Forum: Leben und Lernen
Bildungsunrecht: Notfallplan für Problemschulen
DPA

Deutschland hat zu viele schwache Schulen, Kinder von Reichen haben die besten Chancen - das zeigt eine neue Bertelsmann-Studie. Jetzt ist an der Zeit, endlich den immensen Wohlstand zu nutzen, um das Schulsystem zu reparieren. Bildungsgerechtigkeit ist möglich.

Seite 6 von 8
nord-abdul 12.03.2012, 20:19
50. Wie siehts in der Schule aus

Ich habe in einer Grundschule in einem sozialen Brennpunkt Unterricht gegeben.
Das Kollegium war fantastisch engagiert, alle zogen an einem Strang und taten ihr bestes.
Aber das reicht alles nicht, wenn die Lehrer "gegen die Eltern anlernen müssen",
weil zuhause der Teufel los ist,
weil keiner zu Hause mit den Kindern ein Buch lesen will/kann,
weil manche Kinder bis in die Puppen wachbleiben,
weil keiner mit Ihnen schreiben/malen übt, so dass manche Kinder in der 1. Klasse keinen Stift in der Hand halten können,
weil die Kleinen vorgelebt bekommen, dass Schule nicht lohnt,
weil ein Vater, der seine Tochter in die Schule bringt, sich es erstmal ein paar Stunden auf dem Sofa im Gang gemütlich macht, da er obdachlos ist,
weil Eltern ihre Kinder nach Schulschluss vergessen

etc...

Ich könnte noch mehr anführen, aber soviel nur:

Wenn man meint, dass man nur genug Geld auf etwas werfen muss, um es zu berichtigen, wird feststellen, dass die Lehrer machen können, was sie wollen, aber in den meisten Fällen die Kleinen nur das vorleben, was sie zu Hause sehen.

Ohne die Eltern kommen Lehrer und Schulsystem nicht weit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hans_w 12.03.2012, 22:01
51. Kake

Die Anforderungen an die Schule darf nicht das "Kuhmist" definieren sondern es muss es der folgende Ausbilder machen.
Allgemeinbildende Schulen:IHK,Handwerkskammern uam.
Abitur : Universitäten

Bildungsunrecht: Notfallplan für Problemschulen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL[/QUOTE]

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nania 12.03.2012, 23:00
52.

Das Problem ist, denke ich, auf viele unterschiedliche Gründe zurückzuführen. Einige davon sind hier genannt worden, mal mehr, mal weniger gut ausdifferenziert.
Festzustehend scheint: Bildung und Interesse an der Schule kommt bei den meisten Kindern nicht von selbst, sondern wird durch das Elternhaus gelebt.
Ich stamme nicht aus einer reichen Familie, aber meine Eltern verdienten regelmäßig gutes Geld. Dieses Geld wurde dann auch mal in ein Buch investiert. Aber: Obwohl meine Eltern uns (ich hab noch eine Schwester) viel vorlasen, so haben wir beide doch ein unterschiedliches Verhältnis sowohl zum Lesen, als auch zum Lernen entwickelt. Wäre meine Mutter meiner Schwestern nicht ab und an wegen den Hausaufgaben hinterher gelaufen, dann wäre sie noch öfter ohne in der Schule gewesen (das hat sich erst sehr spät, als sie einen wirklichen Wunschberuf hatte (11. Klasse) geändert. Quasi mit Ziel vor Augen). Meine Mutter arbeitete damals allerdings nur halbtags und begann als Krankenschwester sehr früh, war also meistens zu Hause, wenn wir kamen. In den ersten Jahren konnte sie uns auch noch mit dem Stoff helfen, später (7-8 Klasse) wurde es immer komplizierter, da sie selbst den Stoff in der Schule gar nicht hatte - oder eben nie mehr benutzt hatte.

Ich denke, dass dieses "Bildungsgefälle", was es durchaus gibt, in Familien mit Migrationshintergrund, oder auch in Arbeiterfamilien deutlich größer ist, als in den wirklich reichen Familien, wo die Eltern möglicherweise noch bis ins Abitur ihren Kindern helfen können. Oder Nachhilfe sponsoren.

