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Bundestagsrede von Bildungsministerin Karliczek: "Es zählt nicht der Abschluss, sonde
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Anja Karliczek hat als Bildungsministerin zum ersten Mal im Bundestag gesprochen. Kooperationsverbot, marode Schulen, Bafög: Was sie zu den sechs großen Baustellen sagte - und was nicht.

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blödbacke 23.03.2018, 08:24
30. Fatal!

Fatal wird es, wenn man mehrere Artikel hier bei Spon miteinander verknüpft. Z.B. den Artikel über neue Akkus und diesen hier. Innovation kommt aus den Unis und uninahen Start-ups. Logisch wäre es also, Start-ups zu fördern. Und wie man an Cambridge Analytics sieht, gibt es da sogar Bedarf an Geisteswissenschaftlern...

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kaffee-junkie 23.03.2018, 08:47
31. Abschluss zählt nicht?

Na da hat die gute Frau sich wohl noch nie in ihrem Leben irgendwo um einen Job bemühen müssen. Im öffentlichen Dienst z.B. geht es in erster Linie nach dem Abschluss und auch das Gehalt wird dadurch bestimmt.
Nach meinen 2 BEFRISTETEN Verträgen bei einer deutschen Forschungseinrichtung habe ich die Flucht ergriffen und bin jetzt in der Industrie. Auch hier ohne Abschluss nicht den hauch einer Chance. Wenn sich da ein zweistelliger Betrag an Bewerbern tummelt, landen die niedrigsten Abschlüsse zuerst im Papierkorb.

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ludna 23.03.2018, 09:39
32. Eigentlich hat sie gar nicht gesagt,

außer den üblichen Polikerfloskeln. Daher ist sie ideale Besetzung.

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mborevi 23.03.2018, 09:56
33. Der Abschluss ...

... zählt natürlich viel, denn er entscheidet über das Wissen, das man mitbringt. Und das alte Sprichwort nicht vergessen: Wissen ist Macht. Und ich möchte ergänzen: Wissen ist die Grundlage von Bildung. Bildung ohne Faktenwissen ist nicht vorstellbar. Es wäre eine Scheinbildung: Anfällig für alle möglichen Ideologien und "alternative" Fakten.

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muldvarp90 23.03.2018, 10:25
34.

Die meisten Doktoranden haben keine Chance, jemals eine Professur zu ergattern. So wird ja doch tatsächlich suggeriert, dass dies ein Missstand sei. Wo kämen wir denn dahin, wenn jeder die Chance hätte? Das System nennt sich Bestenauslese und ist im Prinzip gut so, auch wenn es natürlich, wie in jedem größeren System, Dinge gibt, die besser gemacht werden können. Aber jedem Doktoranden eine Chance auf eine Professur zu geben im Sinne, dass alle es werden können, ... da kann man sich ja nur an den Kopf fassen. Es können genauso auch nicht alle SPIEGEL-Redakteure Chefredakteur werden. Nicht alle Bundestagsabgeordnete werden Bundeskanzler. Nicht alle Sparkassenlehrlinge werden auch mal Bankdirektor, usw. Also: Nicht alle Doktoranden werden Prof, sondern am Ende nur ein Bruchteil. Und das ist auch richtig so.

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cleo345 23.03.2018, 13:53
35.

Das Barfög muss dringend geändert werden. Vorallem aber die Zusammenspielung mit anderen Ämtern und Regelungen.

Beispiel 1 ein Student wohnt bei einem Elternteil, dass Harz IV erhält, der Student kriegt keinen Mitzuschuss vom barfög amt weil er lebt zu hause und das Elternteil kriegt keinen Mietanteil fürs Kind vom Amt weil das Kind ist Student ist also Zuständigkeit vom barfög Amt

Beispiel 2 ein Barfög-Empfänger wohnt alleine, Befreiung von GEZ-Gebühr, lebt bei einem Elternteil oder einem Ehepartner welcher keine GEZ bezahlen muss, der Empfänger muss zahlen. Kriegt er mehr Barfög deshalb? Nein!

Und die Erhöhungen sind ein Witz. Wenn das barfög 10 Euro im Monat erhöt wird und die Mitte 25 Euro, was hat man davon.

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spontanistin 23.03.2018, 13:57
36. Viele sind berufen, ...

... wenige auserwählt. Da zählt nicht nur der richtige Abschluss von einer Elite-Universität sondern auch das richtige Parteibuch und der passende Stallgeruch (Netzwerk, Seilschaften). Das sollte die Dame doch aus persönlicher Erfahrung wissen!

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crestwood 23.03.2018, 15:32
37.

Der einzige Bereich der mir einfällt, bei dem Abschlüsse oder Qualifikation egal für den Job sind, ist die Politik. Insbesondere bei Ministern.

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hikage 23.03.2018, 15:33
38. Wie praktisch

..als man das Grundgesetzt dank solider Mehrheit noch ändern konnte passierte bei der Groko nichts.

Jetzt soll plötzlich die Grundgesetzänderung kommen. Und wenn es erwartungsgemäß nicht klappt, sind die bösen anderen Parteien schuld, die das hehre Vorhaben blockieren.

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b.ernst 23.03.2018, 15:49
39. Immer langsam

Zwar halte ich die Aussagen von Frau Karliczek auch nicht gerade für eine Offenbarung, aber das kann man von den hier abgegebenen Kommentaren noch viel weniger sagen. Die Aussage "Nicht der Abschluss ist entscheidend, sondern was man daraus macht", kann man auch genau anders herum verstehen: Ein noch so guter Abschluss ist nichts wert, wenn nicht auch andere Faktoren, wie persönlicher Einsatz, Leistungsbereitschaft und Lernfähigkeit hinzukommen. Und ein Abschluss (Berufs- oder Schulabschluss) in jungen Jahren ist heute eben nicht mehr entscheidend für den Rest des Berufsleben. Die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems erfordert aber auch, dass man bereit ist, immer noch einmal wieder etwas neues zu lernen. Dabei gilt es, die bereits erworbenen Fähigkeiten auch im neuen beruflichen Umfeld zu nutzen. Der öffentliche Dienst ist da ein schönes Beispiel: auch da gibt es Weiterbildung! Aber die Bereitschaft, sich persönlich einzubringen ist bei den meisten unterdurchschnittlich (um es vorsichtig zu formulieren...!)
Mit Schulpolitik hat Frau Ministerin nur bedingt etwas zu tun. Forschung und Wissenschaft sind da eher ihr Thema. Wer im übrigen glaubt, dass ein Minister Fachwissen in Reinkultur für sein Ministerium benötigt, hat die Aufgaben eines Politikers im Grundsatz nicht verstanden. Ein Minister gibt allenfalls Impulse, den Rest erledigen (Gott sei Dank) Fachreferenten. Aufgabe eines Ministers ist neben der Leitung einer "Behörde" in erster Linie die politische Umsatzbarkeit zu bewerkstelligen. Mal umgekeht gedacht: Muss ein Gesundheitsminister Arzt sein, oder noch besser Krankenkassenvorstand, ein Verteidigungsminister gedient haben, ein Wirtschaftsminister selbständig gewesen sein, ein Sozialminister mal arbeitslos??

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