Forum: Leben und Lernen
Berufsanfänger: Hilfe, ich habe einen Job

Hektik, Frust, alles neu, Chaos im Kopf - fast jeder zweite Uniabsolvent startet holprig in den Beruf. Denn das Studium bereitet kaum auf den Joballtag vor. Drei Berufseinsteiger erzählen von Stress, Therapiewünschen und einer Notausstiegs-Option.

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Moridin 29.06.2010, 13:47
1. Titellos

Aus dem Artikel:
Zitat von
In meinem aktuellen Job als Softwareentwickler habe ich endlich das Gefühl, etwas von Wert zu schaffen und Anerkennung dafür zu erhalten. Die Ergebnisse meiner Arbeit werden eingesetzt, darauf bin ich stolz."
Wegen dieser elenden (nur gefühlten?) Sinnlosigkeit habe ich mein Studium abgebrochen und eine Ausbildung begonnen.
Heute geht es mir so wie im Zitat ausgesagt.

Ich will nie wieder zurück in eine Bildungsinstitution - für einige war das die schönste Zeit des Lebens, für mich jedenfalls nicht.
Wenn jemand nach seiner Ausbildung auch noch ein Studium absolvieren will, finde ich das sehr bewundernswert.

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Parzival v. d. Dräuen 29.06.2010, 13:51
2. Wie jetzt?

Zitat von sysop
Hektik, Frust, alles neu, Chaos im Kopf - fast jeder zweite Uniabsolvent startet holprig in den Beruf. Denn das Studium bereitet kaum auf den Joballtag vor. Drei Berufseinsteiger erzählen von Stress, Therapiewünschen und einer Notausstiegs-Option.
Ich dachte bisher, die haben alle im Schnitt zwanzig Praktika hinter sich. Da kann die neue Firma doch nicht mehr so bedrohlich wirken.

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Mulharste 29.06.2010, 13:54
3. -

Zitat von sysop
Hektik, Frust, alles neu, Chaos im Kopf - fast jeder zweite Uniabsolvent startet holprig in den Beruf. Denn das Studium bereitet kaum auf den Joballtag vor. Drei Berufseinsteiger erzählen von Stress, Therapiewünschen und einer Notausstiegs-Option.
Stress?
Überstunden?
Arbeit?
Ungerechtigkeit?
Willkommen im Leben!
Da skommt davon, wenn man alles glaubt, was einem in der Werbung erzählt wird, wenn man mit völlig falschen Erwartungen an sich selbst in dne Beruf einsteigt, nach Trends studiert, keine Eier hat und bei IKEA die Einrichtung zusammenstellt. Das kommt davon, wenn man glabut zu irgendeiner Elite zu gehören, oder denkt, 2 Auslandspraktika befähigen zum Erreichen der Weltherrschaft. Nein - liebe Studies - genau so ist es nicht!


Kommt endlich im Leben an - wer ne Therapie braucht, weil er arbeiten muß, sollte über seine Lebenseinstellung nachdenken.

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john mcclane 29.06.2010, 14:04
4.

Zitat von Moridin
Aus dem Artikel: Wegen dieser elenden (nur gefühlten?) Sinnlosigkeit habe ich mein Studium abgebrochen und eine Ausbildung begonnen. Heute geht es .....

Das kann ich voll unterschreiben. Immer wenn ich einen reden höre, das die Zeit des Studiums die schönste in seinem Leben war, dann frage ich mich wie beschissen sein vorheriges oder aktuelles Leben wohl sein muß.

Jemandem, der bereits eine abgeschlossene Ausbildung und etwas Berufserfahrung hat würde ich in jedem Fall von einem Vollzeit-Präsenzstudium abraten: Eigenständiges Denken ist zumindest im Grundstudium unerwünscht, der Prof hat qua Amt Recht, ein regelmäßiger Geldeingang auf dem Konto findet nicht mehr statt und wenn einen das alles noch nicht geschafft hat, muß man sich mit den Mega-Idioten von der Hochschulverwaltung rumärgern, die in jeder Behörde die Papiere bekommen würden, in der Uni aber den Macker raushängen lassen und die Studenten traktieren dürfen...

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autocrator 29.06.2010, 14:12
5. Universitätsverständnis

Die Bologna-Reformen hätten es bringen sollen, aber der notwendige 2. Schritt der Reform wurde mal wieder nicht getan.
Die Universität ist keine Berufsvorbereitungs-Veranstaltung!
An einer Uni wird Wissenschaft, Forschung und Lehre betrieben.
Auch wenn 90% der Studenten ihr Studium nicht aus Liebe zum Fach und zu Wissen und Forschung betreiben, sondern eben genau das darin sehen: eine Voraussetzung um im Berufsleben Fuß zu fassen:
Es ist nicht Aufgabe einer Uni, Leute auf die Berufswelt vorzubereiten.
(Allerdings sollten das Arbeitgeber und Personalmanager auch verstehen ...)

