Forum: Leben und Lernen
Bundesweit unfaire Noten: Schluss mit dem Abi-Irrsinn!
DPA

Immer mehr Einser-Abiturienten: In einigen Bundesländern haben es Schüler leichter als in anderen. Dabei gäbe es eine Lösung, den höchsten Schulabschluss gerechter zu machen.

Seite 31 von 31
alfistone 08.06.2015, 21:20
300. Staatsphilosophie

Zitat von moistvonlipwik
Der Bund ist eine Schöpfung der Länder, nicht umgekehrt. Sie waren dazu nicht verpflichtet. Der Schöpfer bestimmt das Schicksal der Schöpfung, nicht umgekehrt.
Schauen Sie doch einfach in Art. 146 Grundgesetz, da steht genau drin, wie man dieses Grundgesetz und damit die Bundesrepublik los wird. Das ist besser als Ihre völlig falschen staatsphilosophischen Gedankengänge.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fruusch 08.06.2015, 21:28
301. nichts verstanden

Zitat von bernd.stromberg
Es geht doch aber nicht darum dass Prüfungsergebnisse zufällig ungleich verteilt sind, sondern darum dass nachweislich und messbar der Schwierigkeitsgrad der Abiturklausuren über einen längeren Zeitraum in verschiedenen Bundesländern variiert. Wo genau ist denn jetzt Ihr Argument dafür, dass der Schüler in Bayern etwas anderen lernen soll als in Schleswig-Holstein? Es wird ja insgesamt über die ganzen Schuljahre auf das Abitur vorbereitet, Ihr Argument dass Sie Ihre Schüler "stumpf" auf das Zentralabitur vorbereiten müssten, anstatt eigenen Stoff zu vermitteln ist doch Unsinn. Sie sollen ohnehin mindestens den Stoff vermitteln, den der Rahmenlehrplan vorgibt, alles darüber hinaus ist nett und gut. Es ist aber auch nicht Sinn des Schulsystems dass Sie den Lehrplan ignorieren und nur vermitteln was sie selbst sinnvoll finden. Größenwahnsinnige Lehrer die Egomanen sind und Ihren eigenen Lehrstoff als den einzig wichtigen und richtigen ansehen gibt es zur Genüge. Die sind ein Teil des Problems.
Tut mir leid, aber Sie haben nichts verstanden.

Ich habe selbst das Zentralabitur in Bayern geschrieben, übrigens mit einem außerordentlich guten Ergebnis (Viertbester des Jahrgangs meiner Schule, der noch dazu den besten Abischnitt in Bayern hatte). Wir mussten damals als Schüler wochenlang in vielen Fächern stumpfsinnig alte Abituraufgaben pauken (da gibts ganze Bücher zu kaufen, die sind voll damit - der Stark Verlag lebt von fast nichts Anderem!). Was haben wir dabei gelernt? Wie man die Standardfragen des Zentralabiturs nach Schema F löst. Die Fragetypen waren immer gleich, der Schwierigkeitsgrad war extrem hoch, der Anspruch bewegte sich aber auf dem Niveau von Bodenfrost.

Doch was macht einen wirklich guten Schüler aus? Intelligentes Verknüpfen seines vorhandenen Wissens, kreative Lösungen für ungewohnte Fragestellungen, Schlüssige Bewertungen von Sachverhalten aufgrund von Fachwissen und intelligenten Schlussfolgerungen - all das kann man aber mit einem Zentralabitur und seinen Standardfragen nicht abprüfen.

Die Anforderungen für die Abiturprüfung sind bundeseinheitlich durch die EPA (Einheitliche Prüfungsanforderungen für die Abiturprüfung) der Kultusministerkonferenz geregelt. Sie spiegeln sich in den Lehrplänen der Länder wider. Auch bei uns in RLP werden alle Abiturprüfungen zentral in Mainz überprüft, ob sie diesen Anforderungen entsprechen.

Alles, was darüber hinaus geht, muss aber meine Freiheit als Lehrer bleiben. Ich muss selber Schwerpunkte setzen dürfen, wo sie meinen bzw. den Interessen meiner Schüler entsprechen. Mir da gleich Egomanie zu unterstellen ist nur lächerlich und zeugt davon, wie wenig Sie vom Unterrichten verstehen. Aber so ist es halt - beim Lehrerberuf meint jeder, mitreden zu können, man ist ja schließlich selbst mal zur Schule gegangen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
th.enz 09.06.2015, 02:29
302. Richtig

Zitat von bernd.stromberg
wenn man selbst oder Familienangehörige z.B durch politische Ausrichtung bei der Stasi auf dem Zettel stand?! Ja wer kennt sie nicht - die Ostdeutschen Experten die nach der Wiedervereinigung in alle Welt ausschwärmten und sich Ihren Ruf als topausgebildete Fachkräfte verdient machten?
Irgendeiner muß ja immer den unterbelichteten Kommentar von politischer Ausrichtung und Stasi bringen. Das avanciert langsam zur Groteske im Internet. Daß das in der von typischen Wessis geifernd und mit Häme geschilderten Form nicht der Wirklichkeit entsprach, wird geflissentlich ignoriert. Wenn man mit dem veralteten dreigliedrigen Schulsystem schon ein der ostdeutschen Einheitsschule massiv unterlegenes Bildungswesen hatte, muß der sozialistische Klassenfeind unbedingt über die Ideologie gegeißelt werden...