Darüber hinaus stellt sich die Fragen, in welchen und wievielen Familien aus den ärmeren Schichten noch wirklich den Mittag über jemand zu Hause ist, der die Kinder beim Hausaufgaben machen überwachen könnte. (Ganz abgesehen vom Helfen). Wenn Vati in der Fabrik arbeitet und Mutti mittags und abends putzen geht, dann ist doch keiner da. Und ja, als Kind ist da der Fernseher schon eine große Ablenkung. Das kann ich nachvollziehen.

Auf der anderen Seite gibt es die Arbeitslosen. Was können sie ihren Kindern vorleben? Das man eine Ausbildung als Dreher macht und dann einfach keine Job bekommt? Das man zwar hart gearbeitet hat, aber als der Betrieb pleite machte, keinen Job mehr bekam? Das die ganze Bildung nichts genützt hat? Das vielleicht sogar der aus der Türkei stammende Arzt hier nicht anerkannt wird, weil ihm zwei Prüfungen fehlen? Das ist doch Perspektivlosigkeit hoch drei. Und die Kinder schließen daraus, das es doch eh nichts bringt und sie sowieso keinen Job bekommen werden. Warum sich dann anstrengen?

Das hat auch was mit Armut zu tun. Armut muss nicht nur heißen, dass man das Schulmaterial schlecht bezahlen kann, es heißt nicht, dass man die Nachhilfe nicht bezahlen kann. Es heißt eben auch, dass man keine Perspektive hat, dass man keinen Ausweg sieht und damit vielleicht sogar die bittenden Sätze an die Kinder, sie mögen doch gut in der Schule sein, abprallen und ins Nichts driften. Da muss sich auch mal die Gesellschaft an die manchmal so hoch getragenen Nase fassen.

Denn ich glaube nicht, dass Migrantenkinder tendenziell dümmer sind. Ich glaube eher, sie werden in Deutschland immer noch zu sehr mit dem Stempel "Migrant" versehen, als das man tatsächlich mal auf sie zugeht und ihnen sagt: "hey, auch aus euch kann was werden."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
capitain_future 12.03.2012, 23:19
53. New Ghetto Kids ohne IQ

Zitat von Fricklerzzz
Das will doch gar keiner. Die Priviligierten verlören doch ihr Privileg. Jetzt wird doch die Schuld den Eltern zugeschrieben und der Faulheit und dem Fernsehen, das reicht noch Jahrzehnte aus um genügend Gründe für die asozialen zu finden sich vor dem Zahlen von genügend Steuern für gute Schulen zu drücken. Die Bildungsreports sind schnell verdrängt und man setze das Geld doch viel sinnvoller dort ein wo es wirklich viel nötiger gebraucht wird: In den Ausbau von Verwaltung, in die Rettung von Investmentbanken und in die Rüstung! Bei genetisch minderwertigen lohnt sich der Kapitaleinsatz doch meist sowieso nicht, wieso das schöne Geld verschwenden ?
Diese im Artikel genannten "Problemschulen" sind deshalb Problemschulen da die stumpfsinnige Einwanderung ohne Grenzen,SIE dazu gemacht hat.

Da gibts natürlich nicht sowas was Schweiz,Luxemburg,Australien oder USA&Canada haben-Nein,da wird dass gemacht was die Lobby also die Wirtschaft bzw. Industrie sich wünscht,und die wünschen sich in Massen billige Dumpinglöhner und gleich Zeitarbeiter für immer!

Billige,Dumme und Einsatzfähige-wem interressiert schon da ihre Zukunft?

Stumpfsinn per Befehl-
Eine staatliche Einwanderung ohne Gehirn,dass ist das was SPD,Grüne und CDU jahrelang bis heute veranstaltet haben,natürlich auf Kosten die schon immer hier sind und eigentlich schon genug Probleme haben -besonders finanzelle.

Problemschulen oder besser Problemzonen einer Stadt-haben Sie die auch?

