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Chaos vor Hamburger Schulen: "Elterntaxis sind eine Gefahr für Kinder"
DPA

In Hamburg kontrolliert die Polizei Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren. Ulf Schröder, Leiter der Verkehrsdirektion, versucht sich in Aufklärung vor Ort - und erlebt chaotische Szenen.

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benmartin70 04.04.2019, 16:26
20.

Zitat von mcmercy
Das Chaos ist hausgemacht. Fehlende Haltebuchten, Verengte Fahrbahnen, fehlende Einbahnstrassen vor Schulen, fehlende Radwege. Das erhöht das Risiko und die Gefahren. Hinzu kommt es gibt vielerorts keine Buskarten für die Kinder die weniger als 2Km (Luftlinie) von der Schule wegwohnen. Niemand lässt im Winter 6-10 Jährige zu Fuß 1,8 Kilometer durch die dunkle Nacht laufen. Ja ich weiß in China laufen die 10 Km, wir sind aber nicht in China. Es bringt auch nichts die Eltern hier zu bevormunden, das ändert nichts an der miserablen Verkehrsplanung. Kommen die Lehrer auch alle zu Fuß? Gehen Erwachsene auch alle zu Fuß zur Arbeit?
Schwachsinn, wenn nicht der Großteil mit dem Auto kommen würde, würden auch keine Haltebuchten fehlen. Und ja man kann 1,8 km morgens und mittags laufen. Auch im Dunkeln.
Alternativ das Rad nehmen, da sollte Licht dransein.

Bei 1,8 km würde ich doch empfehlen auch als Erwachsener zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nehmen.
Ja ich und mein Sohn fahren täglich, das ganze Jahr über, mit dem Rad - weiter als 1,8 km......

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phthalo 04.04.2019, 16:26
21. Ich bin Lehrer ....

an einem Gymnasium und Elterntaxis sind auch bei uns ein Problem. Zu den Stoßzeiten müssen sich alle Autos durch die Kinder "durchmogeln".
Ich kann die Eltern da leider nicht verstehen. Klar, wenn das Kind zu weit weg wohnt, kann es auch mit dem PKW gefahren werden. Aber warum bis vor die Schule? Man kann das Kind auch 1 oder 2 km vorher absetzen und den Rest geht es zu Fuß. Zur Grundschule bin ich auch 2km zu Fuß gegangen oder mit dem Rad gefahren. Außer, dass man dadurch fitter wird, trägt man keinen Schaden davon.

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misterknowitall2 04.04.2019, 16:27
22. Bitte?

Zitat von mcmercy
Das Chaos ist hausgemacht. Fehlende Haltebuchten, Verengte Fahrbahnen, fehlende Einbahnstrassen vor Schulen, fehlende Radwege. Das erhöht das Risiko und die Gefahren. Hinzu kommt es gibt vielerorts keine Buskarten für die Kinder die weniger als 2Km (Luftlinie) von der Schule wegwohnen. Niemand lässt im Winter 6-10 Jährige zu Fuß 1,8 Kilometer durch die dunkle Nacht laufen. Ja ich weiß in China laufen die 10 Km, wir sind aber nicht in China. Es bringt auch nichts die Eltern hier zu bevormunden, das ändert nichts an der miserablen Verkehrsplanung. Kommen die Lehrer auch alle zu Fuß? Gehen Erwachsene auch alle zu Fuß zur Arbeit?
Wenn Erwachsene so nahe am Arbeitsplatz wohnen, gehen 95% zu Fuß oder fahren Rad. Sich über 1,8 km zu echauffieren ist mal ziemlicher Quatsch. Das schaffen sowohl 6jährige als auch 10jährige locker. Und das tut denen sogar gut.

Eltern schieben immer ihre Kinder vor, dass man das nicht zumuten kann, doch Kinder vertragen oft mehr, als es die ängstlichen Eltern zugestehen wollen. Um mal deutlich zu werden.....wer sein Kind in die Schule fährt und nicht weil es sehr weit weg ist, handelt maximal egoistisch. Ach, und bei Ihnen......was ist mit dem Rad? 1,8km scheint ideal dafür zu sein.

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Chico73 04.04.2019, 16:28
23.

Zitat von r2t5
Gymnasium 6 Klasse, Rucksack - Gewicht: 8 bis 8,5 kg (nur notwendige / für den Tag geforderte Bücher etc. + u.u. zusätzlich Tasche mit Schwimmsachen. Eigengewicht von dem kleinsten der Kinder: 27 kg (bereits mit 5 jahren in die Schule gegangen (wegen Stichtag), der Staat will halt schneller Steuerzahler bekommen) . kürzester Fussweg: 3,3 km. ab 3,5 km bezahlt die Stadt Duisburg grösstenteils Schultiket, bei "nur" 3,3 km gar nichts. das Kind muss mehr als 30% Eigengewichts 3,3 km tragen. da ich 3 Kinder in die gleiche Schule bringe, müsste ich ca. 110 EUR / Monat für "Schokotickets" bezahlen. als nicht-Sozialhilfeempfänger aber Geringverdiener kann ich es mir schlicht nicht leisten, daher werden alle drei morgens hingebracht, zurück müssen sie mal 3,3 km selbst laufen, mal werden sie abgeholt.
Niemand erwartet von ihren Kindern 3,3 Km zu Fuß zur Schule zu laufen. Aber sie können Ihre Kinder auch 300-400m vor der Schule an einer ungefährlichen Stelle rauslassen - darum geht es!

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mkalus 04.04.2019, 16:28
24.

