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Chaos vor Hamburger Schulen: "Elterntaxis sind eine Gefahr für Kinder"
DPA

In Hamburg kontrolliert die Polizei Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren. Ulf Schröder, Leiter der Verkehrsdirektion, versucht sich in Aufklärung vor Ort - und erlebt chaotische Szenen.

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viwaldi 04.04.2019, 17:51
50. Ach wie leicht ist es, mit dem Finger auf andere zu zeigen

Ja, ich fahre meine Kinder auch 1-2 mal pro Woche zur Schule. Bei Ganztagsschule sind Schulranzen, Sportzeug und teils Musikinstrumente plus 3 Kinder meine Fuhre. Ist der Tag so lang, möchte ich meinen Kindern nicht noch 45-50 Minuten Schulweg mit 2x Umsteigen im morgendlichen Berufsverkehr zumuten. Am späten Nachmittag kommen sie dann alleine nach Hause, da kommt es auf eine Viertelstunde nicht mehr an. Warum nicht Haltebuchten für Kurzparker vor Schulen eingerichtet werden, verstehe ich nicht. Das würde die Situation massiv entschärfen. Aber, und da muss man hier nur die Forenbeiträge anschauen, die politische Umerziehung der Hochkorrekten darf ja nicht gefährdet werden, nur die Kinder dürfen gefährdet werden mit dem unausgesprochenen Impetus „selber Schuld wenn was passiert“. Man könnte noch sehr ins Detail gehen, den Superschlauen sei hier nur gesagt: hört auf mit dem Bild eines Schulweges und eines Schulbesuchs von vor 30 Jahren auf dem Dorfe zu argumentieren. Meine Kinder gehen heute und jetzt zur Schule. Ich werde sie weiter zur Schule bringen, wenn ich sie damit schützen kann oder an manchen Tagen ihnen helfen kann. Den Schulweg als Ersatz für verfehlten Schulsport umzuwidmen ist eine zynische Kapitulationserklärung, nachdem man durch Pflichtganztagsbeschulung den Vereinssport kaputt macht.

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peterpullin 04.04.2019, 18:06
51. 2. reihe? nein zebrastreifen!

hier in limburg nutzen fast täglich eltern den zebrastreifen um ihre plagen abzusetzen. anders als die zweite reihe oder die bushaltestelle ist der meist frei. so wie die parkplätze gegenüber. aber soweit kann heute kein gymnasiast mehr laufen.

das sollte man sich mal vorstellen. an einer schule mit über 1100 schülern wird der zebrastreifen täglich blockiert. die stellen sich mittlerweile in reihe an um den nächsten slot am zebrastreifen zu nutzen. die kids laufen dann vorne und hinten vorbei und lassen sich oft noch beschimpfen weil helikopter nicht starten kann,

wäre so leicht zu lösen. foto an das ordnungsamt mit eidestattlicher versicherung und freies 1/2/3 euro parkticket für den meldenden. wäre nach 3 tagen ruhe. alternativ irgend so einen hiwi mit uniform dessen foto / video als beweis dient. und dann gnadenlos durchgreifen: zebrastreifen, behunderung, gefährdung, feuerwehrzufahrt, zufahrt zum krankenhaus - unsere gesetze sollten für vier wochen laufen genügen ( im erstfall ) dann mehr!

ich hab da noch weniger verständnis als die vorposter. das jst assozial - keine gesellschaft überlebt das ohne korrektur.

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Newspeak 04.04.2019, 18:08
52. ...

Ich frage mich, wie ich meine Kindheit in den 80ern ueberstanden habe? Ich musste bei jedem Wetter und natuerlich auch im Dunkeln zum Schulbus laufen. Zugegeben auf dem Dorf, aber es gab nicht mal einen richtigen Buergersteig (bis heute gibt es den nicht). Wenn ein Auto kam, musste man eben ins Gras springen oder in die Wasserrinne. Auf dem Weg zum Bus bin ich ab und zu dem sehr aggressiven Nachbarshund begegnet. Hat es einen interessiert? Wenn Gewitter war, musste ich auch laufen. Das war manchmal nicht sehr angenehm. Die Busfahrer haben auch nicht danach geschaut, ob wir uns in der Schlange schon gepruegelt haben, oder im Bus, im Sommer wurde manchmal mit offenen Tueren gefahren! Die Busse waren auch nicht immer alle so wirklich auf dem neuesten Stand. Manchmal waren sie auch voellig ueberfuellt, so dass man nur hoffen konnte, dass die Tuer waehrend der Fahrt nicht aufgeht, sonst waere eine Traube Schueler direkt rausgefallen. Wir mussten spaeter teilweise umsteigen, noch spaeter auch in der naechstgroesseren Stadt, wo es wirklich mehr Verkehr gab. Ich kann mich aber an keinen wirklich dramatischen Unfall in der ganzen Zeit erinnern. Man wusste halt aus Erfahrung, wo man aufpassen muss. Und man konnte diese Erfahrung nur sammeln, weil man nicht immer behuetet wurde. Meine Mutter hat mir ein Kreuz auf die Stirn gemacht, das war offenbar Schutz genug. Sicher, man muss nicht bei allem nostalgisch werden, Vieles von frueher war auch schlecht, und es hat ein Umdenken in Sachen Sicherheit stattgefunden, in der gesamten Gesellschaft. Aber selbstaendig wird man nur, wenn man selbst Entscheidungen treffen kann, Erfahrungen sammeln, auch eigene Fehler machen.

