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Debatte um einheitliche Prüfungen: "Zentrale Gleichschaltung wäre töricht"
Holger Hollemann/ DPA

Gleiches Abi für alle? In der Politik ist eine Diskussion über bundesweit einheitliche Bildungsstandards entbrannt. Sie geht in die völlig falsche Richtung, meint Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien.

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logisch_konsequent 21.07.2019, 21:24
50. Unis mehr Selbstständigkeit geben

Wenn die Uni's Aufnahmetest machen dürfen, bekommen 1,0 Abis aus Bremen, Hamburg und Co ihren fairer Wert, der einer 2,0 bis 2,5 auf Bayern und BW entspricht. Dann überlegen die in HH und Bremen schon selbst, was sie seit Jahrzehnten schlechter als der Durchschnitt machen.

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danduin 21.07.2019, 21:29
51. Berlin oder Bayern. was wird standart

Wenn ich daran denke dass sich zukünftig das Abitur am Berliner Schulmodell orientiert. Dann gute Nacht Standort Deutschland. Vielleicht ist die Vielfalt doch nicht schlecht.

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dunkelpeter 21.07.2019, 21:29
52. Zentral-Abitur bringt nur etwas wenn,

Man ziehe auch einer Grundgesamtheit, in der es bei der Leistungsfähigkeit eine Normalverteilung gibt, Stichproben von jeweils ca. 20 Menschen, diese sollten dann bei der Leistungsfähigkeit eine vergleichbare Verteilung aufweisen, ausser die Vorbereitung auf die Prüfung nach besser oder schlechter. Die Ergebnisse innerhalb eines Kurses sind "normalverteilt", gibt es Abweichungen von der Gesamt-Verteilung nach unten, was soll mit der Lehrkraft passieren? Bringen Studenten, die als Schüler bessere Lehrer hatten, im Studium auch bessere Ergebnisse? Dann würde ja im Studium nur Schul-Stoff beigebracht, ...
Zentrale Prüfung kann okay sein, aber die Notenverteilung bitte innerhalb eines Kurses und bei Abweichungen nach unten Fortbildung für den Lehrer.

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thoms1957 21.07.2019, 21:35
53. Bildungsföderalismus ist überholt und kontraproduktiv

Ja, wir hatten - in der Quinta glaub ich - auch mal was vom Danewerk gehört. Das heißt aber nicht, dass in Bayern die Abiturienten damit schlechter klar kämen. Es sei denn, im Abi würde Wissen aus der Grundstufe abgefragt und Abiturvorbereitung fände nicht statt. Also was soll dieses Argument? Ich meine, der Bildungsfödederalismus ist mittlerweile hinderlich. Wesentliche Lerninhalte abseits von Schule werden über Internet vermittelt. Diesem Faktum stellt sich Schule viel zu wenig. Und warum muss jedes Bundesland für jedes Fach und für jede Jahrgangsstufe eigene Lehrpläne aufstellen, ständig evaluieren, ausprobieren, verwerfen, G8, G9, Inklusion oder nicht usw. usw. - in jedem Fall immer das Rad neu erfinden und sowieso alles irgendwie besser wissen als alle anderen 15 Bundesländer? 16 Kultusministerien beschäftigen sich haupsächlich selbst. Ständig neue "Ideen" für die Schulen und zur Überprüfung der " Erfolge" braucht es natürlich erhebliches Personal. Hilfen für die Schulen sind vom Ministerium zumindest in S.-H. also von Frau Prien eher nicht zu erwarten. Mehr Personal schon mal gar nicht. Ich bin dafür: Alle Kultusministerien auflösen, ein Ressort für Heimatkunde und Koordination kann bleiben. Bildung zentral organisieren - in allen MINT- und Haupfächern muss sowieso überall das Gleiche gelernt werden - eigentlich. Die freiwerdenden Mittel werden für pädagogisches Personal ausgegeben. Und das bildungspolitische Provinzfürstentum wäre beendet. Erleben werde ich das aber nicht mehr.

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cogitabilis 21.07.2019, 21:36
54. Nicht das Zentralabitur führt in die falsche Richtung ...

