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Bundesländervergleich zur Inklusion: Lehramtsstudenten lernen zu wenig über Umgang mi
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Lehrer sollen behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam unterrichten; Deutschland hat sich zu Inklusion an Schulen verpflichtet. Doch angehende Pädagogen werden kaum darauf vorbereitet, wie ein Vergleich der Bundesländer zeigt.

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indy555 14.04.2015, 12:08
1. Nicht nur Lehramtsstudenten...

Auch Ärzte im Praktikum erlernen kaum bis gar nicht den sensiblen Umgang mit Patienten.

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janjibe 14.04.2015, 12:11
2. und was ist

mit den jetzigen Lehrern? Werden die nachgeschult?

Grundsätzlich finde ich den Gedanken der Inklusion sehr gut. Allerdings bringt es meines Erachtens lernschwache Kinder nicht weiter. Eine Lehrerin, die ca. bis zu 25 Kinder in der Klasse betreuen muss, kann sich nicht in dem Maße um die Kinder kümmern, wie in der Förderschule (es geht nicht um körperlich eingeschränkte Kinder!). Das führt zu Agressionen bei diesen Kindern. In der ersten Klasse meiner Tochter gibt es ein absolut aggressives Kind, meine Tochter wurde bereits mehrfach getreten und als sie sagte, sie möchte das nicht, hat das andere Kind sie auch noch gewürgt!! Wie kann das sein? Schön, dass ich als Eltern es eventuell nicht wahrhaben möchte, das mein Kind spezielle Förderung benötigt und es in einer "normalen" Grundschule unterbringen möchte. Aber die Freiheit der Eltern hört m.E. auf, wenn andere Kinder massiven gesundheitlichen Gefährdungen ausgesetzt sind. Die Schule sollte in solchen Fällen mehr Handhabe bekommen. Bei einem Anruf unsererseits bei der Mutter bekamen wir ein lapidares, dessinteressiertes: "Dann hoffen wir mal, dass es nicht wieder passiert." Herzlichen Dank auch!!

In der Grundschulklasse eines Nachbarkindes gibt es einen Jungen der mit 6 noch nicht schulreif war, ein Jahr den Schulkindergarten besuchte und Ende der zweiten Klasse festgestellt wurde, dass er immer noch nicht lesen und schreiben kann und letztes Jahr wieder in die 1. Klasse zurückversetzt wurde!!! Ein 9jähriger unter 6jährigen! Wie soll das weitergehen, soll er noch mit 15 in der Grundschule verbringen??? Ich bin sprachlos... Inklusion schön und gut, aber jeder Fall sollte entsprechend geprüft werden...

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keinereiner 14.04.2015, 12:16
3.

"Lehramtsstudenten lernen zu wenig über Umgang mit Behinderten"?

Lehramtsstudenten lernen zu wenig über Umgang mit Menschen! Ich bin Lehramtsstudent und bis zum Referendariat hat man kaum Umgang im Studium die nicht Mitstudenten sind ...

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montecristo 14.04.2015, 12:16
4. Gar Nichts

Gar nichts lernen die meisten Lehrämtler über die Arbeit mit behinderten Schülern. Das liegt auch daran, dass Lehrer eben KEINE Pädagogen sind, wie hier mal wieder zum x-ten Mal fälschlich behauptet!
Tatsächlich bildet die Uni für die Uni/Forschung aus und nicht für die Schule. 95% der Uniinhalte sind später schlicht nicht relevant für den Beruf.

Beispiele:
Ich weiß nun wie das Berufsbildungssystem in Frankreich, Niederlande, Spanien etc aussieht. Hilft mir ungemein weiter...
Im Seminar "Noten" wird besprochen OB es Sinnvoll ist Noten zu vergeben und nicht WIE. Als ob man eine Wahl hätte.
usw.

Dieser (für mich als Lehrer) Unsinn hilft mir überhaupt nichts für den Beruf. 4 1/2 Jahre wird man eigentlich nur älter. Verlorene Zeit. Es wird Zeit die Lehrerausbildung Praxisorientiert zu gestalten. Am besten von Personen, die auch mal in einer Schule gearbeitet haben. Die meisten haben noch nicht einmal mal vor einer Klasse gestanden.

