Forum: Leben und Lernen
Bildung in Deutschland: Riesiges Lerngefälle zwischen Süd und Nord

Selbst die schlechtesten*Landkreise im Süden schlagen die besten im Norden - das ist das dramatische Ergebnis einer neuen Bildungsstudie, die dem SPIEGEL vorliegt. Die Lernstandsanalyse für Schulen, Hochschulen, Leben und Beruf wirft die Frage auf: Gibt es ein Deutschland der zwei Geschwindigkeiten?

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Blaue Fee 21.11.2011, 15:54
180. ...

Zitat von Nachteuie
Hallo! Sowohl die österreichische "Matura" als auch die deutsch-schweizerische "Matura" oder "Matur" sind um Klassen schwerer als in jedem deutschen Bundesland...und das merkt man auch an den Uni´s wenn Abiturienten mit Maturaten in direkter Konkurrenz stehen...
Bei dem Rest gebe ich Ihnen recht, aber das obengesagte stimmt so nicht.
Meine Schwester studiert an der TU Wien und da sind zumindest die bayerischen Studenten den Wienern weit überlegen, was zu einigen Unstimmigkeiten bei letzteren führt.

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leonardo01 21.11.2011, 15:54
181. Geben Sie Löw den Tipp

Zitat von Gebetsmühle
das ist völliger blödsinn. die hauptschule wird in den meisten bundesländern aufgelöst, weil es kaum noch hauptschüler gibt und man mit dem abschluss nix mehr machen kann. inzwischen braucht jeder automechaniker und jeder dreher fundierte kenntnisse in programmieren und cnc und elektronik. das gibts nicht auf der hauptschule. die "pfiffigen" sind davon überhaupt nicht betroffen, denn die werden dadurch weder dümmer, noch bleiben sie auf der strecke. sonst wärens wohl kaum die "pfiffigen". es spricht nix dagegen mehr kindern eine bessere bildung zukommen zu lassen. das macht niemanden dümmer, aber viele klüger. das sind die einzigen resourcen die wir in diesem land haben und die muss man ausbauen und nicht abbauen. nicht mal bayern kann von seinen paar "pfiffigen" leben.
Die Hauptschüler gibt es natürlich noch. Häufig sitzen sie aber in den Realschulen, bremsen die guten Realschüler aus und krebsen dennoch am unteren Ende der Realschulnotenskala herum. Viele eigentliche Realschüler dagegen belasten die Gymnasien, die auch immer mehr zu Gesamtschulen verkommen. Das gilt zumindest für Bundesländer wie NRW, die das Abitur immer weiter entwerten, weil einfach jeder dorthin geführt werden soll.
Der größte Teil der Hauptschüler findet sich aber auf den Gesamtschulen wieder.

Weil Sie aber ein Verfechter der Meinung sind, dass gemeinsames Lernen alle besser macht, stelle ich Ihnen eine konkrete Frage:

Würde die Fußballnationalmannschaft besser,wenn Löw sie jeweils mit einem Drittel Spitzensportlern, Fußballern, die in ihrem Heimatverein einmal die Woche spielen und weiterhin mit Leuten besetzen würde, die schon einmal vor einen Ball getreten haben?

"Natürlich" müsste Ihre Antwort sein. Die Leute, die schon mal vor einen Ball getreten haben, werden plötzlich ganz tolle Spieler. Und die Spitzensportler, die ihnen studenlang erklären, was die Abseitsregel ist, werden natürlich davon auch profitieren... So lernt eben jeder von jedem, und am Ende sind wir Weltmeister...

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kaba06 21.11.2011, 15:58
182. Statistik....

Zitat von unterländer
Die Schüler in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen sind besser als anderswo in D. Daran ändert Ihr verzweifeltes Bemühen, dies nicht mit der Bildungspolitik zu verquicken, nichts.
Kommt ja wohl ein bisschen auf den Blickwinkel an. Pisa-E 2008 kann man ja auch so interpretieren, dass die Schüler im Osten besser sind (Sachsen: 1, Thüringen: 3, Sachsen-Anhalt: 4, Mecklenburg-Vorpommern: 7, Brandenburg: 8).
Die Phalanx der Ostländer wird nur von Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz durchbrochen.
Und das Gesicht der aktuellen Studie, Herr Dräger, kann als Hamburger Bildungssenator ja nun auch nicht auf rauschende Erfolger zurückblicken.

