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Bremen und Baden-Württemberg: Fehler bei Abiturklausuren - Schüler müssen noch mal ra
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Fragen, die Schüler nicht beantworten konnten, und zu wenig Bearbeitungszeit: In Baden-Württemberg und Bremen müssen wegen Fehlern Abitur-Prüfungen teilweise wiederholt werden.

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monsieurlechef 16.05.2019, 20:09
1. Passiert...

...schon mal, dass sich ein Mathelehrer um eine halbe Stunde verrechnet. Im komplexen Zahlenraum von 1-60 Minuten muss man aber auch höllisch aufpassen.

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Orthoklas 16.05.2019, 20:24
2. Jedes Jahr das Gleiche

Die Verantwortlichen in den Regierungen haben ewig Zeit zur Prüfung. Da allerdings offenbar keine echten Lehrer, damit meine ich solche, die selbst aktiv unterrichten, über die Vorschläge schauen, sondern irgendwelche Juristen oder Exlehrer, wundert mich nichts. Wenn ich eine der den Schülern zur Auswahl angebotenen Abi-Klausuren in einem meiner Fächer anschaue, kann ich nur lachen: sie gehört wohl in den anders Fach.

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Die linke Kobra 16.05.2019, 20:25
3. Völlig daneben

Was ein Kategorienmodell sein soll, ist offensichtlich nicht klar. Muss zuerst das Modell definiert werden, oder soll mit einem existierenden Modell gearbeitet werden ? Ein vernünftiger Lehrplan hätte demnach entweder den Inhalt "Erstellen von Kategorienmodellen" oder "gängige Kategorienmodelle"bzw. beides behandeln müssen. Für das Internet ist wohl Kategorienmodell auch kein gebräuchlicher Begriff, so dass er in einer Abiturprüfung nichts zu suchen hat.

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pumm 16.05.2019, 20:53
4.

Der Kommentar von Frau Eisenmann passt ins Bild das ich von dieser Person habe. Kommunikation und Mitarbeiterführung hat sie nicht erfunden. Fehler macht sie auch nie. Vielleicht sollte sie mal die Konsequenz ziehen.

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spon_3689546 16.05.2019, 21:42
5. @1 kann man so sehen

das Problem beschränkt sich aber eigentlich auf den Realteil des komplexen Zahlenraums (-;

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Toto Yoka 16.05.2019, 21:44
6. Leben in einer eigenen Galaxy

Ein weiterer Beleg dafür, dass die Verantwortlichen für Schulausbildung offenbar in einer eigenen Welt leben. Nicht nur, dass die Lerninhalte teils kräftig an den heutigen Erfordernissen vorbeigehen, die Kultusministerien und ihre Prüfungs-Konzeptionisten haben scheinbar auch den Kontakt zum Schulalltag verloren. Ich musste das schon vor zwei Jahren beobachten, wo die Vorbereitung auf den Mathe-Realschulabschluss mit dem vom Kultusministerium genehmigten und von Steuergeldern finanzierten Schulbuch nicht möglich war - der Anspruch der Prüfung lag deutlich über dem im Buch vermittelten Wissen. Auch die Diskussion über zu schwierige Mathe-Prüfungen in Bayern belegt, dass zwischen den Verantwortlichen für Lehrpläne, Lehrkräften und den Prüfungs-Konzeptionisten nicht synchronisiert wird. Wenn nicht einmal der Schulausbildungsbetrieb in sich sauber organisiert ist, kann man noch viel weniger erwarten, dass die Lehrpläne und Schulfächer irgend einen Bezug zu heutigen Anforderungen haben.

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fact:checker 16.05.2019, 22:00
7. Ausnahmsweise...

..stimme ich Frau Eisenmann zu. Der (für dieses Abitur gültige) Bildungsplan 2004 Gemeinschaftskunde verlangt wörtlich: "Die Schülerinnen und Schüler können die Struktur der internationalen Staatenwelt mithilfe eines Kategorienmodells beschreiben".
Wenn Kolleg*innen das dann nicht unterrichten, dann ist das deren Fehler und nicht der Fehler der Aufgabenkommission. Die Schüler*innen können da nichts dafür, daher dürfen sie ja wiederholen, wenn sie wollen. Haben halt Glück, dass es scheinbar an vielen Schulen nicht unterrichtet wurde - wenn es nur um eine Klasse ginge, dann hätten die wohl leider Pech gehabt.

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TS_Alien 16.05.2019, 22:02
8.

Wenn etwas im Lehrplan als verbindlich steht, dann muss das auch unterrichtet werden. Andernfalls ergeben zentrale Prüfungsinhalte keinen Sinn.

Wie man als Schüler während der Prüfung nicht merkt, dass man zuwenig Zeit hat, kann ich nicht nachvollziehen. Wie das die anwesenden Lehrer nicht merken können, ist auch nicht nachvollziehbar. Zumal während der gesamten Prüfung mindestens zwei Lehrer als Aufsicht anwesend sind, zu Beginn der Prüfung sogar oftmals noch ein dritter Lehrer der Schulleitung. Uhrzeiten "berechnen" können, sollte man als Gymnasiallehrer schon. Auch in Bremen.

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Bananenschale 16.05.2019, 22:08
9. "Kategorienmodell"

Da sträuben sich mir ja die Nackenhaare! Ein Buzzwort, ein Phrasenwort. Geht es um Kategorien für Modelle, Schiffsmodelle gar, oder um Modellvorstellungen, die sich um den Kategorien oder um den Begriff von Kategorie drehen? Der ist nämlich nicht eindeutig. Und es gibt sogenanntermaßen namhafte Philosophien, die die Existenz bzw. die Sinnhaftigkeit von Kategorien bestreiten. Das bestreite ich allerdings und ich folge einem eher mathematischen Modell ( Kategorien verhalten sich zu Entitäten, wie diese zu den aus ihnen gebildeten Mengen ... ).

Gleichviel, ich fange mit diesem Begriff nichts an. Der muß gepaukt werden, wie eine lateinische Vokabel. Bäh! Doch komme ich doch bitte zur Sache: Wenn dieser Begriff weder in seiner Definition noch in seiner Anwendung im Unterricht vorkamm, aber dies vorgeschrieben ist, sind ihm Lehrer ausgewichen. Nur warum wohl?

Ich löse die Aufgabe geschwind: Trump sagen, wir gehorchen. Modellhaft dadurch, daß wir 2% des uns unterstellten BIP für Militärschrott aus den USA hingeben. Schnell, schnell! Die Unverzüglichkeit der Umsetzung unterliegt einer Kategorie für Verhalten: Gehorrsam.

Noch Fragen? Nein? Dann sind wir hier fertig!

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