Forum: Leben und Lernen
Berufsanfänger: Hilfe, ich habe einen Job

Hektik, Frust, alles neu, Chaos im Kopf - fast jeder zweite Uniabsolvent startet holprig in den Beruf. Denn das Studium bereitet kaum auf den Joballtag vor. Drei Berufseinsteiger erzählen von Stress, Therapiewünschen und einer Notausstiegs-Option.

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GWM 29.06.2010, 14:39
10. ttt

Zitat von john mcclane
Aha, also dienen Hochschulen einzig und allein irgendeinem diffusen Selbstzweck und kreisen, einer Art Staat im Staate gleich, um sich selbst? Früher sagte man mir immer, man lernt nicht für die Schule sondern fürs Leben, aber wenn das Leben einen danach dummerweise an eine Hochschule verschlägt, dann lernt man .......
Frustrierter Studienabbrecher? Nix gerafft, jetzt mal schön den Hass auf die auskotzen, die erfolgreich waren im Studium?

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GWM 29.06.2010, 14:40
11. ttt

Zitat von john mcclane
Wenn ich was zu sagen hätte, dann würden die sogar noch ne schriftliche Anfrage im Ministerium einreichen, ob sie nach dem Pinkeln zwei oder lieber drei mal abschlagen sollen...
Dann sind wir mal froh, daß Sie nirgendwo irgendwas zu sagen haben.

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hasi888 29.06.2010, 14:53
12. Es wird Alles gut! ;)

Obwohl, einige Rohrkrepierer gibt es immer.

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Achim 29.06.2010, 14:54
13. Wieder was gelernt

Eine "Account-Managerin" ist also eine, die sich von den Chefs betrügen lässt und das auch noch zugibt. Anonym natürlich, damit die Betrüger nicht bestraft werden.

Und auf solche Jobs soll die Uni vorbereiten? Für die Vorbereitung wären eine Jugend in Hamburg-Neuwiedenthal oder die Lebensphase von 18-25 auf der Reeperbahn als Türsteher oder Schutzgeldeintreiber besser anzuraten.

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kuchenbob 29.06.2010, 15:01
14. .

Zitat von Mulharste
Willkommen im Leben! Da skommt davon, wenn man alles glaubt, was einem in der Werbung erzählt wird, wenn man mit völlig falschen Erwartungen an sich selbst in dne Beruf einsteigt, nach Trends studiert, keine Eier hat und bei IKEA die Einrichtung zusammenstellt. Das kommt davon, wenn man glabut zu irgendeiner Elite zu gehören, oder denkt, 2 Auslandspraktika befähigen zum Erreichen der Weltherrschaft. Nein - liebe Studies - genau so ist es nicht!
Sehe ich auch so. Wir haben bei uns immer mal wieder Studenten die kurz vor der Beendigung ihres Studium stehen und wirklich ganz weltfremde und navie Vorstellungen von ihm späteren Berufsleben haben.

Ganz konkret: Eine Studentin war an einer Einstellung bei uns interessiert, hat aber gesagt, als sie gehört hat wie in welchem Rahmen sich die Gehälter bewegen "Dafür gehe ich doch nicht arbeiten". Und wie ist es gekommen? Der Chef, nicht ganz blöd, hat ihr ein Angebot gemacht, dass ein Mensch mit ein wenig Lebenserfahrung wohl kaum annehmen würde (sofern nicht in Not), er hat der Stelle aber einen wirklich funkelnden Namen verpasst.

Sie verdient jetzt eine ganze Ecke weniger als der Rest, hat wegen der Stellenbezeichnung (die nicht so irre viel mit der eigentlich Tätigkeit zu tun hat, das mal am Rande) aber offenbar wirklich das Gefühl, dass ihre Überfliegerqualitäten erkannt wurden. Dummes, naives Huhn.

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mr.gamer 29.06.2010, 15:02
15. Man "kann" an der Universität Sachen lernen, die man später braucht.

