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CO2-Steuer und Abschaltung der Kohlekraft: "Fridays for Future" stellt erstmals konkr
Michael Kappeler / DPA

Jeden Freitag gehen Tausende Schüler in Deutschland auf die Straße. Jetzt haben die Organisatoren von "Fridays for Future" zum ersten Mal formuliert, was sie sich konkret unter einer besseren Klimapolitik vorstellen.

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chrisko77 08.04.2019, 14:36
70. Erfolgsversprechende Strategie

Langfristige Ziele setzen, die Methoden zu deren Erreichung langsam einführen (z.B. CO2 Steuer, Limits für die Laufzeit von Kohlekraft setzen) und die Umsetzung den Profis überlassen halte ich für eine absolut erfolgversprechende Strategie. Unternehmen, Wissenschaftlicher, Verbraucher sind nicht blöd: Sie machen das, womit sie Geld verdienen, Fördertöpfe anzapfen und woran sie Spaß haben und was sie sich leisten können. Alles opportun. Ich behaupte, dass 80% der Bevölkerung in Sachen Ökologie Opportunisten sind und dass 80% "eigentlich" gerne was machen würden oder zum Verzicht bereit wären, wenn der einfache Weg nicht so unglaublich verführerisch wäre (das SUV ist so schick, die Kreuzfahrt so günstig, das Rindersteak aus Argentinien so lecker, die verpackten Bananen praktisch, unter dem Heizpilz ist es so gemütlich...).
Wenn wir uns aber langsam daran gewöhnen, positives Verhalten belohnt wird, negatives Verhalten kostet, wird uns die Umstellung kaum weh tun. Und es wird auch keine Arbeitsplätze kosten, da die Unternehmen auch nicht blöd sind, sondern ebenfalls zumeist einfach nur opportunistisch handeln. Die Wirtschaft muss und wird sich anpassen, wir Bürger/Verbraucher müssen und werden uns anpassen und je früher (bzw. weniger spät) wir damit anfangen, desto besser. Ziele definieren, Methoden einführen, langfristig strategisch und verlässlich denken und handeln - und bitte aus der konkreten Umsetzung heraushalten bzw. maximal Impulse setzen oder als Inkubator auftreten - das wünsche ich mir von Politik.

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SuperWeidi 08.04.2019, 14:36
71. Die Schüler haben Recht mit dem Klimawandel!

Zitat von utib
Die Schüler greifen nur auf, was die Wissenschaft schon SEIT JAHREN immer wieder sagt, was aber leider von den Politikern bisher einfach nicht beachtet wird. Im Gegenteil: Die Wissenschaftler haben sich sogar hinter die Schüler gestellt! Am Sonntag bei Anne Will stellte sich erst kürzlich Professor Lesch ausdrücklich vor die Schüler, weil sie RECHT HABEN!
Nur fehlt es an klaren Vorschlägen. Es geht nicht um das Abschalten, sondern hier muss jemand klar sagen, was wir statt der Kohle wieder anschalten!
Unser Volk hatte zu 65% für den Ausstieg aus den AKWs gestimmt, weil sie Angst um ihren Arsch hatten. Wenn die Jugend Angst vor dem Klima hat, dann müssen wir sie eben wieder anschalten. Klima oder Mensch ( naja, sind in Deutschland wenige an AKWs gestorben ), da muss man überlegen, was wichtiger ist!
Die aktuellen regenerativen Energiequellen ( inkl. Plastikmüllverbrennung ) decken zu 30% unseren Strombedarf, und der ist gerade mal 20% des Gesamtenergiebedarfs ( der Rest kommt vom Verkehr ). Einfach mal akzeptieren, dass Windkraftwerke und Solar ebenso wie Müllkraftwerke niemals unseren Strombedarf decken. Schaut euch die CO2 Bilanz anderer Länder an und lest mal nach, wie die ihre Energie gewinnen. Dann könnt ihr wieder posten.

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fletcherfahrer 08.04.2019, 14:40
72. Erklären Sie mir mal was CO2 mit "Dreck" zu tun hat.

Zitat von g2525
Richtig, weil die anderen auch nix tun - warum sollen ausgerechnet wir dann unsere Dreckschleudern reduzieren? Die Natur freut sich schon heimlich ...
Dann dürften Sie nie Brause, Cola oder auch mal einen Sekt trinken.
Denn die Bläschen die da hochkommen sind CO2 und nicht etwa Sauerstoff. Mit der CO2-Steuer werden diese Getränke dann auch teurer.

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danielc. 08.04.2019, 14:41
73.

Sinnvoller als eine CO²-Steuer wäre eine Steuer auf alle Brennstoffe, schon am Anfang der Kette. Dann würde auch Plastik mit erfasst. Ob Kohle, Holz, Öl oder Gas, CO² entsteht dabei immer.

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Ruhrsteiner 08.04.2019, 14:41
74. Wer instrumentalisiert denn da im Hintergrund?

