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Das Hobby zum Job gemacht: Student übersetzt japanische Zeichentrickserien
Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Andre Podzierski schaut sich eine japanische Zeichentrickserie nach der anderen an - früher aus Spaß, heute verdient er damit Geld: Er übersetzt sie ins Deutsche.

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Untertan 2.0 18.05.2016, 11:09
1. schlechte Übersetzungen

Zitat von
Dabei fiel mir auf, dass vieles schlecht übersetzt wurde.
Das ist mir sogar aufgefallen, ohne ein Wort japanisch zu können...

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naklar261 18.05.2016, 11:36
2. guter job

da hat jemand einen coolen job gefunden, ich wuensche noch viel Freude!

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hansgustor 18.05.2016, 12:32
3. Kein Traumberuf

Ich kenne ein paar Übersetzer und wirklich glücklich sind sie nicht damit. Die Aufträge kommen sehr kurzfristig rein und müssen dann so schnell wie möglich erledigt werden. Danach dann 2 Wochen nichts zu tun. Die Bezahlung ist auch sehr schlecht.

Die einzige Chance ist in einem Großkonzern eine Festanstellung zu bekommen, z.B. für die Übersetzung von technischen Anleitungen oder Beipackzettel für Medikamente.

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demophon 18.05.2016, 20:09
4. Schwierige Sprachen

Das Problem beim Studium asiatischen Sprachen wie Japanisch oder Chinesisch ist, dass man sie auch nach Abschluss nur sehr mäßig beherrscht. Ein Japaner, der fünf Jahre lang Chinesisch studiert hat, erklärte mir einmal, dass er trotzdem nur ca. ein Drittel des Dialogs in einer chinesischen Fernsehserie versteht. Für Europäer sind diese Sprachen sogar noch schwieriger zu beherrschen.

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markusob 18.05.2016, 20:27
5. Kein Job fürs Leben

Ich glaube nicht, dass er das dauerhaft macht, zumindest nicht als Vollzeitjob. Auf den ersten Blick mögen die 20-30 Euro pro Stunde, die man für solche Aufträge angeboten bekommt, gar nicht schlecht aussehen. Aber wenn man erst mal realisiert hat, dass man davon die eigene Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Rentenversicherung zahlen muss. Dass die Auslastung mit Aufträgen mies ist, dass die Arbeit oft länger dauert, als geplant, und man im Urlaub und bei Krankheit gar kein Geld verdient, dass viele Kunden gar nicht zahlen oder nicht 100%, was vereinbart war, hört man relativ schnell damit auf. Zumindest wenn man auf Geld angewiesen ist und keinen gut verdienen Ehepartner hat. Wirtschaftlich gesehen sind solche Jobs auf Hartz-IV-Niveau entlohnt. Irgendeine Hausfrau übernimmt solche Aufträge immer für einen Spottpreis. Da lässt sich kein guter Preis herausfanden. Ich wollte das früher auch mal machen, bin aber schnell wieder davon abgekommen. Der Markt für Übersetzungen ist einfach unterirdisch.

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miss_moffett 19.05.2016, 10:28
6.

Toll, das ist ja mal ein interessanter Beruf.
Ich wüsste gerne welche Serien er übersetzt hat oder habe ich das überlesen?

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Dark Agenda 19.05.2016, 11:46
7. Super Idee

Bei vielen Produkten aus dem Japanischen merkt man an, dass der Übersetzer weder die eine noch die andere Sprache korrekt beherrscht dabei ist beides notwendig.

Ebenso muss man sich mit dem Kontext auskennen. Das ist bei Comics und Spielen ganz schlimm v.a. japanisch.
Aber selbst bei Literatur klappt es nicht.
"Män som hatar kvinnor" -> "Verblendung"
Englisch ist auch schwierig.
"Infinite Jest" -> "Unendlicher Spaß"

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RainerCologne 19.05.2016, 17:30
8.

Zitat von demophon
Das Problem beim Studium asiatischen Sprachen wie Japanisch oder Chinesisch ist, dass man sie auch nach Abschluss nur sehr mäßig beherrscht. Ein Japaner, der fünf Jahre lang Chinesisch studiert hat, erklärte mir einmal, dass er trotzdem nur ca. ein Drittel des Dialogs in einer chinesischen Fernsehserie versteht. Für Europäer sind diese Sprachen sogar noch schwieriger zu beherrschen.
Sie sollten nicht von der Meinung eines Japaner auf den gesamten europäischen Raum mit 750 Millionen Menschen skalieren.

Natürlich können wir Langnasen perfekt chinesisch oder japanisch lernen. Ist anstrengend, funktioniert aber.

Ich lerne seit 6 Monaten Chinesisch und finde nicht, dass es unmöglich ist, die Sprache irgendwann perfekt zu beherschen. Durch die fehlende Grammatik ist die Sprache gar nicht so kompliziert, wie man Anfangs oder als Außenstehender glaubt.

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markusob 20.05.2016, 23:01
9. Chinesisch ist nicht einfach

Chinesisch hat wie Englisch sehr wohl eine komolexe Grammatik. Es gibt nur keine Endungen, da beide Sprachen analytische und keine flektierenden Sprachen sind. Falsch kann man aber in beiden Sprachen sehr viel machen!

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