Forum: Leben und Lernen
Der Uni-Versager: So funktioniert der Hausarbeiten-Bluff
Corbis

Wie täuscht man konzentriertes Arbeiten vor? Was haben Äpfel und Yoga damit zu tun? Leistungsverweigerer Felix Dachsel hat Strategien entwickelt, um sich unbemerkt unter fleißige Hausarbeiten-Schreiber zu mischen.

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majestic12 15.06.2015, 11:04
20. Wozu?

Niemanden in der Bibliothek interessiert, ob man arbeitet, und dadurch wird die Hausarbeit auch nicht hergezaubert, also sinnfrei. Besser sind die Tipps schon für meinen bekloppten Büroalltag, damit ich unter den Kollegen nicht auffalle. Allerdings zeigt sich auch hier - so zu tun, als ob man arbeitet, ist meist doppelt so aufwendig wie wirklich arbeiten. Das Grundproblem bleibt bestehen - der Job / das Studium ist halt Mist.

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LurchiD 15.06.2015, 11:09
21.

Als ich vor vielen, vielen Jahren am Anfang meines Informatikstudiums einen Platz im Rechnerraum bekommen hatte, war ich erschrocken über den Fleiß meiner älteren Kommilitonen dort.

Da wurde mit furioser Leidenschaft auf die Tastaturen getippt, überall klapperte und ratterte es mit Bienenfleiß, und ich war recht erschrocken über das Arbeitspensum, das mich offenbar in ein paar Semestern erwartete.

Nach ein paar Tagen aber wagte ich es, den Mitstudenten über die Schulter zu sehen, um herauszubekommen, welche Programme oder Texte sie denn so fieberhaft schrieben.

Zu meiner Verblüffung las ich dann überall Texte wie: "You are standing in a open field west of a white house, with a boarded door. There is a small mailbox there.", und ganz, ganz allmählich begriff ich, daß da keine Diplomarbeiten geschrieben und keine Programme erstellt wurden, sondern daß all die Tipparbeit einem Spiel galt, das mit Leidenschaft und Hingabe gespielt wurde - und so lernte ich "Zork" kennen, textbasiert und eines der ersten Abenteuerspiele überhaupt.

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bürgerbürger 15.06.2015, 11:17
22. Und wenn...

.. der Schreiber dieses Artikels an den Reaktionen der wenigen Leser desselben erkennen möge, dass Schreiben und noch dazu Veröffentlichen bitte, bitte nicht zum späteren Beruf wird, dann hat der Artikel wenigstens einen Zweck erfüllt.

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Mistergarsh 15.06.2015, 11:27
23. grausam

Jedes Mal, wenn ich derlei Buchwerbung (und was anderes sind diese sinnfreien und vollkommen überflüssigen Beiträge nicht), werfe ich meine Stirn in Falten über den Zustand der deutschen Belletristiklandschaft. Das letzte, was hier gebraucht wird, ist ein weiteres dümmliches "Aus dem Alltag eines/einer _____ (hier bitte Aldiverkäuferin/Schuhladenbesitzer/Lehrerkind/Berufsidiot eintragen)"-Buch, welches man nach einmal lesen genüsslich in den Müll wirft.
Das sind allesamt Machwerke für die RTL2-Zielgruppe, damit sie sich vorstellt, doch nicht vollends vom Fernsehen verdummt worden zu sein, denn man hat ja ein Buch gelesen, jaha! In derartiger Unreflektion ertrunken fühlt sie sich dann ganz großartig und stellt sich direkt auf den Fliesentisch im Wohnzimmer und ruft "Ich bin belesen". Pfui!

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stinkfisch1000 15.06.2015, 11:27
24. Der Autor outet sich als Amboss

Geh! gehorche meinen Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Wage
Steht die Zunge selten ein;
Du mußt steigen oder sinken,
Du mußt herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

.. wobei man anfügen möchte: ein ziemlich armseliger Amboss, wenn man aus der Textqualität rückschließen möchte. Wieso veröffentlicht SPON eigentlich so ein laienhaftes Boulevardgeschreibsel?

