Forum: Leben und Lernen
Datenschutz: WhatsApp an der Schule - was geht, was nicht?
DPA

Dürfen Lehrer WhatsApp benutzen? Sollen sie sogar? SPIEGEL ONLINE hat mehrere Datenschutzbeauftragte nach ihren Empfehlungen gefragt.

Seite 2 von 15
lobivia 24.04.2017, 08:24
10. Ganz einfach.

Soziale Netzwerke sind keine Plattform für dienstliche Angelegenheiten. Die Frage stellt sich ohnehin nur in zurückgebliebenen Bundesländern, alle anderen haben iserv, moodle etc.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bissig 24.04.2017, 08:26
11.

Zitat von Solid
Es ist ein Witz. Das europäische Telefonnetz wird vollständig von der NSA automatisiert abgehört und zwar nicht nur die Verbindungsdaten, sondern auch die Inhalte und mittels Selektoren ausgewertet. Telefaxe sowieso. Das ist nicht erst seit Echelon und Snowden allgemein bekannt. Und dieses Telefon soll nun sicherer sein, als Whatsapp, wo immerhin eine von Experten überprüfte Verschlüsselung stattfindet? Die paar Randfälle bei geänderten Schlüsseln fallen da nicht ins Gewicht. Da sollten die Datenschutzbeauftragten wohl noch mal Hausaufgaben machen.
Es ist aber ein klitzekleiner Unterschied, ob die Daten von Firmen verwendet werden, um daraus Profit zu schlagen, oder ob die Informationen höchstwahrscheinlich wegen belangloser Banalitäten im Rauschen untergehen. Geheimdienste haben andere Interessen als gewinnorientierte Unternehmen.

Was micht aber wundert: "Der Berliner Bildungssenat hat 2016 einen Entwurf vorgelegt, der Lehrern in Berlin verbieten sollte, soziale Netzwerke bei der Kommunikation mit Schülern zu nutzen, darunter Dienste wie Facebook,Twitter und WhatsApp. Schulleiter monierten allerdings, dass das den Unterricht zu sehr einschränken würde". Ist ja schon eine Weile her, dass ich zur Schule gegangen bin, aber wie bitteschön soll das den Unterricht einschränken? Gibt es heute keine Stundenpläne mehr? Oder Schul-Homepages, auf der es entsprechende Kalender gibt? Oder gibt es Entzugserscheinungen während des Unterrichts?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zitrone! 24.04.2017, 08:28
12.

Ich finde das unmöglich. Wenn wichtige Informationen, z.B. zu Klassenarbeiten, Hausaufgaben oder Termine von Treffen etc. nur über WhatsApp verbreitet werden, dann ist das faktisch ein Zwang für die Schüler, dies zu nutzen. Selbst wenn nur ein einziger Schüler der Klasse nicht bei Whatsapp ist, kann man das nicht machen, zumindest müsste dieser zusätzlich z.B. per Mail, zur Not auch telefonisch, informiert werden.
Zum ersten Beitrag: Selbst ein abgehörtes Telefongespräch bietet bei weitem nicht so viele verknüpfte Daten wie eine Whatsapp-Mitgliedschaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shmubu 24.04.2017, 08:29
13. Das Fax als Alternative

Soll das ein Witz sein? "Als Alternativen könnten derzeit lediglich Telefon und Fax angesehen werden"
Das Fax als Alternative zu Whatsapp und Co... so etwas kann nur dem Behördenwahnsinn entstammen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mcmercy 24.04.2017, 08:30
14.

