Forum: Leben und Lernen
CO2-Steuer und Abschaltung der Kohlekraft: "Fridays for Future" stellt erstmals konkr
Michael Kappeler / DPA

Jeden Freitag gehen Tausende Schüler in Deutschland auf die Straße. Jetzt haben die Organisatoren von "Fridays for Future" zum ersten Mal formuliert, was sie sich konkret unter einer besseren Klimapolitik vorstellen.

Seite 1 von 55
napoleonwilson 08.04.2019, 13:13
1. Schüler...

Prima. Nun Kohle in Deutschland abschalten und die Kosten trägt der Steuerzahler. Was ist mit den Kohle Kraftwerken in Rest Europa und der Welt ?
Wir haben bald EUR10 und Vollelektro und der Rest der Welt macht so weiter wie bisher. Naiver Versuch, leider in der Praxis nicht umsetzbar.

Beitrag melden
Marvel Master 08.04.2019, 13:15
2.

Hört sich ja an sich gut an.

Das klappt aber nur, wenn die anderen Länder auch mitmachen. Sollte Deutschland einen Alleingang machen, wird der Strom hier noch teurer und die Unternehmen haben dadurch einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den anderen Ländern. Also müssen alle mitspielen. Aktuell werden wohl weltweit über 1000 neue Kohlekraftwerke gebaut. Die müssten dann alle direkt wieder abgerissen werden.

Zusätzlich muss man die Atomkraftwerke wieder reaktivieren bzw. neu bauen, damit genügend Strom da ist. Schon heute wollen ja viele keine neuen Windräder vor der Haustür haben. Geschweige denn Strommasten in der Landschaft sehen. Und Solarpanels sollte man da hin bauen, wo die Sonne scheint. Also in die Wüste etc.

Und als letztens sollten die Schüler auch eine Begrenzung der Menschenvermehrung fordern. Also weltweite 1 Kind Politik, damit nicht immer neue Verbraucher dazu kommen.

Beitrag melden
defy_you 08.04.2019, 13:16
3. Und Langstrecken-Luisa?

Wie wäre eine Forderung an Langstrecken-Luisa ihre Langstrecken Flüge durch die Welt einzustellen? Damit wäre dem Klima schon etwas geholfen. Die Frau hat mit 22 einen ökologischen Fußabdruck wie andere nach 80 Jahren. Was sind solche Forderungen wert, wenn sie ua von dieser Frau stammen, für die der Begriff Doppelmoral neu erfunden werden müsste, wenn es ihn noch nicht gäbe. Und überhaupt: Forderungen sind ja schön und gut, aber wie ist das machbar? Woher soll die Grundlast denn kommen? Wie umweltschädlich sind eigentlich Batterien? Usw...

Beitrag melden
fatherted98 08.04.2019, 13:17
4. Bin mal gespannt...

...wann die ersten merken werden, dass solche Forderungen konkret auf sie zurückfallen....wenn Mama und Papa auf einmal arbeitslos sind, die Rechnungen nicht mehr zahlen können, kein Auto mehr da ist, kein neues Handy mehr leistbar....kein Internet (ach ne...das gibts ja auch mit H4). Forderungen kann man viele aufstellen...wie wäre es mal mit machbaren Lösungen? Aber dafür sind ja andere da....

Beitrag melden
spontanistin 08.04.2019, 13:20
5. Den Spieß umgedreht! Gut so.

Bisher stellen doch die Dampfplauderer der Berufspolitik immer die steilen Forderungen und Ziele (mehr Solidarität, mehr Sozialwohnungen, weniger CO2, Wohlstand für alle, sauberes Grundwasser, gesunde Lebensmittel, Schuldenabbau, Geldstabilität etc., etc.) auf, ohne diese mit nachhaltigen Maßnahmen zu untermauern, trotz gigantischer Steuereinnahmen, die weit über dem „Zehnten“ der Bibel liegen. Statt dessen fördern Sie Steuerverschwendung und subventionieren Umwelt- und Naturzerstörer inkl. Luftverkehr, Massentierhaltung und Landwirtschaft mit maximalem Pestizid-Einsatz.

Beitrag melden
schnubbeldu 08.04.2019, 13:23
6. Abschalten des smartphones ...

... an mindestens 4 Stunden im Laufe des Vormittags während der Schulzeit. Spart ein Haufen Strom und letztendlich CO²-Ausstoß dank reduzierter Kohleverstromung.

Wenn ich weiter überlege, gibt es sehr viele Dinge, die unsere Schüler durch eine "Vorbildfunktion" für uns der Umwelt zu Gute kommen lassen können.

u.a. nur an jedem zweiten Tag die Haare waschen und im Anschluss föhnen.

Beitrag melden
kurpfaelzer54 08.04.2019, 13:23
7. Nur Ziele, keine Maßnahmen ?

"Ziele" kann jede/r großzügig formulieren. Daran mangelt es auch den etablierten Politikern/innen nicht. Die Kunst besteht aber darin wie diese zu erreichen sind und die Umsetzung praxisgerecht zu begleiten. Aber immerhin ... die Kids fange schrittweise an sich mit dem "Wie" zu befassen. Irgendwann werden sie dann merken, dass es nicht damit getan ist "Ziele" zu formulieren und die Lichter, in dem Fall die Handys, gehen aus. Hoffen wir, dass sie sich dann nicht entmutigen lassen und sie weiterhin ihren Elan zeigen.

Beitrag melden
Lelas 08.04.2019, 13:24
8.

Nur Ziele, keine Maßnahmen? Die Einführung einer Steuer und die Abschaltung von Kraftwerken bis Ende des Jahres sind aber Maßnahmen. Die Kids diskreditieren sich durch ihr pseudo-professionelles Gehabe selbst.

Beitrag melden
Nordstadtbewohner 08.04.2019, 13:24
9. Der Klimawandel ist ein echtes Problem für die Menschheit

Ich kann das Ansinnen der jugendlichen Klimaaktivisten verstehen und unterstütze auch deren Proteste. Nur darf eines nicht passieren: Die Angehörigen einer Minderheitsbewegung neigen dazu, der Mehrheitsgesellschaft etwas gegen ihren Willen aufzuzwingen. Das höhlt am Ende die Demokratie aus. Wer Ziele, gleich welcher Art, erreichen will, muss dafür sorgen, dass das eigene Vorhaben auch mehrheitsfähig ist. So zum Beispiel über Wahlen, politischen Vereinigungen usw., um zu vermeiden, dass eine Minderheit der Mehrheit mittels radikaler Maßnahmen etwas aufzwingt. Ansonsten: Weiter so und dranbleiben, liebe Klimaaktivisten!!!

Beitrag melden
Seite 1 von 55
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!