Des weiteren: In der Tat! Nach dem Mauerfall wurden die hochqualifizierten Ostdeutschen im Westen händeringend mit Kußhand genommen. Egal welches Niveau, POS, EOS, oder Spezialschule. Der gute Ruf der ostdeutschen Einheittschule wurde übrigens im Westen geprägt und am Leben gehalten - wegen der dortigen Erfahrungen mit den Fachkräften. Die Ossis machen nicht viel Tamtam darum, die kannten es schließlich nicht anders.
Aber selbst wenn das nicht so gewesen wäre: Das Niveau der Breitenbildung und in der Leistungsspitze war signifkant höher. Allemal besser als das westdeutsche Schmalspurabitur mit Abwählen, Religionunterricht, Kunst-LK, hinterhergeschmissenen Doktorarbeiten und vom Lehrer erstellten Abiaufgaben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uno42 10.06.2015, 21:33
303. wie herablassend ist das denn

"... denn jeder halbwegs attraktive Studiengang ist zulassungsbeschränkt. ..."

Der Satz geht ja gar nicht. Viele MINT-Fächer sind ohne NC studierbar. In den Ingenieursstudiengängen, E-Technik, Informatik, Mathe, Physik, etc. ist es überwiegend so, dass man ohne NC loslegen darf. Ob man schlau genug ist, merkt man dann in den Prüfungen...

Das ist doch ein faires Verfahren: genug Platz im 1. Semester vorsehen und die Prüfungen selektiv auslegen. Dann ist der Notenmaßstab im Abi nachrangig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
moistvonlipwik 10.06.2015, 21:59
304.

Zitat von alfistone
Schauen Sie doch einfach in Art. 146 Grundgesetz, da steht genau drin, wie man dieses Grundgesetz und damit die Bundesrepublik los wird. Das ist besser als Ihre völlig falschen staatsphilosophischen Gedankengänge.
Da die Umsetzung der Mithilfe der Länder bedarf, dürfte das wohl nicht weiterhelfen. Überhaupt hat Art. 146 keineswegs den Inhalt, den Sie ihm geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dt17239797 11.06.2015, 15:55
305. Es geht noch unfairer!

Mein Abiturjahrgang hatte das sogenannte Dezernentenabitur, d.h. die Abschlussnote war eine ganze Note schlechter, da die Lehrer alle Klausuren schlechter bewertet haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stephan87 11.06.2015, 17:43
306.

Zitat von madita-mia
Es erhebt sich die Frage, was Sie beruflich machen und mit welchen jungen Menschen Sie zu tun haben. Ich kann Ihren Behauptungen nicht annähernd zustimmen: Ich saß vor ca. 20 Jahren in BW als einzige Frau im Physik-LK und als eine von 3 in dem einen von 2 Mathe-LKs. In dem anderen Mathe-LK war der Frauenanteil höher. Bei dieser Fächerkombination hilft Auswendiglernen nicht weiter, trotzdem lagen die Frauen mit ihren Leistungen über dem Durchschnitt - wie im übrigen bundesweit bei den Abiturabschlüssen und fast allen Studienabschlüssen. Auch denen, in denen analytischer Sachverstand erforderlich ist! Das könnte daran liegen, daß a) Intelligenz normalverteilt ist und - anders als Sie - keine Geschlechtsunterscheidung vornimmt und b1) von Haus aus zu mehr Fleiß angehalten werden oder b2) sich eher genötigt sehen, sich zu beweisen, weil es Leute wie Sie gibt. Die Quoten erscheinen nötig, weil Frauen in akademischen Berufen - statistisch bewiesen - trotz gleicher Qualifikationen benachteiligt werden, OBGLEICH sie häufig die besseren Noten und effizientere Arbeitsleistungen zeigen.
Warum haben denn Mädchen in der Schule im Schnitt deutlich bessere Noten als Jungs? Und halten Sie es auch für nötig dagegen etwas zu unternehmen? Vermutlich nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
austenjane1776 11.06.2015, 19:37
307. Ein ganz einfacher Erklärungsversuch

Zitat von stephan87
Warum haben denn Mädchen in der Schule im Schnitt deutlich bessere Noten als Jungs? Und halten Sie es auch für nötig dagegen etwas zu unternehmen? Vermutlich nicht.
An der "Front" sieht es so aus, dass die jungen Frauen wesentlich häufiger das tun, was sie nach Lehrplan usw sollen.
Und sie sind im Alter von ca 17-20 im Mittel nach meiner Erfahrung erwachsener - sie wissen besser, was sie wollen, sie kooperieren besser, sie stören weniger.
(Es gibt sehr viele gute, fitte Jungs - aber im Mittel ist das meine Erfahrung)
Das geht ja nicht nr auf die "böse" Schule.
Das geht doch am Ausbildungsplatz oder an der Hochschule genauso weiter. Dort sind die Anforderungen ähnlich.
Manchmal fällt allerdings irgendwann der "Groschen" - das sind schöne Momente - und dann können auch die jungen Herren mitmachen - wenn sie zB wissen, was sie wollen.
(Nochmal - statistisch kommt das nach meienr Erfahrung bei Jungs häufiger vor - furchtbare junge Frauen gibt es auch usw - aber anteilig eben weniger)
Vielleicht liegt es auch daran, dass junge Frauen zu Hause anders erzogen werden - die kennen ihren Job und passen sich besser an - und wer Geld verdienen will, muss genau das können.
Nicht immer, aber immer öfter.
Böser Spruch: Viele Eltern erziehen Jungs garnicht, oder so, als müßten die mit der Keule im Urwald jagen ("wilde Kerle")und nicht einen qualifizierten Job lernen und machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 31 von 31