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likelylad 15.06.2015, 11:28
25. Amüsanter Artikel

An den Kommentaren erkennt man mal wieder die Humorlosigkeit, welche in Deutschland herrscht. Mich zumindest hat es an meine Studienzeit erinnert. Jeder fühlt sich mal so, wenn man eine Hausarbeit schreiben soll, egal in welcher Fachrichtung. Das Studium erfolgreich abschließen kann man trotzdem!

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Kiesch 15.06.2015, 11:32
26.

Zitat von pille!
schon toll, wenn man das faulenzen auch noch von dem arbeiteten Volk durch seine Steuern bezahlt bekommt. Deshalb war und bin ich für sehr hohe Studiengebühren!
Errrmm...

1. zahlt man als Student schon den sog. Sozialbeitrag.
2. Müssen diejenigen die Bafög kriegen (also mit "unseren" Steuern bezahlt werden) das irgendwann zurückzahlen. Und zwar vollständig wenn sie das Studium nicht schaffen.
3. Diejenigen die nicht mit "unseren" Steuern bezahlt werden, müssen von ihren Eltern mitversorgt werden (was je nach Studienerfolg auf mehr oder weniger Begeisterung stoßen wird).
4. Es wird sie überraschen, aber Unis schmeißen Studenten die keine Prüfungsleistungen erbringen irgendwann raus...

P.S: Warum der / die Autor/in in die Bibo geht um zu simulieren an Hausarbeiten zu arbeiten statt zuhause zu bleiben irritiert mich dann doch ein wenig.

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cabeza_cuadrada 15.06.2015, 11:34
27. Ach, geht es ihnen auch so...

Zitat von the_eagle
Die von Herrn Dachsel beschriebene Tätigkeit ist nur begrenzt sinnvoll, es sei denn er ergaunert sich dann doch ein vorzeigbares Ergebnis mit dem er durchkommt. Viel interessanter ist es bezahlte Arbeit zu simulieren, z.B. indem man angestrengt auf den Bildschirm schaut, ab und zu flucht aber eigentlich nur dümmliche SPON-Forum Kommentare schreibt.... Der Knackpunkt ist und bleibt das vorzeigbare Ergebnis. Oder: Eine Leistung erbringen ohne etwas zu leisten.
wenigstens tippe ich ja noch ab und zu. Von meinem Kollegen gegenüber höre ich seit über einer Stunde nur die Mausklicks. Offensichtlich surft er nur ohne bei SPON zu kommentieren. :-)

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bernd.stromberg 15.06.2015, 11:36
28.

Zitat von Müffelkeks
Könnte mir jemand den Sinn dieses Artikels erklären? Selbst für einen Student wie mich ist dieser Artikel meines Erachtens äußerst sinnfrei! Meiner Meinung nach gibt es im Bereich Studieren eindeutig wichtigere Themen, denen man Aufmerksamkeit schenken sollte!
Wer den Artikel gelesen hat stellt fest, dass hier Auszüge aus einem Buch geschrieben werden.
Eine Art "modernes Huckleberry Finn".

Es gibt so etwas wie Kunst und Kultur. Und Bücher die zu nachdenken anregen.

Dass viele Foristen den Artikel wörtlich nehmen, die Inhalt nicht zu deuten verstehen und mit Schaum vor dem Mund kommentieren zeigt dass sie es leider selbst an Bildung vermissen lassen.

Dies ist in meinen Augen sehr Schade.

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JerryFletcher 15.06.2015, 11:37
29. Studiengang

Vielen - mich eingeschlossen - kommen während des Studiums Zweifel ob es denn der richtige Studiengang war. Soll man wechseln, oder lieber doch nicht.

Mir war es auch manchmal ein Grauen, aber ich habe mir dann immer gesagt: Der Müllmann, der gerade die Tonne wegbringt und der Hausmeister, der mir die Birne austauscht oder den Abfluss im Wohnheim reinigt, diese netten Leute finanzieren mein Studium. Das war dann immer Motivation genug drei, vier Tage vor Abgabe anzufangen und die Nacht durch zu schreiben bzw. kurz vor knapp anfangen zu lernen.

Wir leben in Deutschland nun mal in einem Solidarsystem. Der Hausmeister bezahlt mein Studium mit, ich dann seine Rente. Leistungsverweigerer klingt gut, aber dann bitte abbrechen, alle Zuwendungen verweigern und einen alternativen Lebensstil finden.

Lächerlich ist dieser Artikel ohnehin....

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