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Der Uni-Versager: So funktioniert der Hausarbeiten-Bluff
Corbis

Wie täuscht man konzentriertes Arbeiten vor? Was haben Äpfel und Yoga damit zu tun? Leistungsverweigerer Felix Dachsel hat Strategien entwickelt, um sich unbemerkt unter fleißige Hausarbeiten-Schreiber zu mischen.

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opaddy 16.06.2015, 13:30
60. Ganz schlechter Artikel..

Ich wollte nicht einmal zu Ende lesen, weil ich mich fragte, was dieser Unsinn soll. Nicht jeder ist für das studieren gemacht. Ich selber sitze im Moment in der Bibliothek und bin an einer Hausarbeit dran. Schwer ist das nun wirklich nicht. Kleiner Tipp für den Verfasser des Artikel Herrn Dachsel: Wenn man unfähig ist zu studieren oder einfach nicht möchte, dann soll man seine Zeit doch besser nutzen? Andere würden sich über einen Studenplatz freuen.

@pille, inwiefern bezahlt das arbeitende Volk den Studenten ihr Studium? Ich arbeite in der Woche 35 Stunden und studiere nebenbei noch Vollzeit. Mir bezahlt leider keiner etwas. Würde ich Bafög bekommen, müsste ich das zurückzahlen.

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ticle 16.06.2015, 15:18
61. @opaddy

Zitat von opaddy
inwiefern bezahlt das arbeitende Volk den Studenten ihr Studium? Ich arbeite in der Woche 35 Stunden und studiere nebenbei noch Vollzeit. Mir bezahlt leider keiner etwas. Würde ich Bafög bekommen, müsste ich das zurückzahlen.
Ca. 8000 Euro kostet ein Student im Bundesdurchschnitt pro Jahr (mit großen Unterschieden je nach Fach und Standort). Das wird durch Steuergelder finanziert und da ist es natürlich eher ärgrlich, wenn dieser von der Allgemeinheit bezahlte Platz dann von jemandem belegt wird, der ganz offensichtlich fehl am Platz ist. Darauf hat sich "Pille" bezogen, nicht auf die Bafög-Unterstützung.

Ihr eigenes Beispiel wiederum zeigt, dass Studiengebühren auch keine Lösung wären, da es schlicht Ihre Leistungsfähigkeit überschreiten würde, wenn Sie neben Unterhalt auch noch die Gebühren erarbeiten müssten.

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ArminBiermann 16.06.2015, 16:38
62. Das Phänomen ist bekannt...

...und überhaupt nicht auf Studierende beschränkt: nicht selten ver(sch)wenden Menschen paradoxerweise mehr Energie darauf, Wissensdefizite und Kompetenzmängel vor anderen zu verbergen, als sie aufbringen müssten, um genau dieses Wissen und diese Kompetenzen zu erwerben. Zwar gipfelt die Perfektionierung der Täuschung auch in einer Kompetenz, doch potenziert diese lediglich die tragische Wirkung der Strategie und ist daher in der Konsequenz auch nur halb so lustig, wie Felix Dachsel zu glauben scheint. Tragisch ist vor allem, dass die Täuschung oft von Anfang an und unbemerkt enttarnt wird, also nicht nur ihr Ziel nicht erreicht, sondern direkt und nachhaltig disqualifiziert. Hausarbeiten kann man schreiben lassen oder darin das geistige Eigentum anderer verwenden, ohne es als solches zu kennzeichnen... doch irgendwann muss geliefert werden, müssen die Kompetenzen on the job – oder schon beim Bewerbungsgespräch – nachgewiesen werden, die etwa durch eine Hausarbeit erarbeitet werden sollten. Spätestens dann gilt selbst in unseren heutigen Gesellschaften, in denen so oft die Form den Inhalt dominiert, bestimmt oder ablöst, das Motto: Mehr Sein als Schein.

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hjm 16.06.2015, 23:40
63.

