Forum: Leben und Lernen
Bildung in Deutschland: Riesiges Lerngefälle zwischen Süd und Nord

Selbst die schlechtesten*Landkreise im Süden schlagen die besten im Norden - das ist das dramatische Ergebnis einer neuen Bildungsstudie, die dem SPIEGEL vorliegt. Die Lernstandsanalyse für Schulen, Hochschulen, Leben und Beruf wirft die Frage auf: Gibt es ein Deutschland der zwei Geschwindigkeiten?

Seite 18 von 42
ooyoo 21.11.2011, 15:25
170. ...

Zitat von Gebetsmühle
das ist falsch. in bayern werden reihenweise gymnasien geschlossen. allein im letzten jahr 3 bei uns im landkreis.
Das interessiert mich doch nicht, was in Ihrem Landkreis passiert. In Bayern steigt die Zahl der Abiturienten und die der Hauptschüler sinkt.

http://www.bertelsmann-stiftung.de/b...28_29929_2.pdf

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Critik 21.11.2011, 15:27
171. Wozu Studien?

Zitat von Gebetsmühle
sind sie nicht. das wurde hier ja schon erläutert. sie wurden nur anders eingruppiert, so dass es den schein hat, sie seien besser. tatsächlich sind die besten nur wenige und das hebt oben wie unten den schnitt.
Gut, dass wir Sie haben. Andere hätten gedacht, man müsste sich wegen der Bertelsmann-Studie sorgen machen. Dank Ihnen wissen wir: die Bayern sind die eigentlichen Bildungsverlierer in Deutschland.
Wozu brauchen wir Bertelsmann und PISA Studien. Ein wenig aufgeschnappte Behauptungen im SPON Forum tut es doch auch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bk667 21.11.2011, 15:30
172. .

Zitat von hajopr
Gestresste Schüler (die massenweise Nachhilfeinstitute bevölkern) und total genervte Eltern - das ist u.a. der Preis für das angeblich tolle Bildungsniveau im Süden.
Nein, das ist der Preis dafür, dass die Empfehlungen keinen mehr interessieren und jeder Depp aufs Gymnasium muss, ob er da eine Chance hat oder nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gebetsmühle 21.11.2011, 15:31
173. ach was

Zitat von Hardliner 1
Warum werden die Hauptschüler weniger? Weil wir immer mehr Intelligenzler haben?
nein, weil die geburtenrate schon allein in den letzten 10 jahren sich halbiert hat. wir brauchen heute schon die bestmögliche ausbildung für jedes einzelne kind und können uns gar nicht mehr leisten, auch nur ein einziges zurückzulassen. da können sie noch so sehr an irgendwelchen lächerlichen elitevorstellungen haften bleiben.

Zitat von Hardliner 1
Den Schülern wird es zu leicht gemacht, trotz mäßiger Leistungen an Realschule oder Gymnasium zu wechseln.
das ist ein ammenmärchen. die schüler müssen heute schon in der grundschule überall in deutschland wesentlich mehr können und wissen als zu meiner zeit und zur schulzeit meiner kinder. deswegen brauchen wir ja bessere lehrer und bessere schulen. leichter ist es nirgendwo geworden. das ist propaganda.

Zitat von Hardliner 1
In meiner Schulzeit gab es noch keine Hauptschule, sie hieß Volksschule. Ins Gymnasium oder in die Mittelschule (heute Realschule) kam nur, wer am Ende der 4. Klasse eine Aufnahmeprüfung bestand.
in bayern und baden würtenberg gibts keine aufnahmeprüfungen. in bayern entscheidet einzig und allein der lehrer, der die noten in den drei kernfächern deutsch, mathematik und heimat-und-sachunterricht gibt. ein schnitt von 2,0 und besser heißt: gymnasialempfehlung. 2,3 heißt realschulempfehlung und 2,7 und schlechter heißt automatisch hauptschulempfehlung. dagegen kann weder das kind noch die eltern etwas machen. wer gegen die empfehlung des lehrers vorgehen will, der muss einen probeunterricht machen und dort vorab die leistungen der 5. klasse vorweisen. weniger als 5% aller kinder können das. fast alle kinder die in mathe auf der grundschule eine 1 oder 2 hatten, fallen im probeunterricht mit einer 5 durch. grund: das schulamt will keine veränderung der planzahlen.

ein kind, das eine 2 in mathe hat und in sachunterricht und deutsch eine 3 landet in bayern zwangsläufig auf der hauptschule. es wäre schön, wenn sie das ändern wollen würden, denn das kind gehört in der regel dort gar nicht hin. bei uns im dorf gibt es auf der hauptschule massenhaft kinder, die in der grundschule bei 2,7 standen, instrumente spielen, sozial völlig unauffällig und fleissig sind. die gehören eigentlich auf realschule und gymnaisum. allein die regierung will das nicht.

