenschaft als auch die Schüler könnten davon nur profitieren.

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