Zitat von ticle
Ca. 8000 Euro kostet ein Student im Bundesdurchschnitt pro Jahr (mit großen Unterschieden je nach Fach und Standort). Das wird durch Steuergelder finanziert und da ist es natürlich eher ärgrlich, wenn dieser von der Allgemeinheit bezahlte Platz dann von jemandem belegt wird, der ganz offensichtlich fehl am Platz ist. Darauf hat sich "Pille" bezogen, nicht auf die Bafög-Unterstützung.
Erstens muss der Autor ja keinen zulassungsbeschränkten* Studiengang belegt haben. Und zweitens sind die 8000 Euro die Kosten pro Student, die nicht Ableitung der Kosten nach der Anzahl der Studenten (für BWLer: Grenzkosten). Würde er nicht studieren, würde der Staat also weder 8000 Euro pro Jahr sparen, noch könnte jemand anderes studieren, der es jetzt nicht kann.

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*) Und selbst wenn, dann sind solche „pflegeleichten“ Studenten, die nach der ersten Prüfung rausfliegen, in der Kapazitätsplanung mit einkalkuliert. Gäbe es sie nicht, würden die eingesparten Mittel gar nicht für gleich viele echte Studenten reichen.

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Gioacchino 18.06.2015, 09:57
64.

Zitat von eifrigerleser
Leider kommen auch immer mehr sogenannte "Abiturienten ohne allgemeine Hochschulreife" an die Unis und nehmen anderen, wirklich wollenden, den Studienplatz weg.
Das sollten Sie meiner Meinung nach differenzierter betrachten. Natürlich haben Menschen mit der von Ihnen angesprochenen Motivation oftmals besser Schul- und Ausbildungsabschlüsse. Es gibt aber auch Fälle, und davon wohl nicht zu wenige, in denen junge Menschen mit der Schulausbildung nicht zurecht kommen und keinen Einser-Abiturschnitt erzielen. Ihnen aber zu unterstellen, es mangele an Motivation, dass sie an einer Universität oder Hochschule nichts verloren hätten und somit nur anderen die Plätze nehmen - dass ist nicht gerechtfertigt. Ich gebe Ihnen recht, es gibt leider allzu viele Menschen, die studieren, "weil es cool ist", nicht, weil sie es wollen. Aber dafür einen universal gültigen Zusammenhang mit dem Schulabschluss heranzuziehen, das ist zu einfach gedacht.

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Olaf 18.06.2015, 11:01
65.

Zitat von opaddy
@pille, inwiefern bezahlt das arbeitende Volk den Studenten ihr Studium? Ich arbeite in der Woche 35 Stunden und studiere nebenbei noch Vollzeit. Mir bezahlt leider keiner etwas. Würde ich Bafög bekommen, müsste ich das zurückzahlen.
Die Uni München (LMU) erhält einen Staatszuschuss von rd. 330 Mio. Euro im Jahr.

http://www.uni-muenchen.de/ueber_die...ten/index.html

Was meinen Sie, wo der herkommt?

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collegiant 18.06.2015, 12:42
66. Übel dem Wissbegierigem

Die ruinieren ja alles, setzten "hohe" Standards und genügen den Anspüchen des Proffessors. Wo kommen wir denn da noch hin?
Die Universität ist ein Ort für Weiterbildung, da sollten Leute sein, die etwas lernen wollen!
Aber die Tatsache, dass es in Deutschland kein Wort gibt für jemanden, der gerne lernt weil es ihn interessiert sagt doch alles. Jemand der lernt wird als "Streber" und "Schleimer" bezeichnet

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gardinchen 20.06.2015, 03:54
67. realistisch

eine Möhre in der Unibibliothek zu essen ohne erwischt zu werden, ist eine hohe Kunst. und ansonsten ist die beschriebene Situation für eine erste Hausarbeit sehr realistisch. allerdings finde ich Leistungsverweigerung nicht ganz passend. es ist eher die pure Unwissenheit, von der man getrieben wird und noch nicht weiss, dass Hausarbeiten eh erst in der letzten Nacht vor Abgabe geschrieben werden.

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Robert Maule 10.05.2016, 12:14
68. Bluff - um WAS zu erreichen ???

Was will der Herr erreichen? Er will sich unbemerkt unter fleißigen Hausarbeiten-Schreibern aufhalten? Ists so kuschelig in der Bibliothek? Ist er obdachlos ? Regnets grade ?

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drarminherbert 10.05.2016, 18:40
69. Nicht nur deutsche Studenten täuschen ...

auch ein deutsches Großunternehmen ... VW ...

auch viele Politiker ...

Täuschen scheint in Deutschland Zeitgeist zu sein!!

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