Forum: Leben und Lernen
Debatte um einheitliche Prüfungen: "Zentrale Gleichschaltung wäre töricht"
Holger Hollemann/ DPA

Gleiches Abi für alle? In der Politik ist eine Diskussion über bundesweit einheitliche Bildungsstandards entbrannt. Sie geht in die völlig falsche Richtung, meint Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien.

Seite 9 von 16
alex300 21.07.2019, 22:42
80. Bitte, was hat die Geschichte der lokalen

Senkgrube (oder Mauer) in der Abitur zu suchen?
Die Aufgaben sollen eben globale Bedeutung haben.
Und ja, der Lehrstoff soll in Deutschland einheitlich werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vorderwaeldler 21.07.2019, 22:42
81. You don‘t discuss thanksgiving with a turkey...

... weil der aus nachvollziehbaren Gründen immer gegen dieses Fest sein wird. Genauso ist es mit der Zentralisierung des Bildungswesens und der Kultusministerin eines Bundeslandes: Zentralisierung ist nicht gut für ihren Job. Dabei brauchen wir viel mehr Zentralisierung als nur das Abitur, wenn Wirtschaft und Politik von Arbeitnehmern immer mehr auch geographische Flexibilität fordern. Es ist in höchstem Maße zynisch, deren Kinder dann diesem Bildungsflickenteppich auszusetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
skeptikerin007 21.07.2019, 22:42
82. Kann nur bestätigen

Zitat von MagittaW
*Bummi ist/war eine DDR Kinderzeitschrift Na hoffentlich kommt kein Zentralabitur! Denn das würde sich ja eher an Bremen oder Berlin orientieren, statt an Sachsen oder Thüringen. Nur zur Erinnerung: die Grundschulmethode "Schreiben nach Gehör" war auch so eine angeblich überlegene Methode aus der westdeutschen "modernen" Pädagogik. Allein es war Desaster, gerade für die Kinder, denen sie helfen sollte. Tja, mit die einzige Sache, die die DDR richtig gemacht hatte, war das Schulsystem. JEDEM westlichen Schulsystem überlegen - und direkt und eins zu eins von der Sowjetunion übernommen. Okay, Staatsbürgerkunde war Blödsinn, aber der Westen hatte ja was Ähnliches: Gesellschaftskunde und Religionsunterricht. Also, zurück in die Zukunft: DDR Schulsystem Deutschlandweit!
In der achtziger Jahren unterrichtete Mathestunde Physik in NRW. Damals kamen die „Übersiedler“ aus der DDR und die „Aussiedler“ aus der Ostblockländern. Sie waren ohne Übertreibung in der Mint Fächern haushoch unseren Kindern überlegen. Klar, sie könnten kaum Englisch, mit Deutsch hatten sie meisten Schwierigkeiten (nicht in der Rechtschreibung). Es war Freude mit Ihnen zu arbeiten. Sogar die Russlanddeutsche, die aus der tiefsten Kasachstan kamen, haben in Mathe gut mitgehalten.
Ich finde es nicht gut, dass die Abiturnoten so ein Gewicht bei dem Studium haben. Auch wegen solchen Ministerinnen. Und auch, weil mit einer vernünftigen Aufnahmeprüfung, die von der Hochschulen gesteuert wird, würden die fähigen Kinder an di e Uni kommen, auch wenn sie keine Einserschüler von Berlin oder aus NRW waren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
biker-sn 22.07.2019, 23:00
83. Schwachsinn

So einen Schwachsinn habe ich lange Zeit nicht mehr gehört.
Warum sollen in einem Abi fragen von der Heimatregion auftauchen ?
Die Fragen sollen sich auf das Wesentliche konzentrieren. Damit hat dann jeder Schüler, egal wo in Deutschland die gleichen Startvoraussetzungen.
Bildung gehört in Bundeshand und nicht in Landeshand, genauso wie Wirtschafts, Außen und Sicherheitspolitik.
Die etablierten Parteien haben nur Angst davor, den Mehrheitswillen des Volkes umzusetzen..., armes Deutschland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mydryn 22.07.2019, 23:00
84. Das hat nichts mit Gleichschaltung zu tun

Sollte der unwahrscheinliche Fall eines Zentralen Abiturs und ggfs. auch Jahrgangsabschlußprüfungen in den anderen Schulformen eintreten, könnte daraus ein Ranking der besten bzw. schlechtesten Schulen in Deutschland erstellt werden. DAS ist der eigentliche Grund, warum es nicht eintreten wird. Jeder mag sich die Frage beantworten, wer die nächste Landtagswahl gewinnt, dessen Schulen auf den letzten einhundert oder zweihundert Plätzen landet.
Die Wahrscheinlichkeit ist außerdem sehr hoch, daß dann die Schulform umgetauft wird und die Anforderungen weiter nach unten gesetzt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hugelbert 22.07.2019, 23:18
85. Das ist jetzt kein Witz ?

