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Bewerbung für ein Stipendium: Verraten Sie ruhig, dass Sie auf "Star Trek" stehen
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Ja! Ja! Ja! Wer Science-Fiction-Serien mag, sollte dies ruhig zugeben, wenn er sich für ein Stipendium bewirbt. Falsche Interessen vorzugaukeln, kommt hingegen gar nicht gut an. Die Dos and Don'ts für Studenten.

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orthonormalbürger 25.07.2015, 18:20
1. Noten sagen nichts

Noten sagen im Studium einfach nichts aus. Das heißt doch nur das jemand viel gelernt hat, wer braucht denn einen Auswendiglernern ? Deutschland braucht kritische kreative innovative Köpfe, keine Systemgesteuerten Auswendiglerner.

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steffen.ganzmann 25.07.2015, 20:49
2. Zu alt ...

... auch auf das Alter kommt es an:

Ab 27 Jahren bekommt man kein Stipendium mehr. Und dann noch der Wechsel von Jura zu Medizin.

Mein Stipendiumsberater meinte, ich habe alles in dieser Zeit Erreichbare erreicht. Ginge es nach ihm, bekäme ich mein Medizin-Stipendium.
Aber den entscheidenden Leuten sei ich leider ein paar Monate zu alt ...

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m.spohn 25.07.2015, 21:41
3. Stewart! Mit T!

Der Name schreibt sich "Stewart" (Bildunterschrift "Steward") Und ja, ich bin natürlich ein Star-Trek-Fan. Allerdings bin ich aus dem Alter für ein Stipendium schon ein paar Jahre entwachsen. :-)

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Qual 25.07.2015, 23:08
4. Zu spät...

Wer nicht bläht ist meistens eh schon durch. Es wird inzwischen davon ausgegangen, dass gebläht wird und pauschal nicht alles geglaubt, eher reduziert. Hingegen sollte man einige Vorlieben unbedingt auch weiterhin weg lassen. Star Trek kann hingegen in vielen Bereichen vorteilhaft sein. Es ist bekannt, dass viele Innovationen von StarTrek Fans stammen. Wenn der Personalauswähler es allerdings hasst, kann's in die Hose gehen. Und so sollte weiter jeder tun was er für richtig hält, auch Lügen, denn wir leben jetzt in dieser Welt. Es hilft nur eins, was große Charaktere schon immer ausmachte: Einfach tun was der eigenen Persönlichkeit entspricht: Wenn sie kein Lügner sind, dann fangen sie, verdammt noch mal, auch nicht damit an! Der Rest ist eh nicht lebenswert.

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alfistone 25.07.2015, 23:44
5. Das ist doch selbstverständlich

Klar kommt das extrem schlecht, wenn man behauptet man sei ein großer Bewunderer von Thomas Mann und dann kennt man kein einziges Werk. Aber so doof ist doch wohl niemand. Ansonsten glaube ich aber, dass sehr viele ihr Engagement übertreiben (und viele sind überhaupt nur wegen Stipendien engagiert, hat man den Eindruck, so viel zu "sozialem" Engagement. Mit echt sozialem Engagement würde man gar nicht angeben. Das fände ich wirklich mal bewundernswert, wenn man das verschweigt und nur der Sache wegen tut). Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die das merken, wenn man sich entsprechend vorbereitet kann man viel erzählen. Notfalls über Wikipedia informieren.
Aber klar: Für Star Trek muss man sich auch nicht schämen ;-)

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JohannaPink 26.07.2015, 07:19
6.

Noten haben nur etwas mit Auswendiglernen zu tun? So ein Blödsinn. Das gilt vielleicht im Medizinstudium. In den Geisteswissenschaften bekommt man Noten z.B. für eigenständig verfasste Hausarbeiten, nicht für auswendig gelernte historische Daten oder Gedichtinterpretationen. Und als angehender Jurist kommt man mit auswendig gelerntem Faktenwissen nicht weit, wenn man die Methode, es auf Fälle anzuwenden, nicht beherrscht.

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Zaunsfeld 26.07.2015, 08:43
7.

Zitat von orthonormalbürger
Noten sagen im Studium einfach nichts aus. Das heißt doch nur das jemand viel gelernt hat, wer braucht denn einen Auswendiglernern ? Deutschland braucht kritische kreative innovative Köpfe, keine Systemgesteuerten Auswendiglerner.
Noten sagen schon etwas aus, nur nicht das, was man gemeinhin denkt. Noten sagen nichts darüber aus, wie kreativ oder intelligent jemand ist.
Sie sagen aber sehr wohl etwas darüber aus, wie ernst jemand etwas nimmt.
Jemand, der sich gut auf eine Prüfung vorbereitet und eine gute Note bekommt, hat gezeigt, dass er seine Ausbildung ernst nimmt und dass er im richtigen Moment bereit war, Einsatz (nämlich Zeit und Mühe fürs Lernen) zu zeigen. Er war im richtigen Moment auf die Situation "Prüfung" vorbereitet. Er hat das nötige Wissen im richtigen Moment eben gehabt.
Der mit schlechten Noten am laufenden Band hingegen zeigt nur, dass er es entweder wirklich nicht kann, oder dass ihm schlicht alles egal ist. Er hat in der Prüfungssituation also versagt.

Wer sich nicht mal auf Prüfungen adäquat vorbereitet und durch jede davon gerade so durchschrammt, von dem würde ich als Arbeitgeber auch nicht glauben, dass er sich sonst auf wichtige Situationen und Probleme vorbereitet, die einem im Berufsleben begegnen können. So einen Schlendrian würde ich in meiner Firma nicht haben wollen.

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titoandres 26.07.2015, 09:40
8. @JohannaPink

Ein Einwand: Ja, als Geisteswissenschaftler muss man Geist anwenden, wobei man auch da ja viel Wissen aufnehmen muss, um überhaupt eigene Gedanken zu produzieren. Juristen kommen mit Auswendiglernen schon recht weit. Aber eben bis zu einem Grad. Ein guter Jurist muss darüber hinausgehen. Genauso wie ein guter Mediziner. Die Leute, die pauken können, mögen das Studium schaffen,aber bereichern werden sie ihr Fach nicht.

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kw16 26.07.2015, 12:20
9. Vorsicht:

Dann haben die Kaufleute und Vertriebler (also die Verkäufer) einen Grund einen Auszulachen. Darum geht's nämlich. Sich gegenüber Technikern zu erheben.

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