Sorry, als jemand der zu Schüler- und Studentenzeiten an der einen oder anderen Demo teilnahm: Schüler sind meist noch keine politisch kreativen Studenten... Wer hat "Fridays for Future" denn diese Agenda diktiert? Elternverbände, die sich nicht "outen" wollen?

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clausbremen 08.04.2019, 14:41
75. Ein Beispiel setzen !

Ich schlage vor, dass 3 CO2-Musterschulen in 3 verschiedenen Bundesländern eingerichtet werden.
Diese Schulen werden von Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Stromversorgung, Internet und Mobilfunk angeschnitten.
Die Heizungen werden stillgelegt.
Dann werden Regenwasserzisternen und Bio-Klos installiert. Für die Stromversorgung Windräder und Photovoltaik. Die Heizung sowie Warmwassser werden auf Geothermie oder Solarthermie umgerüstet.
Die Schulkantinen liefern ausschließlich CO2-neutrales Essen & Getränke.
Alle Schüler dieser Schulen verzichten volkständig auf Fahrzeuge (Straße/Wasser/Luft), die nicht 100% CU2-neutral sind.
Für die Ausstattung dieser Schulen werden ausschließlich CO2-neutrales Mobiliar, Lehr- und Lernmittel eingesetzt.
Insbesondere im Winterhalbjahr verpflichten sich alle Schüler dieser Musterschulen, ausreichend warme Bekleidung im Unterricht zu tragen und selbst für CO2-neutrale Beleuchtung während des Unterrichts (insbesondere in den Morgenstunden) zu sorgen.
Der Versuch wird vorerst für 3 Jahre angesetzt und es gibt keinen vorzeitigen Abbruch des Versuchs.

Und dann schauen wir mal ...

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Ökofred 08.04.2019, 14:43
76. Gaspeicher...

Zitat von SuperWeidi
teurer als das Gas aus Russland.
Also hier steht das Speichern kostet ca. 2 Cent/kWh. Das ist nicht sehr viel. Und da ist das russische Gas schon noch teurer.
Weiter steht drin, dass überall die Gasspeicher geschlossen werden, im Moment gibt es nämlich keine Grund, Gas zu speichern. (Dasselbe gilt übrigens auch für Strom, Pumpspeicherkraftwerke werden reihenweise abgestellt). Hier könnte die Politik bspw Gelder umlenken, die im Augenblick für eine völlig überzogene Sicherheitsreserve rausgeschmissen werden. (Damit die Kohleverstromer sogar noch an ihren abgestellten Kraftwerken Geld verdienen.)
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/volle-gasspeicher-machen-betreiber-ungluecklich-13150292.html

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oskar.muster 08.04.2019, 14:43
77.

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
oder
"Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont."
also
machen wir einfach weiter wie bisher ...

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transatco 08.04.2019, 14:44
78. Wenn ich die Beiträge der "alten" Kommentatoren hier lese!

Und die sind garantiert alle 45+ ...kann ich nur hoffen, dass diese Generation bald ausstirbt!

Über ein optisch störendes Windrad oder höhere Strompreise reden, wo gleichzeitig das Überleben der Rasse Mensch auf dem Spiel steht!! Unglaublich satt, verwöhnt und faul!

Es ist nicht die Generation der Schüler, welche vollkommen verzogen und verwöhnt ist, nein - die Alt 68er sind die Schlimmsten!
Genug Geld um die Vorzüge des Öko-"Seins" zu geniessen!
Biofleisch am Wochenmarkt zwischen 2 Latte Macchiato geholt und danach die SUV Fahrt zum Yoga Wellness Wochenende und im Winterhalbjahr wird die 170 qm Altbauwohnung mit 3,60 m Deckenhöhe auf 22° geheizt!
Mit Ausnahme des Smartphones leben Jugendliche 10x Umweltschonender als jeder Möchtegern Grünwähler-Hochschulprofessor! Und das sage ich mit über 50!
Die nächste Generation ist echt bereit Opfer zu bringen! Die "Alten" decken Ihre Bräsigkeit einfach nur mit dem Satz zu "Ich fange erst mit Umweltschutz an wenn Alle dabei sind sonst bringt es nichts!" Lieber die Militärausgaben steigern! Obwohl ? - Im Sinne der Bevölkerungsreduktion ist das vielleicht gar nicht mal so falsch!!??

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vormaerz 08.04.2019, 14:45
79. Der individuelle Beitrag

jedes Einzelnen ist schwer, da er nahezu keinerlei Einfluss auf die gewachsenen Infrastrukturen und Regulierungen hat. Mehr als den eigenen Konsum etwas anzupassen, ist in einem gegebenen Rahmen nicht möglich. Nur der Staat / die politische Klasse ist in der Lage, diese Rahmenbedingungen zu gestalten - und versagt beim Thema Umwelt seit Jahrzehnten. Gesellschaftlichen Druck aufzubauen ist längst überfällig. Mit einem Kreuzchen alle 4 Jahre wählt man keine themenbezogenen Entscheidungen, sondern ein Gesamtpaket, das sich unterm Strich als gerade noch als wählbar herausfiltern lässt. Anhänger der Agenda für Dummheit mögen das natürlich anders betrachten.

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