Der Datenschutz nimmt in Deutschland zum Teil goteske Formen an "Außerdem erfahre der Anbieter des Dienstes, wer mit wem zu welchem Zeitpunkt kommuniziere", dies gilt für jeden Anbieter auch die Telekom kennt meine Telefonverbindungen und die Post alle Pakete, die ich verschicke und erhalte, allein stellt sich die Frage was die NSA an eine Schul Whatsapp Gruppe interessieren sollte. Moderne Kommunikation in der Schule ist derziet absolut unmöglich. Die Lehrer haben keine einheitlichen E-Mail Adressen, die Telefonnummern und E-Mails der Eltern dürfen aus Datenschutrechtlichen Gründen nicht weitergegeben werden. Als Elternpflegschaftsvorsitzender erreicht man keinen, außer über den Austausch von Zetteln, das ist Deutschlands Digitale Zukunft 0.1!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sagitta 24.04.2017, 08:31
15. Palliativdatenschutz

Wann haben die Leser ausserhalb Deutschlands das letzte Fax abgeschickt ? 1990 ? Die prinzipientreue aber realitätsferne Durchsetzung deutscher Datenschutzregeln schadet mehr als sie nützt. Er verhindert die Zukunft und deren Gestaltung. Während in unserer Deutschen Idylle noch die Zeit der berittenen Boten herbeigesehnt wird, deren Satteltaschen anscheinend für niemanden einsehbar waren, werden in unseren ehemals kommunistischen Nachbarländern bereits Rechtsgeschäfte mit persönlichen Schlüsseln notarisiert - das ist hier, wo ärztliche Befunde nur mit Fax oder Brief übermittelt werden dürfen, doch undenkbar. Schlimmer noch, während eifrige Datenschutzbeauftragte Sorgen über die Vertraulichkeit von Mobilnummern anmelden, werden unsere Netze in erheblichem Umfang von unseren sogenannten Freunden mit Wissen und Duldung unserer gewählten Regierung überwacht und durchsucht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ayee 24.04.2017, 08:36
16. Reaktive Politik

Mal wieder typisch. Da gibt es keine Lösung, also macht jeder was er will. Und die Politik weiß auch nicht so recht, wie sie damit umgehen soll. Ich finde es wenig verständlich, wenn man sich einerseits über Datenschutz und die Übermacht der US IT Konzerne Gedanken macht, auf der anderen Seite aber schon die Jüngsten vielleicht sogar schon in der Schule genau auf die Linie der US Anbieter trimmt. Schlimmer noch, wenn das in der Schule von den Lehrern genutzt wird, gibt der Lehrer sogar einen Zwang zur Nutzung von WA vor und das bei aller berechtigter Kritik?
Wieso gibt es keine Bundes-IT, die allen Schulen Infrastruktur und z.B. auch Kommunikations-Apps anbietet? Das wäre aktive und nicht nur reaktive Politik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jamjar 24.04.2017, 08:37
17.

Zitat von w220
Hier wurde nicht vollständig recherchiert. Für Baden-Württemberg gilt seit vielen Jahren ein Erlass des Kultusministeriums, wonach soziale Netzwerke wie Whatsapp verboten sind. Das ist auch richtig so. Lehrer sollten in der Medienkompetenz ein Vorbild sein, nicht .....
Seit wann ist WhatsApp ein Soziales-Netzwerk? Hierbei handelt es ich um ein Instant-Messenger.

Die Nachrichten bei WhatsApp sind auch Ende zu Ende verschlüsselt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dhoughal 24.04.2017, 08:39
18. Nicht meckern, sondern sichere Alternativen nutzen

Bspw. Wire Messenger (https://wire.com/de/). Komplett verschlüsselt, Open Source, zur Anmeldung keine Übermittlung der Mobilfunknummer nötig, Datenhaltung auf Servern in der EU, kostenlos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zitrone! 24.04.2017, 08:47
19.

Zitat von lobivia
Soziale Netzwerke sind keine Plattform für dienstliche Angelegenheiten. Die Frage stellt sich ohnehin nur in zurückgebliebenen Bundesländern, alle anderen haben iserv, moodle etc.
Unsere Schule bietet eine Iserv-Plattform an, aber einzelne Lehrer finden es offensichtlich schicker, per Whatsapp wichtige Zusatzinformationen zu verteilen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 15