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Brandbrief zu EU-Austritt: Britische Universitäten fürchten ungeregelten Brexit
REUTERS

"Eine der größten Bedrohungen, denen unsere Unis je gegenüberstanden": Mehr als 150 britische Hochschulen warnen vor einem ungeordneten Brexit. Förderungen in Milliardenhöhe könnten wegbrechen.

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DOC0511 04.01.2019, 15:09
10. Unis

Die besten Universitäten Europas (UK und Schweiz) sind nun nicht mehr in der EU. Ob das positiv für die EU ist, ist sehr fraglich.

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obersterhofnarr 04.01.2019, 15:18
11. Reichlich spät,

wenn die Damen und Herren Studierenden und Leerenden jetzt erkannt haben, daß sie Gelder von der EU für ihre Forschungen erhalten und daß EU-Bürger an britischen Universitäten studieren, forschen und leeren, und daß diese Tätigkeiten dort existenziell wichtig sind; warum hat man/frau nicht 2015 schon getrommelt und gepfiffen um für den Verbleib in der EU bei den jungen Menschen Stimmung zu machen? Bzw. diese zur Wahlurne zu scheuchen?
Jetzt ist das Heulen und Zähneklappern groß und ab dem Frühjahr 2019 wird das UK ganz andere Probleme haben als Forschungsprojekte an einer Uni zu fördern. Aber es werden noch ganz andere ein sehr böses Erwachen erleben wenn die EU nicht mehr mit helfendem Geld zur Seite steht.
Aber so ist es nun mal, die EU hat vielen auch in GB die Schuhe gebunden, und wenn jetzt diese Leute sich selber die Schuhe binden sollen, knoten diese sich die Schuhe stattdessen zusammen.
Wenn es noch mehr so Schnellchecker in GB gibt wie diese Akakomiker, wird der Brexit grandios werden.

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dgbmdss 04.01.2019, 15:30
12. Nicht jammern, hätten die Uni's ihre Studenten in...

Staatsbuergerkunde, Funktionsweise von Demokratien und demokratischen Pflichten unterwiesen und über die Anti Euro Hetze der Murdoch Presse aufgeklärt, wären diese Studenten vielleicht in größerer Zahl zur Wahl gegangen und hätten das Feld nicht den Alten ohne Zukunft, Reaktionären und Populisten überlassen.

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derBob 04.01.2019, 15:38
13. Wieso Geheimniskämerei?

Zitat von izach
Wieso haben die nur vor einem No-Deal-Brexit Angst? Heiß das etwa, dass der ausgehandelte Deal weitere Förderung von UK Unis beinhaltet? Das wäre ein ganz falsches Signal. Die verbleibenden Bürger würden dies nicht verstehen. Wann werden uns die Details des Deals endlich präsentiert? Wir müssen doch auch wissen, was die EU Beamten für uns ausgehandelt haben.
Das ist ja nun das klassische Lamento der Hutbürger
"Mir hat keiner was gesagt"
Es hat mich drei Minuten gekostet, den seit 24.11.18 Entwurf zu finden (https://www.consilium.europa.eu/media/37095/draft_withdrawal_agreement_incl_art132.pdf)

Ein klein wenig Eigeninitiaive ist doch wohl wirklich nicht zu viel verlangt.

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theodtiger 04.01.2019, 16:00
14. Erklärung

Zitat von izach
Wieso haben die nur vor einem No-Deal-Brexit Angst? Heiß das etwa, dass der ausgehandelte Deal weitere Förderung von UK Unis beinhaltet? Das wäre ein ganz falsches Signal. Die verbleibenden Bürger würden dies nicht verstehen. Wann werden uns die Details des Deals endlich präsentiert? Wir müssen doch auch wissen, was die EU Beamten für uns ausgehandelt haben.
Natürlich ist der Austrittsvertrag veröffentlicht (siehe Link in Beitrag 13). Materiell geht es um das laufende EU Forschungsprogramm bis Ende 2020, an dem die Briten noch partizipieren würden, da es in die im Austrittsvertag vorgesehene Übergangsperiode bis Ende 2020 fällt. Das ist der Zeitraum der von den Briten mitbeschlossenen mehrjährigen Haushaltsperiode, auf die der überwiegende Teil der noch ausstehenden britischen Verbindlichkeiten entfällt. Skandalös ist, dass seitens der britischen Politik auch nur daran gedacht wird, eingegangene laufende Verbindlichkeiten nicht zu begleichen. Wie die EU bei einem ungeregelten Brexit verfahren würde, ist noch offen - auch weil sehr häufig Forschungseinrichtungen aus mehreren Ländern (u.a. aus GB) zusammenarbeiten und es bei ganzen Forschungsprojekten eventuell heissen müsste: außer Spesen nichts gewesen. Auch hier zeigt sich, was für ein Irrsinn dieser Brexit ist, insbesondere wenn der schadensminimierende Austrittsvertrag vom Unterhaus abgelehnt würde.

