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Datenschutz: WhatsApp an der Schule - was geht, was nicht?
DPA

Dürfen Lehrer WhatsApp benutzen? Sollen sie sogar? SPIEGEL ONLINE hat mehrere Datenschutzbeauftragte nach ihren Empfehlungen gefragt.

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semitone 24.04.2017, 09:19
30. know how?

Meine Güte, evtl. sollte man da mal Leute befragen, die etwas von der Materie verstehen, und keine sog."Datenschützer". Die Datenschützer sind oft Juristen und verstehen technisch gar nichts. Wenn ich Dinge lese wie "das kann man auch selbst machen, ist dann aber nicht so fancy wie die kommerziellen", kriege ich eine Krise. Whats App und Konsorten sind XMPP Dienste, die jede Schule mit den gleichen Features bereitstellen könnte, wenn denn das technische Wissen vorhanden wäre. So etwas schafft jeder halbwegs smarte Sysadmin in kürzester Zeit. Das wäre auch ein sehr gute Gelegenheit für den IT-Unterricht, eine XMPP Server-Client Architektur einzurichten.

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haku210 24.04.2017, 09:22
31.

Zitat von Luna-lucia
ausgenommen, man verzichtet, so wie wir, auf diesen Dienst! Man kann auch "noch" normale Mails schreiben. Oder noch besser, telefonieren. Von uns wird sich nie eine bei WhatsApp vernetzen lassen. Viele reden von Freiheit! Und verschenken sie gleichzeitig zu.....
Alternativ kann man sich durch Betrachtung eines Dudens auch in Rechtschreibung und Grammatik weiterbilden.

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wasistlosnix 24.04.2017, 09:34
32. Aufgabe für Wanka

Das wäre doch mal eine Aufgabe für Bildungsministerium. Aufbau eines Social Intranets für Schulen.
Dann könnten Inhalte gelehrt werden ohne das zurückgreifen auf kostenlose Dienste.

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neowave 24.04.2017, 09:35
33. Zu den schlichten Texten...

Zitat von Boone63
Es ist schon traurig wie sich Deutschland in einer digitalisierten und globalisierten Welt verschließt. Die "German Angst" vor dem Datenklau ist heute einfach nur noch lächerlich. Die Welt ist wie sie ist, das werden wir nicht aufhalten. Nationale Gesetze verlieren ihre Sinnigkeit in einer internationalen Welt. Der Satz "Darüber hinaus ist die Datenweitergabe in der Gruppe problematisch: Nicht jeder möchte, dass die ganze Klasse die eigene Mobilnummer kennt." zeigt schon das Unverständnis für die Problematik. Ganz sicher sind alle Jugendlichen in einer Klasse irgendwie vernetzt und lachen über die Richttlinien die irgednwelche Erwachsenen den "Digital Natives" machen wollen. Es ist wie mit dem Pferd und dem Auto: Auch wenn der deutsche Kaiser, damals sicher ein Institution die in vielen deutschen Wohnung hing, meinte, das Auto wäre nur eine temporäre Erscheinung, er setze auf das Pferd, hat er nicht Recht behalten. Darum sollten die Deutschen einfach mal ihren Glauben, sie besitzen die Weisheit für alles und jeden, ablegen und sich der Realität stellen und diese sinnvoll mitgestalten.
Schlichter geht es fast nicht mehr. Und, ja, micht regt die Geringschätzung erkämpfter Bürgerrechte i.S.v. im Sinne von "scheissegal" schon noch auf - das Recht auf Informationelle Selbstbestimmung ist schliesslich nicht vom Himmel gefallen. Ich wünsche allen Verfassern solcher Texte ein richtig, richtig langes Leben, damit sie möglichst lange und umfassend Gelegenheit haben, die Segnungen der (mutmasslich kommenden) schönen neuen Welt zu genießen.

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T. Schneider 24.04.2017, 09:41
34. Eigenes Whatsapp für Schulen

Es ist klar, dass die private Kommunikation und die Schulkommunikation aus verschiedenen Gründen getrennt werden muss. Wir schauen uns gerade nach einer Art eigenem Whatsapp um. Es gibt sichere Messaging-Apps für Unternehmen, Behörden und den öffentlichen Sektor wie z.B. www.teamwire.eu.

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sikasuu 24.04.2017, 09:44
35. im Zweifel richtet man sich eine Mailgruppe ein....?

