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"Bildungsmonitor": Deutschland gehen die Technikfüchse aus
Corbis

Deutschland renoviert seine Bildungssektoren - aber die Modernisierung ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Hunderttausende Ingenieure und Facharbeiter verschwinden in den Ruhestand, die Zahl der Techniker wird bis 2030 um 1,8 Millionen fallen, prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

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dickebank 22.10.2013, 17:04
60. Ingenieur?

Zitat von kingjaro
Kann jedem nur raten Deutschland zu verlassen. Das Lohnniveau in Deutschland ist einfach zu niedrig. 40 Jahre in Deutschland arbeiten um dann im Alter bedürftig zu sein ?
Wieso Ingenieur werden? Ingenieure hält man sich!

Bevor es Haue gibt; wegen des hohen Fachkräftemangels habe ich mir mein Diplom der Ingenieurwissenschaften als Erstes Staatsexamen anerkenen lassen, um den Seiteneinstieg ins Lehramt zu machen.

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BerndBerndsen 22.10.2013, 17:15
61.

Wen wunderts:
Jede Technikbegeisterung wird im Keim unterdrückt. In der Schule zählen Schönschrift, Malen, Singen und Klatschen.
Der technikbegeisterte Rabauke ist der Buhmann, das strunzendoofe liebe Mädchen das Vorbild.

Soft Skills, Zwischenmenschlichkeit, Konfliktlösung gepaart mit seinem Namen fehlerfrei tanzen können und man hat das Einser-Abi sicher.

Chemie, Physik? Bäh, wird nach der 10. Klasse abgewählt.
Wie lässt sich gutes Geld verdienen? Als Ingenieur? Nee, als "Consultant", der einen Laber-Rhabarber-Scheiß studiert hat und dem Unternehmen erklärt, wie es noch 20 Ingenieursposten einsparen kann.
Und dan wundert man sich, dass in den technischen Bereichen Nichts nachkommt? Lachhaft! Logische Konsequent aus dem gesamten Bildungswesen!

Und soll ich mal weiter ausholen ... und ein wenig polemisieren.
Wer ist es schuld? Die Ultra-Feministinnen. Nicht diejenigen, die eine echte Gleichberechtigung mit gleichen Pflichten und Chancen möchten. Nein, diejenigen, die meinen alle "männlichen" Interessen und Stärken (und dazu gehört wissenschaftlich nachgewiesen die Technikbegeisterung) sind verachtens- und vernichtenswert. Auch bekannt unter dem Deckmantel "Gender-Mainstreaming". Obwohl diese Ideologie von wenigen Spinnerinnen und Spinnern (bleiben wir PC) vertreten wird, prägt sie aus mir unerfindlichen Gründen mittlerweile weite Teile des öffentlichen Sektors insbesondere des Bildungswesens. Ich persönlich kenne zumindest, selbst aus meinem weiten Bekanntenumfeld, seien es "linke" oder "rechte" Freunde und Bekannte niemenden, der "Gender-Mainstreming" denkt.

Liegt vielleicht daran, dass diese linken Spinnereinnen und Spinner sich vermehrt im Bildungswesen/an Universitäten rumtreiben, weils für was "ordentliches" nicht gereicht hat.

Womit wir beim nächsten Punkt wären: warum laufen solche Leute vermehrt im Schuldienst rum und machen den Ruf der Lehrer (und die Bildungschancen der Kinder) kaputt. Ich weiß es, da ich selber genug (gute!) Lehrer im Bekanntenkreis habe, die auch mal aus dem Nähkästchen plaudern ...
Aber das würde zu weit führen.

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mannheimer34 22.10.2013, 18:46
62. Könnte...will aber nicht

Bin auch Hauptschüler.
Habe den Techniker gemacht obwohl ich Schichtarbeiter bin und Wochenens arbeite.
Ich wollte auch studieren gehen.
ABER...
Mein Kollege der Dipl.Ing. ist verdient 30% weniger bei einer 60h Woche.
Er kommt um 6 und geht um 18h.
Mittlerweile ist das technische wissen weniger gefragt.
Es ist mehr gefragt irgendwelche Tabellen und Präsentationen gut aussehen zu lassen.
Und seit kurzem haben die Männer sehr schlechte Chancen Karriere zu machen weil die Frauenquote zählt. Mir wird schlecht wenn ich sehe wie die Frauen hier in 5jahren Blitzkarrieren machen. Ich gönne es ihnen, aber andere Ingenieure brauchen für die Karriere 15j und mehr.
Deswegen bleibe ich ein normaler Schichtarbeiter der nach 8std heimgeht und seine Ruhe hat.

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Newspeak 22.10.2013, 18:51
63. ...

Einfache Lösungen:

1) Ingenieure und Naturwissenschaftler besser bezahlen,

2) Arbeitslosen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern bessere Perspektiven bieten (unbefristete Stellen, Wiederaufbau des akademischen Mittelbaus, Einführung von Lehrprofessuren und tenure track),

3) Bildungsorganisation auf Bundesebene, Abschaffung aller föderalistischen Eigenheiten.

