Forum: Leben und Lernen
Chaos vor Hamburger Schulen: "Elterntaxis sind eine Gefahr für Kinder"
DPA

In Hamburg kontrolliert die Polizei Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren. Ulf Schröder, Leiter der Verkehrsdirektion, versucht sich in Aufklärung vor Ort - und erlebt chaotische Szenen.

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k.k.laake 04.04.2019, 15:36
1. Warum nicht weiterdenken?

Drive-In Schule. Direkt vorm Klassenzimmer absetzen und abholen.

Bloss keinen Meter zu viel laufen. Da wird in zweiter Reihe geparkt obwohl 10 Meter weiter ein Parkplatz frei ist. Da müsste man ja laufen. Bloss nicht.
Ist vermutlich auch ein rein deutsches Problem.

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schnubbeldu 04.04.2019, 15:40
2. Klar mit dem Elterntaxi von Mo. bis Do. in ...

... die Schule und freitags gehen wir für einen besseren Klimaschutz demonstrieren. Wäre gut, wenn gleich mal die Organisatoren der Freitagdemos unserer Schüler "Elterntaxi-Parkplätze" bereitstellen, damit die Organisatoren im Gegensatz zur Schulbehörde nicht verpennt haben.

Vielleicht sollte man tagtäglich gerade "neue" Unfälle mit Personenbeteiligungen an den Schulen veröffentlichen, damit auch der letzte Elternteil lernt mit "Vernunft" an die Thematik "Elterntaxi" ranzugehen. Manche Eltern scheinen wohl den Weg aus der KiTa noch nicht wahrgenommen zu haben und fahren ihre Kinder im schulpflichtigen Alter weiterhin.

Im Übrigen, als Kindergartenbesucher im Alter von 4 bis 6 Jahre musste in Mitte der 70er Jahre täglich einfach ca. 2km Entfernung im Beisein meiner Mutter und/oder Großeltern bzw. auch mal Tante laufen. Hatte ich "Rabeneltern" gehabt! Man Man Man, zugegeben, der Verkehr ist heute ein anderer, aber in Begleitung wurde "gelaufen" mangels mobilen Fahruntersatz.

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mcmercy 04.04.2019, 15:41
3. Falsche Verkehrsplanung

Das Chaos ist hausgemacht. Fehlende Haltebuchten, Verengte Fahrbahnen, fehlende Einbahnstrassen vor Schulen, fehlende Radwege. Das erhöht das Risiko und die Gefahren. Hinzu kommt es gibt vielerorts keine Buskarten für die Kinder die weniger als 2Km (Luftlinie) von der Schule wegwohnen. Niemand lässt im Winter 6-10 Jährige zu Fuß 1,8 Kilometer durch die dunkle Nacht laufen. Ja ich weiß in China laufen die 10 Km, wir sind aber nicht in China. Es bringt auch nichts die Eltern hier zu bevormunden, das ändert nichts an der miserablen Verkehrsplanung. Kommen die Lehrer auch alle zu Fuß? Gehen Erwachsene auch alle zu Fuß zur Arbeit?

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alexandercanazachambi 04.04.2019, 15:45
4.

Das ist mir auch schon aufgefallen. Ich bin schon ein paar malzu spät gekommen, weil SuVs die ganze Farhbahn zugeparkt haben und der Bus einfach nicht mehr durchkommt. Diese entwicklung ist irgendwie merkwürdig. Passt irgendwie nicht in mein Bild der Generation X/Y.

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spon-1310712841582 04.04.2019, 15:48
5. Das Problem ist alt.

Nur leider ist mit Ermahnungen der Sache nicht beizukommen. Es hilft nur konsequent mal 4 Wochen lang Tickets zu verteilen, um die Gefährdung der Kinder zu beenden. Bei uns in der Gemeinde wurde sogar die Straße vor der Schule von 7:30 bis 9:00 und 12:30 bis 14:30 gesperrt - allerdings "Anlieger frei" . Erfolg? Minimal. Es wird jetzt über eine Schranke nachgedacht. Bloß nicht Tickets verteilen. Gestern hat mich der Fahrer eines PKWs angehupt damit ich vom Gehweg vor der Schule verschwinde - er wollte dort - auf dem Gehweg vor der Schule!!!! parken. Als ich ihm sagte, dass sei der Gehweg kein Parkplatz hat er mir Prügel angedroht. Einsicht bei Autofahrern? Nette Infoblätter verteilen? Kann man vergessen.

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nachtmacher 04.04.2019, 15:50
6. "Fridays for future..."

aber nur mit Elterntaxi. Als ob es an den Eltern alleine liegt. Für die Kinder bequem wie auch sonst die ganzen Annehmlichkeiten für selbstverständlich genommen werden. Meine Neffen waren ziemlich sauer auf meine Schwester als die sie erstens nicht zur Demo fahren wollte und danach das Mama-Taxi einstellte... Klima geschützt, Verkehr reduziert, alles gut? Ne, Kinder jammern, dass sie die einzigen sind, die zur Schule radeln müssen....

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Pro_Wahlfreiheit 04.04.2019, 15:55
7.

Ich bin auch dagegen, dass Kinder bei kurzen Strecken mit dem zur Schule gefahren werden.

Wir wohnen sowieso zu weit weg, um zu Fuss gehen zu können, aber auch wenn ich gegenüber von unserer Schule wohnen würde, würde ich meine Kinder bis vors Schultor begleiten, weil ich die Baustellensituation und den Verkehr dort für gefährlich halte.

Am Nachmittag dürfen die Kinder bei uns im Stadtteil alleine zu Freunden oder zum Sport. Es ist also nicht so, dass sie nicht lernen, im Strassenverkehr zurecht zu kommen. Aber ich darf als Mutter ja noch entscheiden, wieviel ich meinem 6jährigen zumute.

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hasselblad 04.04.2019, 15:58
8.

Elterntaxis sind die Pest. Zugeparkte Straßen und Radwege vor jeder Schule, überall ein Kordon warnblinkender SUVs und Mittelklassekombis voller Helikoptereltern und ihrer verwöhnten Brut. Der Tatbestand des "Missbrauchs von Warneinrichtungen" wird auch jedesmal erfüllt wenn einer aus der zweiten Reihe "mal schnell die Kinder in die Schule bringt". Und die Kinder? Lernen von klein auf, dass man mit Egoismus am besten durchs Leben kommt, vielen Dank auch. Ich bleibe dabei - wer sich rücksichtslos verhält, egal ob er rast oder den öffentlichen Straßenverkehr als Abstellraum für sein Privateigentum nutzt, sollte mangels charakterlicher Eignung unter gar keinen Umständen einen Führerschein behalten dürfen.

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kajoter 04.04.2019, 15:58
9. Gute Maßnahme

Der Schulweg zu Fuß ist nicht nur ein schnöder Weg, meistens trifft man dabei auf Klassenkameraden, es bilden sich Gruppen, die sich etwas zu erzählen haben, auf Gleichaltrige aus anderen Klassen etc.
Er ist eben auch eine Teil der Sozialisaton.
Davon abgesehen sind Erstklässler in der Regel stolz darauf, den Weg ohne Elternbegleitung selbst bewältigen zu können, und diese Begleitung ist kaum länger als eine Woche nötig. Was viele Eltern heutzutage anstellen, ist nichts anderes, als ihren Kindern nichts mehr zuzutrauen/zuzumuten und sie zur Unselbständigkeit zu erziehen.

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