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Britische Schule mit neuem Konzept: Mehr als 60 Grundschüler einer Klasse
Sydney Bourne/ Cultura RF/ Getty Images

Es sind so viele Kinder, dass sie im Hörsaal sitzen müssen: Die Größe einer Grundschulklasse sorgt in Großbritannien für Aufregung. Der Schulleiter verteidigt die Maßnahme als zukunftsorientiert.

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susie.soho 14.11.2019, 17:35
1. Wer erinnert sich nicht...

...an Klassen mit 60 SchülerInnen und Schülern, wenn er/sie zur Kriegsgeneration gehörte? Das war nach dem2. Weltkrieg die Regel, allerdings keineswegs mit zwei Lehrerinnen und Assistent, sondern mit einer 80-jährigen Lehrerin, die allerdings damals keine Probleme mit der Disziplin ihrer Schüler hatte.

Mit der Ausstattung von heute (im konkreten Fall) ist das eine höchst interessante Variante!

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mazzeltov 14.11.2019, 17:36
2. Resumé

"Im letzten Jahr hätten fast 90 Prozent seiner Schüler die erwarteten Standards beim Lesen, Schreiben und Rechnen erreicht."

So tief sind die Standards also schon gesunken? In aller Freundlichkeit, aber die These, dass Schüler in großen Klassen nicht nachweislich schlechter lernen als in kleineren Klassen, kann bestenfalls von einem Betriebswirtschaftler oder Volkswirt stammen - und der hat wahrscheinlich ADHS...

Natürlich braucht es gute Pädagogen, und Laptops und anderer Schnickschnack können sicherlich auch hilfreich sein - aber nur in kleinen Klassen wird es schwierig, in den hinteren Reihen abzutauchen, den Schultag mehr oder weniger unbemerkt zu verschlafen und wieder nach Hause zu gehen. Nur wirklich kleine Klassen sind in der Lage, auch noch den letzten Hinterbänkler zur Teilnahme zu animieren, alles andere ist m.E. eine faustdicke Lüge.

Sarkastisch ausgedrückt: Boris Johnson hat nach dem Brexit-Fiasko anscheinend schon umgesattelt und ist jetzt Schulleiter geworden?

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aschu0959 14.11.2019, 17:47
3. Kinder, die nicht lernen wollen oder können,

gehören nicht in die Schule. Wer den Unterricht permanent stört, verhindert jeden Lernerfolg bei anderen,und gehört des Unterrichts verwiesen. Lehrer, die nicht mehr als Respektspersonen auftreten dürfen, tun ein übriges.
Das Problem der Schule beginnt zu Haus !

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dirsch 14.11.2019, 18:38
4.

Wenn wirklich 2 Lehrer und 2 Assistenten vorhanden sind, kann das vielleicht wirklich funktionieren, das würde ich nicht von vornherein ablehnen. Mit diesem Personal könnte man ansonsten 2-3 Klassen zu je 20-30 Schüler einrichten.
Wenn der Spar“zwang“ einsetzen sollte, wird man wohl dazu übergehen, pro Klasse nur noch 1 Lehrer zu bezahlen, egal wie groß die Klasse ist...
Es wurde hier schon angedeutet, dass früher auch in großen Klassen Wissen vermittelt wurde. Ich bin nun gegen die Rohrstockmethode aber ein gewisser Respekt vor dem Lehrer (wie gegenüber allen Menschen) ist eine Voraussetzung um Wissen vermitteln zu können.
Hinzu kommt wie in vielen Berufen, dass für die eigentliche Arbeit immer weniger Zeit zur Verfügung steht. Viel geht für „nebensächliches“ (je nach Sichtweise) verloren. Heutzutage werden Handys eingesammelt, WhatsApp-Gruppen für die Klasse gefüttert, man muss bedenken, wer fotografiert werden darf und wer nicht und sich allgemein um vieles kümmern, was es früher einfach nicht gab an Vorschriften, Technik und persönlichen Befindlichkeiten von Schülern und Eltern.

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kika2012 14.11.2019, 18:46
5. mazzeltov

Ich als BWLer behaupte, dass das Unsinn ist. Die Engländer waren es uns schon immer weit voraus mit dem Schulsystem. Da werden Kinder halt nicht verhätschelt wie in D.

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dasfred 14.11.2019, 19:02
6. Mit dem Laptop

Mit dem Laptop vor der Nase ist es für das einzelne Kind egal, in es zwischen 15 oder 60 Mitschülern sitzt. Eine Mischung aus Kino und Individuellem Arbeitsplatz. So ist auch eine Kontrolle möglich, ob die Kinder aktiv mitarbeiten. Kleiner Gruppen sind wirklich nur dort nötig, wo einzelne Schüler individuell gefördert werden müssen, um im Stoff mitzuhalten. Wenn das System so funktioniert, warum sollte man es wieder abschaffen. Wahrscheinlich ist durch höhere Distanz zum Schüler auch die Benotung objektiver, als wenn vorne die Lieblinge sitzen und hinten die schon vorverurteilten Versager.

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mazzeltov 14.11.2019, 19:23
7.

Zitat von dasfred
Mit dem Laptop vor der Nase ist [...]. [...] So ist auch eine Kontrolle möglich, ob die Kinder aktiv mitarbeiten. [...]
Und Künstliche Intelligenz ist noch viel besser darin, die Aktivität von 60 Laptops zu überwachen als ein Lehrer die Aktivität von 60 Kindern im reellen Leben ("real live" genannt im Social Media Zeitalter). Wohl wahr.

Besser noch: Künstliche Intelligenz erwartet kein Gehalt und ist nicht sozialversicherungspflichtig.

Und morgen streichen wir noch die Kinder vor den Laptops, was glauben sie, wie effizient das erst wird...

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mazzeltov 14.11.2019, 19:25
8.

Zitat von kika2012
Ich als BWLer behaupte, dass das Unsinn ist. Die Engländer waren es uns schon immer weit voraus mit dem Schulsystem. Da werden Kinder halt nicht verhätschelt wie in D.
Es freut mich, dass Sie meine Vermutung bestätigen können, dass nur ein BWLer so etwas für eine gute Idee halten kann.^^

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Nonvaio01 14.11.2019, 19:49
9. ich als Nicht BWLer

Zitat von kika2012
Ich als BWLer behaupte, dass das Unsinn ist. Die Engländer waren es uns schon immer weit voraus mit dem Schulsystem. Da werden Kinder halt nicht verhätschelt wie in D.
was auch immer das zu bedeuten hat wenn man BWL studiert hat.....


der standard in der UK ist so gering, die kids dort wissen fast nichts. Auf den Privaten schulen ist das anders, die eltern versuchen Ihre kinder dort hinzuschicken. Wer auf eine Staatliche schule geht in der UK hat schon fast keine chance mehr.

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