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Bildungspolitik: Junge Union will Zentralabitur - jedenfalls ein bisschen
Ole Spata /DPA

Bundesweit einheitliche Prüfungen fürs Reifezeugnis: Die Junge Union fordert die Einführung des Zentralabiturs in Deutschland. Die gemeinsamen Prüfungen soll es aber nur in drei ausgewählten Fächern geben.

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heinrich.busch 12.10.2019, 22:54
20. Grundsätzlich eine gute Idee

Aber warum 3 Fächer. Ich denke es gibt Kernfächer und die sollten alle einheitlich sein.
Z.B. Mathe, Biologie, Geschichte, Ethik, Deutsch, Englisch, Physik, Chemie, plus fakultativ Sport, 2. Fremdsprache, Informatik.Das wäre ein Quatensprung, aber keine Angst es wird nicht passieren, weil viel zu viele Beamtenpöstchen und Wichtigtuerposten von Politikern dran hängen.Wo werden die sich selbst in Frage stellen oder gar abschaffen! Nicht in Deutschland.

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pauker 13.10.2019, 23:30
21. Deutsch Mathe Englisch

Das sind übrigens nicht zwingend Prüfungsfächer aller Abiturienten. Englisch kann z. B. durch andere Fremdsprachen ersetzt werden; Mathematik durch Naturwissenschaften. Wo bleibt da die Bundeseinheitlichkeit?

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Strafjurist 13.10.2019, 08:48
22. Zentralabi = Soziale Selektion

Ein Zentralabi bedeutet auch, dass die Chancen derer steigen, die sich durch zusätzlichen Privatunterricht von den Leistungen ihrer Lehrkräfte unabhängig machen können. Das können sich aber nicht alle leisten. Dabei geht es nicht um Leistungsfähigkeit, sondern banal um Geld. Und damit passt eine solche Forderung eben auch zur JU, der es auch hier um Abgrenzung und Zementierung eines Status quo auch über Generationen hinweg geht.

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ardbeg17 13.10.2019, 10:39
23. @Strafjurist

"Ein Zentralabi bedeutet auch, dass die Chancen derer steigen, die sich durch zusätzlichen Privatunterricht von den Leistungen ihrer Lehrkräfte unabhängig machen können.(...)"
Super Argument. Wenn der Lehrer eine Niete ist, muss die Abi-Prüfung angepasst werden? Wozu überhaupt Prüfungen? Wozu überhaupt Gymnasien? Allen nach der Grundschule eine Zwei geben, die dann mit 17 wirksam wird, sofern die Schüler eine bestimmte Anzahl an Mindeststunden abgesessen haben. Das wäre doch konsequent. Denn nach ihrer Meinung spielt das tatsächlich erworbene Wissen ohnehin keine Rolle.

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Ottokar 13.10.2019, 11:39
24. Unbedingt ein Punktesystem einführen

es wird ja immer wieder betont das Kinder aus besseren Familienverhältnissen eine bessere Bildung und eher die Kenntnisse für ein Abi vorweisen. Mit ein Punktesystem lässt sich das ändern. Kinder aus akademischen Haushalten bekommen nur einen Punkt und Kinder aus den, sogenannten, ärmeren Verhältnissen bekommen 10 Punkte gut geschrieben. So wird endlich das ungerechte Bildungssystem behoben.

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Proggy 13.10.2019, 11:44
25. Bildungsquote

In vielen Bundesländern (und Berlin), legt man grundsätzlich, übermäßige Rücksicht auf Schüler, die ein 'richtiges' Abitur sonst nicht ablegen könnten. Das Gleiche, gilt auch für den Besuch der Sekundarschulen.
Hauptsache, die Bildungsquote stimmt.

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frenchie3 13.10.2019, 12:28
26. @3 Mit allem einverstanden

Zitat: "...die Leistung in einzelnen Prüfungen sagt noch viel weniger aus". Zumindest nicht wenn Sie nur das Abi meinen. Aber irgendein Kriterium braucht ein Arbeitgeber, eine Uni. Etwas besser wäre ein "Diagramm" mit Ergebnissen von genormten Tests über die Schulzeit. Wenn beim Abi plötzlich ein Absturz ist bewertet man das sicher anders

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frenchie3 13.10.2019, 12:37
27. @12 Muß man schon den Sinn der Schule erst mal erklären?

Zitat: "Eine Million Abiturienten, die alle dasselbe gelernt haben, nützen uns weniger als Individuen mit unterschiedlichen aber komplementären Kenntnissen". In der Schule erhalten Sie die Basis dafür daß sie auswählen können wo Sie Ihre individuellen Kenntnisse "komplementär" weiterbilden/ausleben können. Im Volksmund heißt so was Studium oder Lehre. Oder wollen Sie schon in der Schule den/die/das einzige/n anfangen zu lehren was ein Bäcker wissen muß, der Sitznachbar dann für den Verkäufer im Backladen??

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frenchie3 13.10.2019, 12:48
28. @24 Eine Idee der deutschen Bildungsmisere würdig

Zitat: "Kinder aus akademischen Haushalten bekommen nur einen Punkt und Kinder aus den, sogenannten, ärmeren Verhältnissen bekommen 10 Punkte gut geschrieben. So wird endlich das ungerechte Bildungssystem behoben". Als wenn Intelligenz vom Geld kommt, das ist so eine typische Ausrede von Schulversagern. Das lasse ich in Ländern gelten wo die Schulbildung teuer ist, nicht in einem Land wo die Schule frei ist und das Sozialamt eventuell noch zuzahlt. Dieses Argument gibt es übrigens auch in Frankreich - wo man vom Staat rund 300 Euro für Schulmaterial bekommen kann. Ihr Vorschlag ist übrigens stark diskriminierend, ein normal intelligenter "reicher" Schüler würde dadurch dümmer gemacht, ein "armer" Vollpfosten auf normales Niveau gehoben. Um nur mal das Offensichtlichste zu nennen

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GungaDin 13.10.2019, 14:19
29.

Abinoten sagen gar nichts. Ich habe in Bayern genau so viele promovierte Deppen gesehen wie in anderen Bundesländern. Aber eben auch engagierte Kräfte mit ursprünglich höchst marginalem Abi.

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