Zitat von john mcclane
Aha, also dienen Hochschulen einzig und allein irgendeinem diffusen Selbstzweck und kreisen, einer Art Staat im Staate gleich, um sich selbst? Früher sagte man mir immer, man lernt nicht für die Schule sondern fürs Leben, aber wenn das Leben einen danach dummerweise an eine Hochschule verschlägt, dann lernt man......
Eine Universität sorgt dafür, daß die Absolventen mindestens "ausreichende" theoretische, teils auch praktische Grundkenntnisse in ihrem Fachgebiet nachgewiesen haben. Zumindest im technisch/ naturwissenschaftlichen Bereich ist das so. Das ganze ist schließlich auch eine Sicherheitsfrage.
Ob der Student seine Studienzeit nutzt, um "etwas fürs Leben zu lernen", oder um sich intensiver auf das Berufsleben vorzubereiten, liegt bei ihm selbst.
Manch einer strebt ja auch eine akademische Laufbahn an.
Früher war das jedenfalls so, vor der Umstellung auf Bachelor/ Master.

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K-Mann 29.06.2010, 15:19
16. Hurra, ich gebe mir die Arbeit selbst

Zitat von kuchenbob
... Und wie ist es gekommen? Der Chef, nicht ganz blöd, hat ihr ein Angebot gemacht, dass ein Mensch mit ein wenig Lebenserfahrung wohl kaum annehmen würde (sofern nicht in Not), er hat der Stelle aber einen wirklich funkelnden Namen verpasst. Sie verdient jetzt eine ganze Ecke weniger als der Rest, hat wegen der Stellenbezeichnung (die nicht so irre viel mit der eigentlich Tätigkeit zu tun hat, das mal am Rande) aber offenbar wirklich das Gefühl, dass ihre Überfliegerqualitäten erkannt wurden. Dummes, naives Huhn.
Oh Mann, Sie haben mir den Nachmittag gerettet... ;-)

Doch zum Thema.
Wem sein Job nicht passt: Selbstständigkeit kann immer eine Alternative sein. Nach drei Monaten in meinem ersten "echten" Job nach Studium und anschließender Weiterbildung (der Arbeitsmarkt für mein eigentliches Fach war leider gesättigt, als ich gerade mein Diplom hatte) war mir klar, hier will ich nicht bleiben. Auch im Nachhinein betrachtet war es die einzig richtige Entscheidung, die Selbstständigkeit zu wagen. Ja, ein einjähriges Teilzeit-Intermezzo im Angestelltenverhältnis hat mich dann ein weiteres Mal bestätigt.
Immer, wenn ich meine damaligen Kommilitonen traf, drehten sich die Gespräche um Frust im Job, mieses Arbeitsklima, das übliche Hauen und Stechen halt. Selbst heute, 16 Jahre nach dem Diplom, ist das manchmal noch so. Und ich denk' jedesmal: schön, dass ich keinen Chef habe. Ich habe Kunden - das ist auch nicht einfach, aber man trifft sich "auf Augenhöhe", wie man so schön sagt. Und im Zweifelsfall ist der einzelne Kunde, mit dem es nicht passt, dann eben ab morgen ein Kunde weniger. So what!

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john mcclane 29.06.2010, 15:19
17.

Zitat von GWM
Frustrierter Studienabbrecher? Nix gerafft, jetzt mal schön den Hass auf die auskotzen, die erfolgreich waren im Studium?
Keine Sorge guter Mann, weder habe ich nix gerafft noch bin ich frustriert, noch habe ich Hass auf irgendwen.
Kümmern sie sich nicht um mein Leben, Ihres sollte Sie (hoffentlich) genügend auslasten.

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forumgehts? 29.06.2010, 15:23
18. Fallbeispiele = Frauenquote?