Zitat von Hardliner 1
Die davor erzielten Noten spielten dabei keine Rolle. Hätten wir noch solche Aufnahmeprüfungen, dann wäre die Zahl der Hauptschüler wesentlich höher.
das ist blödsinn. bayern hat auch so schon die höchste hauptschülerzahl und keine aufnahmeprüfungen. die leistungsfähigkeit von kindern kann nur von eltern und lehrern gemeinsam unter berücksichtigung des alters korrekt beurteilt werden und nciht durch ministeriumsquoten, notendurchschnitte, oder gar aufnahmeprüfungen.

solche dinge scheren individuen alle über einen kamm. dabei wird ja nicht mal berücksichtigt, dass in der 4. klasse kinder von 2 jahrgängen vertreten sind. ein 10jähriger mit geburtstag im oktober ist nun mal im kinderalter schon allein aus biologischen gründen weiter als sein klassenkamerad, der im drauffolgenden august geboren wurde, also 10 monate jünger ist. diese kinder der gleichen prüfung zu unterziehn ist schlichtweg pädagogischer unsinn. trotzdem wirds in bayern und anderswo so gemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Meine_Gedanken 21.11.2011, 15:41
174. Supstanzlos

Zitat von MashMashMusic
Substanzlos, dass ich nicht lache. Diese Studie bringt ja gerade den Beweis: wo über viele Jahrzehnte die Roten dran waren, sieht's übel aus, wo über Jahrzehnte die Schwarzen dran waren, eben nicht. Oder wieso ist es in Bayern und BaWü soviel besser?
Was ist denn mit Niedersachsen? Schwarz wie die Nacht nur Schröder durfte ein kurzes Intermezzo liefern. Aber der war ja ehr rot-schwarz gestreift.
Hier wird gar nichts in die Schulen und Jugend investiert.
Seit die CDU regiert geht es abwärts mit der Bildung.
Frauen gehören an den Herd. Kindergarten und Kinderhort - weit unter dem Schnitt. Also was konservativ angeht, müssen die Bayern aufpassen, dass sie nicht rechts überholt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gebetsmühle 21.11.2011, 15:42
175. andersrum wird nen schuh draus

Zitat von Critik
Gut, dass wir Sie haben. Andere hätten gedacht, man müsste sich wegen der Bertelsmann-Studie sorgen machen. Dank Ihnen wissen wir: die Bayern sind die eigentlichen Bildungsverlierer in Deutschland.
das hab ich so nicht gesagt. ich habe nur festgestellt, dass die bayern auch nicht intelligenter oder besser sind, als eine gruppe aus dem rest der republik. sie sind nur anders eingruppiert, so dass es den anschein hat, sie seien besser. nicht "die bayern" sind bildungsverlierer, sondern diejenigen kinder in bayern, die aus politischem wahn und idiologie auf der hauptschule landen, obwohl sie die fähigkeiten hätten, oder entwickeln könnten, das gymnasium gut zu absolvieren.

Zitat von Critik
Wozu brauchen wir Bertelsmann und PISA Studien. Ein wenig aufgeschnappte Behauptungen im SPON Forum tut es doch auch.
es geht nicht ums aufschnappen, sondern um die realität. dazu brauche ich keine studien, sondern das erklären mir meine tochter und meine schwiegertochter, die sind nämlich lehrerinnen, die eine in baden würtenberg, die andere in bayern. was die studie nämlich nicht sagt ist, dass es in bayern weit mehr vom sozialen status abhängt, welches kind aufs gymnaisum geht und welches auf die hauptschule, als in jedem andren bundesland. wie gut ein kind nämlich wirklich ist, intressiert in bayern niemand. aufs gymnasium kommen die höheren töchterchen und söhnchen der professoren und stadtschickeria (wenn die überhaupt noch kinder haben) und auf der hauptschule landen die kinder aus der unterschicht. mit intelligenz hats nix zum tun - gar nix. meine tochter sagt, dass 75% ihrer bayerischen oberstufenschüler aus gutem hause kommen, aber nachhilfe gegen geld in mathe, physik und fremdsprachen brauchen. es ist nämlich schon so, dass das arzttöchterchen nicht allein wegen dem papa intelligent ist und aufs gymi gehört. bester beweis: bayern hat die höchste schülerselbstmordrate der welt nach japan. leider langt nämlich die herkunft dann doch nicht. viele gute schüler dagegen landen auf der hauptschule, weil die eltern dort schon waren. alles andre spielt keine rolle. bei mir in der nachbarschaft wohnt ein mädchen, das hatte in der grundschule einen schnitt von 1,3 und spielt ganz wunderbar klavier. es geht auf die realschule. was für eine verschwendung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gsm900 21.11.2011, 15:43
176. Weshalb ging Dunkeldeutschland dann pleite?

