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Bildungsverlierer: Risikoschüler kosten den Staat Billionen Euro

Jeder fünfte 15-Jährige kann kaum lesen und rechnen. Das ist dramatisch für die Schüler - und ebenso für den Staat. Wenn die Zahl der Risikoschüler nicht sinkt, kostet das laut einer neuen Studie in den nächsten acht Jahrzehnten eine gigantische Summe: 2.800.000.000.000 Euro.

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elwu 26.11.2009, 08:11
20. Die Wurzeln

Zitat von sysop
Jeder fünfte 15-Jährige kann kaum lesen und rechnen. Das ist dramatisch für die Schüler - und ebenso für den Staat. Wenn die Zahl der Risikoschüler nicht sinkt, kostet das laut einer neuen Studie in den nächsten acht
für Interesse an Wissen werden sehr früh und zwar in der Familie gelegt. Was dort versäumt wird, kann keine Bildungsinstitution wieder wettmachen. Wenn Kinder zuhause vor der WII und der Glotze geparkt werden, die Eltern sich nicht mit ihnen beschäftigen, spielen, Materialien erkunden, in der Natur unterwegs sind, alle möglichen und unmöglichen unterkommenden Dinge erklären, Bildgeschichten gemeinsam durchgehen usw., dann werden die Kinder auch eher nicht nach und nach eine gesunde Neugier an Sachverhalten, an Texten, an Zahlen und Formeln entwickeln.

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Roter Teufel 26.11.2009, 08:12
21. Wo ist das Problem

Zitat von sysop
Jeder fünfte 15-Jährige kann kaum lesen und rechnen. Das ist dramatisch für die Schüler - und ebenso für den Staat. Wenn die Zahl der Risikoschüler nicht sinkt, kostet das laut einer neuen Studie in den nächsten acht Jahrzehnten eine gigantische Summe: 2.800.000.000.000 Euro.
Hilfsarbeiter hatten wir zu allen Zeiten.
Es ist doch Schwachsinn mit Unsummen aktiven Leistungsverweigerern hinterherzulaufen.
Das kostet nur - und bringt gar nichts.

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jdm11000 26.11.2009, 08:13
22. Schule und Geld

Zitat von sysop
Jeder fünfte 15-Jährige kann kaum lesen und rechnen. Das ist dramatisch für die Schüler - und ebenso für den Staat. Wenn die Zahl der Risikoschüler nicht sinkt, kostet das laut einer neuen Studie in den nächsten acht Jahrzehnten eine gigantische Summe: 2.800.000.000.000 Euro.
Das Thema "Bildung" für Kinder ist schon zu Zeiten Roms eines des Geldes gewesen. Selbst Seneca und andere Gebildete wurden in Rom für die Ausbildung der zukünftigen Elite mehr schlecht denn Recht bezahlt.
So ist das auch heute - für Ausbildung, sowohl im Schul- wie im Erwachsenenalter - will niemand, kein Staat und keine Firma Geld investieren. Ich habe Jahrelang als Trainer und Ausbilder beim IBH gearbeitet. Ein Standardspruch war: nächstes Jahr gibt es noch weniger Geld.
Ich wundere mich eigentlich, daß nach 20 Jahren der Kürzung überhaupt noch Geld da ist.
Aber es hat auch andere Seiten, diese Medaille..
Die Ausbildung der Lehrer ist Grottenschlecht. Es werden lieber Sitt-Inn-Seminare veranstaltet, als das jungen Menshen vermittelt wird, wie man Wissen weitergibt. Dann gibt es auch noch die lieben Antiautoritären Lehrer, die meinen, den Kindern mitzuteilen, die Eltern haben den Kindern gar nichts zu sagen.
Darüber hinaus hat der Staat (das war damals Frau Fuchs) auch noch dafür gesorgt, daß man Respekt und Durchsetzungskraft endgültig ausmerzt.
Allen ist aber eines nie klar gewesen: Ein Mensch lernt nicht aus Eigennutz oder Wissensgier. Ein Mensch - grade der junge - muß dazu angeführt und angeleitet werden. Das geht leider manchmal ohne etwas Zwang nicht. Dh jetzt nicht mit Schlägen oder ähnlichem, aber im Zweifel muss den Eltern auch dieses Recht zugebilligt werden. Die Sozipolitik ist hier immer nur eines gewesen: eine auf die Zukunft verdümmlichte Politik, gemäß dem Motto: Dumme Menschen lassen sih besser regieren!
Oder wieso steht niemand auf und protestiert, wenn er tagtäglich ausspioniert und überwacht wird? Der gute Adolf und Stalin hätten sich das am liebsten gewünscht - wir haben es realisiert.
Bildung würde sowas verhindern - aber das will ja kein Politiker.

