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Debattiermeisterschaft in China: Kritisch denken für Anfänger

Chinesische Studenten*diskutieren bei der Debattiermeisterschaft in Peking über Schummelei an der Uni und Militärbasen im Ausland - Vertreter der Kommunistischen Partei hören zu.*Eine eiserne Regel gilt auch hier: Bloß keine Tabus brechen!

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Indigo76 30.05.2011, 06:27
1.

Zitat von sysop
Chinesische Studenten*diskutieren bei der Debattiermeisterschaft in Peking über Schummelei an der Uni und Militärbasen im Ausland - Vertreter der Kommunistischen Partei hören zu.*Eine eiserne Regel gilt auch hier: Bloß keine Tabus brechen!
Wundert es irgendjemanden, dass die Seite gewonnen hat, die die Regierung vertreten hat? Eher wird Schweineschnitzel im Iran als Nationalgericht eingeführt, als dass China freie Diskussionen zulässt!

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G. Whittome 30.05.2011, 06:46
2. Äpfel und Birnen...

>>
"Es gibt in jeder Gesellschaft Dinge, die eher nicht diskutiert werden", meint Mark Levine. In Deutschland sei zum Beispiel Holocaustleugnung verboten.
<<
So spricht der US-Coach, der wohl schon zu lange dort ist und betriebsblind geworden ist. "Holocaustleugnung" und die Unterdrückung der Diskussion über Menschenrechte und Souveränität Taiwans auf eine Stufe zu stellen - akademische Disqualifikation!
Weiter sagt er:
>>
Für ihn sei es aber legitim, dass auch die chinesische Gesellschaft aus ihrer Tradition heraus über bestimmte Dinge nicht streitet.
<<
Mit "Tradition" hat das herzlich wenig zu tun, wohl aber mit den Interessen des Regimes.

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loggerbach 30.05.2011, 07:00
3. Danke,

fuer dieses Thema, diese Denkrichtung und diese m.E. voellig richtige Analyse. Dieses Mal sicher keine Beanstandung meinerseits;-) Gruß aus China

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dasky 30.05.2011, 08:08
4. Titel

Zitat von sysop
....Bloß keine Tabus brechen!
Ach wie tröstlich, dass es dort auch nicht anders ist.

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LouisWu 30.05.2011, 09:13
5.

Zitat von dasky
Ach wie tröstlich, dass es dort auch nicht anders ist.
Yep, ist schon die halbe Miete, wenn man das erkannt hat. Und wenn man mal versuchen würde, so objektiv wie möglich zu sein, könnte evtl. sogar dabei herauskommen, dass es bei uns mehr Tabus in der Diskussion gibt als in China.
Nur: Wie immer sind unsere Tabus natürlich die Richtigen, versteht sich....

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schibulsky 30.05.2011, 09:49
6. Interessant!!

Die Proteste auf dem Tiananmenplatz 1989, die Menschenrechtslage in Tibet, eine mögliche Selbstständigkeit Taiwans und Kritik am großen Vorsitzenden Mao Tse-tung und der kommunistischen Partei Chinas - darüber wird nicht debattiert.
"Es gibt in jeder Gesellschaft Dinge, die eher nicht diskutiert werden", meint Mark Levine. In Deutschland sei zum Beispiel Holocaustleugnung verboten.

Danke, jetzt haben wir es endlich offiziell: Tibet, Tiananmenplatz, Mao und die Partei auf einer Stufe mit dem Holocaust!!

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Emil Peisker 30.05.2011, 11:29
7. Netter Versuch

Zitat von LouisWu
Yep, ist schon die halbe Miete, wenn man das erkannt hat. Und wenn man mal versuchen würde, so objektiv wie möglich zu sein, könnte evtl. sogar dabei herauskommen, dass es bei uns mehr Tabus in der Diskussion gibt als in China. Nur: Wie immer sind unsere Tabus natürlich die Richtigen, versteht sich....
Netter Versuch. Ging daneben. Auf ein Neues....:-))

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deedl 30.05.2011, 11:36
8. mit dem Unterschied, dass ...

Zitat von Gereon
Auch hier wandern unliebsame Äusserer unliebsamer Fakten im Gefängnis. Und werden im Forum gestrichen oder gekürzt.
... jeder, dem es hier nicht passt, sich sein eigenes Forum eröffenn kann, in dem er selbst für die Inhalte verantwortlich ist und ihn niemand zensieren kann. Das geht in China nicht. In China zensiert der eine Staat alles, in Deutschland zensiert der Betreiber von Webseiten im Rahmen seine "Hausrechts". Dieses Hausrecht kann sich jeder zu eigen machen auf seinen eigenen Webseiten.

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acsa77 30.05.2011, 11:36
9. Tiananmen ist nicht schwarz-weiß

Wer sehr genau auf die Geschehnisse hinschaut, und daneben schon Forderungen von Studenten überall auf der Welt gesehen hat, erkennt sehr schnell, dass damals FÜR einige Errungenschaften* des Kommunismus protestiert wurde, und GEGEN die neoliberalen "Nebeneffekte", die sehr direkt von der Reagan-Administration persönlich empfohlen wurden. Also auch noch heute existierende Grundlagen des Systems würden in Frage gestellt.

*die ideologisch gesehen natürlich völlig unabhängig vom Kommunismus oder Kapitalismus sind

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