Zitat von alexandercanazachambi
Das ist mir auch schon aufgefallen. Ich bin schon ein paar malzu spät gekommen, weil SuVs die ganze Farhbahn zugeparkt haben und der Bus einfach nicht mehr durchkommt. Diese entwicklung ist irgendwie merkwürdig. Passt irgendwie nicht in mein Bild der Generation X/Y.
Wieso? Die Generation denkt doch (ich gehöre zu X) das wir schon alles “richtig machen”.

Ich Leben in Vancouver, Kanada. Der Geburtsort von Greenpeace und jeder hier wird dir Erzählen wie wichtig die Natur und der Umweltschutz ist. Um dann mit dem grossen SUV drei Strassen weiter zum einkaufen zu Fahren. Wenn man das dann anspricht kommt im Grunde immer die Antwort: “Aber ich Recycle!”.

Für die meisten Menschen gibt es eine Hierarchie und Bequemlichkeit schlägt da Naturschutz.

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Bolleck 04.04.2019, 16:30
25. Erst mal Schulwege bauen

Bei uns ist der Weg zwar nicht weit, führt aber durch ein Wohngebiet ohne Fußgängerwege und Radwege. Zwar 30 Zone aber keine Spielstraße. Und durch (sic!) ein Parkhaus, das kurz vor 8 Uhr stark frequentiert wird. Klar, früher bin ich zu Fuß gegangen, aber da fuhren auch keine 500 Autos in der Zeit an mir vorbei.

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misterknowitall2 04.04.2019, 16:33
26. Na klar sind die Eltern Schuld...

Zitat von nachtmacher
aber nur mit Elterntaxi. Als ob es an den Eltern alleine liegt. Für die Kinder bequem wie auch sonst die ganzen Annehmlichkeiten für selbstverständlich genommen werden. Meine Neffen waren ziemlich sauer auf meine Schwester als die sie erstens nicht zur Demo fahren wollte und danach das Mama-Taxi einstellte... Klima geschützt, Verkehr reduziert, alles gut? Ne, Kinder jammern, dass sie die einzigen sind, die zur Schule radeln müssen....
da hat ihre Schwester leider versäumt direkt von Anfang an darauf zu bestehen, dass ihre Neffen gefälligst mit dem Rad zu fahren haben.

Und eigentlich glaube ich Ihnen die Reaktion der Kinder nicht. Schöne Geschichte um ihre Meinung über Klimapolitik kundzutun, aber viel zu plakativ......

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keery 04.04.2019, 16:40
27. Schulwege sichern

Wenn man Schulwege entsprechend sichern würde, hätten die Eltern vielleicht auch mehr Vertrauen. Dedizierte Schulbusse, Verkehrs- und Schülerlotsen, sensibilisierte und eingreifwillige (und -befugte!!!!) Begleiter in den Öffis, etc. sind in anderen Ländern durchaus gang und gäbe. Wir leben leider in einer Zeit und Gesellschaft, wo sich jeder nur noch um sich selbst kümmert, und 10-Jährige Mädchen auf dem Schulweg von fremden Männern angesprochen und bedroht werden, ohne dass es jemanden schert.
Dass Kinder in Entfernung unter 2km keine Fahrkarte bekommen, ist auch schwer verständlich. Es geht nicht nur um Bequemlichkeit und Verkehrssicherheit, sondern auch Schutz vor Übergriffen, wie sie leider viel zu häufig passieren, auf einem Level, der der Berichterstattung nicht wert ist, aber Eltern trotzdem verschreckt.

Den Busfahrer interessierts nicht - nicht seine Baustelle. Den Kontrolleur interessierts nicht - nicht seine Baustelle. Den Sicherheitsdienst interessierts nicht - "wir können nichts machen, wenn keiner handgreiflich wird" und "wir können nur die Polizei rufen, wenn jemand handgreiflich wird".

Vielleicht würden Eltern eher ihre Kinder "ein paar hundert Meter" von der Schule entfernt aus dem Auto lassen, wenn sie auf dem Rest des Weges nicht völlig allein wären.

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misterknowitall2 04.04.2019, 16:42
28. Alternativen...

Zitat von r2t5
Gymnasium 6 Klasse, Rucksack - Gewicht: 8 bis 8,5 kg (nur notwendige / für den Tag geforderte Bücher etc. + u.u. zusätzlich Tasche mit Schwimmsachen. Eigengewicht von dem kleinsten der Kinder: 27 kg (bereits mit 5 jahren in die Schule gegangen (wegen Stichtag), der Staat will halt schneller Steuerzahler bekommen) . kürzester Fussweg: 3,3 km. ab 3,5 km bezahlt die Stadt Duisburg grösstenteils Schultiket, bei "nur" 3,3 km gar nichts. das Kind muss mehr als 30% Eigengewichts 3,3 km tragen. da ich 3 Kinder in die gleiche Schule bringe, müsste ich ca. 110 EUR / Monat für "Schokotickets" bezahlen. als nicht-Sozialhilfeempfänger aber Geringverdiener kann ich es mir schlicht nicht leisten, daher werden alle drei morgens hingebracht, zurück müssen sie mal 3,3 km selbst laufen, mal werden sie abgeholt.
wie ist es mit Fahrrad, Roller, Skateboard......? Damit sind die Kinder mindestens 3 mal schneller.

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stefan-arte 04.04.2019, 16:47
29. Die armen kleinen Kinder.

Wir waren, als ich Abi gemacht habe Ende der 70er, rund 1600 ( in Worten eintausendsechshundert) Schüler
an unserem Gymnasium. Und es gab maximal zehn Schüler, die gebracht wurden. Die standen jahrelang voll-
kommen isoliert in der grossen Pause und wurden schlicht von uns verachtet.
Wenn die heutigen Mütter wüssten, was sie ihren Kindern mit dem Bringdienst antun. Aber sie wissen es nicht, weil sie zu selbstgefällig und schlicht im Geiste sind.

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