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Berufswunsch Diätspezialist: Japaner verklagt Frauen-Uni

Ein junger Japaner will Diätspezialist werden, doch die einzige Hochschule in der Nähe, die das Studium anbietet, ist eine Frauen-Universität. Jetzt klagt der Mann wegen Diskriminierung.

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uventrix 19.01.2015, 16:45
1. War abzusehen

Tja recht hat er.. ob er auch recht bekommt ist eine andere Frage. Bei den ganzen Frauen only Angeboten die derzeit aus dem Boden sprießen unter dem Deckmäntelchen der Gleichberechtigung war das nur eine Frage der Zeit, dass auch Männer mit dem Beklagen anfangen.

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Crom 19.01.2015, 17:03
2.

Man stelle sich vor, es geben eine Uni nur für Männer. Die Femis würden doch ausrasten. Ich finde daher, das Anliegen gerechtfertigt.

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satissa 19.01.2015, 17:07
3. Na endlich

Jetzt brauchen wir noch Quoten für Kindergärtner und Grundschullehrer, Quoten für das Sorgerecht und dann kann man langsam über Gleichberechtigung sprechen. Wahrscheinlich wird sich aber noch Frau Schwarzer melden und Wiedergutmachung für das jahrhundertlange Patriachart fordern.

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Velociped 19.01.2015, 17:19
4. Gleichberechtigung heisst Gleichberechtigung

Es kann eng umrissene Ausnahmefälle geben, bei denen ein Geschlecht bevorzugt wird um die Unterrepräsentation aufzuheben. Bei der Diskussion um Quote und Frauenförderprogrammen wird aber allzu oft übersehen, dass diese das Gegenteil von Gleichberechtigung sind und daher stets in der Pflicht sind zu begründen, warum diese unbedingt erforderlich sind.
Früher hatte Mädchen schlechtere Schulnoten als Jungen. Es wurde von einer Diskriminierung ausgegangen und Mädchenförderung betrieben. Dann waren die Noten im Schnitt gleich - ein gutes Ergebnis. Jetzt sind die Noten der Mädchen besser - das ist aber kein noch besseres sondern schlechteres Ergebnis. Alle die früher Mädchenförderung betrieben haben, müssten jetzt Jungenförderung betreiben. Doch die ideologische Scheuklappen verhindern dies. Stattdessen wird viel Aufwand getrieben um die Jugendiskriminierung klein zu reden und den Jungen selbst die Schuld zu geben.
Genauso bei der Frauenquote: Wo 10% schlecht, 30% besser und 50% gut ist, ist 70% wieder schlechter.
Gleichberechtigung ist einfach gleich berechtigt und Gleichstellung ist ein Gleichgewichtszustand, der in beide Richtungen korrigiert werden muss.
Verkündet ein Startup, nur aus Frauen zu bestehen, gibt es positive Schlagzeilen statt eines Aufschreis wegen Sexismus. Schlimmer als die durchaus noch existierende unterschwellige Benachteiligung von Frauen ist die unterschwellige Zuordnung der Opferrolle. Leider profitiert gerade die ganze Gleichstellungsindustrie von diesem Opferabo und wird daher diesen überfälligen Punkt nie adressieren.

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mitsuko 19.01.2015, 19:06
5.

Zitat von uventrix
Tja recht hat er.. ob er auch recht bekommt ist eine andere Frage. Bei den ganzen Frauen only Angeboten die derzeit aus dem Boden sprießen unter dem Deckmäntelchen der Gleichberechtigung war das nur eine Frage der Zeit, dass auch Männer mit dem Beklagen anfangen.
Diese Uni nimmt laut Bildunterschrift schon seit 1923 nur Frauen auf. Da kann man kaum sagen, es handle sich dabei um eines der "Frauen only Angebote, die DERZEIT aus dem Boden spriessen". Es zeigt doch eher, wie stark die traditionelle Rollenvorstellung dort noch ist. Es ist gut, wenn er dagegen klagt. Ich hoffe, dass er seinen Berufswunsch erfüllen kann.

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FocusTurnier 19.01.2015, 19:33
6. Aber so langsam scheint die deutsche Politik aufzuwachen

Zitat von Velociped
Leider profitiert gerade die ganze Gleichstellungsindustrie von diesem Opferabo und wird daher diesen überfälligen Punkt nie adressieren.
Obwohl ich den deutschen Mainstreamparteien in diesem Punkt nicht mehr über den Weg traue, hört sich das, was die FDP neuerdings so denkt, ganz interessant an:

http://www.welt.de/print/wams/nrw/article136486120/Maenner-brauchen-Hilfe.html

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Ulrike E. 20.01.2015, 01:26
7. Vorsicht,

der junge Mann *könnte* dieses Studium auch an einer anderen Uni in Japan absolvieren.