Zitat von sysop
Hektik, Frust, alles neu, Chaos im Kopf - fast jeder zweite Uniabsolvent startet holprig in den Beruf. Denn das Studium bereitet kaum auf den Joballtag vor. Drei Berufseinsteiger erzählen von Stress, Therapiewünschen und einer Notausstiegs-Option.
Der olle Goethe scheint mal wieder recht gehabt zu haben : An den Unis wird das Denken nicht gelernt sondern verlernt. Bei vielen meiner Studenten-Praktikanten hörte ich immer wieder den Satz "mein Job muss mir Spass machen". Ich versuchte dann immer, diese mit dem Satz "Sie haben Glück, wenn Sie in welchem Job auch immer nur 30 % Sch... am Hals haben, und die Suche nach jd, der "es" für Sie richtet, können Sie gleich aufgeben, vorausgesetzt Ihr Papa kann das nicht. Also fangen Sie bitte auf dieser Grundlage an zu überlegen, was Sie im Leben leisten und erreichen wollen und welche Methoden und Risiken Sie dabei für sich akzeptieren." Klingt zwar etwas brutal, ersparte aber manchem die Zeit, die er sonst im Kampf gegen falsche Vorstellungen vergeudet hätte. Hinweis: es gibt immer noch Menschen hier, die als halbe Kinder mit ca 16 Jahren ins Berufsleben hinein befördert werden und es trotzdem schaffen, erfolgreich zu sein.

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autocrator 29.06.2010, 15:28
19. Verständnis

Zitat von john mcclane
Aha, also dienen Hochschulen einzig und allein irgendeinem diffusen Selbstzweck und kreisen, einer Art Staat im Staate gleich, um sich selbst? Früher sagte man mir immer, man lernt nicht für die Schule sondern fürs Leben, aber wenn das Leben einen danach dummerweise an eine Hochschule verschlägt, dann lernt man einzig und allein für diese Hochschule, und nichts anderes mehr. Ich habe drei Semester an der Fachhochschule Aachen BWL studiert und hatte genau dieses Gefühl, das dieser Laden einzig und allein sich selbst dient und man als Student feststeckt wie in einer Art Pudding, aus dem man wie aus Treibsand aus eigener Kraft kaum mehr rauskommt. Wenn mich so eine Institution nicht auf ein wie auch immer geartetes Berufsleben vorbereiten kann, wo ist dann der Zweck von dem ganzen Unfug? Ein paar Eierköpfe die Wissenschaft, Forschung und Lehre betreiben sind ja schön und gut, aber ohne Praktiker, die zumindest ansatzweise wissen wie es geht gehen in D bald die Lichter aus. Bei den Hochschulen muß dringend der Rasenmäher ausgepackt und "Aktion Scharf" gestartet werden. In NRW wird die Schule immer mehr zentralisiert mit einheitlichem Lehrplan und Zentralabitur, und gleichzeitig bekommen die Pausenclowns an den Hochschulen mit dem Hochschulfreiheitsgesetzt quasi Narrenfreiheit. Wenn ich was zu sagen hätte, dann würden die sogar noch ne schriftliche Anfrage im Ministerium einreichen, ob sie nach dem Pinkeln zwei oder lieber drei mal abschlagen sollen...
Was für Sie "Pudding" und "Unfug" ist, ist nunmal der aktuelle Stand, wie heutzutage Wissenschaft betrieben wird. Es ist Aufgabe der Universität, Eierköpfe Wissenschaft, Forschung und Lehre betreiben zu lassen.
Für alles andere sind Fachschulen, Praktika und was es da sonst noch so gibt da und zuständig.

Und ohne forschung gäbe es noch nicht mal das licht, das sie bald auszugehen bedroht sehen.

Schön für Sie, dass Sie bloß anderthalb jahre brauchten, um zu erkennen, dass Sie eher zu den Praktikern gehören und nicht zu den Eierköppen.
Leider sind Sie da ganz offensichtlich in der Minderheit.

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