Durch Fehlplannung haben Großstädte nur Problemzonen=

Diese Problemzonen genannt auch Ghettos,
da wo Natur ein Fremdwort ist mit ihren
verteilen Lebensmittel Müll ihrer Super Bewohner,mit Häuser,Garagen zugebauten Grünflächen,hunderten alten Autos die sämtliche freien Bereiche zuparken da Parkhäuser keine Vorschrift sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Blaue Fee 13.03.2012, 00:09
54. ...

Zitat von Nania
Denn ich glaube nicht, dass Migrantenkinder tendenziell dümmer sind. Ich glaube eher, sie werden in Deutschland immer noch zu sehr mit dem Stempel "Migrant" versehen, als das man tatsächlich mal auf sie zugeht und ihnen sagt: "hey, auch aus euch kann was werden."
Wenn ich mir die ehemaligen Klassenkameraden meiner Schwester mit "MiHiGru" ansehe, so haben alle ihr Abitur gut bestanden und studieren durch die Bank weg.
Nationalitäten: USA, CDN, MEX, IND, RUS, I, VRC, Taiwan, A, CH
Dazu noch bi- und trinationale Schüler: Persisch/Deutsch, Italienisch/Deutsch, Mexikanisch-Chinesisch-Deutsch

Das einzige Problem, das ich sehe, ist ein Elternhaus, welches keine Leistungsorientierung in der Erziehung hat.
Ein Kind braucht nicht notwendigerweise Hausaufgabenbetreuung. Diese sollten aber auf Verständnis und Ausführung kontrolliert werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Simax 13.03.2012, 01:35
55. Es ist noch schlimmer

Zitat von oui
«Kinder von Reichen haben die besten Chancen» also so ein sch.... Quatsch (schlimmer Quatsch)! die Kinder von reichen Leuten werden frühzeitig davon ins Kenntnis gesetzt, dass keine fertig gebratene Vögel direkt ins Maul fallen! der Arme wurde durch das Sozialismus, den sozialistisch militantischen Lehrer, und Illusionen unter Gleich getäuscht: er dachte, man kann alles ohne Leistung auch haben!
habe 2 Jahre an einer Gesamtschule in einem "Brennpunkt" gearbeitet. Die Lehrer die am Bertelsmann Programm teilnahmen bekamen 10.000 per anno extra. Und fühlten sich als gute GEW Mitglieder vollkommen unterbezahlt. Sie verglichen sich mit VW Abteilungsleitern ! Gleichzeitig lief das Programm "Potemkinsche Dörfer". Die Schüler konnten teilweise keine 2 Sätze schreiben wurden aber hochgejazzt als internetaffine Musterschüler die sich ihre Hausaufagen aus dem Internet holen und selbstständig arbeiten. Paste and Copy statt Grundlagenschulung. Es war ein einziges Lügengebäude mit einer unausgesprochenen gegenseitigen Verabredung zwischen den meisten Lehrern und Schülern : Wir tun uns gegenseitig nicht weh, der schöne Schein wird aufrechterhalten und alle kommen durch die bis 3 zählen können. Das war das perfekte Resultat sozialdemokratischer Bildungspolitik. Lehrer die ernsthafte Forderungen stellten bekamen sowohl von Eltern migrantischer Schüler als auch vom Kollegium ordentlich Druck. Was soll bei dieser Bildungspolitik als Ergebniss rausspringen ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schlurps 13.03.2012, 03:31
56.

Zitat von zweifler001
das kann und will, benötigt keine Förderung. In solchen Fällen sollte der reguläre Unterricht ausreichen. Ein Kind, das nicht will, kann noch so viel Förderung erhalten aber es wird ihm nichts bringen. Fördeung ist nur in solchen Fällen sinnvoll, in denen das Kind motiviert ist. Mangelnde Begabung läßt sich auch dadurch nicht ausgleichen. Da hilft dann auch noch so viel Geld nicht weiter.
Was für ein Unsinn. Nach der Argumentation kann man auch gleiche jede Form von Schulbildung aufgeben. Literaturhinweise für die Kinder reichen, sie sollen sich selbst das Material besorgen und lernen. Geht ja schließlich nur um den Willen zum lernen...