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ooyoo 21.11.2011, 16:05
183. Soso

Zitat von j t
Auch wenn ich mich nicht als links einschätze und es auch gewiss nicht bin, so muss ich Ihnen doch meine Anerkennung für Ihre Einschätzung attestieren! Ich empfinde es genauso, wie Sie es dargestellt haben. .....
Vielleicht ist die Kausalität eine andere? Vielleicht wollen alle nach Bayern, weil hier die Elite ist? Wenn Sie Professor wären, würden sie lieber an der Uni München oder Bremen arbeiten?

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Pingvin 21.11.2011, 16:05
184. Danke für das Beispiel

Zitat von MashMashMusic
Naja, das fängt ja schon damit an, dass das, was die Bayern für Preußen halten, gar keine Preußen sind. Ich komme aus dem Ruhrgebiet und habe mit Preußen nix zu tun, was Euch aber nicht davon abhält, mich als "zugezogenen Preußen" zu bezeichnen. Ihr Bayern seid vor allem eins: bauernschlau.
Wollen Sie damit die Versäumnisse des Geschichtsunterrichts in NRW demonstrieren? Das Ruhrgebiet gehörte von 1815 bis 1945 zum Land Preußen, also schlappe 130 Jahre.
In diese Zeit fällt zufälligerweise auch die Reichsgründung. Mit anderen Worten: Als die Bayern zum ersten Mal mit den Bochumern, Dortmundern, Gelsenkirchnern etc in einem Nationalstaat vereinigt waren, waren diese eben Preußen.

Warum wohl heißen denn nicht wenige Sportvereine in NRW "Borussia"? Naja, mit Latein hapert's vielleicht auch.

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shopgirl1 21.11.2011, 16:08
185. .

Zitat von Gebetsmühle
wir brauchen heute schon die bestmögliche ausbildung für jedes einzelne kind und können uns gar nicht mehr leisten, auch nur ein einziges zurückzulassen.
Sie koennen nicht alle Kinder auf die gleiche Leistungsstufe bringen, das ist unmoeglich. Oder glauben Sie allen Ernstes an die Wirksamkeit des Nuernberger Trichters?

Zitat von Gebetsmühle
das ist ein ammenmärchen. die schüler müssen heute schon in der grundschule überall in deutschland wesentlich mehr können und wissen als zu meiner zeit und zur schulzeit meiner kinder. deswegen brauchen wir ja bessere lehrer und bessere schulen. leichter ist es nirgendwo geworden. das ist propaganda.
Unsinn. Was von mir 1962 in der Aufnahmepruefung fuer das Gymnasium verlangt wurde, hat sich nicht besonders von dem unterschieden, was meine Kinder 1993/95/98 koennen und wissen mussten, um den Schnitt zu erreichen.

Zitat von Gebetsmühle
in bayern entscheidet einzig und allein der lehrer, der die noten in den drei kernfächern deutsch, mathematik und heimat-und-sachunterricht gibt. ein schnitt von 2,0 und besser heißt: gymnasialempfehlung. 2,3 heißt realschulempfehlung und 2,7 und schlechter heißt automatisch hauptschulempfehlung.
Wenn das Kind ein Grenzfall ist, bespricht sich der Lehrer sehr wohl mit den Eltern und entscheidet dann danach.

Zitat von Gebetsmühle
die leistungsfähigkeit von kindern kann nur von eltern und lehrern gemeinsam unter berücksichtigung des alters korrekt beurteilt werden und nciht durch ministeriumsquoten, notendurchschnitte, oder gar aufnahmeprüfungen.
Anhand von Notendurchschnitten und/oder Aufnahme- oder Abschlusspruefungen wird das Kind immer beurteilt werden, oder was glauben Sie, wie das im Abitur ist und danach. Das ist in Ausbildung oder Studium nicht anders.

