Forum: Leben und Lernen
Bildung: Menschen ausländischer Herkunft haben häufiger Abitur als Deutsche
DPA

Fast jeder Dritte Einwohner Deutschlands mit Migrationshintergrund hat Abitur oder Fachhochschulreife - so viele wie nie zuvor. Allerdings spielt das Herkunftsland eine große Rolle.

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Strangelove 08.09.2015, 17:40
1. wetten es ist nicht das Herkunftsland sondern die (soziale) Herkunft

schön wenn das Land als Zuordnung herhalten muss. Ich bin mir recht sicher, dass die soziale Herkunft viel mehr dafür verantwortlich ist wie viele Abitur haben. Für die Deutschen hat man das ja schon belegt. Und der geringe Prozentsatz bei den Türken, die meist von der Gastarbeitergeneration abstammen, lässst sich damit erklären, dass eben viele Herkunftsfamilien "bildungsfern" sind.

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Robert Mitchum 08.09.2015, 17:44
2. Wer mehr wissen mag:

Die Boeckler Stiftung hat einiges zu dem Thema, das meiste ist unter linbrary.fes.de abrufbar.

Kernaussagen: Bildung ist stark von der Kultur nebst Elternhaus abhängig. So sind zum Beispiel Iraner im Schnitt massiv besser gebildet als türkische oder Libanesische/marokkanische Migranten. Die Abiturientenquote ist unter Koreanern und Iranern sogar höher als unter "Einheimischen".

Nur um den "Islam-Kritikern" gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wenn sich jemand einen Sch**** um Bildung als Wert kümmert, dann ist das ein Problem des Elternhauses. Nicht der Religion. Ansonsten müssten wir wie viele Koreaner am besten Buddhisten werden um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

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austenjane1776 08.09.2015, 17:47
3. wichtig: Bildung und Deutsch

Flüchtlinge müssen schnell Deutsch lernen -
sonst ist ihre Bildung nichts wert.
Das muß die GroKo organisieren -
wer sie holt, muß sich drum kümmern.
Die Fachleute für diesen Unterricht müssen endlich feste Jobs haben und alle neuen Leute unterrichten.
Wenn die "Neuen" Deutsch können - ja, dann kann man über Schle, Ausbildung und Studium nachdenken.
Sonst ist das völlig sinnlos.
Die atmen sonst nur in den Klassen die Luft weg und kapieren nix.
Würde mir in Syrien genauso gehen.

Zum Abi -Fachabi -
das Absenken des Niveaus mit "KOmpetenz"-
Gelaber usw sollte man bedenken.
Und ein Schulabschluß ist nur was wert,
wenn die Leute auch was können -
zB Lesen, Schreiben, Mathe.
Und da sind oft die Probleme.

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lupo44 08.09.2015, 17:50
4. Stopp!!! Stopp!!!

diese Behauptung mag für die letzten 25 Jahre gelten.Aber fragt doch mal unsere Bundeskanzlerin wie das mit der Bildung in der damaligen DDR war? Natürlich wird sie entgegen ,dass Gegner des sozialistischen Staates leider keinen Zugang zur Abitur Abgabe hatten.
Aber ansonsten konnte auf Grund der guten Schulbildung 80% dre jungen Meschen das Abitur machen als Vorbereitung für das Fach und Hochschulstudium.Dabei spielte es keine Rolle ob die Eltern sich das leisten konnten.Wir sprechen hier von deutschen Kindern-Migrationshintergrund spielte in der DDR damals noch nicht die große Rolle.Aber es wurden auch aus KUBA,Vietnam und Afrika Junge Leute hier zum Studium zugelassen. Dieses Zahlenspiel ist einfach irreal und fordern eine Diskussion.

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fragel 08.09.2015, 17:55
5. Glaube ich nicht

Viele der Migranten haben keine echten Papiere mitgebracht , da ist es sehr verwunderlich, das die Schulzeugnisse vorhanden sind.
erzählen kann man viel.
Ich glaube nicht, das die angaben stimmen und vermute eher, dieser Bericht soll den Deutschen etwas vorgaukeln.

