Forum: Leben und Lernen
Bildungsministerin Karliczek: "Eine Ausbildung ist genauso gut wie ein Studium"
DPA

Wer studiert hat, trägt aus ihrer Sicht nicht mehr zum wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands bei als jemand mit einer Berufsausbildung: Die neue Bildungsministerin Anja Karliczek will nicht vor allem auf Akademisierung setzen.

Seite 1 von 11
Hirschkuh 48 28.03.2018, 12:43
1. Ausbildung ist so gut wie ein Studium..

warum dann zwei Ausbildungen UND ein Studium? Klar - als ' nur' gelernte Bürokauffrau, hätte sie den Posten nicht bekommen.
Ich habe drei Ausbildungen und trotzdem verdient die 30Jährige BWLerin das dreifache im selben Unternehmen als die mehrfache Kauffrau/Fachkauffrau mit 25 Jahren Beruserfahrung.
Frau K. ist echt weit weg vom realen Arbeitsleben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JerryKraut 28.03.2018, 13:03
2. Das hängt davon ab,

um welche Ausbildung und welches Studium es sich handelt. Kranken- oder Altenpfleger/Volkswirt - ja! Metzger/Neurochirurg - nein! Oder würde sie sich von Letzterem am Hirn operieren lassen? Wohl kaum.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dirk.resuehr 28.03.2018, 13:06
3. Was ist wichtig?

Darüber läßt sich trefflich streiten. Verständnis von Makro- und Mikro-Ökonomie ist m.E. wichtiger als Programmieren zu können. Sinnvoller Umgang mit PC und Tablet samt Handy auch. Dazu
Geschichte, Literatur, Bildende Kunst, schlechthin gute Allgemeinbildung inkl. Demokratie und Sinn der Säkularisierung.
Scheint mir besonders wichtig, da ja die Richtlinienkompetenzlerin da seltsame Aiuffassungen ohne Abgrenzung vertritt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hotgorn 28.03.2018, 13:10
4. Digitalisierung Segen und Fluch zugleich

Generation Handy kennt ja zum Großteil nicht einmal die Windows Tastenkürzel wie Strg C, oder Strg P, gut das kann die vor Computer Generation bis heute auch nicht. Aber da geht schon was verloren wenn man ausschließlich mit Tablet und Smartphone arbeitet. Als Digitaler Aussteiger aus Bürojobs arbeite ich auch weitest gehend körperlich und sozial.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unzensierbar 28.03.2018, 13:15
5. Was?

Dann soll sie mal dafür sorgen, dass das auch wirklich so wird. Ich kann mich nicht mit meiner Berufsausbildung auf einen Job bewerben wo Studium verlangt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
misterknowitall2 28.03.2018, 13:15
6. Die üblichen

Leeren Floskeln mit gehörigem Abstand zur Realität. Was will sie denn machen? Auf bessere Bezahlung hat sie wohl keinen Einfluss und auf gesellschaftliche Anerkennung wohl auch nicht. Sie könnte die Studienplätze beschränken und so die Leute zwingen in einfachen Verhältnissen weiterzuleben, denn mit einem ausbildungsjob macht man keine grossen Sprünge.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ericstrip 28.03.2018, 13:16
7. Die Aussage...

...zum Akademisierungswahn ist für eine Bildungspolitikerin ganz enorm. Vielleicht zieht doch einmal wieder Vernunft ein und es werden nicht mehr Generationen mit falschen Versprechungen in die akademisierte Arbeitslosigkeit geschickt. Als nächstes bitte bei diversen Pseudostudiengängen aufräumen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bondurant 28.03.2018, 13:16
8. Unter heutigen Verhältnissen hat sie recht.

Denn lange sind die Zeiten vorbei, in denen man von einem Unversitätsabsolventen erwarten konnte, er habe das "wissenschaftliche Arbeiten" erlernt. Viele "Studiengänge" (ich hörte unlängst, man könne "Eventmanagement" studieren) sind de facto Berufsausbildungen. Insofern kommt's eh nich' mehr drauf an.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr.eldontyrell 28.03.2018, 13:20
9. Es hätte heißen sollen:

"Eine Ausbildung ist genauso irrelevant wie ein Studium"
Viel wichtiger, um heute Karriere zu machen, ist Schaumschlägerei, Großmäuligkeit, Wichtigtuerei und Rücksichtslosigkeit. In eine reiche Familie geboren worden zu sein, rundet das Profil des erfolgreichen Karrieristen ab.
Prekäre Jobs gibt es ja, Agenda 2010 sei dank, nicht nur für Arbeiter, auch Angestellte mit akademischer Ausbildung kommen immer mehr in den Genuss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11