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Bundesländer im Bildungsvergleich: Ost schlägt West
DPA

Abgeschlossene Berufsausbildung, Studienberechtigung: Die Menschen in Ostdeutschland sind höher qualifiziert als die Bürger im Westen. Das geht aus Daten der OECD hervor. Über-55-Jährige stehen besonders gut da.

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yoda56 11.09.2019, 11:47
1. Also muss man sich offenbar...

...von der Vorstellung verabschieden, dass das Erstarken von Rechtspopulismus und nationalsozialistischem Gedankengut im Osten etwas mit fehlender Bildung zu tun hat. Es wird immer erschreckender.

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ssaokar 11.09.2019, 11:57
2.

liegt vielleicht auch daran, dass es halt auch im Westen viele strukturschwache Gegenden gibt und entsprechend schlechte chancen zum Aufsteigen/Abschlüsse zu machen ?
auch wenn immer so getan wird als ob es die nur im osten gibt, da die strukturschwachen westlichen im gleichen Durchschnitt wie München und Co stecken und es deshalb vermeintlich im westen alles besser wäre.

es gibt weder den Osten, noch den Westen, wie auch der Schreiber schon selber an München feststellt.

man sieht eher den Zusammenhang zum Thema "Bildungschancen"

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dirsch 11.09.2019, 12:00
3.

...über 50 Jährige im Osten also besonders qualifiziert.
Wenn die So alt sind - wo sind die noch mal zur Schule gegangen?
Ok, ganz so einfach mag es nicht sein und Staatsbürgerkunde wie zu Ostzeiten braucht kein Mensch.
Andererseits: identische Lehrpläne von der Ostsee bis ins Erzgebirge, keine abwählbaren Fächer, Eindeutige Schulformen (POS/EOS), nicht immer neue Experimente mit der Bildung haben vielleicht auch Vorteile.

Aber auch hier wird sich der Osten an den Westen angleichen.... ;)

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mm-2018 11.09.2019, 12:01
4. Spannend

wäre eine Analyse, warum Sachsen immer so weit vorn liegt.

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haarer.15 11.09.2019, 12:10
5. Über 55-Jährige stehen besonders gut da

Das lässt tief blicken. Diese Leute haben noch das DDR-Bildungssystem genossen. Es gab dort kein dreigliedriges Schulsystem mit Frühauslese wie im Westen. Dieses, weiß man ist wenig chancen-gerecht und auch antiquiert.

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MadDoubleF 11.09.2019, 12:30
6. Ich kann es bald nicht mehr lesen

Ständig diese Vergleiche zwischen Ost und West. Wie soll es da zu einer Einheit kommen, wenn ständig Vergleiche stattfinden? So kann man natürlich dafür sorgen, dass Deutschland in den Köpfen schön getrennt bleibt. Bravo SPON

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interessierter10 11.09.2019, 12:35
7. Bitte vorsicht hinsichtlich der formalen Bildung!

In einem Bundesland wie Bremen, in dem die AFD auf 6,1 % kommt, scheint die Bildung ungleich besser zu sein als in Sachsen, wo diese Gruppierung von 27 % gewählt wurde. Es ist immer die Frage, was Bildung eigentlich ist. Soziale Kompetenz ist heute ungleich höher zu bewerten, als das 1x1, die Rechtschreibung oder Vokabeln - wie noch zu Großmutters Zeiten.

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Tetanic 11.09.2019, 12:38
8. Sachsens Dilemma

Bin selber in Sachsen zur Schule gegangen, die schulische Ausbildung war hervorragend. Bin heute noch oft vor Ort, habe auch Freunde, die inzwischen als Lehrer arbeiten und ein gutes Klima (bei guter Bezahlung) vorfinden. Das sächsische Problem besteht darin, dass viele gut ausgebildete Menschen das strukturschwache Sachsen gen Westen verlassen - übrig bleiben die weniger gut (aus)gebildeten Menschen, welche irgendwann die Meinungshoheit übernehmen und sich aufgrund mangelndem Horizont und diffuser Ängste zu zukunftsverweigerndem Wahlverhalten hinreissen lassen. Derzeit gibt es aber (nicht nur in meinem Freundeskreis) mehr und mehr Bestrebungen zurückzukehren, meist aus familiären Gründen. Das lässt für die Zukunft hoffen. Denn die unzähligen weltoffenen und herzlichen Sachsen werden ob der zugegeben nicht gerade geringen Anzahl an Unsympathen leider zu oft nicht wahrgenommen.

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catcargerry 11.09.2019, 12:45
9. Wie klein Walter sich das vorstellt

Zitat von haarer.15
Das lässt tief blicken. Diese Leute haben noch das DDR-Bildungssystem genossen. Es gab dort kein dreigliedriges Schulsystem mit Frühauslese wie im Westen. Dieses, weiß man ist wenig chancen-gerecht und auch antiquiert.
Es geht um "Studienberechtigung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung", also um überhaupt einen Abschluss. Da war in den Jahrgängen für den Vorsprung nicht das Schulsystem ausschlaggebend, sondern das gesellschaftliche Korsett, die obrigkeitlich durchgesetzte Disziplin. Das wollen gerade diejenigen, die schon damals in der BRD das DDR-Schulsystem hochgejubelt haben und sich hier gegen ähnliche konkrete Rahmenbedingungen mit allen Mitteln gewehrt hätten, natürlich nicht hören. Das DDR-System hatte ein hohes Niveau, aber die niedrigere Abschlussquote im Westen war eine Folge der Verweigerungsmöglichkeiten.

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