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Bildungsverlierer: Risikoschüler kosten den Staat Billionen Euro

Jeder fünfte 15-Jährige kann kaum lesen und rechnen. Das ist dramatisch für die Schüler - und ebenso für den Staat. Wenn die Zahl der Risikoschüler nicht sinkt, kostet das laut einer neuen Studie in den nächsten acht Jahrzehnten eine gigantische Summe: 2.800.000.000.000 Euro.

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Gabri 04.03.2010, 09:51
220. Titel

Zitat von la borsa
.... Aber eines ist klar: Ein sog. "Bodensatz" von 7,5 Mio. Bürgern ist nicht oder fehl qualifiziert. Für diese Gruppe gibt es kaum noch Arbeit in einer offenen und exportlastigen Volkswirtschaft. Früher waren die Stellenarten einfacher und so kamen die meisten dieser Gruppe auch unter. Aber heute ? Ein dickes politisches Problem.
Ich glaube nicht, dass es für gering Qualifizierte zu wenig Stellen gibt. Diese werden nur von den falschen Leuten besetzt. Und hier tut sich ein anderes riesiges Problem der Fehlsteuerung auf. Tatsache ist doch, dass Tausende von intellektuell wenig anspruchsvollen Jobs wie Pizza-Lieferanten, Lagerarbeiter, Kellner, McDonald & Co-Mitarbeiter usw. überwiegend von Abiturienten und Studenten ausgeübt werden. Und warum? Weil es erstens zu wenig Studienplätze gibt und Warteschleifen gefüllt werden müssen und weil zweitens diese Gruppe gezwungen ist, ihre Ausbildung selbst zu finanzieren. Man wird kaum Azubis in solchen Jobs finden. Und die Arbeitgeber können sich ungeniert und ausbeuterisch aus dem Pool der Überqualifizierten bedienen und das bei Jobs, die jeder Hauptschulabbrecher ausfüllen könnte.

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frubi 04.03.2010, 10:16
221. .

Zitat von sysop
Jeder fünfte 15-Jährige kann kaum lesen und rechnen. Das ist dramatisch für die Schüler - und ebenso für den Staat. Wenn die Zahl der Risikoschüler nicht sinkt, kostet das laut einer neuen Studie in den nächsten acht Jahrzehnten eine gigantische Summe: 2.800.000.000.000 Euro.
Hätte der Staat in den vergangenen Jahren mehr Geld für die Bildung anstatt für Wirtschaftssubventionen und Bail-Outs für Banken dann hätten wir diesen Problem nicht. Alle Politiker versprechen immer wieder, dass genau das passieren wird aber trotzdem hat sich an der Situation seit Jahren nichts geändert. Man hat ja immerhin noch einige Schüler die mit diesem System klar kommen. Der Rest muss dann halt zusehen wie er klar kommt.

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Ernst Robert 04.03.2010, 15:09
222. föderales Trauerspiel

Zitat von frubi
Alle Politiker versprechen immer wieder, dass genau das passieren wird aber trotzdem hat sich an der Situation seit Jahren nichts geändert. Man hat ja immerhin noch einige Schüler die mit diesem System klar kommen. Der Rest muss dann halt zusehen wie er klar kommt.
Vergessen Sie nicht, dass es sich hierbei um Politiker der Länder handelt. Bildung wird in Deutschland in der 2.oder 3.Liga bespielt. Wie wollen Sie erwarten, dass diese Hofschranzen der Kleinstaaten langfristig und im Interesse der ganzen Republik denken, um deren Zukunft es hier geht?
Was nutzt es z.B. Bremen, wenn es seine Schüler fördert?
Können sie doch besser Ausgebildete aus Bayern z.B. anwerben. Und umgekehrt.
Ohne Rückbezüglichkeit und ohne die erforderliche nationale Weitsicht werden Sie von den Landesfürsten keine Verantwortung erwarten können.
Hier wurden Böcke zum Gärtner gemacht.
Und das deutsche Bildungssystem war mal vorbildlich in der Welt. Es hat dieses Land wirtschaftlich und sozial stark gemacht. Damit ist es jetzt wohl vorbei.
Dank unserer Kleinstaaterei!
Ein einziges Trauerspiel, das noch teurer wird.

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johannes9126 04.03.2010, 16:14
223. Bitte geben Sie einen Knittel ein

Zitat von Zwafel
Man müsste mal schauen, WER eigentlich die Problemkinder in die Welt setzt. Wenn das Vielvermehren ein finanziell tragfähiges Businessmodell für Sozialhilfeempfänger in dritter Generation darstellt, braucht man sich nicht zu wundern, das ungeeignete Menschen ungeeignete Kinder in die Welt setzen und ungeeignet "erziehen". Eine Pamela macht eben eine Chantalle und keine Lisa-Sophie. Das hat uns die "Was passiert dann"-Maschine schon in der Sesamstraße gelehrt. Die demographischen Würfel sind unabänderlich bereits vor Jahren im Zuge der Wohlfühkuschel-Sozialromantik-Politik gefallen. Es ist ein selbstverstärkendes System aus hilfegebenden Gutmenschen und dankbar Nehmenden. Beide haben es sich selbst prächtig eingerichtet. Resultat ist die Produkt sehr vieler verlorener Kinder, gezeugt zwischen Bierkasten, Premiere-Abo und RTL-II Programmheft. Alles weitere ist nur vorherbare und unendlich teure Konsequenz. Spätenstens, wenn "S-Bahn-Prügler" Settrick, Kevin und Jayson wegen Chancenlosigkeit in blindem Hass jedem Zweiten die Augen matschig prügeln, wird auch der Streetworker Sören-Rüdiger verstehen, daß unsere Sozialromantik gescheitert ist. Und wenn die 15-jährige Priscilla-Jaqueline gerade vom staatsfinanzierten Hartz4-Antragsausfüllen-Seminar kommt und stolz erzählt, daß Sie gerade zum zweiten Mal schwanger ist und sie für Familienfeiern im engeren Kreis vom Sozialamt mittlerweile eine Großraumhalle gemietet bekommen, dann braucht man sich nicht zu wundern. Alle wirksamen Lösungen sind politisch nicht vertretbar. Der Zug fährt mit hohem Tempo ungebremst in den Sozial-GAU. Um eines gleich vorwegzunehmen: Es sind NICHT die Ausländer. Die eigentliche Problemschicht haben wir uns mit viel Geld selbst gekauft. Und die wird uns dafür dankbar die Kniescheiben brechen. Kren
Ich glaube, jeder Mensch mit Durchblick sieht das ähnlich, aber nur wenige sprechen das aus. Wenn man sieht, was in Deutschland für bildungsferne und bildungsfeindliche Gruppierungen heranwachsen, ist "Idiocracy" nicht mehr weit.

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