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Bundeswehr an Schulen: Das machen Jugendoffiziere und Karriereberater
Patrick Seeger / DPA

In Berlin will die SPD umsetzen, was Kinderrechtler schon lange fordern: Minderjährige sollen nicht für die Bundeswehr geworben werden. Die Aufregung darüber halten die Sozialdemokraten für ein Missverständnis.

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dadubmix 02.04.2019, 16:20
1. Konsistenz?

Aha. Also wenn ein böser Karriereberater der Bundeswehr in eine Schule kommt, muss man die Kinder davor schützen, denn sie können noch nicht für sich selbst entscheiden. Wenn sie aber Freitags in der Schulzeit für das Klima demonstrieren, sind sie auf einmal gereift genug? Wo ist die Konsistenz?

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telarien 02.04.2019, 16:43
2. Was für eine Heuchelei

Ich kann am Dienst in einer parlamentarischen Armee nichts Schlechtes finden. Bei Auslandseinsätzen kann man geteilter Meinung sein, aber diese Entscheidung treffen nicht die Soldaten.
Bei Parteien gibt es sogar Jugendorganisationen, das ist erlaubt? Damit sie so werden wie Merkel, Seehofer, vDL, oder Nahles? Soldaten dienen der Bevölkerung, Politiker führe ich besser nicht weiter aus.

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heissSPOrN 02.04.2019, 17:01
3.

"Als Beispiel führen die Macher die Werbung zum sogenannten Girls Day an: Unter Überschriften wie "Ein Tag als Soldatin" oder "Attraktive Uniformen" seien mit bundesweit mehr als 3.600 Angeboten der Bundeswehr bereits Fünftklässlerinnen angesprochen worden."
Da kommt mir echt das Essen hoch - wird da auch drauf eingegangen, dass jeder "Tag als Soldat" der letzte Tag überhaupt sein könnte, oder wie "attraktiv" eine Uniform auch einen aufgebahrten Leichnahm mache?

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Mesi0013 02.04.2019, 17:11
4. Ganz ganz sicher...

Also wenn ich mir die Werbung der Bundeswehr so anschaue, die allenthalben zu sehen ist, dann kann man sich ganz sicher sein, dass die "Werbung" in den Schulen bestimmt ganz seriös abläuft... Coolness und Happyness, manchmal auch Party-Palmen-Sehnsucht, soll da irgendwie vermittelt werden aber eine seriöse Anwerbung für einen Soldatenjob sollte anders aussehen. Ich hab's schon einmal geschrieben: es sind verlorene Jahre, in den seltesten Fällen -mit Verpflichtung im Bereich 12 Jahre- hat man auch einen Beruf in der Hand, die meisten können nach Dienstende soetwas dann nicht vorweisen. Weshalb darf nicht -gleichzeitig zum Anwerben der Bundeswehr- auch eine Friedensinitiative ihre Standpunkte darlegen?

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enforca 02.04.2019, 17:15
5. Dämliche Frage @1.

Sie Fragen ernsthaft was der Unterschied ist zwischen Kindern die als Soldaten angeworben werden und Kindern die gegen den Klimawandel demonstrieren?

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Mesi0013 02.04.2019, 17:15
6. Genau deswegen...

Zitat von heissSPOrN
"Als Beispiel führen die Macher die Werbung zum sogenannten Girls Day an: Unter Überschriften wie "Ein Tag als Soldatin" oder "Attraktive Uniformen" seien mit bundesweit mehr als 3.600 Angeboten der Bundeswehr bereits Fünftklässlerinnen angesprochen worden." Da kommt mir echt das Essen hoch - wird da auch drauf eingegangen, dass jeder "Tag als Soldat" der letzte Tag überhaupt sein könnte, oder wie "attraktiv" eine Uniform auch einen aufgebahrten Leichnahm mache?
Genau deswegen bin ich dagegen. Wir sollten die UN-Konvention umsetzen und keine Minderjährigen überhaupt Dienst tun lassen, auch keine Anwerbeversuche. Und dann schimpft unsere Politik über Diktaturen, die ebenso Kinder in ihre Armee lassen. Verlogen...

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enforca 02.04.2019, 17:17
7. Aha

"Ich kann am Dienst in einer parlamentarischen Armee nichts Schlechtes finden. Bei Auslandseinsätzen kann man geteilter Meinung sein, aber diese Entscheidung treffen nicht die Soldaten."
Aha, und das ist jetzt eine gute Sache, dass unsere fähigen Politiker über Auslandseinsätze bestimmen und somit über die Leben der Soldaten?

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enforca 02.04.2019, 17:19
8. @2

"Soldaten dienen der Bevölkerung, Politiker führe ich besser nicht weiter aus."
Falsch, Soldaten dienen Politikern.

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fottesfott 02.04.2019, 17:30
9. Wer noch nicht...

wählen, Auto fahren, uneingeschränkt Alkohol kaufen darf, sollte auch noch nicht an der Waffe ausgebildet werden.
Führt die Wehrpflicht wieder ein; dann wird die BW wieder Bürgerarmee, der eine oder die andere stellt in W15 oder W12 vielleicht für sich fest, dass der Laden für sie/ihn persönlich eine Perspektive wäre, und die früher bei Ausbildern berüchtigten "Abiturientenquartale" wären ein ganz natürliches Korrektiv gegen rechte Seilschaften in der Truppe.

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