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Bundesländer im Bildungsvergleich: Ost schlägt West
DPA

Abgeschlossene Berufsausbildung, Studienberechtigung: Die Menschen in Ostdeutschland sind höher qualifiziert als die Bürger im Westen. Das geht aus Daten der OECD hervor. Über-55-Jährige stehen besonders gut da.

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sammilch 12.09.2019, 11:11
60.

Zitat von pracz
Die dritte Frage wäre warum all diese hochgebildete Leute so hartnäckig die ostdeutsche Wirtschaft nicht in Schwung bringen können?
Die sind in den Westen gegangen und haben die Wirtschaft dort groß gemacht.

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misterknowitall2 12.09.2019, 12:04
61. Da liegen sie falsch...

Zitat von taanuu
eines Sozialarbeiters. Ich will nicht bestreiten, dass Sozialarbeiter oder Krankenpfleger wichtig sind. Aber er/sie sollte nicht aus der eigenen Ausbildung auf die Ausbildung etwa in technischen/naturwissenschaftlichen Fächern schließen. Es ist lächerlich zu meinen, man könne Mathematik oder Physik ohne fundierte Ausbildung in Schule und Studium im späteren Leben lernen. "Als Hilfe zur Selbsthilfe bezeichnet man das Prinzip, das Maßnahmen zu Grunde legt, die den Not leidenden Menschen (z. B. den Mittellosen, den Patienten) dazu befähigen, sich selbst zu helfen bzw. sich selbst Hilfe zu organisieren." (Wikipedia) Wenn Schule es nur schaffen soll, in der Hilfe zur Selbsthilfe auszubilden, dann fällt Deutschland auf das Niveau eine Entwicklungslandes zurück. Dann werden die Ressourcen kaum reichen für Sozialarbeiter oder Krankenpfleger.
bin selber Ingenieur und kann ihre Aussage nicht bestätigen. Die relevante Mathematik habe ich komplett im Studium gelernt. War harte Arbeit und mit ein bisschen mehr Interesse während der Schulzeit hätte ich es mir selber leichter gemacht, aber es geht auch so.

So lief das übrigens mit fast allen Disziplinen, ob Chemie oder Physik. Man brauch in unterschiedlichen Berufen ganz unterschiedliche Aspekte der Naturwissenschaften und oft sehr spezielle Erkenntnisse. Da ist man blöd dran, wenn man nicht weiß, wie man genau an diese Daten rankommt und wie man sich das Wissen aneignet.

80% des Wissens, dass in der Schule vermittelt wird, ist Allgemeinwissen ohne fachspezifischen Anspruch, was ich später nie wieder gebraucht habe. Ist ja auch richtig, wenn man Grundlagen schaffen will, aber man muss also auch immer dazulernen.

Ach, und sonst finde ich ihre Ausführungen am Schluss ziemlich arrogant. Viele erfolgreiche Geschäftsmänner haben nicht mal einen Schulabschluss.

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misterknowitall2 12.09.2019, 13:03
62. Hä?

Zitat von grabenkaempfer
Naja ... Einen Pfleger der nicht zählen kann und der gewisse Grundkenntnisse in Chemie und Biologie nicht hat, würde ich nicht auf Menschen loslassen. Empathie hin oder her.
Das kleine 1x1? Er braucht es nicht......das heißt ja nicht, dass er es nicht beherrscht. Und zur Not benutzt er Taschenrechner wie das jeder Ingenieur auch tut.

Ähnliches gilt für alle anderen Disziplinen. Natürlich hat er genug Wissen, um seinen Beruf auszuüben. Fakt ist aber auch, dass man das nicht unbedingt in der Schule vermittelt bekommt. In Bio wird z.B. der menschliche Körper gelehrt. Für den Pfleger sind dann aber eher die pathologischen Aspekte interessant und das lernt man nicht in der allgemeinen Schule. Das ist genauso wie mit Fachvokabeln in Englisch.

Der Pfleger war ja auch nur ein Beispiel. Es gibt etliche Berufe, die sicher nie einen Graphen beschreiben und analysieren müssen, trotzdem ist das ein breites Thema im Mathematikunterricht.

Ich glaube, dass unser Schulsystem so keine Zukunft mehr hat. Wir müssen bei der Wissensvermittlung viel spezifischer werden und Schüler schneller und besser nach Eignung und Interessen sortieren und somit besser fördern. Über 30 Kinder, die Frontalunterricht ertragen und denen oftmals viel Unwichtiges vermittelt wird, sind sicher nicht optimal ausgebildet.

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fatherted98 12.09.2019, 13:42
63. Evtl.

Zitat von yoda56
...von der Vorstellung verabschieden, dass das Erstarken von Rechtspopulismus und nationalsozialistischem Gedankengut im Osten etwas mit fehlender Bildung zu tun hat. Es wird immer erschreckender.
....sollten Sie aber mal darüber nachdenken ob sich nicht ein Grund für die besseren Werte die Zusammensetzung der Schülerschaft sein könnte? Wenn Sie wirklich mal erschrecken wollen, empfehle ich einen Besuch in einer Duisburger Realschule.....