Hat denn jedes Bundesland auch eigene UNIs für alle Fachrichtungen ... und Firmen, die diese Absolventen dann einstellen. Und alle Absolventen verlassen nie das Bundesland?
Wie weltfremd muss man eigentlich sein, um Heimatkunde Lernstoff als Argument anzuführen?
Ich mag mich gar nicht weiter aufregen ...
Es zeigt aber wieder einmal sehr deutlich: Zwei Dinge gehören nicht in Länderhand: Bildung und Polizei. Keines von beiden hat überwiegend (noch nicht mal wesentlich) mit regionalen Spezialitäten zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Augustusrex 22.07.2019, 23:35
86. Ja, genau, war alles so gut

Zitat von MagittaW
*Bummi ist/war eine DDR Kinderzeitschrift Na hoffentlich kommt kein Zentralabitur! Denn das würde sich ja eher an Bremen oder Berlin orientieren, statt an Sachsen oder Thüringen. Nur zur Erinnerung: die Grundschulmethode "Schreiben nach Gehör" war auch so eine angeblich überlegene Methode aus der westdeutschen "modernen" Pädagogik. Allein es war Desaster, gerade für die Kinder, denen sie helfen sollte. Tja, mit die einzige Sache, die die DDR richtig gemacht hatte, war das Schulsystem. JEDEM westlichen Schulsystem überlegen - und direkt und eins zu eins von der Sowjetunion übernommen. Okay, Staatsbürgerkunde war Blödsinn, aber der Westen hatte ja was Ähnliches: Gesellschaftskunde und Religionsunterricht. Also, zurück in die Zukunft: DDR Schulsystem Deutschlandweit!
Wehrkundeunterricht zum Beispiel. Oder Jungen unter Druck setzen, dass sie sich zur Offiziersschule oder wenigstens zum Zeitsoldaten verpflichten sollten, wenn sie studieren wollten. Meine Frau und ihr jüngerer Bruder durften nicht auf die EOS (Erweiterte Oberschule) um Abitur zu machen. Sie hatten beide bei weitem die erforderlichen Noten, aber ihr Vater war freischaffender Grafiker und gehörte damit nicht zur Arbeiter- und Bauernklasse. Es wurde aber nur ein geringer Prozentsatz zugelassen, welcher nicht dazu gehörte. Also gingen Kinder mit schlechteren Noten auf die EOS, weil sie aus dem richtigen Elternhaus stammten. Meine Frau, damals war sie es natürlich noch nicht, hat eine Berufsausbildung mit Abitur machen müssen, um die Hochschulreife zu erlangen. Sie hat des Abiturs wegen Schlosser gelernt. Das war alles richtig und jedem westlichen Schulsystem überlegen? Mann, wie verbohrt man nur sein kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stäffelesrutscher 22.07.2019, 23:40
87.

Frau Prien scheint in der Schule nicht gelernt zu haben, was mit dem Begriff »Gleichschaltung« bezeichnet wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlsiegfried 22.07.2019, 00:15
88. Nicht nachvollziehbar

Probleme an den Haaren herbei gezogen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DUWN01 22.07.2019, 00:17
89. Standortfrage

Alle Argumente der Befürworter eines Zentralabiturs finde ich richtig. Meine Kinder überlegen sich, wo sie einen Arbeitsplatz suchen. Bundesländer mit miserablen Bildungsystemen, das ist nicht nur Bremen, fallen weg, wenn sie an ihre eigenen Kinder denken. Flexibilität von Fachkräften? Ja, aber nicht dort hin, wo SPD und Grüne die Schulen vermurkst haben. Wichtig ist auch, dass man an den Unis keine MINT-Kurse mehr brauchen müsste und die Schulen das wieder ordentlich unterrichten. Auch Philosophen brauchen Kenntnisse der Naturwissenschaften.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 16