Zitat von Gebetsmühle
solche dinge scheren individuen alle über einen kamm. dabei wird ja nicht mal berücksichtigt, dass in der 4. klasse kinder von 2 jahrgängen vertreten sind. ein 10jähriger mit geburtstag im oktober ist nun mal im kinderalter schon allein aus biologischen gründen weiter als sein klassenkamerad, der im drauffolgenden august geboren wurde, also 10 monate jünger ist. diese kinder der gleichen prüfung zu unterziehn ist schlichtweg pädagogischer unsinn. trotzdem wirds in bayern und anderswo so gemacht.
Das ist vielleicht bei der Einschulung noch relevant, nach vier Schuljahren spielt das keine Rolle mehr.

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ooyoo 21.11.2011, 16:12
186. Unglaublich

Zitat von Gebetsmühle
sie sagen es. gerade in bayern ist ja die zahl der nahchilfeschüler auf dem gymnasium besonders hoch. das liegt einzig und allein daran, dass die auswahl auf sozialer grundlage gefällt wird und die oberklasse eher aufs gymnasium kommt, als die unterschicht, egal welche leistung das kind bringt. in bayern sind die empfehlungen zwar bindend, aber die lehrer geben höheren kinderlein gerne mal von sich aus die besseren noten, auch wenn der verlauste bengel vom dorfschreiner eigentlich der bessere schüler wäre. so ist das bei uns in bayern. solange das nicht geändert wird, gehn viele dinge schief.
Glauben Sie diese ganzen Klischees, die Sie von sich geben eigentlich alle selbst? Warum glauben Sie, sind weniger sozial unterprivilegierte Kinder erfolgreich? Weil die böse Weltverschwörung sie unterdrückt? Oder könnte es auch damit zusammenhängen, dass sie durch ihr eigenes Umfeld gehemmt werden? Der Staat ist nicht an allem schuld und kann auch nicht alles richten. Schauen Sie mal Super-Nanny oder Vergleichbares im Fernsehen. Dann sehen Sie, warum diese Kinder kein Abitur machen.

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j t 21.11.2011, 16:12
187. Bayernschlau!

Zitat von MashMashMusic
Naja, das fängt ja schon damit an, dass das, was die Bayern für Preußen halten, gar keine Preußen sind. Ich komme aus dem Ruhrgebiet und habe mit Preußen nix zu tun, was Euch aber nicht davon abhält, mich als "zugezogenen Preußen" zu bezeichnen. Ihr Bayern seid vor allem eins: bauernschlau.
Es heißt bayernschlau, nicht bauernschlau!

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ronomi47 21.11.2011, 16:13
188. Schulden- und Bildungspolitik!

Hat direkt etwas miteinander zu tun: Für den sozialen Aufstieg ist harte Arbeit eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung. Glückliche Umstände, ein entsprechendes Umfeld, ein geschicktes Wechselspiel zwischen Fordern und auch mal Nachgeben seitens der Erzieher ist ebenso wichtig.

Was uns im Westen nach 68 beigebracht wurde, ist der Weg des "easy going". Spasskultur statt lernen - in der richtigen mediativen Umgebung mit "Lernbegleitern" (welch' hässliches Wort) statt Erziehern, mit Elternräten, die mit Argusaugen den gymnasialen Weg ihres Offsprings beobachten, mit Einsprachen, Leistungsreduktionen, etc. etc. Aber das ist leider immer noch der Trend vor allem der Grünen, die am liebsten das ganze Volk an der UNI sehen würden.
Und was hat das mit Schuldenpolitik zu tun, mögen Sie jetzt denken? Auch hier: Easy - konsumiere heute, bezahle vielleicht morgen und warte, wenn der Schuldenturm hoch genug ist, auf einen Bailout...

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shopgirl1 21.11.2011, 16:15
189. .

Zitat von Gebetsmühle
viele gute schüler dagegen landen auf der hauptschule, weil die eltern dort schon waren. alles andre spielt keine rolle. bei mir in der nachbarschaft wohnt ein mädchen, das hatte in der grundschule einen schnitt von 1,3 und spielt ganz wunderbar klavier. es geht auf die realschule. was für eine verschwendung.
Na, so eine Unverschaemtheit, da haetten die Eltern aber gegen den Bescheid der Grundschule auf einen Gymnasiumsplatz klagen koennen.
Klaeren Sie uns doch mal auf, wie es zu dieser Ungeheuerlichkeit gekommen ist.

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