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CO2-Steuer und Abschaltung der Kohlekraft: "Fridays for Future" stellt erstmals konkr
Michael Kappeler / DPA

Jeden Freitag gehen Tausende Schüler in Deutschland auf die Straße. Jetzt haben die Organisatoren von "Fridays for Future" zum ersten Mal formuliert, was sie sich konkret unter einer besseren Klimapolitik vorstellen.

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PeterCollignon 08.04.2019, 14:55
90. Mit dieser Forderung empfiehlt es sich Mitglied bei den Grünen

zu werden.
Diese Partei identifiziert sich mit diesen Zielen.
Die Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen vergibt sogar Stipendien für das Studium.

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Das Pferd 08.04.2019, 14:55
91.

Zitat von danielc.
Sinnvoller als eine CO²-Steuer wäre eine Steuer auf alle Brennstoffe, schon am Anfang der Kette. Dann würde auch Plastik mit erfasst. Ob Kohle, Holz, Öl oder Gas, CO² entsteht dabei immer.
Holz würde ich ausnehmen. Ansonsten haben Sie recht, aber darauf würde das ohnehin hinaus laufen. So wie man das Abwasser eben indirekt über das Leitungswasser mitbezahlt, muß man fossile Energieträger besteuern, weil sie ja ohnehin in CO2 umgesetzt werden. Gelegentlich über den Umweg Plastik.

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xlabuda 08.04.2019, 14:57
92. zur Vervollständigung Ihrer schwachen China-Argumente:

Zitat von johnny_b
Der Vergleich mit China zeigt, wie wenig Sie sich mit der Materie beschäftigt haben. Auch wenn das absolute Maß noch extrem hoch ist ut China nämlich deutlich mehr als wir für den Klimaschutz. 33% der weltweiten Photovoltaik stehen in China, mehr als 50% des Zubaus werden in China installiert. 34% der weltweiten Windenergie stehen in China, fast 40% des Zubaues entfallen auf China. Das sind selbst gemessen an der hohen Bevölkerungszahl sehr respektable Werte. Übrigens auch wenn Deutschland in den letzten Jahrzehnten Fortschritte gemacht hat, liegt der pro-Kopf-Ausstoß an CO2 in 2017 mit 9,7 t/a immer noch deutlich über China mit 7,7 t/a. Letzterer ist in den letzten Jahren auch nicht mehr nennenswerte gestiegen.
in China stehen vor den Millionenmetropolen auf den Zufahrtsstrassen LKW-Staus von mehreren 100 km und zwar täglich und die lösen sich nicht in 2 Tagen auf.
Und die 100.000e Schwerlast-LKW sind natürlich alle solarzellengetrieben - muhahahahaha

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bastibb 08.04.2019, 14:57
93. Technologie Bremser

An alle die eine Energiewende für zu teuer halten.
Teuer wird das ganze aktuell durch den Netzprtektionismus der Energieriesen die sich als absolute Technologiebremser erweisen. Mit Hilfe der EEG wurde ursprünglich ein Technologievorsprung in Deutschland erreicht den man jetzt wieder leichtfertig verspielt hat weil man EON RWE usw. unnötiger weise geschützt hat (Das selbe ist aktuell wieder bei unseren mittlerweile vollkommen abgehängten Automobilproduzenten zu sehen). Durch die unglaublich teure und bescheuerte subvention von alten Technologien zerstören wir nicht nur die Umwelt sonder verpassen es auch zukunftssichere Arbeitsplätze in neuen Hightech Brachen zu schaffen. Die Photovoltaik hat sich schon verabschiedet und die Windkraft ist schon auf dem besten Weg. China, Südkorea und Japan freuen sich schon lange über unsere ewig gestrige Wirtschaftspolitik die sich nach wie vor von den alten Eliten leiten lässt.

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kmgeo 08.04.2019, 14:58
94. Natürlich kann auch steuerneutral klimaneutral sein!