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jinky 29.06.2010, 14:23
6. sdfsd

Zitat von john mcclane
Das kann ich voll unterschreiben. Immer wenn ich einen reden höre, das die Zeit des Studiums die schönste in seinem Leben war, dann frage ich mich wie beschissen sein vorheriges oder aktuelles Leben wohl sein muß.
Falsches Fach? Falsche Uni? Falsche Erwartungen?

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john mcclane 29.06.2010, 14:26
7.

Zitat von autocrator
Die Bologna-Reformen hätten es bringen sollen, aber der notwendige 2. Schritt der Reform wurde mal wieder nicht getan. Die Universität ist keine Berufsvorbereitungs-Veranstaltung! An einer Uni wird Wissenschaft, Forschung und.......
Aha, also dienen Hochschulen einzig und allein irgendeinem diffusen Selbstzweck und kreisen, einer Art Staat im Staate gleich, um sich selbst? Früher sagte man mir immer, man lernt nicht für die Schule sondern fürs Leben, aber wenn das Leben einen danach dummerweise an eine Hochschule verschlägt, dann lernt man einzig und allein für diese Hochschule, und nichts anderes mehr.

Ich habe drei Semester an der Fachhochschule Aachen BWL studiert und hatte genau dieses Gefühl, das dieser Laden einzig und allein sich selbst dient und man als Student feststeckt wie in einer Art Pudding, aus dem man wie aus Treibsand aus eigener Kraft kaum mehr rauskommt.

Wenn mich so eine Institution nicht auf ein wie auch immer geartetes Berufsleben vorbereiten kann, wo ist dann der Zweck von dem ganzen Unfug? Ein paar Eierköpfe die Wissenschaft, Forschung und Lehre betreiben sind ja schön und gut, aber ohne Praktiker, die zumindest ansatzweise wissen wie es geht gehen in D bald die Lichter aus.

Bei den Hochschulen muß dringend der Rasenmäher ausgepackt und "Aktion Scharf" gestartet werden. In NRW wird die Schule immer mehr zentralisiert mit einheitlichem Lehrplan und Zentralabitur, und gleichzeitig bekommen die Pausenclowns an den Hochschulen mit dem Hochschulfreiheitsgesetzt quasi Narrenfreiheit. Wenn ich was zu sagen hätte, dann würden die sogar noch ne schriftliche Anfrage im Ministerium einreichen, ob sie nach dem Pinkeln zwei oder lieber drei mal abschlagen sollen...

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Vanita 29.06.2010, 14:31
8. Titel

Hm, als jmd der letztes Jahr sein Studium beendet hat und quasi von der Verteidigung direkt in sein Büro gewandert ist, muss ich sagen: Ich habe keine Ahnung wovon die 3 Menschen da reden. Wie einer meiner Vorredner sagte: ein bißchen leidensfähig muss man schon sein. Aber das wirkt mir eher wie 3 besonders schlechte Beispiele. Ich hab auf Anhieb eine gute Arbeit gefunden wo man mich respektiert, mir Verantwortung überträgt und ganz normal behandelt. Ich kenne niemanden meiner ehemaligen Komilitonen, dem es anders geht.

Man sollte nicht alles an diesen 3 Beispielen festmachen.

Außerdem wirkt das alles sehr überzogen.

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john mcclane 29.06.2010, 14:38
9.

Zitat von jinky
Falsches Fach? Falsche Uni? Falsche Erwartungen?
Falsches Fach? Nein
Falsche Uni? Definitiv!

Falsche Erwartungen? Teils teils. Ich habe mich damals für ein Studium entschlossen, weil ich arbeitslos wurde, der Jobmarkt am Boden lag und glaubte, mit einem akademischen Grad meine Beschäftigungschancen steigern zu können. Leider habe ich aus Gründen der Nähe zu meinem Wohnort die FH Aachen genommen. An einer anderen Hochschule ohne die verbohrten, ignoranten und aus der Zeit gefallenen Betonköpfe wie sie da rumrannten hätte der Frustfaktor wohl bedeutend geringer ausfallen können. Desweiteren hatte ich die Schwierigkeiten unterschätzt, einen brauchbaren Nebenjob zu finden (am liebsten erst ab Hauptstudium, ne). Wenn der Cashflow aufs Konto völlig versiegt, man auch kein Bafög bekommt, studiert es sich halt nicht so motiviert. Auf die Aussage eines Profs "Wenn Sie hier ihr Diplom bestehen steigen Sie locker mit dreitausend Brutto im Monat ein" antwortete ich mit "Bevor ich den Scheiß hier angefangen habe, war ich schon bei 2500". Der Clown hat mich angeguckt als hätte ich den Verstand verloren, sowas hatte der noch nie gehört...

Rückblickend war es ein einziger Fehler, der zum Glück relativ folgenlos blieb, da ich jetzt eine sehr gut bezahlte Stelle habe...

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