Forum: Leben und Lernen
Datenschutz: WhatsApp an der Schule - was geht, was nicht?
DPA

Dürfen Lehrer WhatsApp benutzen? Sollen sie sogar? SPIEGEL ONLINE hat mehrere Datenschutzbeauftragte nach ihren Empfehlungen gefragt.

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j.vantast 24.04.2017, 13:16
90. Gruppenzwang

Gerade beim Gruppenzwang sehe ich ein Problem. Schulen, Universitäten und auch Vereine, ja sogar Radio- und Fernsehsender treiben die Menschen zu Facebook, Twitter und Whatsapp. Wer sich nicht freiwillig den Datenkraken hingibt, der bekommt bestimmte Informationen einfach nicht. Fällt eine Klausur aus, dann wird das nur über die Plattformen bekanntgegeben. Obwohl jede Uni oder Schule auch ein Intranet betreibt.
Im Radio wird man aufgefordert "schreiben Sie auf unsere Facebook-Seite", im TV heisst es "machen Sie jetzt mit bei Twitter".
Nun, ich lebe sehr gut ohne diese ganzen Dienste und bestimmte Informationen sind eine Bringschuld. Habe ich die ganzen Dienste nicht, dann muss man mich eben auf dem klassischen Weg informieren.
Nichts gegen Informationen an geschlossene Nutzergruppen, aber das geht eben auch anders und bei den Diensten wie Facebook, Twitter oder Whatsapp ist die Nutzergruppe eben nicht geschlossen, sondern wird protokolliert und schlummert dann auf Ewig in irgendwelchen Log-Files.

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Plasmabruzzler 24.04.2017, 13:19
91.

Zitat von m82arcel
Wichtiger als Messenger wären vernünftige Lernplattformen, wo Material zur Verfügung gestellt werden können (dann würden auch Smartboards ein wenig Sinn ergeben). Da sollte aber nicht jede Schule ihr eigenes Süppchen kochen, sondern es braucht eine professionelle, zentrale .....
Sie sprechen mir aus der Seele. Und ganz im Gegenteil: durch Rahmenverträge können Unis und Schulen insgesamt preiswerter einkaufen als jeder auf seine eigene Faust. Denkbar wäre auch, ältere Rechner aus Unis an Schulen aufzustellen, wenn sie dafür noch brauchbar wären. Eine heutige performante Workstation würde sich in 2 oder 3 Jahren noch locker für den schulischen Einsatz eignen, während sie dann z. B. für CAE-Zwecke moralisch verschlissen wäre.
Aus meiner Erfahrung behindert auch der Stolz einiger Schul-Direktionen, einfach mal zum Hörer zu greifen und den RZ-Leiter einer Hochschule anzurufen. Wer direkt zu IBM, Cisco, HP und dergleichen läuft, bekommt mit Sicherheit nicht die preiswertesten Alternativen gezeigt.

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citycity 24.04.2017, 13:56
92.

Zitat von j.vantast
Nun, ich lebe sehr gut ohne diese ganzen Dienste und bestimmte Informationen sind eine Bringschuld. Habe ich die ganzen Dienste nicht, dann muss man mich eben auf dem klassischen Weg informieren.
Nun, es ist 2017 und diese Dienste sind heutzutage nunmal klassische Medien. Es bingt auch nichts mehr das jetzt noch zu verteufeln - soziale Medien sind seit 10 jahren mindestens da und Sie werden sicherlich kein Revival des Teletextes starten wenn Sie sich dem verschließen.

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tel33 24.04.2017, 14:10
93.

Zitat von santoku03
Wenn sie unter Medienkompetenz das Bedienen simpler Apps verstehen (das jedes Zweijährige inzwischen beherrscht), dann haben sie sicher Recht. Allerdings ist Medienkompetenz etwas völlig anderes: Nämlich die Zusammenhänge dahinter zu verstehen. Und wieviele der Kids tun das wirklich? Mal ehrlich?
Sorry aber das ist doch Quark. Medienkompetenz hat NICHTS mit technischem Verständnis zu tun, sondern ausschließlich mit der verantwortungsvollen Nutzung von INHALTEN und Medien entsprechend der eigenen Bedürfnisse. Durch Rumgefrickel mit Hard- und Software lernt man in dieser Beziehung überhaupt nichts (glaubt es aber offenbar).
Natürlich ist die Bereitschaft zur Nutzung der entsprechenden Dienste überhaupt erstmal Voraussetzung für einen kompetenten Umgang damit.

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tel33 24.04.2017, 14:17
94.