Schon erstaunliche wie viele hier immer noch verzweifelt versuchen, sich die Ergebnise von dutzenden Studien der letzten Jahre schön zu reden. Arme Leute stehen nunmal schlechter im Bildungssystem da. Also was soll es sein, Arme Leute sind einfach minderwertig, deshalb bringen sie nunmal schlechtere Leistungen?

Und immer wieder dieser Unfug mit Hartz 4lern, die nur vor der Glotze sitzen. Mal umgedreht: Die Armen sitzen den ganzen Tag vorm Fernseher und vernachlässigen die Kinder, die reichen im Büro oder auf dem Golfplatz und tun das selbe. Der Unterschied? Die der reichen sitzen derweil in der bezahlten Nachhilfe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elbdampfer 13.03.2012, 09:09
57. .

Zitat von Schlurps
Schon erstaunliche wie viele hier immer noch verzweifelt versuchen, sich die Ergebnise von dutzenden Studien der letzten Jahre schön zu reden. Arme Leute stehen nunmal schlechter im Bildungssystem da.
Es ist nun mal so, daß hinsichtlich der Schule jeder auch eigene Erfahrungen hat. Und da vertraut man mitunter eben eher der eigenen Wahrnehmung, als irgendwelchen Studien, die einem genau das Gegenteil einreden wollen.

Beispiel:
Es wurde wohl bereits mehrfach festgestellt, daß Schüler aus ärmeren Verhältnissen bei gleicher Leistung schlechter benotet würden.
Aus meiner Erfahrung ist das ein sehr erstaunliches Ergebnis. In Mathematik z.B. muß der Lehrer da schon sehr kreativ sein, um dem armen Schüler für die richtig gelöste Aufgabe Punkte abzuziehen. Aber auch bei Fächern mit einem gewissen Bewertungsspielraum ist es aus meiner Sicht (wie gesagt: eigene Erfahrung - nicht repräsentativ) eher so, daß der ansonsten leistungsschwächere Schüler für einen gelungenen Aufsatz eher eine etwas bessere Note bekommt (als Mutmacher und Anerkennung für seine Bemühungen); der leistungsstarke Schüler bei einem mäßigen Aufsatz eher mal eine "Denkzettelnote" verpasst bekommt (weil er mit mehr Fleiß zu besseren Leistungen fähig wäre).
Aber wie gesagt, vielleicht sind die Schulen meiner Kinder ja nur positive Ausnahmen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tromba 13.03.2012, 09:16
58.

Zitat von Fricklerzzz
Mein Sohn war auf einer Grundschule in Niedersachsen. So bescheuerter Unterricht das er in 2. Halbjahr in Deutsch auf 5 stand und kein einziges Wort schreiben konnte. Ich habe 3 Wochen Urlaub genommen und mit Ihm in den Herbstferien .....
Mein Schüler ist in einem Elternhaus in Niedersachsen. So bescheuerte Eltern, dass er im 2. Halbjahr in Deutsch auf 5 stand und kein einziges Wort schreiben konnte. Die Schule hat ihn intensiv 3 Monate lang nachmittags gefördert. Weihnachten stand er auf 3 und geht heute aufs Gymnasium... Ergebnis: Hätte die Schule das Heft nicht in die Hand genommen, wäre der Schüler heute auf der Förderschule. Zumindest die Eltern dieses Schülers sind total unfähig.
War bei diesem Schüler also ein Elternhausproblem. Es gibt keine ausreichende Kontrolle der Eltern und Lehrer haben so gut wie keine Handhabe gegen unfähige Eltern. ...

Und was bringt das Bashing jetzt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tromba 13.03.2012, 09:31
59. Hä?

Zitat von ericsatie
Genau und niemand hindert hungernde in Afrika daran, endlich zum Wasserloch zu rennen und den Garten zu gießen.... Es liegt wohl eher am ideologisch geprägten Bildungsplan. Dieser Plan ermöglicht nur den oberen zehntausend und darunter zumindest gleichgesinnten Anwärtern (die die am liebsten in diese Gesellschaftsschicht vorstoßen möchten und zwar mit allen Mitteln), die Möglichkeit auf begleitende .....
Neben vielen Vorurteilen und angedeutetem Halbwissen habe ich leider nicht so ganz die Essenz ihres Beitrags verstanden, schade.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 8