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Debatte um einheitliche Prüfungen: "Zentrale Gleichschaltung wäre töricht"
Holger Hollemann/ DPA

Gleiches Abi für alle? In der Politik ist eine Diskussion über bundesweit einheitliche Bildungsstandards entbrannt. Sie geht in die völlig falsche Richtung, meint Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien.

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Fritz Godesberg 22.07.2019, 00:20
90. Mythos Abitur

Das schöne daran eine Meinung zu haben ist, dass sie nicht begründet werden braucht und so blöd sein darf und kann wie es nur geht. Ist halt meine Meinung. Anstrengend wird die Sache allerdings, wenn Meinungen apodiktisch formuliert werden, also in "so isses" Sätzen, deren Urheber natürlich davon ausgehen, dass man ihnen eigentlich nicht wirklich widersprechen kann, wenn man den gesunden Menschenverstand walten lässt, halbwegs bei Trost ist oder zumindest einen IQ oberhalb der Zimmertemperatur hat. Wozu Forschung, wozu empirische Untersuchungen, wozu kritische Theoriebildung, wozu statistische Erhebungen, wenn am Ende trotzdem jede Ahnungslose in ihrer Meinung gleiches Gewicht hat, weil es ja schließlich hier nicht um exakte Wissenschaft geht wie in den Naturwissenschaften. Soziologie, Pädagogik, ja sogar Jura sind halt dem Zeitgeist unterworfene Interpretationswissenschaften, die heute dieses und morgen jenes postulieren. Okay,..wie steht geschrieben: gegen Dummheit und Ignoranz kämpfen Götter selbst vergebens. Es gibt keine objektiv validierbaren Belege dafür, dass ein Zentralabitur "besser" ist, als das was wir jetzt haben. Aber seien wir doch mal ehrlich, darum geht es doch auch gar nicht: es geht schlicht darum zu verhindern, dass jeder Depp Abitur bekommt, denn dann ist es ja nichts mehr wert --- und die Deppen, das sind natürlich immer die anderen, vor allem die Kinder der anderen, die ja in der Konkurrenz zu meinen stehen, um die Partizipationsmöglichkeiten an ökonomischen Gestaltungsprozessen und um den Anteil an ökonomischen Verteilungsprozessen. Da muss selektiert werden! Mann stelle sich vor, jemand mit dem IQ eines Maikäfers würde "Chef beim Daimler" oder gar Bundeskanzlerin. Wie was, das gab es alles schon? Das ist üble Nachrede und Verleumdung und ganz sicher hatten die dann kein Abitur.

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new#head 22.07.2019, 00:25
91.

Man könnte auch vermuten, dass eine Frau Prien um ihren unsinnigen Posten bangt. Die Einführung der Länderhoheiten hatte zu deten Zeit sicherlich einen tieferen Sinn, so tief wie der Schrecken noch in den Glidern sass. Damals hatte man sicher keine Idee von heutigen Dimensionen und Erfordernissen. Die Länderhoheiten sind auf sämtlichen Ebenen hinderlich, von den Kosten der Landesdebatierclubs ganz zu schweigen.

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frenchie3 22.07.2019, 00:34
92. Ach nee, echt jetzt?

"Wir brauchen mehr Vergleichbarkeit und Transparenz". Klar erkannt und trotzdem so ein dusseliges Geschwafel von "lokalem Wissen"? Wie schon einer schrieb, wen interessiert beim Abi ob man weiß was ein Wolpertinger ist? Dann in Deutsch noch Dialekte bei der Rechtschreibung berücksichtigen?

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tom2strong 22.07.2019, 00:41
93. Unglaublicher Beitrag - bin anderer Meinung