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spon-facebook-10000250100 22.10.2013, 19:15
64. Firmen beuten IT Fachkräfte aus

Also ich habe mehrere Fälle hier, wo die "alten" Angestellten einen guten Lohn bekommen. Die "neuen" Leute gehen mit einem zum Teil "halben" Lohn nach hause. Na ja, die Geldgier der Unternehmen und fehlende soziale Kompetenz wird den deutschen Unternehmen in den nächsten Jahren noch das Genick brechen. Wer soll denn dann die Arbeit machen? Ach ja, der Manager sagt dazu Outsourcing, und schon kann sich der Kunde mit einem schlecht sprechenden, in Indien sitzenden Angestellten rumärgern. Der Deutsche Angestellte soll am besten seine Fortbildung auf eigenes Geld und Zeit machen. Bekommen wir deshalb dann auch mehr Lohn? Nein

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immerentspannen 22.10.2013, 19:54
65. leider unterhalten sich die leute

3 Freunde machen Abi. sie studieren BWL, Jura und Maschinenbau. 10 Jahre später treffen sie sich wieder und verdienen wie folgt: 120.000, 90.000 und 45.000 Euro. zu. Von welchem Karriereweg wird der Ingenieur seinen jüngeren Freunden und später seinen Kindern wohl abraten...

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plietsch 22.10.2013, 21:18
66.

Zitat von louisseize
Es wird alles unternommen, um ein Ingenieursstudium unattraktiver zu gestalten. Die Marke "Diplomingenieur" wurde abgeschafft. Gesellschaftlich hat der Ingenieurberuf bei weitem nicht die Bedeutung, die ihm wirtschaftlich zustünde. Das liegt aber auch nicht zuletzt an der nicht stattfindenden Lobbyarbeit eines "VDI", dem Rentnerverein, der eigentlich die Interessen der Ingenieure vertreten sollte. Die Jugend von heute entscheidet sich lieber für ein BWL Studium, das ist einfacher und man verdient ungefähr das Gleiche. Ach ja, und dann gilt ja nach wie vor der alte Spruch: Die Ingenieure sind die Kamele, auf denen die Kaufleute zum Erfolg reiten.
Deutsche Ingenieure haben einen guten Ruf, egal ob Dipl.-Ing. oder M.Sc. "Ingenieur" sind sie ja trotzdem und Visitenkärtchen sind für sie nicht alle.

Aber ansonsten stimme ich voll und ganz zu. Der VDI fällt nur noch mit merkwürdigen Hochrechnungen zum vermeintlichen Fachkräftemangel auf. Aber statt die Rahmenbedingungen zu ändern, rufen sie nur nach mehr Absolventen und setzen die jungen Ingenieure unter Druck, sodaß sie sich schon dankbar zeigen sollen, wenn sie mit einem befristeten, schlecht bezahlten Vertrag abgespeist werden. Und all jene, die immer höhere Leistungen erwarten und immer schlechtere Konditionen bieten, sind selbst jene, die es früher eher gemütlich angingen und solche Angebote als Beleidigung empfunden hätten.

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mr.hans1960 22.10.2013, 22:18
67. Das fängt doch schon beim kleinsten Nenner an!

Innerbetriebliche Verbesserungsvorschläge.Reicht man einen ein,der richtig gut ist,heißt es,och da arbeiten wir schon seit Jahren dran und man kriegt vielleicht ein Taschengeld und andere sahnen ab,obwohl die Fa. tausende oder mehr einspart.Ich werde den Teufel tun und da noch was einreichen. Wenn manche Leute zu geizig sind,einen fur fundamental gute Ideen vernünftig zu beteiligen,sollen Sie doch untergehen.Das gilt für gute Problemlösungen vom Arbeiter bis zu Chef-Ingenieur.

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caliper 22.10.2013, 23:16
68.

Zitat von dickebank
Wieso Ingenieur werden? Ingenieure hält man sich! Bevor es Haue gibt; wegen des hohen Fachkräftemangels habe ich mir mein Diplom der Ingenieurwissenschaften als Erstes Staatsexamen anerkenen lassen, um den Seiteneinstieg ins Lehramt zu machen.
Ich hoffe Sie sind ein würdiger Vertreter ihres ursprünglichen Berufs und bringen viele Schüler dazu sich für Technik und technische Berufe zu begeistern.
Ich sehe das auch in meinem unmittelbaren Umfeld. In den vergangenen 10 Jahren sind Bereichsweit mindestens 5% unseres Personals in die Lehre gegangen.

Einige habilitieren nebenher, manche steigen ein, indem sie nebenberuflich irgendwo die eine oder andere Vorlesung halten. EInerseits verliert man dadurch natürlich wichtige Mitarbeiter. Auf der anderen Seite entstehen so auch neue Kontakte in die Unis und Fachhochschulen, von denen beide Seiten profitieren können.

Mein EInstieg wurde auch nur möglich, weil mein Vorgänger eine Stelle freigemacht hat um eine Professur zu übernhmen. In der Zwischenzeit hat er zehntausende Ingenieure ausgebildet. Bezüglich des angeblichen Ingenieurmangels hat er sich also nichts vorzuwerfen.

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hfftl 22.10.2013, 23:43
69. .

Wer braucht schon Ingenieure! Schließlich haben wir doch zum Ausgleich Lehrstühle für Genderwissenschaften, die sich seit einiger Zeit wie die Karnickel vermehren und in wenigen Jahren eine Flut von Absolventen auf den Markt entlassen werden, die alle ganz sicher ungeheuer viel Produktives leisten, unser Land voranbringen und unseren Wohlstand sichern werden. Oder?

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