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KaraBenFasel 12.09.2019, 14:55
64. Schulbildung

Zitat von misterknowitall2
bin selber Ingenieur und kann ihre Aussage nicht bestätigen. Die relevante Mathematik habe ich komplett im Studium gelernt. War harte Arbeit und mit ein bisschen mehr Interesse während der Schulzeit hätte ich es mir selber leichter gemacht, aber es geht auch so. So lief das übrigens mit fast allen Disziplinen, ob Chemie oder Physik. Man brauch in unterschiedlichen Berufen ganz unterschiedliche Aspekte der Naturwissenschaften und oft sehr spezielle Erkenntnisse. Da ist man blöd dran, wenn man nicht weiß, wie man genau an diese Daten rankommt und wie man sich das Wissen aneignet. 80% des Wissens, dass in der Schule vermittelt wird, ist Allgemeinwissen ohne fachspezifischen Anspruch, was ich später nie wieder gebraucht habe. Ist ja auch richtig, wenn man Grundlagen schaffen will, aber man muss also auch immer dazulernen. Ach, und sonst finde ich ihre Ausführungen am Schluss ziemlich arrogant. Viele erfolgreiche Geschäftsmänner haben nicht mal einen Schulabschluss.
Was Sie hier beschreiben läuft darauf hinaus, dass wir warten, bis sich die Heranwachsenden für ein ein Berufsbild entscheiden. Danach schicken wir sie erst zur Schule - mit 14, 16, 18?
Das kann es wohl nicht sein. Den Kindern sollte eher eine allgemeine Bildung zuteil werden, damit sie sich für ein bevorzugtes Berufsbild entscheiden können, in dem sie im Berufsleben auch "aufgehen" können.
Gerade der Pflegers bedarf doch einer guten Allgemeinbildung. Was soll denn der (gebildete) Pflegefall von seinem Pfleger halten? "Was für ein Idiot... "? Damit erreicht man kaum ein gesundes Vertrauensverhältnis.

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fkfkalle3 12.09.2019, 19:14
65. Allgemeinwissen,

genau dieses wurde umfangreich vermittelt. Dasselbige stellte einen Grundstock für die weitere Bildung an Universitäten,war sehr wohl vernetzt. Mit Häckeln war ein Abiturabschluss nicht machbar. Sehr oft höre ich im Westen, das habe ich in abgewählt, so der Herr Profesor, die Frau Doktor. In meiner Schulzeit waren noch Lehrer aus einer unguten Zeit, das waren die Besten mit einem sehr breiten Wissen,irgendwie immer ein Vorbild, sehr gerecht, eben Profis. Die kommunistische Indoktrination , geschenkt, hat wohl nicht so richtig funktioniert. Wir haben mit Dubcek, Svoboda die Strassen beherrscht, dann das System abgestöpselt. Keine Butter, keine Sahne auf dem Mond die rote Fahne, die Stasilehrin tut mir aus heutiger Sicht ob unserer Frechheiten durchaus leid.

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waldschrat_72 12.09.2019, 20:00
66. Warum Sachsen mal wieder auf Platz 1 landet ?

Weil hier Schule noch konsequent als Schule gelebt wird- und nicht als Experimentierstübchen zu jederzeit Wohlfühlprogrammen (z.B. nach Art von J. Reichen) taugt. Und weil Eltern- und Lehrerschaft hier noch in den meisten Fällen an einem Strang ziehen, den Pädagogen dabei großes Vertrauen und hohe Wertschätzung entgegengebracht sowie weitgehend nicht ins Handwerk gepfuscht wird.

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xafagog 13.09.2019, 15:34
67. Sinnloser Vergleich

Die Anforderungen in den Ländern sind bekanntlich sehr verschieden und das macht einen Vergleich sinnlos. In NRW, Niedersachsen oder Berlin das Abitur NICHT zu schaffen ist beispielsweise wirklich schwierig...

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caliper 16.09.2019, 20:03
68.

Zitat von misterknowitall2
bin selber Ingenieur und kann ihre Aussage nicht bestätigen. Die relevante Mathematik habe ich komplett im Studium gelernt. War harte Arbeit und mit ein bisschen mehr Interesse während der Schulzeit hätte ich es mir selber leichter gemacht, aber es geht auch so. So lief das übrigens mit fast allen Disziplinen, ob Chemie oder Physik. Man brauch in unterschiedlichen Berufen ganz unterschiedliche Aspekte der Naturwissenschaften und oft sehr spezielle Erkenntnisse. Da ist man blöd dran, wenn man nicht weiß, wie man genau an diese Daten rankommt und wie man sich das Wissen aneignet. 80% des Wissens, dass in der Schule vermittelt wird, ist Allgemeinwissen ohne fachspezifischen Anspruch, was ich später nie wieder gebraucht habe. Ist ja auch richtig, wenn man Grundlagen schaffen will, aber man muss also auch immer dazulernen. Ach, und sonst finde ich ihre Ausführungen am Schluss ziemlich arrogant. Viele erfolgreiche Geschäftsmänner haben nicht mal einen Schulabschluss.
Ich wiederum kann Ihre Aussage nicht bestätigen. Gerade in dern Ingenieursdisziplinen benötigt man eine mathematische Basis, die man an der Uni nur sehr schwer nachholen kann, weil die meisten Professoren sich nicht die Zeit nehmen können algebraische Umformungen oder Vektorrechnungen zu erklären wenn es ihnen doch um Systemtheorie, Regelungstechnik, theoretische Elektrotechnik mit maxwellschen Gleichungen oder Fouriertransformation geht. Wenn ein Student der Vorlesung nicht folgen kann und sich alles im Nachgang mühsam erarbeiten muss, dann wird er irgendwann das Handtuch werfen.
Genau an diesen mathematischen Basics scheitern doch viele Studenten aus dem Nordwesten oder müssen zumindest einen Vorkurs belegen. In Ostdeutschland, speziell in Sachsen scheinen mir die Defizite kleiner zu sein.
Das liegt zum grössten Teil am Schulsystem. Allerdings kann ich mich auch an eine Studie erinnern, bei der man Bundeswehreigenungstests bundesweit ausgewertet hat. Da haben die Sachsen neben den Baden-Württembergern am besten abgeschnitten. Wie so häufig können sich mehrere Faktoren überlagern.

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