Forum: Leben und Lernen
Der Uni-Versager: So funktioniert der Hausarbeiten-Bluff
Corbis

Wie täuscht man konzentriertes Arbeiten vor? Was haben Äpfel und Yoga damit zu tun? Leistungsverweigerer Felix Dachsel hat Strategien entwickelt, um sich unbemerkt unter fleißige Hausarbeiten-Schreiber zu mischen.

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premiummails 15.06.2015, 11:38
30. Toller Bluff!

Wer meint, der (durch einen Bluff) vorgetäuschte Erfolg einer Hausarbeit bestehe schon darin, tagelang in der Bibliothek nicht aufzufallen, sollte vielleicht doch über eine praktische Ausbildung (Bundeswehr? Tarnen, Täuschen, Ver...) nachdenken.

Man kann natürlich auch versuchen, einen Text darüber dem SPIEGEL anzudrehen ...

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markus_wienken 15.06.2015, 11:43
31.

Zitat von bernd.stromberg
Da möchte ich mal ein Zitat von Bill Gates anbringen: “I failed in some subjects in exam, but my friend passed in all. Now he is an engineer in Microsoft and I am the owner of Microsoft.”
Gates war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, hatte das richtige Gespür und den Mut etwas zu tun, zusätzlich noch Glück.


Viele andere Studenten, die ebenso wie er "failed in some subjects" fahren heute wohl Taxi oder liefern Pizza aus.

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zursachet 15.06.2015, 11:44
32. Warum so kritisch

Warum so viele kritische Kommentare hier? Alles durchorganisierte, selbstdisziplinierte Automatenmenschen und Karrieretypen hier im SPON Forum? Die Frage ist doch ein Widerspruch in sich. Ich jedenfalls musste ob der literarischen Ergüsse grinsen und fühlte mich durchaus an meine eigene Vergangenheit erinnert. Die fleißigen Tipper müssen nicht zwangsläufig die besseren Absolventen bzw die bessere Karriere haben - nur soviel dazu.
Weiter oben viel Bereits der zu erwartende Verweis auf den öffentlichen Dienst. Aus eigener Erfahrung weiss ich auch dass dies in der freien Wirtschaft überhaupt kein Problem ist - je größer der Konzern, desto besser die Möglichkeit den Tag mit Schlafen zu verbringen.
Für mich war das nix.

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flo_bargfeld 15.06.2015, 11:45
33. Der Journalist Dachsel ist doch gar nicht faul, ...

... sondern hat nur seine Rolle als "fauler Student" definiert, um möglichst viele Texte rund ums Thema zu publizieren – dazu einfach nur mal "Felix Dachsel" googeln. Und da Dachsel ein extrem populäres Vorurteil perpetuiert – das vom faulen Studenten – und in allen möglichen Facetten durchspielt, erzielt er für die Medien hochattraktive werbewirksame Clickrates. Mit anderen Worten, es geht gar nicht um Faulheit, sondern um Clickbaiting.

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TheReadeRR 15.06.2015, 11:49
34. Aufmerksam lesen!

Das ist kein Artikel sondern ein Auszug aus einem Buch!
"Auszug aus: Felix Dachsel, Abwarten und Bier trinken. Aus dem Leben eines Leistungsverweigerers, Piper 2015"

Vielleicht muss man das oben anstellen und den Artikel in die richtige Kategorie packen (z.B. Belletristik), da eine ganze Menge von Leuten, die Ihre Zeit damit verschwenden sich über Zeitverschwendung aufzuregen und Artikel zu kommentieren, die Sie nicht interessieren es einfach nicht schaffen einen Text bis zum Ende zu lesen?!

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tendust_remar 15.06.2015, 11:49
35. Gute Vorbereitung

Viele der Tipps können auch benutzt werden um später Arbeit im Büro vorzutäuschen.

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ernsth 15.06.2015, 11:50
36. wenn es das ist...

was der Autor an der Uni gemacht hat, dann frage ich mich warum er jetzt dort sitzt um uns das schreiben zu dürfen. Und wir müssen uns ferner fragen, ob das System an dem wir teilhaben, überhaupt noch Sinn macht.
Oder anders gesagt: Warum wird in dieser Zeitung so sehr gegen HartzIV'ler Stimmung gemacht, dass der Dackel jodelt, während es ja ach so toll ist seine vom Papa finanzierte Zeit an der Uni mit Unsinn zu verschwenden?