Frau Prien sagt ein Zentralabitur sei eine politisch nicht durchsetzbare Maximalforderung Ziel sei aber ein vergleichbares, gerechteres Abitur. Ja, darum geht es und ein Zentralabitur könnte eine Lösung sein, denn es wäre relativ gut vergleichbar und auch relativ gerecht. Zum aufgeführten Beispiel bin ich sehr sprachlos. Ich hoffe doch sehr, dass sowas nicht im Abitur vorkommen muss. Frau Prien sagt weiter bei einem Zentralabitur würde überspitzt gesagt in der Hauptstadt der Lehrplan erstellt. Das muss man so nicht machen. Man kann es dezentral erstellen und es ist dann trotzdem ein Zentralabitur. Frau Prien sagt, dass unser föderales Bildungssystem eine Errungeschaft ist. Und da liegt sie sehr richtig. Das kann und soll man auch so beibehalten. Für Vielfalt und Wettbewerb also alles gut. Mit Zentralabitur gibt es sowas von Wettbewerb es wird eine Freude sein. Aber Frau Prien verwendet den Begriff "Gleichschaltung" und sie tut es wohl in voller Absicht. Muss man nicht machen. Warum nicht von den Ländern gemeinsam erarbeitete Abituraufgaben? Noch mehr Wettbewerb und fruchtbar obendrein. Zudem sagt Frau Prien die Annahme, identische Prüfungsaufgaben in ganz Deutschland würden zu völlig vergleichbaren Abschlüssen führen stimme nicht. Das ist richtig. Nur nimmt das niemand an. Es geht ja darum das Abitur vergleichbarer und gerechter zu machen. Von "völlig" sind wir weit entfernt. Frau Prien sagt eine Vereinheitlichung der Schulsysteme ist nicht wünschenswert. Ja, dann macht es nicht. Wie wir wissen ist Schule Wettbewerb. Und der Wettbewerb wird dann schon zeigen was funktioniert. Den Schülern geht es ja auch so. Frau Prien sagt weiter dass die Länder jetzt den Beweis antreten müssen, dass dieser Bildungsföderalismus aus eigener Kraft die notwendige Weiterentwicklung schafft. Sehe ich auch so. Wie lange geben wir ihnen noch Zeit? Sagen wir bis 2021? Und wenn es dann wieder nicht vorwärts geht machen wir ein Zentralabitur? Ok, bin dabei. Die paar Jahre geben wir ihnen noch.

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Hibiskus 22.07.2019, 00:47
94. Zentralabitur führt nicht zu Gleichschaltung

"Ein zentraler Schulabschluss im Sinne einer identischen Prüfung an allen Schulen in Deutschland setzt zwangsläufig auch einen identischen Unterrichtsstoff voraus." (Zitat)
Meines Wissens nach setzt sich die Abiturnote aus 2 Komponenten zusammen.: Sie besteht ja nicht nur aus den Noten in den Abiturprüfungen, sondern auch die Noten in den Unterrichtsfächern (Zeugnisse) fliessen in die Abiturnote ein. Wenn es ein Zemtralabitur geben würde, könnte der Unterrichtsstoff weiterhin unterschiedlich bleiben. Der meiste Unterrichtsstoff ist sowieso identisch, insbedondere in den Fächern Mathe, Naturwissenschaften und Fremdsprachen.

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tom2strong 22.07.2019, 01:08
95. Unglaublicher Beitrag - bin anderer Meinung

Frau Prien sagt ein Zentralabitur sei eine politisch nicht durchsetzbare Maximalforderung Ziel sei aber ein vergleichbares, gerechteres Abitur. Ja, darum geht es und ein Zentralabitur könnte eine Lösung sein, denn es wäre relativ gut vergleichbar und auch relativ gerecht. Zum aufgeführten Beispiel bin ich sehr sprachlos. Ich hoffe doch sehr, dass sowas nicht im Abitur vorkommen muss. Frau Prien sagt weiter bei einem Zentralabitur würde überspitzt gesagt in der Hauptstadt der Lehrplan erstellt. Das muss man so nicht machen. Man kann es dezentral erstellen und es ist dann trotzdem ein Zentralabitur. Frau Prien sagt, dass unser föderales Bildungssystem eine Errungeschaft ist. Und da liegt sie sehr richtig. Das kann und soll man auch so beibehalten. Für Vielfalt und Wettbewerb also alles gut. Mit Zentralabitur gibt es sowas von Wettbewerb es wird eine Freude sein. Aber Frau Prien verwendet den Begriff "Gleichschaltung" und sie tut es wohl in voller Absicht. Muss man nicht machen. Warum nicht von den Ländern gemeinsam erarbeitete Abituraufgaben? Noch mehr Wettbewerb und fruchtbar obendrein. Zudem sagt Frau Prien die Annahme, identische Prüfungsaufgaben in ganz Deutschland würden zu völlig vergleichbaren Abschlüssen führen stimme nicht. Das ist richtig. Nur nimmt das niemand an. Es geht ja darum das Abitur vergleichbarer und gerechter zu machen. Von "völlig" sind wir weit entfernt. Frau Prien sagt eine Vereinheitlichung der Schulsysteme ist nicht wünschenswert. Ja, dann macht es nicht. Wie wir wissen ist Schule Wettbewerb. Und der Wettbewerb wird dann schon zeigen was funktioniert. Den Schülern geht es ja auch so. Frau Prien sagt weiter dass die Länder jetzt den Beweis antreten müssen, dass dieser Bildungsföderalismus aus eigener Kraft die notwendige Weiterentwicklung schafft. Sehe ich auch so. Wie lange geben wir ihnen noch Zeit? Sagen wir bis 2021? Und wenn es dann wieder nicht vorwärts geht machen wir ein Zentralabitur? Ok, bin dabei. Die paar Jahre geben wir ihnen noch.