Zitat von Searider
Bildung 2011 in Deutschland bedeutet durch die tolle Kulturhoheit eine Bildungslandkarte wie zu Zeiten des deutschen Zollvereins. Damit werden wir unsere Kinder und Jugendlichen niemals für den globalisierten internationalen Konkurrenzkampf fit bekommen . Wir vergeuden Zeit und Ressourcen damit sich 16 Kultusminister samt Ihres Hofstaates profilieren können. Das zentrale Bildungssystem in der DDR war da dem unseren westdeutschen weit überlegen. Aber es musste nach der Wiedervereinigung in Siegermentalität ja alles aus den Neuen Bundesländern kaputt gemacht werde, anstatt sich bietende Chancen zu nutzen. Gleichzeitig lässt keine neue Landesregierung Ihre Möglichkeiten aus auf dem Rücken unserer Kinder immer neue Experimente auf dem Bildungssektor loszutreten. Kontinuität ist da ja ein Fremdwort. Da werden Ideologien zu lasten nachgewiesener Sinnhaftigkeit umgesetzt. Kinder haben eben keine Lobby Ich selber komme aus den verbrauchten Bundesländern.

Bildung ist nutzlos, wenn sie nicht nagewendet wird oder Ideologen alles besser wissen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gebetsmühle 21.11.2011, 15:47
177. sie sagen es

Zitat von bk667
Nein, das ist der Preis dafür, dass die Empfehlungen keinen mehr interessieren und jeder Depp aufs Gymnasium muss, ob er da eine Chance hat oder nicht.
sie sagen es. gerade in bayern ist ja die zahl der nahchilfeschüler auf dem gymnasium besonders hoch. das liegt einzig und allein daran, dass die auswahl auf sozialer grundlage gefällt wird und die oberklasse eher aufs gymnasium kommt, als die unterschicht, egal welche leistung das kind bringt.

in bayern sind die empfehlungen zwar bindend, aber die lehrer geben höheren kinderlein gerne mal von sich aus die besseren noten, auch wenn der verlauste bengel vom dorfschreiner eigentlich der bessere schüler wäre. so ist das bei uns in bayern. solange das nicht geändert wird, gehn viele dinge schief.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gsm900 21.11.2011, 15:47
178. Dene gehören ja die Bildungssender der RTL Gruppe

Zitat von grübelitis
Hier geht es doch nicht einfach um eine Studie. Der Bertelsmann-Konzern ist zwar "angesehen" und "renommiert", man sollte aber dabei .....
und das Fachmagazin für Tagebuchveröffentlichungen (Stern) und Kanzlerhaare.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
j t 21.11.2011, 15:52
179. Respekt!

Zitat von siegfriedderdrachentöter
Als doch ziemlich linksliberal eingestellt, so muss ich leider konstatieren, dass wo immer links gerichtete Regierungen die politische Verantwortung haben ein wirtschaftlicher, gesellschaftlicher etc. Niedergang des Landes vorhanden ist. Diese Fakten und Erkenntnis muss ich langsam akzpetieren. Man kann gerne über die einzelne wissenschaftlichen Methoden der Studien streiten, aber die Grundtendenz ist immer die gleiche.
Auch wenn ich mich nicht als links einschätze und es auch gewiss nicht bin, so muss ich Ihnen doch meine Anerkennung für Ihre Einschätzung attestieren! Ich empfinde es genauso, wie Sie es dargestellt haben. Gleichzeitig bin ich aber auch kein Freund des bayerischen Bildungssystems, was überwiegend „schulschlaue“ aber „weltdumme“ Absolventen in die Lebenswirklichkeit entlässt. Wie sonst ist es zu erklären, dass der Bedarf an bayerischen Akademikern überwiegend aus dem Rest Deutschlands gedeckt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 18 von 42