Zitat von Besserwisser1970
(...) Es gibt deutlich sicherere Alternativen, Signal, Threema etc. Und im Zweifel richtet man sich eine Mailgruppe ein, das reicht für solche Zwecke auch. Diese WhatsApp Mündigkeit geht mir so auf den Wecker. WhatsApp und geschlossene Gruppen sind fortschrittsfeindlich, nicht die die sich dagegen wehren.
Eine geschlossene personal selektiv freigeschaltete Mailingliste, incl. zwingend PGP als Kommunikationsmittel, für jede Klasse, gar für die ganze Schule, gar noch auf eigenem oder kommunalen Servern.
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Das können die wenigstens Schulträger nicht mal "buchstabieren" geschweige den einrichten und warten. Das kostet nämlich richtig Geld (Personalkosten) & geht als dem "OS das alle haben!" nur sehr bedingt:-((
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Neuster Gag auf dem Rahmen Schule & Verwaltung.
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Bei einem mir bekannten RP (Regierungspräsidenten) wurde vor einigen Monaten beschlossen, an allen Dienstrechnern die bis dahin gesperrten USB Ports für "Datenträger" frei zu schalten. Ein Witz im Rahmen Datensicherheit. Welcher Mitarbeiter dort benötigt dienstliche Daten zu Hause, bzw. bearbeitet die dort & bringt die wieder mit?
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Vor allen Dingen, wenn im System z.B. für Personalräte, Homeoffice usw. VPN/VNC-Terminalbetrieb, ohne Datencopierfunktion nach außen, seit Jahren gut läuft.
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Datenschutz & Kommunalverwaltung, untere, mittlere Verwaltungsebene... da begegnen sich mEn. oft 2 Welten :-((
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Und im Bundestag gehts ähnlich "lustig" zu, mit "Privatgeräten" & offiziellem Netz:-(

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stephki 24.04.2017, 09:46
36.

"heißt es aus Bremen" steht in dem Artikel.
Frage an SPIEGEL: Wer oder was ist denn dort in Bremen?

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dodgerone 24.04.2017, 09:46
37.

Zitat von w220
Hier wurde nicht vollständig recherchiert. Für Baden-Württemberg gilt seit vielen Jahren ein Erlass des Kultusministeriums, wonach soziale Netzwerke wie Whatsapp verboten sind. Das ist auch richtig so. Lehrer sollten in der Medienkompetenz ein Vorbild sein, nicht die Fehler mancher Schüler wiederholen. Im übrigen gibt es natürlich sichere Netzwerke mit end-to-end-verschlüsselung. threema aus der Schweiz ist ein solches. Da müssen die Datenspione aus den USA schon sehr lange arbeiten, bis sie so etwas knacken können.
Die Realität sieht nur anders aus als sich irgendwelche greisen Ministeriumsmitarbeiter das vorstellen. Auch in BaWü nutzen Schüler und Lehrer massiv WhatsApp. Wenn man sich nämlich den Verweiss anschaut, dann erkennt man das es keine Empfehlung zu Alternativen gibt... wundert auch nicht in einem Land in dem selbst junge Lehrer technisch keinen Plan haben und auch keine Lust.
Meine Frau ist selbst Lehrerin in BaWü und durch den Einblick hier kann man echt nur den Kopf schütteln... Totalverweigerung ist keine Alternative! Die Welt draussen dreht sich weiter... also muss man sich ihr stellen.
Ich sehe Whatsapp auch kritisch... andererseits bin ich nicht so naiv zu glauben das man es verbieten kann. Und man sollte nicht vergessen, es ist ein niederschwelliges, kostenloses Kommunikationsmittel (was man mit Daten bezahlt...).

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santoku03 24.04.2017, 09:51
38.

Zitat von Solid
Es ist ein Witz. Das europäische Telefonnetz wird vollständig von der NSA automatisiert abgehört und zwar nicht nur die Verbindungsdaten, sondern auch die Inhalte und mittels Selektoren ausgewertet. Telefaxe sowieso. Das ist nicht erst seit Echelon und Snowden allgemein bekannt. Und dieses Telefon soll nun sicherer sein, als Whatsapp, wo immerhin eine von Experten überprüfte Verschlüsselung stattfindet? Die paar Randfälle bei geänderten Schlüsseln fallen da nicht ins Gewicht. Da sollten die Datenschutzbeauftragten wohl noch mal Hausaufgaben machen.
Das Entscheidende (und das ist kein Witz) ist, dass niemand gezwungen werden darf, sein Handynummer Whatsapp/Facebook zu offenbaren, oder schlimmer noch, der ganzen Klasse. Aus welchen Gründen auch immer jemand das nicht möchte (Angst vor Mobbing etc.). "Die NSA hört eh alles ab" : Dieses Argument ist ein Witz. Dass ich jederzeit überfahren werden kann, ist kein Grund dafür, über die Straße zu laufen, ohne links und rechts zu schauen.

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Korken 24.04.2017, 09:52
39. Das Recht, NEIN zu sagen

Wenn jemand keinen Bock auch Whatsapp hat, vielleicht nutzt er ja andere vorhandene, bessere Messenger, sollte das ebenso respektiert werden anstatt einen Herdentrieb zu provozieren.

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