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noway2go 22.07.2019, 01:20
96. man fragt nicht den Frosch

Wenn man den Teich austrocknen will. Die Begründung der Dame ist armselig, die Kultusministerkonferenz ein überbordender Haufen Bürokratie und die dezentralen Bildungsministerien der Länder eine Geldverschwendung ohnegleichen. Von all dem Geld, daß Deutschland aus Steuern dort reinsteckt, kommt am scharfen Ende, also in den Schulen selbst, wahrscheinlich weniger als die Hälfte an, der Rest wird für verkopfte und realitätsferne Sesselfurzer verschwendet. Wenn Deutschland wieder in als modernes Bildungsland gelten soll, dann ist der FDP Vorschlag zumindest zielführend. Leider werden die Länder dem nur zustimmen, sonst können sie ihre Leerer nicht mehr mit Pöstchen bedienen

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Hibiskus 22.07.2019, 01:44
97. Waldemarsmauer

"Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in Passau in der Abiturprüfung. Die Aufgabe dreht sich um die Bedeutung der Waldemarsmauer im mittelalterlichen Danewerk. Bitte was? Genau!" (Zitat)
Dann sollte sich beim Zentralabitur die Aufgabe anstatt um die Waldemarsmauer um die Berliner Mauer drehen! In Schleswig H. könnte die Waldemarsmauer trotz Zentralabitur weiterhin zum Unterrichtsstoff gehören. Die Berliner Mauer sollte auf jeden Fall in allen Bundesländern zum Unterrichtsstoff gehören.

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dasfred 22.07.2019, 05:02
98. Es gibt nirgends auf der Welt ein vergleichbares Abitur

Selbst, wenn der Lehrplan im ganzen Land identisch ist, weder die Ausstattung der Schule noch die Persönlichkeit des Lehrers wird damit vergleichbar. Ein frustrierter Pädagoge in einem kalten zugigen Klassenzimmer, in dem der Putz von der Wand bröckelt, kann jede Note zwei Stufen runterziehen. Zu meiner Schulzeit habe ich noch die letzten Jahre erlebt, in denen Jungs und Mädchen an getrennten Gymnasien unterrichtet wurden. Schon der Unterschied im Umfang der Hausaufgaben war gewaltig. Von den Jungs hat nach der Pupertät niemand mehr erwartet, dass sie freiwillig noch Hausaufgaben in nennenswertem Umfang erledigen, bei den Mädchen waren mehrere Stunden täglich Standart. Trotzdem waren die Schüler später im Studium ähnlich erfolgreich. Wenn das bayrische Abitur so gut ist, wie behauptet, warum bildet sich das dann nicht bundesweit ab? Bayern stehen nirgends auffällig oft an der Spitze. Leistungsfähigkeit hat mit der Persönlichkeit und nichts mit Bulimielernen zu tun. Ich habe noch keine Statistik gesehen, wie viele Abiturienten pro Bundesland später scheitern oder in Spitzenjobs aufrücken. Die Abinote ist nur eine Momentaufnahme mit begrenzter Aussagekraft.

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kleppy 22.07.2019, 05:35
99. Abiturprüfungen ganz abschaffen

Was ist das für ein Aufwand für alle Beteiligten. Das kann man sich doch alles sparen. Wieso wird man nicht einfach versetzt und hat damit die Hochschulreife? Was hängt von so einer einzigen Prüfung alles ab für das spätere Leben.

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