... sondern das Beharren auf Diversität, wo diese nicht nötig und auch nicht zielführend ist. Schon die Argumentation über die Schiene "Regionalist" und der damit einhergehenden verschiedenen Schwerpunkte im Lehrstoff entlarvt die Inhaltsleere der Argumente der Gegner eines Zentralabiturs. Ich kenne bis heute niemanden, der ein Zentralabitur über alle Fächer und alle Themen betreffend fordert. Die Forderung lautet in allen Fällen, dass ein solches für die Fächer Deutsch und Mathematik und ggf. noch für Fremdsprachen und die naturwissenschaftlichen Fächer eingeführt werden sollte. Da gibt es keine regionalen Unterschiede im Inhalt.
Ein Zentralabitur in den Kernfächern würde auch nicht verschiedene Schulsysteme oder Ansätze der Lehre verhindern, sondern nur ein einheitliches Ziel formulieren, dass in Bezug auf die Leistung von den Schülern erreicht werden muss. Der Weg dahin und damit das Schulsystem wäre weiterhin Ländersache. Und wenn dann noch regional begründete Schwerpunkte hinzukommen, umso besser.
Meiner Meinung nach geht es den Gegnern nicht um die Schüler und deren Zukunftschancen, sondern ausschließlich um Machtfülle und die Sicherung von kurzfristigen "Standortvorteilen" durch Abwertung der eigenen Bildungsabschlüsse bei Beibehaltung der bundeseinheitlichen Zugangskriterien. Das setzt aber eher eine Abwärtsspirale für alle in Gang als eine Verbesserung der Bildung und der Chancen für alle.
Wenn diejenigen, die ein Abitur anstreben und diejenigen, die sie dabei unterstützen (Lehrer, Bildiungsverantwortliche, ...), wüssten was am Ende geprüft wird, könnten sich alle daran ausrichten. Die Qualität könnte schnell und für alle erhöht und die Inhalte gemeinsam von allen Bundesländern kurzfristig und sofort wirksam entsprechend den Anforderungen angepasst werden.

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Actionscript 21.07.2019, 21:39
55. Die Beispiele in dem Artikel sind sehr speziell.

Es handelt sich hier um lokales Geschichtswissen. Es geht aber auch um Fächer wie Mathematik, alle naturwissenschaftlichen Fächer und sprachliche Fächer inklusive Deutsch. Da sehe ich, dass man ein gemeinsames Abitur haben kann.

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leo-k 21.07.2019, 21:44
56. Schluß mit bildungspolitischer Kleinstaaterei

und politischer Profilierungssucht der Kultusminister. Gute Bildung ist das Kapital einer rohstoffarmen Gesellschaft und hat etwas mit Leistung zu tun. Mathematik, Deutsch und Naturwissenschaften sind von Emden bis Berchtesgaden hundertprozentig vergleichbar. Nicht der kleinste gemeinsame Nenner führt hier zum Erfolg, sondern der höchste Anspruch muß hier die Meßlatte,sein. Wenn sich die Kultusminister der Länder nicht einigen muß eine unabhängige Kommission die Entscheidung treffen! Bei der Exellenzinitative wurde es gerade vorgemacht.

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MPS 21.07.2019, 21:44
57. Heimatkunde Grundschule...

„... die Bedeutung der Waldemarsmauer im mittelalterlichen Danewerk...“

ist sicher kein Argument in dieser Diskussion.

Aber Mobilität der AN werden gefordert. Dann ziehen Sie doch einmal von NRW nach Bayern. Mit Kindern meine ich.
Viel Spaß!

Der Wettbewerb im Bildungs-Föderalismus ist NICHT eingetreten.

Aber Deutschland ist ein wichtiges Land. Und so groß! Da brauchen wir ja 16 Kultusminister.

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shalom-71 21.07.2019, 21:45
58. Frage der Zeit

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Abiturienten aus schulschwachen Bundesländern (wie z.B. Bremen oder Niedersachsen) spezielle Aufnahmeprüfungen bestehen müssen, wenn sie in gewissen leistungsstarken Bundesländern studieren wollen.

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abcd63 21.07.2019, 21:46
59. Förderaler Wettbewerb?

Was für ein Blödsinn. Wann gibt es denn bei diesem „Wettbewerb“ ein Ergebnis? Wann werden denn die besten Strukturen vereinheitlicht? Wir reden von einem geeinten Europa und müssen uns von Provinzpolitikern mit solchen hanebüchnen Argumenten abspeisen lassen? Lächerlich. Wenn ich als flexibler Arbeitnehmer in D umziehe, wer leidet darunter? Richtig, schulpflichtige Kinder. Das Politiker dieses Chaos genauso sehen, zeigt der Umzug der Bundeshauptstadt nach Berlin. Da stand den Beamtenkindern nämlich Nachhilfe auf Steuerzahlerkosten zu.

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