Und in Sachen Inklusion prophezeie ich eine Exklusion seitens der Mitschüler. Dies ist die Meinung der meisten Kollegen, aber hinter vorgehaltener Hand. Denn die Befürworter streiten umso vehementer für die Inklusion. Gegner werden da gerne mit der Nazikeule abgebügelt.
Die Länder machen das nicht, weil die das generell für richtig halten, sondern weil teure Sonderschulen geschlossen werden können.
Mehr Geld/Personal um eine Inklusion tragfähig zu machen wird es nämlich nicht geben.

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Sonia 14.04.2015, 12:22
5. Es ist ein Desaster

In der Kita gibt es 2 behinderte Kinder - eines 3 Jahre, eines 2 Jahre. Sie gehen völlig in der Masse unter. 1 x in der Woche kommt eine spezielle Erzieherin. Das bringt überhaupt nichts. Von den größeren Kindern werden die Kleinen total veralbert, rumgeschubst u. ihr nicht vorhandenes Sprechvermögen wird nachgeäfft wie "ba,ba ...doof bist du ....du kannst nur ba, ba ...". Da sie Windeln tragen ...erspare ich mir hier die Kommentierung. Erzieher sind völlig überfordert, es gibt aber mehr Geld für Integrationskitas. Kinder können brutal sein, das ist bekannt. Ich finde u. fand es immer unverantwortlich, die Förderkindereinrichtungen abzuschaffen. Dort war individuelle Förderung sehr er erfolgreich möglich. Positive Erfahrungen machen behinderte Kinder in der Ellbogengesellschaft nicht unter den anderen. Viel anders läuft das, wie ich von Lehrern in der Familie höre, in den Schulen auch nicht ab. Leider sind es oft die Eltern der behinderten Kinder, die glauben, alle Probleme wären beseitigt, wenn ihr Kind so ganz unter den "normalen" aufwächst. Das ist ein gefährlicher Irrtum, ein unverantwortliches Experiment des Staates zu Lasten dieser Kinder, die nun einmal der wirklich besonderen Hilfe und Unterstützung bedürfen. Wie erfolgreich die individuelle Förderung in speziellen Einrichtungen war, ist bekannt. Es geht nur darum, Gelder einzusparen. Offensichtlich ist man der Meinung, die Schwächsten werden das schon hinnehmen. Und es ist so auch eingetroffen. Schon für ganz gesunde Kinder sind Kitas nur Aufbewahrungsanstalten. Da sollten mal Eltern Mäuschen spielen können. Die Kinder, die in die Schule kommen, sind immer ungebildeter, schlimm die Sprachentwicklung u. von Kinderärzten weiß ich, dass immer mehr zurückgestellt werden müssen. Und in dieses System, wo ein Erzieher oft 18 Kinder unterschiedlichen Alters betreut (außer teuere Privatkitas, da 1 Erzieher u. 6 Kinder), werden die Schwächsten, Hilfebedürftigsten abgelegt u. sich grundsätzlich selbst überlassen.

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freiheitsglocke 14.04.2015, 12:25
6.

Was sollen Lehrer denn noch alles können?

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committeeof300 14.04.2015, 12:25
7. das ist

um es gelinde zusagen der volle wahnsinn. fuer kinder mit behinderung und kinder die keine haben. man kommt mit dem lernstoff kaum durch und eine seite von beiden bleibt auf der strecke. mal abgesehen davon das man als lehrer zum teil voellig ueberfordert wird. dann jammert die politik das wir zu wenig fuer die bildung junger menschen machen.

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herzblutdemokrat 14.04.2015, 12:29
8. Immer rauf auf die Lehrer

Ich finde es ehrlich gesagt anmaßend wie über unsere Lehrer gesprochen wird. Schuld daran sind sie nicht. Die Politik sollte die Rahmenbedingungen schaffen, sodass die Inklusion besser voran getrieben werden kann. Ich würde mir wünschen, dass diesem so wichtigen Beruf mehr Respekt entgegen gebracht wird. Sie bereiten die nächste Generation aufs Leben vor. Wichtiger geht es fast gar nicht.

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Guardini 14.04.2015, 12:35
9. Meine Urenkelin

ist gegen die Inklusion, da sie sich benachteiligt fuehlt.
Sie beklagt, dass oft Stunden vergehen, bis ein einfaches Thema abgeschlossen werden kann, da Behinderte natuerlich laenger zur Bearbeitung benoetigen.

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