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amerzenich 26.11.2009, 08:18
23. Kohlschen jahre

Zitat von Rainer Helmbrecht
Ja, was sagen denn die Kultusminister dazu? Ich würde da mal vorschlagen ...
Die zukünftigen Rentenzahler - die Stütze des Systems.:-D

Die Rente ist sicher!

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ekel 26.11.2009, 08:18
24. Endlich

Ich bin schockiert. Natürlich über den Inhalt des Artikels, ja. Aber ich bin auch schockiert, dass dies nicht als Schlagzeile verwendet wird. Jeder zwanzigste kann fast nicht lesen? Wissen sie, wie viele das sind? Das muss doch jeden aufwecken und jedem sollte klar sein, dass da anscheinend etwas schief geht in Deutschlands Schulen.
Es zeigt auch, dass eine Zusammenlegung von Real- und Hauptschule nicht in Frage kommt. In diesem Fall würden die "schlechten" Schüler nur noch weiter unter gehen. Wie wärs statt dessen mit einer weiteren Aufspaltung? In der Schweiz scheint das zu funktionieren.
Mich würde auch der Frauen/Männer-Unterschied interessieren.
Ich finde es gut, dass man dies herausgefunden hat. Jetzt hat die Regierung die einmalige Chance zu zeigen, dass sie nicht nur kurzfristig plant, sondern längerfristig.
Das Land stärken durch bessere Bildung. Mit verhältnismässig wenig finanziellem Aufwand.
So eine Chance hat man nur ganz selten und wenn man die nicht ergreift, dann hat man verloren.

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Alimentator 26.11.2009, 08:20
25. Lösung: Betreuungsprämie

Für das Bildungsproblem der einfacheren Schichten können wir die Pläne der Regierung zur Betreuungsprämie erweitern: Warum bieten wir Eltern aus dem Präkariat und bildungsfernen Schichten nicht monatlich sagen wir mal 300 Euro pro Kind, wenn sie dieses nicht mehr zur Schule schicken? Die Eltern hätten dann Gelegenheit das Kind zu Hause selber zu unterrichten.

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karsten112 26.11.2009, 08:21
26. .

und wie immer in der politik der heutigen Zeit gilt:
Das ist doch volle Absicht, jeder sollte sich selbst fragen wem es nutzt das wir ein Heer von ungebildeten menschen ( = billige Arbeitskräfte ) im Lande haben...
NOCH kann jeder selbst etwas daran ändern...

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la borsa 26.11.2009, 08:21
27. Wirtschaft zu komplex und ingenieurlastig

Zitat von sysop
Jeder fünfte 15-Jährige kann kaum lesen und rechnen. Das ist dramatisch für die Schüler - und ebenso für den Staat. Wenn die Zahl der Risikoschüler nicht sinkt, kostet das laut einer neuen Studie in den nächsten acht Jahrzehnten eine gigantische Summe: 2.800.000.000.000 Euro.
Die Anforderungen an unsere Kinder werden immer komplexer. Dabei sind der Abstraktionsfähigkeit durch Veranlagung und Neigung Grenzen gesetzt.
Kinder, die nur Sonderschulniveau erreichen, hat es immer gegeben und wird es auch immer geben.
Kinder, von denen heute Realschulreife verlangt wird, sind auch nicht beliebig vermehrbar. Sie erreichen gerade mal einen Hauptschulabschluss.