Er will aber nicht, weil ihn das finanziell mehr kosten würde.

Merkwürdig, es gibt diese Frauenuniversität schon seit *1923*, warum klagt der junge Mann nun dagegen?

Weil es für ihn etwas umständlicher wäre? Nein, danke.

Oder würde man auch erwarten, dass ein Junge eine Klage anstrebt, wenn er in eine *reine Mädchenschule* aufgenommen werden will.

In dem Fall sind doch die Regularien eindeutig:

a) für wen wurde diese Uni und die Studiengänge konzipiert? Für Frauen

b) Hat es etwas mit Diskriminierung zu tun? Nein, denn der junge Mann kann das Studium auch in anderen *staatlichen* Universitäten absolvieren, die nicht einem Geschlecht vorbehalten sind.

c) Warum klagt er? Aus Bequemlichkeit - scheinbar will er in seiner Heimatprovinz studieren, obwohl dieses Studium auch in anderen Provinzen angeboten wird.

Wie gerechtfertigt ist die Klage? Er möchte nicht nur eine Aufnahmeprüfung absolvieren, sondern zugleich eine Entschädigung, weil diese Uni ihn mit einer klaren Begründung abgelehnt hat.

Ganz ehrlich, der junge Mann wäre klüger, wenn er sich ernsthaft mit den Alternativen für seinen Studiumswunsch auseinandersetzten würde.

Warum muss es ausgerechnet die "Staatliche Universität für Frauen sein"?

Jede Universität hat das Recht *frei* zu entscheiden, welche Studenten sie aufnehmen will, auch bei staatlichen Unis trifft dies zu.

@mitsuko: Er könnte seinen Berufswunsch erfüllen, er müsste dafür nur an eine der anderen staatlichen Universitäten *außerhalb* von Fukuoka gehen oder, wenn er die finanziellen Mittel hat, könnte er dies auch an einer *privaten* Uni studieren.

Denkt mal in Ruhe darüber nach!

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tororosoba 20.01.2015, 09:25
8.

Zitat von Ulrike E.
Merkwürdig, es gibt diese Frauenuniversität schon seit *1923*, warum klagt der junge Mann nun dagegen?
Ich nehme an, er war damals noch nicht auf der Welt.

Ganz taufrisch ist diese Geschichte auch nicht mehr (http://www.japantimes.co.jp/news/2014/11/26/national/crime-legal/man-sues-fukuoka-women-only-university-after-application-to-study-nutrition-is-rejected). Ob der Beschwerdeführer durchkommt, wird sich zeigen; was ich ganz lustig finde, ist der Anspruch der Universität, Frauen in Führungspositionen zu bringen - angesichts des Geschlechts der meisten Professoren hat sie in den 90 Jahren ihrer Existenz anscheinend noch nicht allzuviel Erfolg gehabt.

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Korken 20.01.2015, 09:35
9. Er hat Recht

Die Nachricht war zwar schon vor zwei Monaten in der Presse aber einen Kommentar allemal wert, insbesondere wenn ich den letzten von Ulrike E. lese.

Es geht diesem Mann nicht einfach um die Infragestellung der Frauenuniversität sondern er hat ein berechtigtes Anliegen. Er wohnt in der Nähe dieser staatlichen Universität, welche als einzige seinen gewünschten Studiengang mit staatlich anerkanntem Abschluss anbietet.

Zitat Ulrike E.
"der junge Mann *könnte* dieses Studium auch an einer anderen Uni in Japan absolvieren. Er will aber nicht, weil ihn das finanziell mehr kosten würde. "

Falsch, er kann es sich nicht leisten, wie aus den anderen Artikeln zu dieser Meldung bekannt ist. Ein Umzug stünde ohnehin an.

Zitat Ukrike E.
"Merkwürdig, es gibt diese Frauenuniversität schon seit *1923*, warum klagt der junge Mann nun dagegen?"

Weil er 1923 vielleicht noch nicht geboren war. Außerdem war es damals der Wunsch, benachteiligte Frauen zu fördern, heute genießen sie gesetzliche Gleichstellung, der Grund entfällt.

Zitat Ulrike E.
"Weil es für ihn etwas umständlicher wäre? Nein, danke."

Nein, weil er sich diskriminiert fühlte.

Zitat Ulrike E.
"Oder würde man auch erwarten, dass ein Junge eine Klage anstrebt, wenn er in eine *reine Mädchenschule* aufgenommen werden will."

Eventuell. Esging noch nicht mal um die Aufnahme sondern um das Ablegen einer Prüfung, das ihm zusteht.

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