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KarlRad 04.04.2019, 18:22
53. Erschreckend, aber was soll man machen?!

Ich würde meine Kinder auch gerne allein zur Schule gehen lassen. Leider ist das Verkehrschaos vor der Schule zu groß, sie dort durchgehen zulassen. Also bringen wir sie immer hin, zu Fuss oder mit Rad (ein Auto haben wir nicht). Vor allem vor den hohen SUVs, Kleinbussen und ggfls. Lieferverkehr, habe ich enorme Angst, da sich die Kinder unter deren Sichtfeld bewegen bzw. die Kinder von den parkenden Autos verdeckt werden, wenn sie auf die Strasse gehen.
Btw: In Mönchengladbach wurde letztes Jahr ein 8-jähriges Mädchen von einem Elterntaxi auf dem Schulweg totgefahren: https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/blaulicht/moenchengladbach-kind-starb-vor-schule-elterntaxis-waren-unfall-beteiligt_aid-35026325

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Morn 04.04.2019, 18:27
54. Das Problem ist der Schulbeginn

Um 8:00 beginnt der Unterricht. Da bringe ich meinen 10-jährigen gerne morgens zur Schule, einfach damit er etwas länger pennen kann.

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Bakturs 04.04.2019, 18:37
55. Ich bin schuldig

Ich bin ebenfalls schuldig, meine Kinder (8/11) in die Schule zu fahren. 13 km sind zwar zu schaffen, aber nicht jeden morgen mit Ranzen und Sportsachen. Des Weiteren - und dies ist eigentlich auch das Hauptargument - liegt die Schule direkt auf dem Weg zu meinem Arbeitsplatz. Wieso soll ich also dann 2x 80 Euro für eine Monatskarte für die Öffentlichen ausgeben, wenn ich eh daran vorbeifahre?

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wie_immer_oder 04.04.2019, 18:51
56. wie immer

Gibt es viele Gründe, Kinder mit dem Auto zu fahren. und bei manchen ist das Auto eine gute Sache, aber nicht beim Großteil der Kinder. Da herrscht die allgemeine Bequemlickeit

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Hinrich7 04.04.2019, 18:51
57. völlig sinnlos

mit Argument, ob emotional, oder sachlich damit kommt man einfach nicht weiter - Einsicht? Sehr begrenzt vorhanden. In der Nähe einiger Schulen (Waldorf und städt. Gymnasium) jeden Morgen, jeden Mittag das gleiche Bild - SUVs in großer Zahl halten kreuz und quer, Grünstreifen neben plattierten Wegen werden zermatscht und zerwühlt. Wir Steuerbürger zahlen für die Reparaturen, darüber aufregen? Besser nicht, ansprechen erst recht nicht. Der Bürger und sein Auto - diese heilige Kuh ist vergleichbar den Kühen in Indien, nur in Indien wird ein lebendes Tier verehrt, hier bei uns sind es Karossen mit edelster Ausstattung. Minister Scheuer sprach von Masochismus würde man dem Bundesbürger die Freiheit in seinem Automobil begrenzen - das muß man einfach mal akzeptieren.

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Hinrich7 04.04.2019, 19:01
58. völlig sinnlos

mit Argument, ob emotional, oder sachlich damit kommt man einfach nicht weiter - Einsicht? Sehr begrenzt vorhanden. In der Nähe einiger Schulen (Waldorf und städt. Gymnasium) jeden Morgen, jeden Mittag das gleiche Bild - SUVs in großer Zahl halten kreuz und quer, Grünstreifen neben plattierten Wegen werden zermatscht und zerwühlt. Wir Steuerbürger zahlen für die Reparaturen, darüber aufregen? Besser nicht, ansprechen erst recht nicht. Der Bürger und sein Auto - diese heilige Kuh ist vergleichbar den Kühen in Indien, nur in Indien wird ein lebendes Tier verehrt, hier bei uns sind es Karossen mit edelster Ausstattung. Minister Scheuer sprach von Masochismus würde man dem Bundesbürger die Freiheit in seinem Automobil begrenzen - das muß man einfach mal akzeptieren.

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heinrich.busch 04.04.2019, 19:10
59. Meine Kinder

sind per pedes oder mit dem Rad gefahren. Wenn ich die mit dem Auto hätte bringen wollen wäre ich ein "Rabenvater" gewesen. Bei, inzwischen 28, sind sportlich , haben ein exzellentes Abitur gemacht und sind als Jurist in UK bzw. als Arzt tätig.
Sie waren immer selbstständig und wir haben das unterstützt.

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