Den Unsinn bezüglich der höheren Steuerlast bei Klimaneutralität kann ich schon nicht mehr hören: Es bedarf nämlich an allererster Stelle einer Durchforstung des gesamten Subventions- und Unterstützungswahnsinns.
1. Beraterverträge in Ministerien: Auf NULL setzen, da es gut ausgebildete Beamte gibt.
2. Stopp jeglicher Subventionen, die nicht das Oberziel "CO2-Reduzierung" und "Stabilisierung der Demographischen Entwicklung" dienen: Also kein Geld an die Landwirte, Explosionsmotorhersteller etc.
3. Echte Ressourcenausbeutung: Massive Unterstützung von A+++++ Haushaltsgeräten, Solar- und Fotovoltaikanlagen, Kleinstwasserkraftanlagen, Pelletheizungen etc. pp. --> das reduziert die Ausgaben einzelner Haushalte, dezentralisiert die Energiererzeugung und ermöglicht Einkommenseffekte der Kleinbetreiber
4. Vollständige Umlegung der Ewigkeitskosten von Kohleabbau und Atomstrom auf die Kraftwerksbetreiber bzw. Abbauunternehmen.
5. Beendigung des Mehrwertsteuerwahnsinns (Blumen - Schnittblumen etc. pp.) und Orientierung im Licht von CO2 Reduzierung und Demographie.
6. Beendigung der Privilegierung einzelner Branchen: Flugbenzin, Agrardiesel etc.
7. Übertragung des Systems "Schwäbische Hausfrau" auf alle Bereiche: Wenn bestellte Ware nicht so funktioniert wie angefordert und vertraglich versprochen, werden Konventionalstrafen erhoben (v.a. bei Rüstungsgütern, aber auch bei Verkehrsinfrastrukturen)
8. Sofortiger Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft: Ersterprobung auf den Nordseeinseln sowie Rügen (ÖPNV und MIV nur noch wasserstoffgestützt), Entwicklung mobiler reversibler Anlagen zur Nutzung der Batterieauflagepunkte, Entwicklung von H2-LKW statt Oberleitungen auf Autobahnen
9. Kapazitätserhöhung der Bahn durch Digitalisierung --> Steigerung der rollenden Landstraße durch Mauterhöhung
10. Beendigung des Bedenkenträgertums ODER Bedenken dürfen noch geäußert werden, wenn gleichzeitig ein Zitat eines Trägers einer Basisinvention (Elektrizität, Dampf, Explosionsmotor, Biotechnologie, Nanotechnologie, etc,), das diesen als Bedenkenträger entlarvt, genannt wird.

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kkarl9024 08.04.2019, 14:58
95. Köstlich, ihr Vorschlag

Zitat von clausbremen
Ich schlage vor, dass 3 CO2-Musterschulen in 3 verschiedenen Bundesländern eingerichtet werden. Diese Schulen werden von Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Stromversorgung, Internet und Mobilfunk angeschnitten. Die Heizungen werden stillgelegt. Dann werden Regenwasserzisternen und Bio-Klos installiert. Für die Stromversorgung Windräder und Photovoltaik. Die Heizung sowie Warmwassser werden auf Geothermie oder Solarthermie umgerüstet. Die Schulkantinen liefern ausschließlich CO2-neutrales Essen & Getränke. Alle Schüler dieser Schulen verzichten volkständig auf Fahrzeuge (Straße/Wasser/Luft), die nicht 100% CU2-neutral sind. Für die Ausstattung dieser Schulen werden ausschließlich CO2-neutrales Mobiliar, Lehr- und Lernmittel eingesetzt. Insbesondere im Winterhalbjahr verpflichten sich alle Schüler dieser Musterschulen, ausreichend warme Bekleidung im Unterricht zu tragen und selbst für CO2-neutrale Beleuchtung während des Unterrichts (insbesondere in den Morgenstunden) zu sorgen. Der Versuch wird vorerst für 3 Jahre angesetzt und es gibt keinen vorzeitigen Abbruch des Versuchs. Und dann schauen wir mal ...
Genau, da sehen dann diese dummen Gören wie dumm ihre Ideen sind. Ist ja auch genau das was sie fordern, von zur Zeit ansteigendem CO 2 Ausstoß auf null zu gehen.
Ich hoffe dann ist wieder Ruhe und wir müssen uns keine Gedanken machen ob es vielleicht nicht in Ordnung war die letzten Jahrzehnte in einer Art und Weise zu leben, die, hätte es der Rest der Welt genau so gemacht, schon jetzt den Planeten ruiniert hätte.
Wenn die Gören alle wieder in der Schule sind können wir dann weitermachen wie bisher, ich hab auch keinen Bock meinen Lebensstil zu ändern. Und mal ehrlich, was in 40 Jahren ist, ist uns doch ******egal.

Oder?

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Realist111 08.04.2019, 14:58
96. Beispiele???

Zitat von johnny_b
Im Gegenteil - Es ist naiv zu glauben, wir könnten es uns leisten einfach so weiterzumachen wie bisher. Ja, sicherlich wird das Geld Kosten und jeder muss seinen Anteil dazu beitragen. ABER: Je früher wir das alle realisieren, desto geringer ist der Beitrag, den jeder leisten muss. Heute könnten wir das noch schultern. Wenn wir erst in 20 Jahren damit anfangen ist der Hebel so groß, dass es wahrhaft disruptive Folgen haben wird. Der Verweis auf andere Länder entbindet uns da nicht von der Verantwortung. Außerdem sind viele andere Länder bedeutend weiter uns haben uns trotz unserer vormaligen Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz mittlerweile überholt.
Sagen wir ... Ihre Top Ten, die "bedeutend weiter" sind???

