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Debatte um einheitliche Prüfungen: "Zentrale Gleichschaltung wäre töricht"
Holger Hollemann/ DPA

Gleiches Abi für alle? In der Politik ist eine Diskussion über bundesweit einheitliche Bildungsstandards entbrannt. Sie geht in die völlig falsche Richtung, meint Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien.

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_derhenne 21.07.2019, 21:47
60.

Wann und warum ist uns in Deutschland so vollständig der Pragmatismus abhanden gekommen? Jedes Thema wird unendlich zerlabert bis nichts mehr davon übrig ist, weil auf jeden Furz und jede Befindlichkeit Rücksicht genommen werden soll.

Mein Vorschlag: Jedes Bundesland entsendet 2020 pro Fach EINEN (lehrplankundigen) Lehrer in eine Prüfungskomission. Diese 16-köpfige Komissionen beschließt einen Aufgabenpool, der doppelt so viele Fragen wie nötig enthält. Aus diesem kann sich nun jedes Land die Aufgaben aussuchen. Innerhalb der darauffolgenen fünf Jahre verfährt man gleich, nur das jedes Jahr der Umfang des Pools verringert wird, so dass ab 2026 alle Länder die selben Aufgaben haben. Zwischendurch bleibt genügend Zeit um die Lehrpläne anzupassen.

Aber das wäre ja viel zu einfach. Und was da alles für Posten und Proporz wegfallen würde... Lieber wursteln wir weiter.

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Abian 21.07.2019, 21:54
61. Selten soviel Blödsinn gelesen

Welcher Wettbewerb wird hier angesprochen. Am Ende müssen alle auf die gleiche Uni und sich am gleichen Arbeitsmarkt bewerben. Suchbegriff Beispiele, die bzgl. der regionalen Unterschiede herangezogen werden sind Dünnpfiff. Die Föcher, die später wirklich relevant sind, sind Mathe, Englisch, Chemie, Physik.... Die anderen Nischenthemen können unterschiedlich ausgeprägt sein. In meinen Augen geht es dieser Bildungsministerin hauptsächlich um ihren Machterhalt. Föderalismus Waschzeug Bildung betrifft kostetet einen Haufen Geld und hat wenig Sinn.

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kuschl 21.07.2019, 21:57
62. Typische Argumentation föderaler Bildungsideologen

Die Vergleiche zwischen den einzelnen Bundesländern sagen doch alles R2G und RG immer Schlusslicht aber mit dem Mund immer vorweg und angeben, wie ne Tüte Mücken mit immer neuen tollen Ideen. An den Unis dann das böse Erwachen, reicht meist nicht für ein MINT Fach, sondern nur noch mit ach und krach für „irgendwas mit ...“.
Schuld sind dann natürlich immer die anderen und nicht die Bildungsideologen. Letztlich haben die Föderalen nur Angst um ihre Länderplanstellen, denn nichts fürchten sie mehr als die Bildung in Bundeshand.

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capote 21.07.2019, 22:00
63. Fach Deutsch

Gerade ein Fach wie Deutsch MUSS auf den Prüfstand ! Spätestens mit der mittleren Reife können alle lesen und schreiben, von daher wäre das Fach Deutsch in der Oberstufe obsolet. Bei mir wurde das Fach Deutsch dazu missbraucht, dass ich mir Vorträge über die Vorteile der Antiautoritären Erziehung anhören musste. Dem sollte man einen Riegel vorschieben, genau wie den lokalen Themen, die man anschliessend gleich wieder vergessen kann, weil ohne jede Bedeutung.

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manicmecanic 21.07.2019, 22:00
64. welcher förderale fruchtbare Wettbewerb ?

Das ist so durchsichtige pro förderales System Propaganda daß man es nicht mehr besonders kommentieren muß.Die Dame meint wohl den "fruchtbaren Wettbewerb" der u.a. dazu führt daß man mit schulpflichtigen Kindern in diesem winzigen Land nur umziehen kann wenn man bereit ist seine Kinder in echte Schulprobleme zu bringen.Das förderale Schulsystem ist gescheitert und Hauptschuld daran sind solche realitätsfernen Ideologen wie diese Dame.

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touri 21.07.2019, 22:04
65.