Kinder, von denen heute Gymnasial Reife verlangt wird, sind auch nicht beliebig vermehrbar. Diese Art Abschluss ist auch keine Testat mehr für die Fähigkeit, Wissenschaftler zu werden. (Mir ist ein FH-Mann lieber als ein Bachelorabsolvent.). Insgesamt können wir feststellen, dass pro Jahrgang mindestens 25% nicht oder nicht hinreichend qualifiziert sind.

Bei 47 Jahrgängen zwischen 20 und 67 Jahren ergibt sich eine Personengruppe von sage und schreibe rd. 7,5 Mio. Menschen, die als Prekariat von der Gesellschaft irgendwie beschäftigt werden müssen. Das kostet den Steuerzahler viel, viel Geld.

Ob es in die Billionen geht, wäre genau zu berechnen. Aber eines ist klar: Ein sog. "Bodensatz" von 7,5 Mio. Bürgern ist nicht oder fehl qualifiziert. Für diese Gruppe gibt es kaum noch Arbeit in einer offenen und exportlastigen Volkswirtschaft.

Früher waren die Stellenarten einfacher und so kamen die meisten dieser Gruppe auch unter. Aber heute ? Ein dickes politisches Problem.

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ray4901 26.11.2009, 08:25
28. Es beruhigt ungemein

Zitat von sysop
Jeder fünfte 15-Jährige kann kaum lesen und rechnen. Das ist dramatisch für die Schüler - und ebenso für den Staat. Wenn die Zahl der Risikoschüler nicht sinkt, kostet das laut einer neuen Studie in den nächsten acht Jahrzehnten eine gigantische Summe: 2.800.000.000.000 Euro.
zu wissen, dass wenigstens die Studienverantwortlichen und die SPON-Journalisten grosse Zahlen nicht nur lesen, sondern sogar errechnen können. Das Rechenbeispiel wäre allerdings noch viel eindrücklicher ausgefallen, wenn man:
- statt nur auf 80 Jahre hinaus, bis zum Jahr 3.000 gerechnet hätte. 34.650.000.000.000 hätte das ergeben und dann würde vielleicht schon jeder vierte 15-jährige passen müssen und die Rechnung hätte nochmals anders gelautet - ein Horrorszenario sondergleichen

-die amerikanischen Punkte zwischen den Zahlen ausgelassen hätte,

vorläufig ist es gut, zu wissen, dass ich zu den andern Vierfünfteln gehöre und die traurige Bilanz in den nächsten 80 Jahren somit nicht weiter verschimmere.

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ntholeboha 26.11.2009, 08:25
29. Es ist schon ein Kreuz:

Zitat von sysop
Jeder fünfte 15-Jährige kann kaum lesen und rechnen. Das ist dramatisch für die Schüler - und ebenso für den Staat. Wenn die Zahl der Risikoschüler nicht sinkt, kostet das laut einer neuen Studie in den nächsten acht Jahrzehnten eine gigantische Summe: 2.800.000.000.000 Euro.
der arme, geplagte Staat vs. die unbedarften, stinkfaulen Schueler.
Ist das aber wirklich das Problem? Woran liegt es denn, dass Jugendliche vielfach nicht die Kurve kriegen - etwa nur an ihnen selbst?
Wenn eine Studie zu dieser Aussage kommt, dann waere es doch hoechste Zeit, seitens Staat Massnahmen zu ergreifen. Es genuegt nicht, dass sich die Damen und Herren Kultusminister in schlauen Wortgefechten erschoepfen oder jahrelang an einer Rechtschreibereform basteln lassen.

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