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Ezechiel 04.01.2019, 16:04
15. Ja was denn sonst ?

Die Unterzeichner fürchten, dass britische Hochschulen künftig von den Fördermaßnahmen des Europäischen Forschungsrats (ERC) ausgeschlossen sein könnten. Für die nächsten zwei Jahre seien 1,3 Milliarden Euro aus EU-Fördertöpfen für die britische Forschung veranschlagt. "Wissenschaftler, die ihre Forschungsanträge monate- oder sogar jahrelang ausgearbeitet haben, säßen plötzlich auf dem Trockenen", …..


Ja was denn sonst. Das dürfte auch bei einem geregelten Brexit der Fall sein. Die Briten werden nichts aushandeln können, was ihnen in Anrechnung eigener Zahlungen noch einen Überschuss aus den EU-Kassen beschert. In Anberacht der eingesparten EU-Zahlungen dürfte der Ersatz durch den Staat kein Problem sein. Das ist in dem differenziert ausgearbeiteten, wohl duchdachten Konzept der Regierung sicher auch so vorgesehen. Deshalb also keine Panik.

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claus7447 04.01.2019, 16:06
16. nicht ganz richtig

Zitat von DOC0511
Die besten Universitäten Europas (UK und Schweiz) sind nun nicht mehr in der EU. Ob das positiv für die EU ist, ist sehr fraglich.
Die Schweiz war bis vor 2 Jahren mit beim ERASMUS Programm. Erst durch die von der SPV angezettelte Volksabstimmung über Begrenzung der Zuwanderung - was ein Verstoß gegen die mit der EU abgeschlossenen Verträge war - flog die Schweiz aus dem Programm. Das hat mittlerweile an der TH Zürich wie auch in St. Gallen zu massiven Kürzungen des Forschungsprogramms geführt und den einen oder anderen wieder in die EU zurück gebracht.

Forsiten die das als pille palle abtun haben meist keine Ahnung was ERASMUS ist. Aber man könnte sich ja bilden https://www.erasmusplus.de/

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ramuz 04.01.2019, 16:07
17. Wie bitte....

Zitat von izach
Wann werden uns die Details des Deals endlich präsentiert? Wir müssen doch auch wissen, was die EU Beamten für uns ausgehandelt haben. .....
Guckst du hier.... seit vielen Wochen schon verfügbar...

https://ec.europa.eu/commission/sites/beta-political/files/draft_withdrawal_agreement_0.pdf

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theodtiger 04.01.2019, 16:10
18. Brexit ist teuer für GB

Falsch! GB spart erst mal überhaupt nicht, sondern hat jede Menge unnötiger Mehrausgaben, durch Grenzkontrollen und der Notwendigkeit sehr viele Beamte einzustellen, da jetzt alles was die EU für 28 Länder gemeinsam gemacht hat, von den Briten alleine für GB gemacht werden muss. Hinzu kommen eine deutliche geringere wirtschaftliche Aktivität (bis zu 8% niedriger laut Bank of England) und damit verbundene deutlich geringere Steuereinnahmen.

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Referendumm 04.01.2019, 16:13
19. Brexit, heiter bis wolkig

Da haben die Comic-Zeichner Klaus Stuttmann sowie Thomas Plaßmann hier auf SPON immer sehr treffendes zu skizzieren, z.B.:
http://cdn2.spiegel.de/images/image-1373371-galleryV9-twrx-1373371.jpg
http://cdn1.spiegel.de/images/image-1373818-galleryV9-ekxb-1373818.jpg

Noch lustiger sind allerdings diejenigen Foristen hier, die meinen, dass der Brexit vor allem der EU schaden würde. Schaut man sich dagegen Landgrößen plus Bevölkerungszahlen sowie Wirtschaftsdaten an, wundert man sich eher.

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