Zitat von brooklyner
Haha, das DDR Schulsystem war also jedem westlichen überlegen? Ich nässe mich gleich ein. Ossis, die allesamt kein Russisch können, obwohl sie es jahrelang in der Schule hatten, während der Wessi natürlich wenigstens conversational English beherrscht? Tja warum nur ist dann der Ostmensch, der in diesem System sozialisiert wurde so überhaupt nicht kompatibel mit dem unterlegenen System und sitzt jammernd rum? In Österreich langts gerade Mal zum Kellner. Aber Sie glauben wahrscheinlich auch, dass Robotron eine Weltmarke war, die nur durch die pöhse Treuhand kaputt gemacht wurde.
Also ich kenne genügend Leute im Bereich meines Jahrgangs (83) die Abi haben aber nur noch Brocken englisch können. Mein Latein ist auch nicht mehr das Beste und Französisch hat im großen und ganzen auch so ziemlich jeder nach der Schule vergessen. Ich komme übrigens aus Bayern. Wissen das man nicht regelmäßig nutzt verabschiedet sich sehr schnell und es gibt genügend Leute die problemlos ohne Englischkenntnisse durchs Leben kommen.

Ich kenne übrigens auch genug Ossis, die heute Informatiker, Betriebswirte, Ingenieure, etc. sind.

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andre_36 21.07.2019, 22:06
66.

Zitat von brooklyner
Haha, das DDR Schulsystem war also jedem westlichen überlegen? Ich nässe mich gleich ein. Ossis, die allesamt kein Russisch können, obwohl sie es jahrelang in der Schule hatten, während der Wessi natürlich wenigstens conversational English beherrscht? Tja warum nur ist dann der Ostmensch, der in diesem System sozialisiert wurde so überhaupt nicht kompatibel mit dem unterlegenen System und sitzt jammernd rum? In Österreich langts gerade Mal zum Kellner. Aber Sie glauben wahrscheinlich auch, dass Robotron eine Weltmarke war, die nur durch die pöhse Treuhand kaputt gemacht wurde.
Nun ja, wenn man einfache Wörter, wie "böse" nicht richtig schreiben kann, sollte man ... Egal! Dass die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung in der DDR von hoher Qualität war, wird von keinem Fachmann abgestritten. Die schlechten Russisch-Fähigkeiten der DDR-Bürger würde jemand mit etwas mehr Verständnis, als Sie es besitzen, eher unter dem Aspekt des zivilen Ungehorsams einordnen. Das Niveau der BIldung hat im Übrigen wenig damit zu tun, wie "kompatibel" jemand mit einem System ist, wenn er von heute auf morgen sein gewohntes Bezugssystem komplett verliert. Eine Erfahrung, die iim Osten innerhalb von 40 Jahren zweimal durchgemacht wurde. Nichtsdestotrotz kann ich Ihnen versichern, dass nicht alle Ostdeutschen heute in Österreich als Kellner arbeiten. Ich kenne da eine Physikerin, die hat es weit gebracht.

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skeptikerjörg 21.07.2019, 22:10
67. Das Pferd von hinten aufzäumen

Ein bundesweit einheitliches Zentralabitur setzt doch zunächst mal einheitliche Lehrpläne und Lernziele voraus. Und um die zu erreichen, müsste man bereit sein, tief in die Kulturhoheit der Länder einzugreifen, diese zu beschneiden. Die heiligste Kuh des Förderalismus! Glaubt daran jemand? Realistischer ist doch, ein Paket von vergleichbar anspruchsvollen und gleich schweren Prüfungsaufgaben für die einzelnen Fächer zu entwickeln und die Länder darauf zu verpflichten, unabhängig von der Schulform. Da das Abitur eines Gymnasiums dem einer Gesamtschule oder einer Gemeinschaftsschule oder wo man sonst noch das Abitur machen kann, gleichwertig ist, müssen auch Anforderungen und Bedingungen gleichwertig sein.

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Lucid_2_Win 21.07.2019, 22:12
68. Die Unis differenzieren auch nicht nach Regionen

Nachdem ich diese eher schwachen Einwände gelesen habe würde ich echt gerne ein Zentralabitur einführen. Wenn man die Sache richtig angehen würde und nicht für Chaos sorgen würde könnte das definitiv für ein gerechteres Abitur sorgen. Man müsste jedoch auch die Lehrpläne größtenteils vereinheitlichen.

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capote 21.07.2019, 22:12
69. Mathematik

Alle betonen, wie wichtig Mathematik ist, ich habe da so meine Zweifel. Ich bin Diplomingenieur für Elektrotechnik und habe zusätzlich ein Physikdiplom. Ich kann also Mathe und habe meine Brötchen als Berechnungsfritze verdient, nur das wird so gut wie nirgendwo gebraucht und haben will das schon gar kein Arbeitgeber oder Chef. Lieber greift man auf die Methode "Try-and-Error" zurück. Warum bei der Sachlage immer wieder ganze Generationen mit Mathematik gequält werden, ist mir ein Rätsel, den meisten liegt das nämlich absolut nicht. Ich bin kein Nestbeschmutzerund mir kann auch keiner vorwerfen, ich könne es selber nicht, aber ich bin inzwischen Rentner und habe viel gesehen im Leben.

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