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Das Pferd 08.04.2019, 14:59
97.

Zitat von utib
Die Schüler greifen nur auf, was die Wissenschaft schon SEIT JAHREN immer wieder sagt, was aber leider von den Politikern bisher einfach nicht beachtet wird. Im Gegenteil: Die Wissenschaftler haben sich sogar hinter die Schüler gestellt! Am Sonntag bei Anne Will stellte sich erst kürzlich Professor Lesch ausdrücklich vor die Schüler, weil sie RECHT HABEN!
Dazu gehört schon was, daß ein Hochschullehrer Schulstreiks als kleineres Übel akzeptiert. Die müssen hinterher die Bruchrechnung wiederholen ;-)

Das heißt wohl, wir sollten das ernst nehmen.

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prisma-4d 08.04.2019, 15:00
98. ...wie beim Auto, Flugzeug, Wohnung....

Zitat von Nania
Dass das Objekt "Handy" so viel Aufmerksamkeit bekommt, ist lächerlich. Ein gutes Handy und ein bisschen Grundwissen über Ressourcenschonung reichen eigentlich aus, damit das Handy so lange wie möglich benutzt wird. Und die Industrie sollte dazu gedrängt werden, dass Akkus und Displays ausgetauscht werden können. Damit hätte man vielmehr gewonnen als mit blindem Aktionismus, der Kindern und auch Erwachsenen verbietet, ein Gerät zu benutzen, ohne das der BERUFSALLTAG vieler Menschen heute nicht mehr funktioniert.
Sie müssen Ihr Handy lieben, denn sie ignorieren das nicht das "Handy" das Resourcenproblem ist (wenn man sich alle 10 Jahre ein neues kauft) sondern der Betrieb. Oder denken sie so ein Funkmast lauft mit Solarstrom, die Datenübertragung mit Windkraft und die Server mit Wasserkraft? Oder gehören Sie zu den Menschen die das "Netz" noch nicht verstanden haben? Und zum "BERUFSALLTAG"... der klappt bei 90% der Berufstätigen ohne Handy.

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jens.guehnemann 08.04.2019, 15:00
99. Wenn man das clever anstellt

Zitat von clausbremen
Ich schlage vor, dass 3 CO2-Musterschulen in 3 verschiedenen Bundesländern eingerichtet werden. Diese Schulen werden von Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Stromversorgung, Internet und Mobilfunk angeschnitten. Die Heizungen werden stillgelegt. Dann werden Regenwasserzisternen und Bio-Klos installiert. Für die Stromversorgung Windräder und Photovoltaik. Die Heizung sowie Warmwassser werden auf Geothermie oder Solarthermie umgerüstet. Die Schulkantinen liefern ausschließlich CO2-neutrales Essen & Getränke. Alle Schüler dieser Schulen verzichten volkständig auf Fahrzeuge (Straße/Wasser/Luft), die nicht 100% CU2-neutral sind. Für die Ausstattung dieser Schulen werden ausschließlich CO2-neutrales Mobiliar, Lehr- und Lernmittel eingesetzt. Insbesondere im Winterhalbjahr verpflichten sich alle Schüler dieser Musterschulen, ausreichend warme Bekleidung im Unterricht zu tragen und selbst für CO2-neutrale Beleuchtung während des Unterrichts (insbesondere in den Morgenstunden) zu sorgen. Der Versuch wird vorerst für 3 Jahre angesetzt und es gibt keinen vorzeitigen Abbruch des Versuchs. Und dann schauen wir mal ...
kleine Siedlungen, jedes Haus einen Speicher, innerhalb der Siedlungen vernetzt, dass alle Speicher vollends aufgeladen werden können, ist mit Wind und Sonne möglich und auch schon angedacht. Kann sich natürlich nicht jeder leisten. In Städten wir das schon wieder schwieriger wenn die Bevölkerungsdichte größer ist, vor allem die Mieten würden explodieren, da auf jedes Dach Solarzellen gehören und Speicher angeschafft werden müssen. Vielleicht könnte die ganze Zivilgesellschaft mit Ökostrom hier versorgt werden ohne wirklich nennenswerte Stromausfälle. Aber was machen wir ohne die Arbeitsplätze der Industrie? Solarzellen mit Batteriespeicher sind teuer und halten mit viel Glück 30 Jahre, danach wieder viel Geld in die Hand nehmen. Aber wo soll das Geld herkommen, wenn die Arbeitsplätze wegfallen und damit die Steuereinnahmen? Was da auf die Straße geht ist zu 90% grüne Jugend!

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