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dschmi87 08.09.2015, 18:00
6. Schon wieder vergleicht man Äpfel mit Birnen...

Die meisten Abiturienten mit Migarationshintergrund leben auch in Bundesländern in denen 2/3 der Bevölkerung Abitur haben... Ist doch auch logisch... man kann ein bayrisches Abitur nicht mit dem aus NRW vergleichen... das Abi in NRW ist um einiges einfacher als das aus Bayern, Sachsen oder BW. In Bayern und BW (den beiden erfolgreichsten Bundesländern übrhaupt vor allem BW war von beginn an Nettoeinzahler) hat nur jeder Dritte das Abi... Gleiches geht weiter an den Unis... die Süddeutschen Unis sind meist zugleich Eliteunis währrend die im Rest der Republik nicht gerade toll sind... mit ein paar Ausnahmen wie Aachen etc. Bestes beispiel Uni Köln gibt über 70% seiner Studenten ne 1, als Note... das wäre in Bayern undenkbar... da bekamen wirklich nur die richtig guten eine 1, Note... Wer es nicht glaubt kann hier bei SPON selbst danach recherchieren oder auch beim statistischen Bundesamt nachschauen. Von daher ist die Aussage das Abiturienten mit Migrationshintergrund häufiger Abi hätten im Bundesschnitt als Deutsche eine Farce...

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schwaebischehausfrau 08.09.2015, 18:00
7. Die gleiche Statistik...

Die gleiche Statistik sagt aber auch aus, dass von den Menschen mit Migrationshintergrund 12,5% überhaupt keinen allgemeinen Schulabschluß hat (also jeder 8.) , während es bei der Bevölkung ohne Zuwanderungshintergrund nur ca. 1,6 % sind, die gar keinen Schulabschluss haben. Dies erklärt sicher auch, wieso bei dem Teil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ein viel höherer Prozentsatz dauerhaft auf Sozialleistungen angewiesen ist. Leider bestätigt auch dieser Artikel, dass nur die Zahlen publiziert werden, die zur "gewünschte Botschaft" passen. Alles was dummerweise nicht passt, wird passend gemacht oder einfach unter den Tisch fallen lassen.

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/Bildungsstand/Tabellen/BildungsabschlussAS.html

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edinger 08.09.2015, 18:03
8. Nur mal so als Beispiel:

Vor wenigen Jahren war ich in Armenien. Dort lernte ich zwei Studentinnen der Psychologie kennen. Ah, sagte ich, da studieren Sie also Sigmund Freud und C.G. Jung? - Die beiden haben mich angesehen, als sei ich vom Mond. Sie hatten die beiden Namen tatsächlich noch nicht gehört.
m.a.W: Abschlüsse und Diplome, nicht mal Ph.D's sagen erstmal garnichts. Das meiste davon kann man in diesen Ländern kaufen.

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lemmy 08.09.2015, 18:16
9. Bildungsniveau

Es gibt aber zwischen den einzelnen Bundesländern ein starkes Gefälle. Und genau da wird klar, dass der kausale Zusammenhang genau anders herum ist:
Das Bildungsniveau ist genau da am niedrigsten, wo der Migrationsanteil der Bevölkerung am höchsten ist. Der Grund sind die abnehmenden Anforderungen an die Schüler, weil der sonst geforderte Lernstoff nicht allen vermittelt werden kann. Deswegen ist ein Abitur in Bayern auch wesentlich mehr wert als beispielsweise in NRW. Fragen Sie mal Lehrer in NRW, wie diese versuchen in einer Klasse mit vielen Migrantenkindern ohne jede Kenntnis der deutschen Sprache etwas vom Lehrstoff zu vermitteln. Logisch hängt dann alles hinterher.
Deutschland hängt übrigens insgesamt nicht von ungefähr im EU-Vergleich ziemlich weit hinten.

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