Zitat von schorsch_69
Hätten nun nicht ihre Eltern, in Kenntnis der Realität, ihr Pad allwöchtlich kontrolliert und "Whatsapp" nicht sofort gelöscht, wer weiß, was daraus entstanden wäre
Tja, wer weiß das schon? Wissen Sie es? Ganz offenkundig ja nicht. Und genau DAS ist für mich ein Zeichen der mangelhaften Meidenkompetenz bei Eltern und sonstigen Vorfahren, die weder in der Lage noch überhaupt willens sind, ihren Kindern und Eltern den verantwortungsvollen Umgang mit den Stolperfallen des Netzes zu vermitteln. Das müssten sie aber ganz dringend, weil die Uhr sich nun mal weiterdreht und die Anforderungen an das Leben sich ganz nachhaltig verändern. Eines ist sicher - Verbieten, Löschen, Verschweigen, das hat noch nie irgendwas Gutes bewirkt - ganz im Gegenteil.

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santoku03 24.04.2017, 14:33
95.

Zitat von tel33
Sorry aber das ist doch Quark. Medienkompetenz hat NICHTS mit technischem Verständnis zu tun, sondern ausschließlich mit der verantwortungsvollen Nutzung von INHALTEN und Medien entsprechend der eigenen Bedürfnisse. Durch Rumgefrickel mit Hard- und Software lernt man in dieser Beziehung überhaupt nichts (glaubt es aber offenbar). Natürlich ist die Bereitschaft zur Nutzung der entsprechenden Dienste überhaupt erstmal Voraussetzung für einen kompetenten Umgang damit.
Ah, ok... Bergsteigen lerne ich also zum Beispiel nicht durch Verständnis und Einübung der notwendigen Techniken, sondern indem ich mich zunächst mal blind in einen Abgrund stürze... Alles klar.

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santoku03 24.04.2017, 14:36
96.

Zitat von rainer_unfug
Hochkomfortabel ist Conversations für Android. Für alle anderen Plattformen bis hin zu PC und Tabletts gibt es für dieses offene, aber sicherste Protokoll ebenfalls "Clients". Einzige Ausnahme - soweit mir bekannt - Windows Mobile. Und nein, das ist nicht "nur eine ......
Endlich ein vernünfiges Wort. Die Mehrzahl der Whatsapp-Fans hier hat ja nicht einmal die grundlegende Erkenntnis gewonnen, dass Verzicht auf Whatsapp (aus sehr guten Gründen) nicht Verzicht auf die Nutzung von Messengern überhaupt bedeutet.

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www.yzx.de 24.04.2017, 14:41
97. Meins

Zitat von zila
Meine Kontaktdaten? Wo vermutlich jeder dämliche eBay- und Kijiji-Seller gelistet sind - 85% meiner Kontakte sind einfach uralter Datenmüll.
Völlig daneben. Die Daten in Deinen Kontakten gehören eben NICHT Dir, sondern den Betroffenen. Und selbst wenn die Dir erlaubt haben, den "Datenmüll" bei Dir auf dem Handy zu speichern, dann haben sie Dir noch lange nicht erlaubt, das Zeug auch weltweit zu verbreiten. Nix Geheimdienst und so. Eigentum, und zwar FREMDES. Und wenn man das benutzt, dann fragt man VORHER um Erlaubnis. Wer das nicht tut, der ist in so ziemlich jeder Rechtsordnung dieser Welt nichts anderes als ein Kleinkrimineller. Übrigens auch in Kanada.

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schorsch_69 24.04.2017, 14:46
98. Tja

Zitat von santoku03
Endlich ein vernünfiges Wort. Die Mehrzahl der Whatsapp-Fans hier hat ja nicht einmal die grundlegende Erkenntnis gewonnen, dass Verzicht auf Whatsapp (aus sehr guten Gründen) nicht Verzicht auf die Nutzung von Messengern überhaupt bedeutet.
Whow... eine wahrhaft frandiose Erkenntnis für die Realität auf den Schulöfen auch dieses Landes....

Kinder, warum seid ihr derartige IT Deppen? Wendet euch sofort bei "santoku03" und "rainer_unfug", da wird euch prompt geholfen....

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dhoughal 24.04.2017, 14:54
99.

Zitat von www.yzx.de
Völlig daneben. Die Daten in Deinen Kontakten gehören eben NICHT Dir, sondern den Betroffenen. Und selbst wenn die Dir erlaubt haben, den "Datenmüll" bei Dir auf dem Handy zu speichern, dann haben sie Dir noch lange nicht erlaubt, das Zeug auch weltweit zu .....
Mein Gott, dann haben wir allein in Deutschland Millionen Kleinkriminelle! Was tun wir jetzt? Rufen wir die Polizei?

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