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kant-inchen 15.06.2015, 11:54
37. Werbeplattform

Offensichtlich wurde der Text nicht eigens für SPON verfasst, sondern für ein Buch, das so also beworben wird. Nun steht es jedem frei das Buch nicht zu erwerben. Schließlich hat jeder die eigene Entscheidungshoheit, ob und wie er seine Lebenszeit nutzen oder verschwenden möchte. Ebenso ob er lieber authentisch und wahrhaftig lebt oder sich selbst und andere mit Scheinexistenz, Schauspiel und Vermeidungsverhalten verar***. Sein wahres Selbst zu finden ist ein Prozess, er verlangt Arbeit an sich selbst. Manche Menschen wollen das ihr ganzes Leben lang nicht und fokussieren lieber all ihre Energie darauf sich und anderen etwas vor zu machen. Das Geld für dieses Buch investiere ich lieber in ein Kabarett-Ticket oder frische Erdbeeren, beides verschafft mir persönlich mehr Genuss und Sinn.
PS: Werter Piper Verlag Sie haben ja zum Glück auch eine große Menge guter/sehr guter Titel im Programm.

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Kaygeebee 15.06.2015, 12:00
38.

Er will nicht studieren (wer jede Minute in der Uni hasst, der/die kann dort nicht gerne sein), kann nicht studieren (es scheint wohl an Intelligenz und an Fleiß zu mangeln), studiert aber trotzdem. Warum??? Damit Mama und Papa nicht nerven? Damit er 10% weniger beim Dönerstand bezahlen muss? Damit er billiger ins Kino kommt? Das Nahverkehrsticket ist schon verdammt nützlich...

Hausarbeiten können verdammt nervig sein, das gebe ich gerne zu. Vor allem, wenn man sie zu einem unliebsamen Thema schreiben muss, welches einem vom Dozenten aufgebrummt wurde. Wenn man sich aber frühzeitig (das Konzept von "planen" scheint er nicht zu kennen, da vermutlich zu spießig) um ein Thema kümmert und sich abspricht (aber für ihn gehen vermutlich nur Streber in die Sprechstunden), dann kann man auch gute Themen abbekommen. Und die meisten Dozenten lassen mit sich reden, sofern man etwas Interesse und Engagement zeigt. Typen wie Dachsel lassen sie aber i.d.R. auflaufen, da man ihre Faulheit und das pure Desinteresse schon eine Meile gegen den Wind riecht. Klares Minimalprinzip: Herausfinden wie viel man tun muss, um irgendwie zu bestehen. Aber Hausarbeiten können auch Spaß machen, so seltsam es auch klingt. Man muss sich in ein Thema einarbeiten und liest teils wirklich interessante Bücher. Wann komme ich z.B. dazu mal die gesamte Goebbels Biographie von Peter Longerich zu lesen? Man lernt sich zu konzentrieren, auf ein Ziel hinzuarbeiten, diszipliniert zu arbeiten (ohne geht es einfach nicht, sonst rotzt man am Ende nur irgendwas hin) und sich selber zu verbessern.

Ich weiß, dass eine gute Note im Staatsexamen oder im Bachlor/Master nicht 100% aussagekräftig ist. Aber wer sich anstrengt lernt zumindest überlebenswichtige Grundwerte, welche in der Arbeitswelt heute viel Wert sind: Von nichts kommt nichts. Schluffis überleben keine Probezeit, da Bullshit und Simulanten irgendwann immer auffliegen.
Und die Welt ist kein Wunschkonzert, wo man immer nur das macht zu dem man Lust hat. Da scheint in der Erziehung wohl einiges schiefgelaufen zu sein. Wurde vermutlich nie zu irgendwas gezwungen oder Verantwortung wurde systematisch von ihm ferngehalten, da er es eh verpatzen würde.

Sorry, aber Typen wie Dachsel regen mich einfach auf. Machen aus ihrem Losertum einen Beruf, scheißen ein Buch raus und machen sich aus ihrem Elfenbeinturm über andere lustig. Im Grunde vertuschen sie nur ihren eigenen Minderwertigkeitskomplex, da alle an ihnen vorbeiziehen, während sie selber nach zehn Jahren immer noch studieren, auf der Stelle treten und am finanziellen Rockzipfel der Eltern hängen.

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ben1976 15.06.2015, 12:07
39. Kernkompetenz

Zwar hatte ich beim Schreiben der Hausarbeiten nie Schwierigkeiten, allerdings kann ich die Aufregung mancher Kommentatoren nicht nachvollziehen. Neben den Fähigkeiten des Bückens, Buckelns und Tretens gehört der Bluff und das Vortäuschen konzentrierter Arbeit zu den wichtigsten Fertigkeiten einer guten, mittelmäßigen Bürokarriere.

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